Difference between revisions of "Isländische Krone"

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Vorlage:Infobox Währungseinheit

Die Isländische Krone (isländisch króna, Mehrzahl krónur, Abkürzung: ISK) ist die Währung Islands. Ebenso wie die Währung anderer nordeuropäischer Staaten stammt der Begriff von der Krone ab. Im Jahre 1918 wurde die Unabhängigkeit Islands von Dänemark beschlossen und die Isländische Krone eingeführt. Die Zentralbank verfügt seit dem Jahr 1961 über das alleinige Recht auf die Ausgabe von Banknoten.

Geschichte

Bis 1981

Island wurde auf einem Dänischen Piaster (eine Münze) im Jahre 1771 zum ersten mal erwähnt. Auf der Münze stehen die Namen Island, Grönland und Färöer. Das bedeutet nicht, dass Island zu diesem Zeitpunkt eine eigene Währung besitzt. Es unterstreicht, dass Island unter dem Einfluss der Dänischen Monarchie stand. Darum galt die dänische Krone als offizielles Zahlungsmittel Islands. Die Geschichte der isländischen Währung begann 1778, als es Island von Dänemark erlaubt wurde, die offizielle Dänische Währung mit isländischen Schriftzeichen zu versehen. Diese Währung konnte sich aber nicht durchsetzen. Im Laufe der Zeit kam es in Island zu inflationären Entwicklungen. Diese Entwicklung veranlasste Dänemark zu Handlungen, da diese Währung im Außenhandel keine Akzeptanz fand. Es gab einen radikalen Wandel in Dänemarks Finanzsystem. Im Jahre 1873 gründete Schweden, Norwegen und Dänemark die Skandinavische Währungsunion.[1] Die heutige isländische Krone wurde mit der Auflösung der Skandinavischen Währungsunion während des Ersten Weltkrieges eingeführt, nachdem Island im Jahre 1918 die Souveränität von Dänemark verlangte. Seit 1961 besitzt die Isländische Zentralbank das alleinige Recht auf die Ausgabe von Banknoten in Island. Das Recht für die Ausgabe von Münzen besitzt sie seit 1967.[2] Nach einer Währungsreform am 1. Januar 1981 wurde die Krone um den Faktor 100 aufgewertet. Das bedeutet das 100 „alte Kronen“ in eine „neue Krone“ getauscht wurde.[1]

Nach 1981

Begründet durch den technologischen Wandel hat sich die Nutzung von Electronic Banking, Zahlungen mit EC oder Kredit Karte immer mehr etabliert. Trotz dieser Entwicklung erhöhte sich seit 2007 der Bargeldumlauf in Island.[3]

Entwicklung der Zentralbank

Nach der Souveränität Islands 1918 wurde das Recht auf Ausgabe von Banknoten allein der staatseigenen Bank zugesprochen. Im April 1961 wurde die isländische Zentralbank durch ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz geschaffen. 1986 wurde die Möglichkeit der Zentralbank den Zinssatz für Banken und Sparkassen zu beeinflussen, abgeschafft. Diese Abschaffung führte zu mehr Wettbewerb auf den Finanzmärkten und zu einem ansteigenden Zinssatz. Im Mai 2001 trat eine neue Verpflichtung der Zentralbank in Kraft, die besagt, dass es das oberste Ziel der Geldpolitik ist, die Preisstabilität zu wahren. Dieses oberste Gebot der Preisstabilitätswahrung wurde auch in den Änderung der isländischen Zentralbank am 26. Februar 2009 bestätigt.[4] Die Bank verpflichtet sich einen jährlichen Bericht über ihre Aktivitäten der Regierung zu übergeben, das trägt zusätzlich zur Transparenz in der Geldpolitik bei.[5] Die isländische Zentralbank ist eine unabhängige Institution die dem Staat gehört, aber unter eigener Verwaltung steht.[6]

Rating

Die Kreditwürdigkeit wird von Ratingagenturen festgestellt. Zu den bekanntesten Ratingagenturen gehören Moody's, Standard & Poor's (S&P) und Fitch Rating's. Die Agenturen ermitteln die Kreditwürdigkeit und die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Landes oder einer Organisation und erhalten somit eine Rangordnung. Island wurde 1986 erstmalig durch S&P geprüft und es wurde ein gutes Rating bescheinigt. Die anderen Agenturen folgten und Island erhielt eine sehr gute Beurteilung. Im Frühjahr 2008 begann dann die Rückstufung durch die Agenturen und Island verlor die bescheinigte Kreditwürdigkeit.[4]

Banknoten und Münzen

Banknoten

Momentan sind in Island vier verschiedene Banknoten zu 500, 1000, 2000 und 5000 Kronen im Umlauf. Jede Banknote trägt ein Unterschriftsfaksimile der beiden Gouverneure der Zentralbank. Alle Banknoten haben ein Wasserzeichen des ersten Staatsmann Islands Jón Sigurðsson (1811–1879).[7]

Aktuelle Banknoten[8]
Nennwert Motiv
Vorderseite
Motiv
Rückseite
Porträt Format Ausgabedatum
500 Kronen
Isl 500 Kroner.JPG
Isl 500 kroner reverse.jpg
Jón Sigurðsson 70 × 145 mm 1981
1000 Kronen
Isl 1000 krone.gif
Isl 1000 kroner reverse.jpg
Brynjólfur Sveinsson 70 × 150 mm 1984
2000 Kronen
Isl Krone 2000.jpg
Isl 2000 kroner reverse.jpg
Jóhannes Sveinsson Kjarval 70 × 150 mm 1995
5000 Kronen
Isl 5000 krone.JPG
Isl 5000 kroner reverse.jpg
Ragnheiður Jónsdóttir 70 × 155 mm 1986

Münzen

Werteseite der 1-, 10-, 50- und 100-Kronen-Münze
1 Krone

Diese Münze wurde 1981 in Umlauf gebracht. Sie hat einen Durchmesser von 21,5 mm. Das Gewicht beträgt 4,5 Gramm. Die Münze besteht aus 75 % Kupfer und 25 % Nickel. Ihr Rand ist glatt. Die Vorderseite zeigt einen Riese, einen der vier Schutzgeister Islands. Auf der Rückseite ist ein Dorsch abgebildet. 1989 wurde noch eine Ein-Kronen-Münze in Umlauf gebracht. Sie besteht aus vernickeltem Stahl und ist mit 4,0 Gramm leichter.

5 Kronen

Diese Münze wurde 1981 in Umlauf gebracht. Sie hat einen Durchmesser von 24,5 mm und ihr Gewicht beträgt 6,5 Gramm. Die Münze besteht aus 75 % Kupfer und 25 % Nickel. Ihr Rand ist ebenfalls glatt. Die Vorderseite zeigt die vier Schutzgeister (Drache, Adler, Stier, Reise) Islands. Auf der Rückseite sind Delphine zu sehen.

10 Kronen

Diese Münze wurde 1984 in Umlauf gebracht. Sie hat einen Durchmesser von 27,5 mm und eine Stärke von 1,78 mm. Das Gewicht beträgt 8,0 Gramm. Diese Münze besteht zu 75 % aus Kupfer und zu 25 % aus Nickel. Der Rand der Münze ist glatt. Auf der Vorderseite befinden sich die vier Schutzgeister Islands. Die Rückseite zieren vier Kabbelane.

50 Kronen

Diese Münze wurde 1984 in Umlauf gebracht. Sie hat einen Durchmesser von 23 mm und eine Stärke von 2,6 mm. Das Gewicht beträgt 8,25 Gramm. Auch sie ist ebenfalls aus einer Legierung bestehend aus 70 % Kupfer, 24,5 % Zink und 5,5 % Nickel. Der Rand der Münze ist glatt. Auf der Vorderseite sind auch hier die vier Schutzgeister Islands abgebildet. Auf der Rückseite befindet sich eine Strandkrabbe.

100 Kronen

Diese Münze wurde 1995 in Umlauf gebracht. Die 100 Kronen Münze hat einen Durchmesser von 25,5 mm und eine Stärke von 2,25 mm. Das Gewicht beträgt 8,5 Gramm. Sie bestehen aus einer Legierung aus 70 % Kupfer, 24,5 % Zink und 5,5 % Nickel. Der Rand der Münze ist glatt. Auf ihrer Vorderseite sind die vier Schutzgeister Islands abgebildet. Die Rückseite ziert ein Seehase.

[9]

Sicherheitsmerkmale

Die Sicherheitsmerkmale auf Zahlungsmitteln finden schon seit Jahrhunderten Verwendung. Das erste Sicherheitsmerkmal war eine eigenhändige Unterschrift. Viele andere Merkmale wurden im Laufe der Zeit ergänzt, so wird zum Beispiel spezielles Papier verwendet und ein Wasserzeichen des jeweiligen Portrait eingebracht. Zusätzlich sind die Scheine noch durch einen Mikrotext, fluoreszierende Seriennummern, einen Sicherheitsfaden, Metallfolie und Blinden-Erkennungsmerkmale gesichert.[10]

Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen

Datei:Euro exchange rate to ISK.svg
Wechselkurs der Krone zum Euro

In den Wirtschaftskrisen zwischen 1987 und 1995 wurden die Nordeuropäischen Länder Dänemark, Norwegen, Finnland und Schweden hart getroffen. Seit diesen Krisen gehören die damals betroffenen Länder zur EU, außer Norwegen. Dies hat zur Folge, dass die Bekämpfung solcher Krisen die Handlungen der EU erfordert und nicht nur das betroffene Land selbst zum Handeln zwingt. Island wurde von diesen Krisen in den Jahren von 1987 bis 1995 verschont, da Dänemark von dieser Krise am wenigsten betroffen war. Der Beginn der Wirtschaftskrise in Island nahm bereits am Anfang des neuen Jahrtausends seinen Lauf als die bedeutendsten Banken Islands einen Privatisierungsprozess durchliefen. Die drei größten Banken Islands Glitnir, Kaupthing und Landsbanki tätigten umfangreiche Geschäfte im Ausland. Das heißt, dass Islands Entwicklung durch Auslandskredite finanziert wurde. Das Problem für Islands Banken entstand am 15. September 2008 als die US-amerikanische Bank Lehman Brothers Insolvenz anmelden musste. Diese Insolvenz führte zu einem Vertrauensverlust zwischen den Banken, so dass es schwieriger wurde Kredite zu erhalten.Das Finanzinstitut Fortis und die Bank Dexia mussten gerettet werden und Islands Banken gerieten ebenfalls unter Druck. Die Investoren zogen ihre Vermögenswerte ab und Glitnir wurde das erste Opfer. Landsbanki geriet am 6. Oktober unter Druck, da die Anleger ihr Geld innerhalb weniger Stunden abzogen und die Bank nicht mehr über ausreichend liquide Mittel verfügte. Am 7. Oktober 2008 war die isländische Regierung zum Handeln gezwungen und verstaatlichte die beiden Banken.[11] Am 9. Oktober wurde auch Kaupthing unter staatliche Kontrolle gestellt und einige Tage später für zahlungsunfähig erklärt.[12] Dieses Handeln der Isländischen Regierung war nötig um einen Staatsbankrott zu verhindern. Der Wechselkurs der isländischen Krone brach in diesen Tagen dramatisch ein und erholt sich nur schleppend.[13]

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 History of Icelandic currency www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  2. Notes and coin www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  3. Payment Instruments www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  4. 4,0 4,1 Laws, rules and agreements www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  5. History www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  6. Central Bank of Iceland www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  7. Notes and coin www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  8. Valid notes in Iceland www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  9. Valid coins in circulation www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  10. Security features of banknotes www.sedlabanki.is, abgerufen am: 28. April 2010
  11. Did Recent Experience of a Financial Crisis Help in Coping with the Current Financial Turmoil? The Case of the Nordic Countries interscience.wiley.com, abgerufen am: 28. April 2010
  12. Kaupthing Bank de.wikipedia.org, abgerufen am: 2. Mai 2010
  13. Welt online Wirtschaft www.welt.de, Datum: 7. Oktober 2008

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