Wettbewerbsfähigkeit Frankreich 2008

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Gruppenaufgabe

Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Einzelaufgaben

Sektoralen Leistungsfähigkeit im Außenhandel

Ausfuhrüberschuss

[1] Der Ausfuhrüberschuss (Net trade in value) gibt die Exportmenge abzüglich der Importmenge der verschiedenen Sektoren wieder. Die drei Sektoren mit dem höchsten Ausfuhrüberschuss sind für Frankreich folgende:

HS 2 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
88 Luft- und Raumfahrzeuge, Teile davon 16,026 Mill.
HS 4 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
88 02 andere Luft- (Zb. Hubschrauber u Starrflügelflugzeuge) und Raumfahrzeuge (Satelliten) 20,331 Mill.
88 01 Ballone, Luftschiffe, Segelflugzeuge, Hanggleiter -1,278 Tausend
88 04 Fall- und Gleitschirme, Zubehör, Teile davon -4,121 Tausend

Auffallend im HS2 Sektor 88 ist, dass sein großer Außenhandelsüberschuss lediglich durch den Sektor 8802( andere Luft- und Raumfahrzeuge) erreicht wird. Alle anderen Bereiche dieses Sektors haben einen negativen Net Trade, das heißt, es wird mehr importiert als exportiert.

HS 2 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
22 Getränke, alkoholhaltige Flüssigkeiten, Essig 10,496 Mill.
HS 4 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
2204 Weine aus frischen Weintrauben 7,218 Mill.
2208 Branntwein, Likör, andere alkoholhaltige Getränke 2,425 Mill.
2201 Wasser und kohlensäurehaltiges Wasser 921,634 Tausend

Nur eine relativ kleine Menge der Sektor 22- Güter wird importiert. Allerdings ist auch zuerkennen, das verhältnismäßig wenig exportiert wird. Somit lässt sich schlussfolgern, das ein Grossteil dieser produzierten Güter für den inländischen Verbrauch genutzt wird.

HS 2 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
33 Ätherische Öle, zubereitete Riech-, Körperpflege- Schönheitsmittel 8,536 Mill.
HS 4 Bezeichnung Net Trade (in Mill. US$)
3304 Schönheitsmittel, Erzeugnisse zum Schminken und Zubereitung zur Haupflege( Sonnenschutz und Bräunungsmittel), Zubereitung zur Hand- und Fußpflege 3,926 Mill.
3303 Duftstoffe und Duftwässer 3,738 Mill.
3305 Zubereitete Harrbehandlungsmittel 783,382 Tausend

Der Net Trade Frankreichs, ist gerade in den Bereichen am höchsten, in denen die französischen Produkte eine exklusive Stellung genießen. An den Sektoren 22 (Wein) und 33 (Parfüme) erkennt man, das die insgesamt produzierte Menge dieser Produkte nicht sehr hoch ist, aber auch nur sehr wenig importiert wird. Somit wird gerade mit diesen Gütern ein relativ hoher Außenhandelsüberschuss erzielt.

wichtigste Außenhandelspartner (berechnet am Umsatz (EX+IM))

überhaupt

Überhaupt meint, nicht geordnet nach den Sektoren mit dem größten Net Trade, sondern aller Sektoren im Überblick.

Land Umsatz (in Mill. US$)
Deutschland 155,561 Mill.
Italien 88,358 Mill.
Spanien 83,556 Mill.

Mit diesen Ländern betreibt Frankreich den größten Außenhandel, das heißt es wird sowohl importiert als auch exportiert( zb. Mit Deutschland: Export 479,013 Mill. Import 529,902). Wie an diesen Beispiel schon zu erkennen ist, importiert Frankreich insgesamt mehr(ca 50,889 Mill.) als es exportiert.

in stärksten Sektoren

Sektoren Land Umsatz (in Mill. US$)
88 USA 9,578 Mill.
Deutschland 7,717 Mill.
China 3,372 Mill.
22 USA 2,782 Mill.
Großbritannien 2,891 Mill.
Deutschland 1,549 Mill.
33 Deutschland 2,148 Mill.
Großbritannien 1,592 Mill.
Italien 1,427 Mill.

Spezifisch auf die drei stärksten Sektoren bezogen, sind die Außenhandelspartner andere als im vorangegangenen Abschnitt, da diese Sektoren auf der Grundlage des Außenhandelsüberschusses (EX-IM) basieren.

komparativer Vorteil Frankreichs

RCA- Index

[2]

RCA2.jpg

Um den offenbarten komparativen Vorteil zu berechnen, benötigt man den RCA- Index( revealed comparative advantage of international trade. In folgender Tabelle wird der RCA für die verschiedenen HS2 von Frankreich dargestellt. Im Falle Frankreich ist der aggregierte Außenhandels-Koeffizienten A negativ. Es herrscht also ein Handelsbilanzdefizit. Dieses Defizit ist der Grund dafür, das die RCA- Werte niedriger gewichtet werden, da A kleiner 0 ist.

  • A= (alle EX-alle IM)/(alle EX+ alle IM)
  • A= -0,05044
  • RCA= (Gi-A)*(100/1-A)
  • 100/1-A= 95,1982

Besonders auffällig ist der HS 2 Sektor 88, welcher den deutlich größten Ausfuhrüberschuss erziehlt, jedoch bei der RCA- Gewichtung (im Vergleich mit allen Sektoren) nur einen der unteren Plätze erreicht.Der offenbarte komparative Vorteil ist demnach wesentlich niedriger.

Ricardo- Modell

[3]

Diagrammarbeitsprod.JPG

Das Ricardo- Modell besagt, das der Handel für ein Land dann von Vorteil ist, wenn es die Güter exportiert, wo es einen komparativen Vorteil besitzt. In diesem Fall ist der komparative Vorteil auf die Arbeitsproduktivität zurückzuführen, da unterschiedliche Arbeitsproduktivität auf verschiedene Opportunitätskosten bei der Produktion von Gütern schließen lässt.Folgende Tabelle zeigt die Arbeitsproduktivität (BIP je Erwerbstätiger)auf. [4]

Land 2004 2005 2006
Frankreich 122,2 125,4 125,3
Luxemburg 169,8 175,7 184,1
Spanien 102,2 102,0 103,1

Im EU- Ländervergleich hat Frankreich eine sehr hohe Arbeitsproduktivität.Frankreich erzielt im Ranking des Jahres 2006 den dritten Platz, vor den größten Außenhandelspartnern( Deutschland, Spanien, Italien). Man kann also sagen, Frankreich nutzt den Produktionsfaktor Arbeit sehr effizient aus.

Gravitationsmodell

[5]

Nach dem Gravitationsmodell, sind die Aktivitäten eines Landes Außenhandel zu betreiben, im Wesentlichen von seinem Bruttoinlandsprodukt, sowie der geografischen Entfernung zu den jeweiligen Partnerländern abhängig. Das BIP Frankreichs ist von 1707,5 Mrd. € im Jahre 2005 auf 1777,3 Mrd. € in 2006 gestiegen. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 2,0%. Ein positives Wirtschaftswachstum bedeutet für ein Land somit auch steigende Exporte und Importe. Weiterhin ist im Fall Frankreich zu erkennen, das die wichtigsten Außenhandelspartner Deutschland, Italien und Spanien sind. Das Prinzip, umso geringer die Entfernung umso höher die Außenhandelsaktivitäten, trifft hier also zu, denn Frankreich verfügt über direkte Grenzen mit allen drei Ländern. Diese große geografische Nähe ist von Vorteil denn durch EU- Partnerländer entfallen umfassende Zölle sowie Grenzkontrollen, außerdem sind die Transportkosten weniger hoch.

Dynamische Analyse der Außenhandelsstruktur

Exprort nach HS 6
Import nach HS 6

Sektorale Standortattraktivität

Erklärung ADI

Als ausländische Direktinvestitionen, ADI, (engl. Foreign Direct Investment, FDI) wird die Vergabe von Investitionen eines Investors in ein ausländisches Unternehmen bezeichnet. Dabei nimmt der Investor die Rolle einer Muttergesellschaft und das ausländische Unternehmen die Rolle der Tochtergesellschaft ein. Über Beteiligungen sollen mögliche Markteintrittsbarrieren umgangen und neues Wissen erschlossen werden. Weiterhin bilden Direktinvestitionen einen Indikator für die Globalisierung der Welt.

Attraktivität der Industriezweige für ADI

In wirtschaftlich schwierigem und wettbewerbsstarktem Kontext hält Frankreich ein hohes Niveau durch arbeitsplatzschaffende ausländische Direktinvestitionen. Mit einem Zufluss von absoluten ausländischen Direktinvestitionen in Höhe von 81.073,5 mio. US$ und einem Investitionsbestand von 627.930,8 mio. US $ belegt Frankreich somit Rang 3 im Rennen um ADI im Jahr 2006. Somit zählt Frankreich zu den attraktivsten Länder für ADI's. Vor allem Zielregionen wie Ile de France, Rhône- Alpes und Midi- Pyrénées waren besonders beliebt.

Industriezweig Absolute ausländische Investitionen 2006 (in m US$) jährliche prozentuale Veränderung seit 2003 Weltrangliste (nach absoluten Zufluss geordnet)
Tertiary 35094,2 -3,3% 4
Secondary 26598,8 46,8 % 3
Primary 2776,2 263,8% 9


Die Abbildung 1 zeigt nachfolgend in welche Sektoren die meisten ADI im Jahr 2006 flossen. Mit 35.094,2 Millionen US$ war der tertiäre Sektor am erfolgreichsten. Dies ist nicht nur darauf zurück zuführen das dieser Sektor 75% des BIP erwirtschaftet, sonder auch 70% der Arbeitsplätze bereitstellt. Durch stetige Investitionen werden in den Bereichen Gaststättengewerbe, Handel und Bankenbereich neue Arbeitsplätze geschaffen, womit die marktbestimmenden Dienstleistungen ansteigen. Dabei ist aber zu beachten, dass der tertiäre Sektor keine großen Veränderungen bei den Zuflüssen erfahren hat. Hier ist der primäre Sektor von Vorteil. Mit einem Zufluss von 2776,2 Millionen US$ liegt dieser Sektor weit hinter den Anderen. Betrachtet wir aber die Änderungsraten liegt der primäre Sektor mit 263,8 % vor dem tertiären Sektor ( -3,3 %). Frankreich befindet sich unter den größten Exporteuren von landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln und befindet sich somit auf einem sehr dynamischen Markt. Obwohl dieser Bereich nur 6 % des BIP erwirtschaftet und nur 2 % aller Erwerbstätigen beinhaltet, konnten in den vergangen Jahren Erträge durch erhebliche Modernisierungsprozesse stark erhöht werden.

Industriezweig Absolute ausländische Investitionen 2006 (in m US$) Investitionsbestand 2006 (in m US$) jährliche prozentuale Veränderung seit 2003 Investitionen je Einwohner (in US$) Gütergruppen-Außenhandels-Koeffizient Weltmarkt Anteil Weltrangliste (nach absoluten Zufluss geordnet)
Business Akttivities 21565,8 197531,4 -16,5% 355 1
Unspecified Secondary 11309,2 24957,7 45,9% 183 2
Food,beverages and tobacco 6691,4 24804,4 74,8% 110 11,00% 7,40% 2
Chemicals and chemical products 6316,3 60069,2 48,4% 104 6,00% 6,10% 4


Bei einer näheren Betrachtung der Bereiche wird ersichtlich, dass Frankreich seine höchsten ausländische Direktinvestitionen in den Sektoren „Business Activities“ (Geschäftstätigkeit), „Unspecified secondary“, „Food, baverages and tobacco“ ( Nahrungsmittel, Getränke und Tabak) sowie „Chemicals and chemical products“ (Chemie) erhalten hat.


Mit einem Zufluss von 21.565,8 Millionen US$ und einem Bestand an Investitionen von 197.531,4 Millionen US$ stellt der Bereich „Business Activities “ mit Abstand den attraktivsten für ausländische Direktinvestitionen dar. Die Bereiche „Food, baverages and tobacco“ und „Chemicals and chemical products“ weisen einen geringeren Zufluss an ADI auf. Hier erhält Frankreich 6691,4 und 6316,3 Millionen US$ und erlangt lange nicht das Niveau des Bereiches „Business Activities“.

Beachtlich ist die Tatsache, dass Frankreich im Bereich „Food, beverages and tobacco“ die höchste Steigerungsrate von allen betrachteten Bereichen aufweist. Im Vergleich übertrifft dieser mit 74,8 % die Bereich Lebensmittel (48,4 %) und Geschäftstätigkeit (-16,5 %). Deutlich wird dieser Aspekt bei der Vergabe des Weltranges. Bei den Zuflüssen von ADI belegt Frankreich im Bereich Lebensmittel, Getränke und Tabak den 2. Rang hinter den USA. Die negative Entwicklung der Zuflüsse im Bereich Geschäftstätigkeit lässt sich schwer beurteilen, da diese über die Jahre hinweg leicht ab- und zunahmen. Trotz dieser Tatsache belegt dieser Bereich den 1. Rang in der Weltrangliste vor den USA mit 19.615 Millionen US$. Exemplarisch beschreibt dies wieder die Attraktivität Frankreichs Direktinvetitionen in dieses Land zu tätigen.

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Komparativer Vorteil nach David Ricardo

Die Theorie von Ricardo besagt allgemein, dass jedes Land die Güter produzieren soll, bei dene es die geringsten Kosten besitzt und somit einen koparativen Vorteil hat. Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich wird, besitzen die Bereiche Chemie und Lebensmittel positive Gütergruppen-Außenhandels-Koeffizienten mit jeweils 6 % und 11 %. In diesem Fall der positiven Koeffizienten, kann von einem komparativen Vorteil gesprochen werden, da die Exporte größer als die Importe sind. Ein Nachteil würde dann entstehen falls der Koeffizient negativ wäre, also Exporte kleiner als Importe. Wie eingangs schon erwähnt lässt sich der Vorteil im Bereich Lebensmittel vor allem aus der Modernisierung der Landwirtschaft ableiten. Durch Ertragssteigerung durch eine kostengünstigere Produktion erhält Frankreich ein Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen aufgrund des resultierenden Vorteils gegenüber anderen Länder. Durch eine branchenbezogene Spezialisierung in dem Bereich Chemie konnte Frankreich weitere Investoren anlocken und erreichte einen Vorteil. Auf den ersten Blick ist in dem Bereich Geschäftstätigkeit kein komparativer Vorteil zu erkennen, da es für diesen keine Außenhandelswerte gibt. Weiterhin fällt ein Beurteilung dies bezüglich schwer, da in den Bereich Geschäftstätigkeit sämtliche Dienstleistungen für Gastronomie, Werbung und Übernahmen miteinbezogen werden. Für ein Beurteilung könnte jedoch die französische Dienstleistungsbilanz herangezogen werden. Mit einen Überschuss von 2,0 Mrd. Euro lässt sich ein komparativer Vorteil erklären und stellt somit ein positiven Aspekt für die Attraktivität des Bereiches Geschäftstätigkeit dar.

Analyse der ausländischen Direktinvestitionen im Untersuchungland

Sektoraler Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen

Im Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen (ADI) werden im Folgenden die verschiedenen Sektoren des Landes Frankreich, mit denen ihre Wettbewerber verglichen. In den letzten Jahren konnte sich Frankreich zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte entwickeln, da sich die Wirtschaft internationalisiert hat. Der Bestand an ADI im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt beträgt in Frankreich 41,8%. Insgesamt liegt Frankreich im Wettbewerb um ADI weltweit auf Platz 3, in der Eurozone sogar auf Platz 1. Die wichtigsten Investoren für Frankreich sind und bleiben USA, Deutschland, Großbritannien, Schweden, Schweiz und die Niederlande. Zu gleich sind die USA, Deutschland, China und Großbritannien auch die größten Wettbewerber im Kampf um ADI. Dazu werden die Veränderungen der ausländischen Direktinvestitionen in den Jahren 2003 bis 2006 betrachtet. Die Sektoren mit den höchsten ausländischen Direktinvestitionen lauten:

  • Lebensmittel, Getränke & Tabak
  • Chemikalien und chemische Erzeugnisse
  • Transport, Lagerung und Kommunikation
  • Kraftfahrzeuge und andere Transportmittel

Diese 4 Sektoren der Volkswirtschaft sind für die Investoren besonders attraktiv geworden. Grund hierfür sind die weiterentwickelten und verbesserten Attraktivitätsfaktoren Frankreichs. Maßnahmen um die Standortattraktivität zu steigern sind: die Reform der Gewerbesteuer, die Vereinfachung des administrativen und juristischen Umfelds, vereinfachte Aufenthaltsmodalitäten für Forscher, die Einführung einer konkurrenzfähigen Steuerpolitik, sowie ein starkes Engagement im Bereich der Forschung und Innovation.

Im Industriezweig der Lebensmittel, Getränke und Tabak stiegen die ADI zwischen 2003 von 92,6 Millionen US$ auf 6,691.4 Millionen US$ 2006 stark an. In Frankreich ist der Weinanbau von großer Bedeutung. Dieser gewinnbringende Erwerbszweig siedelte sich in der Bourgogne, Champagne, Loiretal und dem Elsass an. Die Weinerzeugnisse belaufen sich auf 53,2 Millionen Hektoliter p.a, damit ist Frankreich 2-größter Produzent weltweit, sowie in der EU nach Italien. Zu den Haupterzeugnissen im Lebensmittelbereich zählen auch: Getreide, Milch und Ölpflanzen.

Der Sektor Kraftfahrzeuge und andere Transportmittel hat einen Anteil von 28% am Sozialprodukt in Frankreich. Mit einem Jahresumsatz von 109 Milliarden € zählt die Automobilindustrie zu einem der leistungsstärksten Industriezweige Frankreichs. Neben Renault und sind PSA (Peugeot und Citroén) die größten Gruppen mit 5.955.600 hergestellten Fahrzeugen 2005 und ist 4–größter PKW Exporteur weltweit. Diese Entwicklung kann man auch anhand der ADI beobachten. Diese sanken zwar seit dem Jahre 2003 von 1,935.8 Millionen US $ auf -641.0 Millionen US $ 2006 ab, dennoch lässt ein Aufwärtstrend erkennen. In der Luft- und Raumfahrtindustrie, welche ebenfalls zu diesem Sektor gehören, wurde 2006 ein Umsatz von 32,1 Milliarden € erzielt. Zu den größten Unternehmen zählen: EADS (Airbus, Eurocopter), Arianespace und Dassault Aviation. Deutsche Investitionen waren in Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche und dem Eisenbahn- und Schiffsbau mit 17,6% (Stand 2005) am stärksten vertreten, in der Automobilindustrie nur zu 15,5%. Die ADI-Entwicklung ist von sektoraler Natur. Dies ist auf die gute Qualifizierung des Personals und die geografische Lage Frankreichs, mit dem Zugang zum Meer, sowie die Position als ein wichtigster Handelspartner und Verteiler zu anderen Ländern zurückzuführen.

Im Bereich Transport, Lagerung und Kommunikation, mit einem Jahresumsatz von 45 Milliarden €, ist ein ständiger Anstieg der ADI zu verzeichnen. Im Bereich Kommunikation deckt France Telecom 47 % des Marktes an, Legetel-SFR 35,8 % und Bouygues Telecom 17,2 %. Alcatel-Lucent ist der 4-größte Hersteller von Telekommunikationsinfrastrukturen, der Größte von Übertragungssystemen und ist der Weltführer bei unterseeischen Kabelnetzen. In diesem Bereich ist der Vorteil sektoraler Natur, da sich qualifizierte und gut ausgebildete Spezialisten dort auffinden lassen. Hingegen ist im Bereich des Transports, die gute geografische Lage der Vorteil Frankreichs, da sie einen guten Zugang zum Meer haben, sowie eine Drehscheibe des internationalen und europäischen Handels, aufgrund kurzer Verbindungen nach Großbritannien, Irland oder Spanien darstellen.

Die Branche Chemikalien und chemische Erzeugnisse zählt zu den wichtigsten Industriebereichen des Landes. Die ADI stiegen auch in diesem Sektor 2003 von 1,466.1 Millionen US $ auf 6,316.3 Millionen US $ 2006 stetig an. Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass der frz. Chemiemarkt hoch entwickelt und äußerst internationalisiert ist. Neben Segmenten wie Pharmazeutika und Kunststoffwaren zählt die organische Chemie zu den bedeutendsten Bereichen. L´Oréal und Air Liquide sind zwei Weltmarktführer, neben Total als einer der Großen in der Erdöl – und Petrochemiebranche, sowie Sanofi-Aventis als Europas umsatzstärkster Pharmakonzern.

Quellen

Literaturquellen

Weblinks

Einzelnachweise

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