Wiwiwiki.net Diskussion:Länderdossier Wettbewerbsfähigkeit 2008

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Allgemeine Fragen

1. Wo findet man sein Land im Wiwiwiki zur Bearbeitung ? Eine Artikelneuerstellung wie im Wikipedia ist anscheinend nicht möglich. Eine Liste über bereits angelegter Artikel ist nicht auffindbar.

Antwort zu 1: Sie finden Ihr Stichwort, z.B. "Wettbewerbsfähigkeit Schwedens 2008" indem Sie danach suchen (hier links auf der Navigationsleiste). Normalerweise werden Sie das Stichwort nicht finden, weil es noch nicht angelegt ist. Das können Sie aber dann selbst machen, wenn Sie folgende Meldung bekommen:

>Es existiert keine Seite mit dem Titel „Schwedens Wettbewerbsfähigkeit 2008“. [...] Wenn du dich mit dem Thema auskennen, kannst du selbst die Seite „Schwedens Wettbewerbsfähigkeit 2008“ verfassen.<

Sie klicken auf das rot unterlegte Stichwort und beginnen, den Quelltext zu bearbeiten.

2. Achten Sie bitte auf die präzisierten Richtlinien zum Umfang der Länderdossiers: [[1]]

Sektorale Leistungsfähigkeit im Außenhandel

Untersuchen Sie die Fähigkeit Ihres Untersuchungslandes zum Wettbewerb auf den Güternmärkten mit Hilfe der "Trade Competitiveness Map"[1] Ihres Untersuchungslandes. In welchen drei Sektoren nach dem zweistelligen Harmonisierten System (HS2) ist dessen Ausfuhrüberschuss am höchsten? Mit welchen Gütern nach dem vierstelligen Harmonisierten System (HS4) wird in diesen drei Sektoren der größe Überschuss erzielt? Welche Länder sind die wichtigsten Außenhandelspartner überhaupt und welche in den drei stärksten Sektoren? Welche Rolle spielen dabei geographische Nähe, Produktivität und Ressourcenausstattung?

Fragen

Frage 1: Ich habe keinen Ahnung, wo ich mit der Aufgabe 1 anfangen soll?

Frage 2: Was bedeutet das zweistelliges Harmonisierten System (HS2) und das vierstelliges Harmonisierten System (HS4)?

Frage 3: Welche wichtiger Punkt muss man auf die Aufgabe 1 treffen?

Frage 4: Als Ausfuhrüberschüsse zählt jeweils der Wert an Waren, der mehr exportiert wird als importiert? Also nicht nur der reine Exportwert?!?

Frage 5: Wie genau sollen wir den den komparativen Vorteil des Untersuchungslandes erklären? Sollen wir nur die geografische Lage, Produktivitätsentwicklung und Ressourcenausstattung unseres Landes oder auch die der wichtigsten Aussenhandelspartner erklären?

Frage 6: Auch zu Frage 1, ich bin bereits bei 4900 Zeichen (mit Leerzeichen) hab aber den letzten Teil der Frage noch nicht beantwortet (da ich 2 Tabellen und eine Grafik verwende). Würden allerdings die Zeichen ohne Leerezeichen gezählt, hät ich noch ein paar Zeichen mehr zur Verfügung. Wie ist das genau, möchte mir ja ungern die Arbeit machen und dann wirds doch nicht gelesen. StefanieHenterich 17:33, 11. Mai 2008 (CEST)

Frage 7: Bezüglich der dritten Frage der ersten Einzelaufgabe herrschen noch etwas Unklarheiten. Die Frage heißt:

Welche Länder sind die wichtigsten Außenhandelspartner überhaupt und welche in den drei stärksten Sektoren?

Sollen wir dies an den Imports, Exports oder dem Net trade festmachen? Auf der anderen Seite müssten allein bei dieser Frage auch nicht nur quantitative Werte betrachtet werden. So kann z.B. die Erdölabhängigkeit Portugals die Erdöllieferanten zu den "wichtigsten" Aussenhandelspartnern machen, ohne das diese im Vergleich nennenswerte Größen erreichen. (Aber das würde vermutlich unseren Zeit-Rahmen sprengen.) MfG--Stephan Tübel 16:52, 13. Mai 2008 (CEST)


Guten Tag!

Meine Fragen beziehen sich auf die Erklärungsansätze mit Hilfe der 3 von Ihnen genannten Modelle für die Außenhandelsbeziehungen. Und zwar zu Heckscher-Ohlin: Sollen wir uns die Produktionsfaktoren Boden anhand der Fläche, den PF Arbeit anhand der Bevölkerung herleiten und das von jedem einzelnen Partnerland??? Ist ziemlich abstrakt oder? Oder reicht es von allgemeinen Aussagen wie geringe Arbeitskosten oder Durchschnittslöhnen auszugehen? Mir ist eigentlich am meisten unklar, ob wir uns einzelne Zahlen zur Beurteilung berechnen müssen, um stichhaltig argumentieren zu können oder ob Vermutungen und die knappen theoretischen Hintergründe genügen. Zu Ricardo fehlen zur Berechnung auch meist die Angaben der Beschäftigten oder auch des Output. Zur Vereinfachung habe ich nun das BIP/Kopf gewählt. Ist das aussagekräftig genug für Sie? Und noch eine Frage zu den Formalien: Wenn Tabellen/Übersichten eingebaut sind, die zahlenmäßig die Zuordnung der Sektoren/Produkte und Handelspartner darstellen, zählen diese in die 5000 Zeichen hinein oder sollen nur die "Ergebnisse" ohne Zahlen dargestellt werden? Danke KatrinPapke1


Antworten:

  1. Bei HO empfiehlt sich immer die Bevölkerung als Nenner zu verwenden.
  2. Berechnen ist besser als Fabulieren.
  3. Sektorale Produktivitätsdaten finden Sie in Ameco.
  4. Die Zeichenzahl für die Tabellen vermerken Sie extra, die gehen nicht in die 5000 Zeichen ein.

Antworten

Antwort 1: Es geht hier um den offenbarten komparativen Vorteil (RCA) Ihres Untersuchungslandes - und zwar in einer vereinfachten Form: Sie müssen nur die absoluten Handelsbilanzüberschüsse der Gütergruppen (HS2 und HS4) für Ihr Land untersuchen. Dazu müssen Sie die Handelsbilanzüberschüsse zunächst sortieren, abnehmend und in HS2 und HS4. Das bekommen Sie hin.

Antwort 2: Wenn Sie in der Intracen-Datenbank auf den Datenreiter für das Harmonisierte System (HS 2) klicken, sehen Sie zunächst die Außenhandelsdaten auf zweistelliger Aggregationsebene (es stehen immer zwei Ziffern vor dem Namen der Gütergruppe); wenn sie auf das Plus vor vor dem Zweisteller (z.B. 27) klicken, dann klicken die detaillierteren vierstelligen Gütergruppen (HS4) auf (z.B. 2700; 2701 etc.). Je höher die Stellenzahl, umso detaillierter die Gütergruppen.

Antwort 3: Als mögliche Erklärungsmuster für die komparativen Vorteile Ihres Untersuchungslandes bieten sich an: das Gravitations-Modell, das Ricardo-Modell oder das Heckscher-Ohlin-Modell. Sie sollen qualitative klären, was sich am besten zur Erklärung eignet. Dafür brauchen Sie u.a. Informationen über die geographische Lage, die Produktivitätsentwicklung und die Ressourcenausstattung Ihres Untersuchungslandes.

Tomsauer 15:23, 9. Mai 2008 (CEST)

Antwort 4: Bei der Bestimmung eines komparativen Vorteils gehen Sie immer vom Ausfuhrüberschuss aus, also EX-IM.

Antwort 5: Alle drei von Ihnen genannten Faktoren sind immer relativ zu anderen Ländern zu betrachten, also: relative Lage, relativer Produktivitätsvorsprung im betrachteten Sektor, relative Faktorausstattung (am besten zu einem gemeinsamen Nenner, wie. z.B. der Bevölkerungszahl).

Antwort 6: Schauen Sie hier: [[2]]

Antwort 7: Am Umsatz, also Ausfuhren plus Einfuhren.

Tomsauer 15:29, 12. Mai 2008 (CEST)

Dynamische Analyse der Außenhandelsstruktur

Benutzen Sie nun die "Investment Map", um die Struktur und die Dynamik des Außenhandels Ihres Untersuchungslandes mit den Mitteln der Portfolio-Analyse genauer zu untersuchen. Was sind die aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erklärungsfaktoren und Triebkräfte für die Struktur und Dynamik des Außenhandels: Produktivitätsentwicklung, Ressourcenausstattung, reale Austauschverhältnisse, globale Schocks? Was müssten Sie wissen, um Ihre Vermutungen anhand von Fakten zu belegen?

Erläuterungen

Ich gehe davon aus, dass Ihnen als BWL-Studis die Portfolio-Analyse zumindest in den Grundzügen bekannt ist. Genau diese bildet auch den Hintergrund der von der Intracen Investment Map angebotenen Grafiken.[2] Es geht hier um eine qualitative Analyse der Kausalitäten: sie müssen Hintergrundinformationen recherchieren und diese verbal in einen plausiblen Zusammenhang mit der Dynamik der Außenhandelsstruktur stellen.

Fragen und Antworten

Frage 1: ich bearbeite Aufgabe 2 und habe mich zur Datenfindung mit der Ameco Datenbank beschäftigt. Dabei hat sich die Frage ergeben, ob ich mich an die Export-, Importdaten für das Basisjahr 2000 halten soll?

Antwort 1: grundsätzlich können Sie das Basisjahr frei wählen, es sollte dann aber möglichst für alle Datensätze einheitlich sein; ganz verstehe ich Ihre Frage nicht: die Ein- und Ausfuhr-Daten beziehen Sie doch aus Intracen? Ich nehme an, Sie meinen die Produktivitätsdaten und die realen Austauschverhältnisse?

Frage 1.1: nein nein, hatten Sie in der Übung nicht auch erwähnt wir können uns die Import-, Exportdaten auch von der Ameco Datenbank holen? Natürlich sind diese dort nicht so detailliert aufgeschlüsselt wie bei Intracen. Wenn ich allerdings Ihre Antwort richtig interpretiere suche ich Daten zu Produktivität und realen Austauschverhältnissen auf der Ameco Datenbank?

Antwort 1.1.: Hm, ich glaube das war ein Missverständnis, es macht meistens Sinn die genauesten Daten zu nehmen, in diesem Fall die Intracen-Daten. Die Investment Map liefert Ihnen sogar gleich die richtigen Portfolio-Grafiken. Die müssen Sie dann nur interpretieren, z.B. mit Ameco-Daten. Tomsauer 23:57, 7. Mai 2008 (CEST)

Frage 2: Lieber Herr Sauer, ist es denn erlaubt, die vom Intracen ausgegeben Portfolio Analysenn (dynamisch wie strukturell) zu verwenden und diese zu interpretieren oder müssen die Grafiken neu erstellt werden? Viele Grüsse Victoria

Antwort 2 Liebe Victoria, ja, das ist bei korrekter Quellenangabe erlaubt, da es sich bei UNCTAD und WTO, den Trägern von Intracen, um aus Steuermitteln finanzierte Organisationen handelt. Viele Grüße Tomsauer 14:27, 9. Mai 2008 (CEST)

Frage 3: Muss ich mich bei der Portfolio-Analyse auf "Export - Dynamic Analysis Level 3" oder "Export - Dynamic Analysis HS6" konzentrieren? Oder beides?
Franziska Backofen 16:32, 8. Mai 2008

Antwort 3: Liebe Franziska, bitte entscheiden Sie, welche der beiden Aggregations-Ebenen Sie für aussagekräftiger halten. Tomsauer 14:39, 9. Mai 2008 (CEST)

Frage 4: Sollen wir bei der Analyse der Struktur und der Dynamik des Außenhandels alle Sektoren des Untersuchungslandes betrachten oder nur z.B. 5 oder 10? Falls wir nicht alle Sektoren einbeziehen müssen, nach welchem Auswahlkriterium sollen wir entscheiden? MarkoFichtelmann

Antwort 4: Mit Fett sparsam umgehen. Schauen Sie sich die verschiedenen möglichen Varianten für das Blasen-Diagramm an, wählen Sie die aussagekräftigste aus und interpretieren Sie diese. Eine Beschränkung der Sektorenzahl ist nicht vorgegeben; wenn Sie eine Auswahl treffen, so begründen Sie diese. Tomsauer 23:33, 14. Mai 2008 (CEST)

Frage 5: Hallo Prof. Sauer, sollen wir bei dieser Aufgabe wirklich "nur" die "Bubble Graphs" als Portfolioanalyse auswerten oder auch noch die größten Export- und Importwirschatftszweige mit den entsprechenden Export- und Importzahlen(aus Investment-Map) aufführen (oder gehört das evt. zu Aufg. 1?)

Antwort 5: Sie können gerne auch mehr tun :-). Halten Sie sich bitte aber an die Zeichenvorgabe.

Frage 6: Überschneiden/decken sich die Gesichtspunkte Pruduktivität und Ressourcenausstattung nicht mit Aufgabe 1?

Antwort 6: Ja, aber es kommen hier noch "dynamische" Aspekte hinzu, wie z.B. Austauschverhältnisse und Terms of Trade, und die Beziehen sich auf die Dynamik, haben also einen anderen Erklärungsgegenstand.

Frage 7: Soll bei irgendeiner Aufgabe zur Wirschaftssruktur allgemmein (unabhängig von Export-Importgrößen) etwas gesagt werden? Matthias Loeser

Antwort 7: Das kann nicht schaden, bitte aber nur kurz!

Frage 8: Hallo Prof. Sauer, sie sagten letzte Woche in der Übung, dass wir die Daten für Produktivität und realen Austauschverhältnisse aus der AMECO-Datenbank nehmen sollen. Es gibt jedoch verschiede Arten von Produktivität, auf welche sollen wir an dieser Stelle näher eingehen? Ist das reale Austauschverhältnis aus Aufgabe 2. das selbe wie der Ausfuhrüberschuss (Net Trade) aus Aufgabe 1.?

Antwort 8.1: Die Arbeitsproduktivität.

Antwort 8.2: Das reale Austauschverhältnis ist ein Preisverhältnis. Der Ausfuhrüberschuss eine Differenz der Ausfuhr- und Einfuhrumsätze.

Frage 9: Hallo Prof. Sauer, sollen die Portfoliografiken bei der Abgabe der entgültigen Version beigefügt werden?

Antwort 9: Ja.

Frage 10 Hallo Herr Prof. Sauer, bei der Ameco Datenbank, speziell Arbeitsproduktivität und Terms of Trade sind keine Y-Achsen-Beschriftung. Auf welche Einheit bezieht es sich? Christin Fiebiger

Sektorale Standortattraktivität

Welche Sektoren Ihres Untersuchungslandes haben die stärkste Anziehungskraft für ausländische Direktinvestitionen? Welche Rolle spielt dabei der offenbarte komparative Vorteil, welche Rolle die mögliche Importsubstitution für den Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen?

Fragen

Frage 1: muss ich mich bei den anziehungskräften auf ein jahr beziehen, dann zb 5 wählen und dann mit den anderen jahren vergleichen? oder soll ich erst, zb 3 jahre, die sektoren vergleichen und dann die mit den stärksten anziehungskräften wählen? --Isabeleilenstein 18:45, 10. Mai 2008 (CEST)

Frage 2: muss ich mich beim komparativen vorteil und bei importsubstitutionen auf die sektoren beziehen die die stärkste anziehungskraft haben oder muss ich die getrennt voneinander behandeln (d.h. auch wieder schauen wo zb komparative vorteil am besten ist und die wählen, unabhängig von denen mit der stärksten anziehungskraft? --Isabeleilenstein 18:45, 10. Mai 2008 (CEST)

Frage 3: In meinem Fall gibt es von den "Gütern", die die höchsten ausländischen Direktinvestitionen anziehen, keine Außenhandelswerte da es sich um den Tertiären Sektor handelt (im speziellen sind das "Finanzierungsdienstleistungen" und "Geschäftstätigkeiten" (Business activities) im Betrachtungsland Griechenland). Wie soll ich dieses Problem handhaben wenn ich anhand der Aufgabenstellung die Außenhandelsdaten vergleichen soll um den komparativen Vorteil/Nachteil bzw. Importsubstitutionen abzuleiten? mfg --Oliver Sosna 18:07, 17. Mai 2008 (CEST)

zu Antwort 3: Die Dienstleistungsbilanz ist positiv i.H.v. 16,7 Mrd. € siehe Link:[3] . Allerdings ist dies Hauptsächlich auf den Tourismusbereich zurückzuführen. Die Investment Map gibt als genauere Bezeichnung aber "Unspecified financial intermediation" bei den größten ADI im Jahre 2006 an. Nach meinen recherchen hat dies aber nichts mit Tourismus zu tun, vielmehr handelt es sich um Finanzdienstleistungen im allgemeinen: Banken, Versicherungen.... Diese Investitionen sind auf die geografische Schlüsselposition Griechenlands und den Reformen der Regierung weg vom Agrar Land hin zum Dienstleistungs und Industrieland zurückzuführen . Dies hat aber nur bedingt etwas mit komparativen Vorteil zu tun, da diese enormen Investitionen aus dem Ausland nur temporär sind. Wenn der Finanzdienstleistungssektor in Griechenland aufgebaut ist, wird es kaum noch ADI in diesen Bereich geben (aktuel: 2003-2006 fließen jedoch die meisten ADI in diesen Sektor) Ist es okay wenn ich diese Problematik in meiner Aufgabe so abarbeite und erwähne das die ADI nicht auf den komparativen Vorteil/Importsubtitutionen zurückzuführen sind, sondern auf die Geografische Schlüsselposition und die Regierungspolitik? mfg --Oliver Sosna 21:45, 18. Mai 2008 (CEST)

Antworten

Antwort 1: Bgl. des Zeitraums gibt es hier keine Vorgabe. Sofern Bestandgrößen (stocks) vorliegen, ist es auch nicht notwendig einen längeren Zeitraum zu betrachten, weil diese Bestandgrößen aus den kumulierten Stromgrößen der Vergangenheit bestehen (im Wesentlichen). Sie sollen zunächst einfach nur feststellen, welche Sektoren bislang die meisten ADI anziehen. Falls keine ausreichenden Bestandgrößen vorliegen, sondern nur Stromgrößen (flows), ist es sinnvoll, sich deren Entwicklung über den dokumentierten Zeitraum anzuschauen und daraus die wichtigsten Sektoren heraus zu filtern. Analog zur Aufgabe 1 geht es hier nur um die Identifizerung der stärksten Sektoren.

Antwort 2:

Sie sollten sich die Daten auf einer vergleichbaren Ebene wie die Außenhandelsdaten anschauen und überprüfen, fließen die ADI eher in Sektoren mit komparativen Vorteil (signifikanter Außenhandelsüberschuss) oder eher in Sektoren mit komparativen Nachteilen (dann hätten diese eher eine importubstituierende Funktion). Ausgangspunkt sind also die ADI-Daten, nicht die AH-Daten.

Antwort 3: Nun, vemutlich haben Sie recht, dass hier die komparativen Vorteile kaum eine Bedeutung haben. Haben Sie Daten über die Dienstleistungsbilanz? Vielleicht vom statistischen Amt oder der Zentralbank? Tomsauer 20:16, 18. Mai 2008 (CEST)

Analyse der ausländischen Direktinvestitionen im Untersuchungland

Fassen Sie die unterschiedlichen (market-, efficiency-, ressources- and asset-seeking) Motive für ausländische Direktinvestitionen, die Sie bei Intracen und UNCTAD (2006:150-168)[3] finden, zusammen und versuchen Sie die Direktinvestitionsströme in Ihr Untersuchungsland nach dieser Methodik zu kategorisieren!

Fragen

Sehr geehrter Prof. Sauer,

was meinen Sie mit dem Motiv "asset-seeking"??? Könnten Sie mir bitte kurz erläutern was ich darunter verstehen kann!

Sehr geehrter Prof. Sauer,

habe mir mal intensiv die Zeit genommen und auf den beiden Seiten versucht die verschiedenen Motive zu finden, bei UNCTAD ist mir das auch gelungen, nur bei Intracen hab ich das Problem das ich das dort nicht so richtig finde. Könnten Sie bitte den Link dazu nochmal angeben?

Sehr geehrter Prof. Sauer,

  • Frage: In der Antwort auf die vorherige Frage schreiben Sie, wir sollen unter anderem das Gravitationsmodell, Ricardo-Modell oder Heckscher-Ohlin verwenden. Abgesehen einmal davon, dass wir diese Modelle bisher nur abstrakt-theoretisch kennengelernt haben, geht das Gravitationsmodell z. Bsp. von zwei Ländern aus. Auf Intracen sind aber zu den Direktinvestitionen keine Information dazu zu finden, wo die FDI´s überhaupt herkommen, geschweige denn aus welchen Ländern. Im Gravitationsmodell würde uns auch die Konstante A fehlen. Ähnliches gilt für die anderen Modelle. Meines Erachtens lässt sich die Aufgabe für den Nicht-VWL-Studenten in gewünschter Weise nicht lösen. Den in UNCTAD güt erklärten und leicht verständlichen Motiven lassen sich einfach keine Daten zuordnen. Vielleicht könnte man die Aufgabe ja konkretisieren oder etwas abwandeln oder eine Beispiel-Rechnung der Modelle auf Zahlen von Intracen bezogen angeben? --ChrisRabe 11:29, 13. Mai 2008 (CEST)
  • Antwort: nun, allgemein gilt, dass ich im VWL-III-Länderdossier keine theoriegeleitete ökonometrische Untersuchung von Ihnen erwarte, sondern qualitative, plausible Argumentationen aufgrund der Datenlage. Zur Erläuterung dieser Nachdenkanstöße:
    • wenn Sie UNCTAD 2006 lesen, wird klar, dass "market-seeking" bedeutet, die DI folgen der Nähe und dem Y des Ziellandes (Gravitation)
    • "efficiency-seeking" bedeutet in erster Linie Kostensenkung, entweder durch Realisierung komparativer Vorteil durch ADI (Ricardo) oder Fixkostendegression durch wirtschaftliche Integration und Konzentration(monopolisticher Wettbewerb)
    • "ressource" und "created-asset seeking" bezieht sich auf die Faktorausstattung (HOT); dazu brauchenn Sie noch die paar zusätzlichen Informationen über die relative Faktorausstattung.
  • Für eine verbale Interpretation der Daten müsste das m.E. genügen. Es ist sowieso zweckmäßig, wenn Sie sich an die 32.000 Zeichen halten, auch wenn Sie lesenswerte Länderdossiers schreiben :-).
  • Zu den Daten: M.W. können Sie in der Investment-Map schon sehen, woher die Investitionen kommen; ich kann das leider momentan nicht überprüfen, weil ich keinen aktuellen Zugang habe.

Tomsauer 23:23, 13. Mai 2008 (CEST)

Frage 3: ist es erforderlich für die Lösung der Aufgabe Daten aus Intracen zu verwenden oder kann man die Aufgabe nicht über die vorhandene Investmentmap lösen?

Frage 4: Das war nicht meine Frage, sie stellen oben dar, das die Lösung nicht theoriegeleitet beantwortet werden darf. Wir wissen nun nicht mit welchen Daten wir aus der Investmentmap arbeiten sollen bzw. ob das bei dieser Fragestellung überhaupt möglich ist. Uns fehlt der Ansatz wie wir da am besten rangehen sollen. Bitte um nochmalige kurze Erläuterung der Aufgabenstellung!! --Mandy Vorköper 11:00, 16. Mai 2008 (CEST

  • Anmerkung: Bitte in Zukunft bei der Fragestellung die Signatur mit angeben!! Die Frage 4 hört sich so an, als ich diese verfasst hätte, weil darin direkt Bezug genommen wird auf die Antwort meiner ursprünglichen Frage. Doch habe ich Frage 4 nicht verfasst.

Allerdings würde auch ich mich freuen, wenn man zu einem der Motive einmal ein explizites Beispiel geben könnte, gerade in Bezug auf die Daten bei Intracen. Ich kann die Herkunftsländer der FDI´s dort nicht finden. --ChrisRabe 11:28, 16. Mai 2008 (CEST)

Frage 5: Hallo Prof. Sauer, ich habe nochmal eine Frage zu den Sektoren, wenn ein Land in den Tertiary Sector am meisten investiert, dann hat das doch den Grund Kostenvorteile zu nutzen usw. ? hab ich das richtig verstanden? --Mandy Vorköper 11:36, 22. Mai 2008 (CEST)

Antworten

Antwort Nr. 1: die genau Erklärung zum Begriff "created asset-seeking" finden Sie in UNCTAD 2006, 162f. Im Unterschied zum Begriff "ressource-seeking" bezieht sich das "created asset-seeking" nicht auf die Faktorausstattung mit dem Rohstoffen, sondern auf den Zugang zu technologischen Wissen durch die Investition in Hochtechnologieregionen, durch Gründung Gemeinschaftsunternehmen, durch Unternehmensfusionen und -aufkäufe (Mergers and Acquisitions). Vgl. auch den Eintrag "Relative Faktorintensität" zur Identifizierung der Gütergruppen/Branchen.

Antwort Nr. 2: Sie werden in Intracen eine entsprechende Klassifizierung nicht finden, da die multinationalen Unternehmen ihre Investitionsmotive nicht bei den Statistikämtern zu protokoll geben müssen. Sie können die Motive daher nur indirekt erschließen, indem Sie theoriegeleitet mit entsprechenden Daten auf die Motive schließen. Ein Ansatz wäre also, den verschiedenen Motvien geeignete Theorien zur Hypothesenbildung und -überprüfung zuzuordnen. Z.B.

  • market-seeking: Gravitationsmodell.
  • efficieny-seeking: Ricardo-Modell oder Modell des unvollkommenen Wettbewerbs (steigende Skalenerträge).
  • ressource-seeking: Heckscher-Ohlin-Modell
  • created asset-seeking: Heckscher-Ohlin-Modell bezogen z.B. auf Humankapital.

Antwort 3: Befindet sich die Investmentmap nicht in der Intracen-Website? Tomsauer 07:45, 16. Mai 2008 (CEST)

Antwort 4: Das machen wir am Montag. Bis dahin lesen Sie noch einmal das Handbuch zur Investment Map. Im Übrigen gab es von meiner Seite aus nie ein "Verbot" theoriegeleitet zu arbeiten. Jede vernünftige empirische Arbeit ist theoriegeleitet. Sonst können Sie ja gar keine Hypothesen bilden, die zu widerlegen oder zu bestätigen sind. Nur sollte das in Ihrem Text hier nicht im Mittelpunkt stehen. Tomsauer 22:28, 16. Mai 2008 (CEST)

Sektoraler Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen

Welche Länder sind die wichtigsten Wettbewerber um ausländische Direktinvestitionen in den Sektoren, bei denen Ihr Untersuchungsland eigentlich eine hohe Standortattraktivität haben müsste? Welche Faktoren begründen den Vorsprung/Gleichstand/Rückstand der konkurrierenden Länder im Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen in aussichtsreichen Sektoren? Sind diese Faktoren mehr allgemeiner oder mehr sektoraler Natur? Wie lässt sich das unterscheiden?

Fragen und Antworten

Frage1: Wäre es möglich die oben genannte Aufgabenstellung näher zu erläutern? Und könnten Sie zum Beantworten der Frage eventuell ein paar gute Nachschlagewerke bzw. Internetlinks nennen?

Antwort 1: Bei der Standortattraktivität geht es um die "ability to attract". Dazu haben Sie ja schon einige Literaturhinweise von mir bekommen. Die Daten bekommen Sie indem Sie auf das Plus hinter der Sektoren/Gütergruppen-Bezeichnung klicken. Ein interessantes Lehrbuch steht in meinem Semesterapparat. [4] Die darüber hinaus gehenden Internetlinks finden Sie mit Sicherheit selber sehr gut.

Frage 2: Von wievielen Jahren soll ich ausgehen um die Standortattraktivität zu bestimmen? Ich kann auch alles an Hand der Daten von 2006 vornehmen, nur sind bei meinem Land (wird bei anderen sicher nicht anders ein) teilweise ziemliche "Sprünge" zwischen den Jahren hinsichtlich FDI inflows (+/-).

Antwort 3: Hier gilt die selbe Antwort, wie oben zu Aufgabe 3. Bei Stromgrößen ist es sicherlich sinnvoll einen größeren Zeitraum von mindestens 4-5 möglichst aktuellen Jahren zu betrachten.

Frage 3: Soll ich weiterhin auch die Importe (wg. Importsub.) auswerten um die Standortattraktivität zu bestimmen? Oder kann ich mich auch an Net trade orientieren bzw. nur Exporte?

Antwort 3: Importsubstituierende Investitionen lägen vor, wenn in Sektoren investiert würde, die ein großes absolutes und relatives Handelbilanzdefizit haben, was auf einen negativen "offenbarten komparativen Vorteil" schließen ließe.

Frage 4: Evt. auch noch die Arbeitslosigkeit mit einbeziehen?

Antwort 4: Nein.

Frage 5: Sollen wir die wichtigsten Wettbewerber zu unserem Untersuchungsland anhand der in Aufgabe 1 rausgefundenen 3 besten Sektoren bestimmen? Kann man für die Standortattraktivität aktuelle Nachrichten miteinbeziehen eventuell auch Prognosen?

Antwort 5: Ja. Ja, aber nur ergänzend. Tomsauer 07:44, 16. Mai 2008 (CEST)

Frage 6: Herr Prof. Dr. Sauer, ich habe nach intensiver Lieteraturrechersche viele Probleme mit der Aufgabe 5. In der Investmentmap sehe ich nur Zahlen, wieviel andere Länder in mein Untersuchungsland investieren. Ich sehe jedoch nichts genaueres, wie zum Beispiel in welchen Sektoren investiert wird. Wie soll ich den Vorsprung/Rückstand/Gleichstand analysieren, wenn ich nicht weis, wer; wo; wieviel investiert und warum? Das Warum lässt sich auch nicht außerhalb der Investmentmap finden. Ich kann ja nicht unterstellen, dass diejenigen Investoren mit den den höchsten Inflow Zahlen auch in die standortattraktivsten Sektoren investiert haben. Auch wenn ich in den Daten der Länder gucke, die investieren in meinem Land, gibt es keine genauen Zahlen. Zum Thema Standortattraktivität wurde ja in Aufgabe 3 schon alles geklärt, also kann man darauf ja kein Augenmerk legen. Ich weis nicht wie anhand von ein paar Zahlen solche tiefgründigen Analysen getätigt werden sollen. Ich hoffe sehr, sie können mir helfen, denn im Moment hab ich keinen Denkanstoß diese Aufgabe zu lösen. Vielen Dank im voraus. MfG


Antwort 6: Die Länder, die mit dem Untersuchungsland um Investitionen in die einzelnen Sektoren konkurieren, sind sehr wohl in der Investment Map angegeben. Im Zweifelsfalle lesen Sie bitte im Handbuch nach. Tomsauer 22:07, 16. Mai 2008 (CEST)

Danke Herr Sauer für Beantwortung von Frage 6. Ich hab jetzt festgestellt, das ich die Aufgabe komplett anders/falsch verstanden habe. Ich dachte es geht um die Länder, die um ADI IN meinem Land konkurrieren. Aber es geht ja hier um was anderes:)Danke nochmal.

Einzelnachweise

  1. http://www.intracen.org/countries/
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Produktlebenszyklus#Produktlebenszyklus_von_Boston_Consulting_Group
  3. http://www.unctad.org/en/docs/wir2006_en.pdf
  4. Grazia Ietto-Gillies 2005; Transnational corporations and international production: Concepts, theories and effects, Cheltenham: Elgar