Länderdossier Norwegen

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Die makroökonomische Lage Norwegens

Makroökonomische Basisdaten seit 1992

Laut dem World Happiness Report von 2020 ist Norwegen auf Platz 5 der Länder in dem die Menschen am glücklichsten leben [1]. Der Report versucht hierbei das wissenschaftlich nicht genau erklärbare Glücklichsein mit wissenschaftlichen Daten zu unterfüttern. In Norwegen, so scheint es, sehen die Daten somit, im Vergleich zu anderen Nationen sehr gut aus.

Der nachfolgende Text auf dieser Seite untersucht nun einige wirtschaftliche Datensätze und um es besser einordnen zu können, werden die norwegischen Daten mit denen der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland verglichen.

Vergleich BIP von Deutschland, Norwegen und den Vereinigten Staaten

Abbildung 1 zeigt die prozentualen Änderungen des BIP von 1992 bis 2019 der benannten Nationen.

Mit kleinen zeitlichen Abweichungen und auch mitunter nur minimalen Prozentabweichungen der Stärke zeigt sich ein auffallend ähnliches Bild aller 3 Entwicklungslinien. Deutlich erkennbar ist die weltweite Finanzkrise die 2008 begann und gerade in Deutschland für eine negative BIP-Entwicklung von -6 Prozent sorgte. Aber auch Norwegen und die USA sind mit -2 und -3 Prozent davon stark getroffen worden. Dies verdeutlicht noch einmal die starken Verflechtungen in der Weltwirtschaft, da die Krise in den Vereinigten Staaten ihren Anfang nahm und sich in annähernd allen Ländern in den Wirtschaftsdaten widerspiegelt.

Produktionslücken von Deutschland, Norwegen und den Vereinigten Staaten

Die in Abbildung 2 dargestellte Produktionslücke der 3 Volkswirtschaften zeigt ein ähnliches Bild wie Abbildung 1 auf. Kurz gefasst zeigt die Produktionslücke, wie stark das Potential einer Volkswirtschaft ausgenutzt wird. Bei positiven Werten erfolgt eine Überauslastung, zum Beispiel durch Überstunden der Arbeitskräfte. Bei negativen Werten werden die Potentiale nicht voll ausgeschöpft[2]. Das Diagramm zeigt hier große Ausschläge, bei näherer Betrachtung fällt aber auf, dass sich die Daten im niedrigen Prozentbereich bewegen und daher nah bei 0 anzusehen sind. Dies spricht für eine annähernd voll und optimal ausgelastete Wirtschaft.

Die Datenlinien aller drei Nationen unterscheiden sich nie sehr eklatant und haben sich ähnelnde Verläufe. Anders aber als noch beim BIP schließt sich die Produktionslücke der Vereinigten Staaten nach der Finanzkrise 2008 nur langsam und kommt erst 2015 wieder auf ein positives Niveau. Noch bis Ende 2019 liegt es nicht wieder auf dem Vorkrisenniveau, sprich einer Überauslastung von über 2 Prozent, was für eine optimalere Auslastung der Produktionsfaktoren spricht.  Norwegen hat hier ebenfalls das Vorkrisenniveau nicht wieder erreicht aber ist bereits 2012 wieder bei positiven Werten angelangt. Dies spricht für eine schnellere und bessere Erholung der wirtschaftlichen Lage. Am besten hat in diesem Beispiel die deutsche Wirtschaft abgeschnitten, die bereits 2011 bis auf 1 Prozent wieder an das Vorkrisenniveau herangekommen ist.

Vergleich Inflationsraten von Deutschland, Norwegen und der Vereinigten Staaten

Abbildung 3 bildet die Inflationsraten, also die Preisniveausteigerungen, ab und hierbei ergibt sich ein anderes Bild als in den beiden vorhergehenden [3]. In Deutschland ist die Inflationsrate, auch hier mit Ausnahme 2008 auf 2009 als stabil zu bezeichnen. Änderungen sind gering und die gesamte Linie zeigt die Bemühungen von Bundesbank bzw. Europäischer Zentralbank sowie der deutschen Politik, die Inflationsrate unterhalb der Zwei-Prozent Marke zu halten. Somit wird das Ziel einer Preisstabilität erreicht und dies ist wichtig für eine vom Export abhängige Nation wie Deutschland.

Die Federal Reserve ist die zuständige Einrichtung der Vereinigten Staaten für die Überwachung der Inflation. Das Ziel ist hier, wie auch bei der EZB in Europa, eine Preisstabilität zu erreichen, sprich eine Inflationsrate von unter 2 Prozent. Dieses Ziel wurde in den Vereinigten Staaten 9 Mal seit 1992 erreicht. Eine klare Verfehlung des angestrebten Zieles. Dies zeigt aber auch, dass andere Ziele der FED, nämlich Stützung des Wirtschaftswachstums durch moderate Zinsen und eine niedrige Arbeitslosenquote gleichwertige, aber konträre Ziele sind.

Norwegens Inflationsrate wird durch die zuständige nationale Zentralbank, die Norges Bank, kontrolliert. Die Datenlinie Norwegens hebt sich mitunter deutlich von den beiden anderen Datenlinien ab. Besonders auffällig ist hierbei der jährlich schwankende Satz seit 2001, der erst im Jahr 2013 stabilisiert wird.

Entwicklung Arbeitslosenquote von Deutschland, Norwegen und der Vereinigten Staaten

Abbildung 4 zeigt die Arbeitslosenquote der drei Vergleichsländer. Die Arbeitslosenquote zeigt die Relation zwischen den registrierten Arbeitslosen und dem gesamten Arbeitskräfteangebot[4]. Norwegen hat hierbei über einen langen Zeitraum eine niedrigere und auch stabilere Arbeitslosenquote von unter 6 Prozent was für eine stabile wirtschaftliche Gesamtlage spricht und auch ein Faktor für den anfangs erwähnten Glücksreport ist. In den Vereinigten Staaten waren die Zahlen bis zur Finanzkrise 2008 auf einem ähnlich niedrigen Niveau. Die Krise hat hier für einen sehr starken Anstieg gesorgt und erst 2015 sank die Quote wieder unter ein Vorkrisenniveau. In Deutschland wiederum hat die Wiedervereinigung 1990 für innerdeutsche wirtschaftliche Herausforderungen gesorgt, die sich auch in der Arbeitslosenquote niedergeschlagen haben. Seit 2005 ist nun eine stetig sinkende Quote zu beobachten.

Alle hier aufgeführte Abbildungen und deren Datenhintergrund sowie der Vergleich mit Deutschland und den Vereinigten Staaten zeigen, dass Norwegen wirtschaftlich eng in die Weltwirtschaft eingebunden ist und eine gewisse Abhängigkeit besteht. Die ähnlichen Daten zeigen aber auch, dass das eingangs erwähnte Glücklichsein nicht nur von der eigenen Wirtschaftskraft abhängt, sondern auch andere nicht wirtschaftliche Faktoren einen starken Einfluss haben.

Länderinformationen des Internationalen Währungsfonds

Zukunftsrisiken

Das IMF-Komitee bewertet die Zukunftsaussichten Norwegens als ausgewogen.[5] Es werden zwei Hauptprobleme für die norwegische Wirtschaft angesprochen. Zum einem die angespannte Lage am Immobilienmarkt in Norwegen. Das IMF sieht hier in einigen Zahlen erste Anzeichen einer Finanzblase, was gerade im Immobilienmarkt, problematisch werden könnte. Diese Anzeichen werden hauptsächlich im Gewerbesektor beobachtet aber auch der Markt mit Privatimmobilien hat in den vergangenen Jahren mit steigenden Preisen zu kämpfen[6].

Der zweite Risikofaktor der norwegischen Wirtschaft ist der Ölmarkt. Norwegens Reichtum und Wohlstand stützt sich zu einem sehr großen Teil auf den Ölbestand der Nordsee vor der Küste Norwegens. Die wichtigsten Wirtschaftszweige Norwegens sind auf die Förderung und Veredelung der Ölbestände ausgerichtet [7]. Ein starker Einbruch der Weltmarktpreise kann hier schnell zu einer Wirtschaftskrise werden. Da jedoch einerseits die Weltwirtschaft noch immer auf Öl als Produktionsmittel angewiesen ist und eine Veränderung diesbezüglich auch noch nicht absehbar ist und andererseits die Bestände an Öl für viele weitere Jahre Abbau ermöglichen, ist die Wirtschaft Norwegens auch weiterhin stark von der weltweiten Wirtschaft abhängig. Kurz gesagt, wenn die Weltwirtschaft steigende Zahlen aufweist, wird es auch der norwegischen Wirtschaft gut gehen.

Haushaltsdefizit 2019

Eine positive Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben eines Staates bezeichnet den Haushaltsüberschuss. Das bedeutet, dass die Einnahmen die Ausgaben überschritten haben. Bei einer negativen Differenz besteht ein Haushaltsdefizit. Solche Defizite müssen immer durch Kredite ausgeglichen werden, deren Rückzahlungen sowie die hier dazu kommende Zinsbelastung, die Haushalte der kommenden Jahre schmälern würden.

Den Daten des International Monetary Fund zufolge ist Norwegen auf Platz sieben der Länder mit dem höchsten Staatsüberschuss in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Die Quote beträgt für Norwegen 7,92% [8]. Das Land ist somit finanziell auf einem sehr stabilen Fundament.

Der Haushaltsüberschuss kann ein nützlicher Indikator für die finanzielle Situation eines bestimmten Regierungsorgans sein. Mit einem Haushaltsüberschuss kann Norwegen wesentliche Verbesserungen für die Gesellschaft erzielen, ohne sich zu verschulden. Der Grund für diesen Überschuss könnte sein Ölreichtum sein.

Trotz der offensichtlich sehr guten Zahlen zieht das IWF eine nicht komplett positive Bilanz. Grund ist, dass die Daten auch ohne den Öl-Anteil betrachtet wurden und hier ein finanzielles Defizit in den Finanzen zu erkennen ist. Aber auch die norwegische Regierung hat dies erkannt und bereits eine Steuerreform eingeleitet um diesem Problem zukünftig entgegen zu wirken.

Inflationsrate Norwegens

Die Inflationsrate in Norwegen liegt aktuell bei 2,1% [8]. 2018 wurde das bestehende Inflationsziel von 2,5% auf die heute geltenden 2,0% gesenkt und somit auch den Vorgaben der Euro-Zone angepasst [9]. Somit liegt die Inflationsrate leicht über dem angestrebten Ziel von 2,0%, auch die Kerninflation erreicht die Zielvorgabe. Nach starken Schwankungen in den letzten Jahrzehnten scheint sie sich nun zu stabilisieren. Die Norges Bank, welche die Zentralbank von Norwegen darstellt, hat auf Grund der aktuellen Entwicklungen ihre Geldpolitik normalisiert und den Hauptzinssatz um 50 Punkte auf 1% angehoben. Prognosen zufolge ist zu erwarten, dass der Zinssatz weiter angehoben wird. Die Direktoren befürworten dies, da nun ein Gleichgewicht zwischen der Eindämmung der Inflation und der selbstverursachten Verlangsamung der Inflation gefunden werden muss. Eine zu starke Eindämmung könnte schlimmstenfalls zu einer Entwertung des Geldes, Gefährdung der Preisniveaustabilität und der Vollbeschäftigung und sinkendem Wirtschaftswachstum führen, während eine zu starke Verlangsamung der Inflation das Risiko birgt, das Inflationsziel zu unterschreiten und zu einer Deflation zu führen. Außerdem besteht die Gefahr einer Aufwertung der Norwegischen Krone, was negative Auswirkungen auf den Export Norwegens und die Inflation haben würde. Deshalb war der Rat der Direktoren an die Verantwortlichen, vorbereitet zu sein und falls es die Umstände erforderlich machen, das Tempo der Normalisierung flexibel anzupassen.

Kapitalisierung norwegischer Banken

Betrachten wir nun das norwegische Bankensystem. Zu bemerken ist eingangs, dass dem norwegische Bankensektor im EU-Vergleich eine eher unterdurchschnittliche Bedeutung zugeordnet werden kann. So betrugen im Jahr 2016 die gesamten Bilanzsummen der norwegischen Banken ca. das 1,4-fache der gesamtwirtschaftlichen Leistung des Landes (der EU-Durchschnitt liegt hier bei dem etwa 2,4-fachen). Auch das Bankfilialnetz ist eher unterdurchschnittlich ausgebaut (6 Bankgeschäftsstellen pro 100.000 Einwohner). Allgemein kann als Risiko benannt werden, dass eine lange anhaltende Schwachstelle des norwegischen Bankensystems die starke Abhängigkeit von der Großkundenfinanzierung ist. Des Weiteren finanzieren sich norwegischen Banken weitgehend über den Markt (ca. die Hälfte der gesamten Finanzierung), wobei die Hälfte der hier beschafften Mittel aus ausländischen Quellen stammt.  Demgegenüber stehen jedoch die sehr guten Kernkapitalquoten von durchschnittlich 15,7% und sehr gute Liquiditätsquoten (aggregiert 140%) und Nettofinanzierungsgrade (aggregiert 115%), die die Anforderungen nach Basel III weit übersteigen. Ebenfalls ist zu sagen, dass jüngste Belastungstests der FSA gezeigt haben, dass es einen massiven „Schock“ benötigt, welcher sich über mehrere Analageklassen hinaus erstreckt, um das norwegische Bankensystem bzw. deren Kapitalpositionen nachhaltig zu schädigen. Keine der Banken hat hierbei annähernd negatives Kapital erreicht. Zusammenfassend kann aus diesen Ausführungen also geschlossen werden, dass Norwegen ein sehr stabiles Bankensystem besitzt, das auch trotz einiger benannter Risiken krisengesichert ist [10].

Reform der Kranken-/ und Invalidenversicherung

In der Konsultation Norwegens durch die IMF wurde 2019 die Möglichkeit besprochen eine Reform der Leistung bei Krankheit oder Invalidität als fiskalpolitisches Mittel durchzuführen[5]. Eine Reform werde sich positiv auf die Beschäftigung Norwegens auswirken. Der vorausgesehene Handlungsbedarf ist begründet durch zukünftig schwindende Öl-Einnahmen und steigende medizinische Kosten aufgrund des demographischen Wandels.

Grundsätzlich folgt das norwegische Gesundheitssystem, abweichend zu Deutschland, dem Beveridge-Modell. Das bedeutet, dass eine einzelne staatliche Krankenkasse solidarisch für alle Bürger aufkommt. Die Kosten werden durch Steuern und in Norwegen speziell den staatlichen Pensionsfonds finanziert. Pro Bürger entstanden 2017 6.347$ Kosten für Gesundheit in Norwegen (WHO 2020). Deutlich mehr als in Deutschland (5.033$).

Um die Kosten zu senken, schlägt IMF im Staff Report einige Anpassungen vor. Kritisiert wird die Lohnfortzahlung bei Krankheit. Nach jetziger Handhabung gibt es keinen Anlass für Angestellte nach langer Krankheit die Arbeit wieder aufzunehmen, da die Versorgung aus staatlichen Mitteln sichergestellt ist. Betroffene sollen an den Kosten beteiligt werden und wenn möglich eine Beschäftigung in Teilzeit aufnehmen. Vollzeit Trainingsangebote zur Wiedereingliederung sollen besser finanziert und die großzügigen Anspruchsvoraussetzungen für die volle Invalidenrente gesenkt werden. Die im internationalen Vergleich hohen Leistungen könnten insgesamt gekürzt oder nach Alter abgestuft werden.

Weitere Kostenverursacher wie die geringe Bevölkerungsdichte in manchen Teilen Norwegens lassen sich nicht lösen.

Verschuldung der privaten Haushalte

„Haushaltsverschuldungsquote misst die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zu ihrem Einkommen, d.h. ihre Ausgaben- und Sparkapazität. Hohe Verschuldungsquoten werden häufig als ein Zeichen finanzieller Schwäche gewertet, allerdings sollten bei einer solchen Beurteilung nicht nur Schulden und Verbindlichkeiten, sondern auch Vermögenswerte berücksichtigt werden.“ [11] Langfristige Kredite wie z.B. Hypothekenkredite sind die größte Verschuldungskomponente der privaten Haushalte. Aufgrund dessen hat Norwegen die Behörden dazu aufgerufen bei der Überprüfung der Hypothekenvorschriften Ende 2019 Vorsicht walten zu lassen, um unerwartete Änderungen in der zweiten Jahreshälfte auszuschließen. („encouraged the authorities to exercise caution against loosening mortgage regulations when these are reviewed at end 2019, barring unexpected changes in the second half of the year” [5])

In diesem Zusammenhang ist die Gefahr deutlich zu erkennen, dass die Bewertungen der Gewerbeimmobilien (CRE) in Norwegen zu erheblich scheint. Diese Faktoren erklären die Frage, weshalb die Verschuldung der privaten Haushalte Norwegens weiter steigt. Es ist ebenfalls stark zu erkennen, dass die Nachfrage des Inlands vom Jahr 2019 auf das Jahr 2020 von 2.6 auf 2.0 gesunken ist[5]. Insgesamt ist zu erkennen, dass durch die Verlangsamung des Kreditwachstums kein starker Zusammenhang zu der Verschuldung der privaten Haushalte besteht und somit der Rückgang der Kredite bislang keine positiven Auswirkungen auf die Verschuldung hatte.

Zahlungsbilanz und Auslandsvermögen

Ersparnis und Investition in Norwegen

Dieses Kapitel widmet sich Investition und Ersparnis als Teil der gesamtwirtschaftlichen Nachfragefunktion insbesondere in Norwegen. Es wird überprüft, ob und in welchem Umfang diese zusammenhängen und worin das begründet liegt. Da es sich beim Untersuchungsland um eine offene Volkswirtschaft handelt, stellt sich die Frage, ob und mit welcher Wirkung auch inländische Investitionsnachfrage von ausländischer Ersparnis abhängt. Dabei werden zur Abbildung der Realität Annahmen aus dem IS‑LM‑Modell verwendet und mit den norwegischen Wirtschaftsdaten verglichen. Zuletzt soll die Frage geklärt werden, welche Rolle die Leistungsbilanz dabei spielt.

Norwegen gilt mit einem BIP pro Kopf von 81.550 USD als wohlhabendes Land, mit diesem Wert steht es auf Platz 4 der Liste aller Länder [8]. Dies lässt sich auf den Export von Öl und Gas zurückführen. Teil des Kapitels wird es sein, zu überprüfen, wie sich der Exportüberschuss auf Ersparnis und Investition auswirkt.

Als Ersparnis im Sinne dieses Dossiers ist das Einkommen (Y) einer Volkswirtschaft abzüglich des Konsums der privaten Haushalte (C) und der Staatsausgaben (G) gemeint [12]. Diese gesamtwirtschaftliche/nationale Ersparnis ergibt sich aus der Summe von privater Ersparnis (Sp = Y - T - C) und öffentlicher Ersparnis (Sg = T - G).

Als (Brutto)Investition versteht man den Einsatz von Geldmitteln zur langfristigen Erhöhung des Kapitalstocks einer Volkswirtschaft. Aus dem Modell der Güternachfrage lässt sich daher die Investition als Differenz von der gesamten Güternachfrage (Z) abzüglich des privaten Konsums (C) und staatlichen Ausgaben (G) definieren [13].

Für eine geschlossene Volkswirtschaft ist folgende Gleichsetzung zutreffend:

I = Y - C - G = (Y - C - T) + (T ‑ G) = Sp + Sg = S

Also I = S

Für das Untersuchungsland Norwegen treffen zusätzlich Ausprägungen einer offenen Volkswirtschaft zu. Zwar ist Norwegen nicht Mitglied der europäischen Union, aber Teil des europäischen Wirtschaftsraumes. In dessen Binnenmarkt äußert sich die Offenheit der Waren-, Dienstleistungs-, Arbeits- und Kapitalmärkte, in Freizügigkeit von Arbeitskraft und Kapital, Niederlassungsfreiheit für Dienstleistungen und ungehinderten Importen und Exporten. Die Handels- und Finanzströme, die sich auf das Nationaleinkommen auswirken, bilden den Außenbeitrag.

Wenn inländische Haushalte ausländische Güter nachfragen, legt das die importierte Menge (IM) der Güter fest. Wie stark ausländische Haushalte nach inländischen Gütern verlangen bestimmt den Export (X). Die Differenz aus beiden bildet den Außenbeitrag auch Nettoexport (NX) genannt. Die ergänzte Formel lautet nun:

S = I + NX

Somit hängen auch bei einer offenen Volkswirtschaft Sparen und Investieren unmittelbar zusammen. Diese können sich aber in der Höhe der Nettoexporte voneinander unterscheiden. Zusätzlich zum Export und Import von Waren (Handelsbilanz), beinhaltet die Leistungsbilanz alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen dem In- und Ausland. Die Teilbilanzen sind Dienstleistungsbilanz, Übertragungsbilanz und die Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen.

Steht Exportnationen durch einen Handelsüberschuss Kapital zu Verfügung, können sie zusätzlich zur Ersparnis ihren Kapitalstock erhöhen. Dies soll folgend am Beispiel Norwegens überprüft werden.

Norwegens Leistungsbilanz, Ersparnisse und Investitionen 2000-2018
Norwegens Leistungsbilanz, Ersparnisse und Investitionen 2000-2018

In der Grafik ist der Verlauf von Leistungsbilanz, Ersparnis und Investition im Verlauf der letzten zwanzig Jahre abgebildet. Zu sehen ist, dass der ausländische Beitrag zum BIP (NX bzw. CA = S + (T - G) - I) durchgehend positiv ist. Das bedeutet, dass die Geldmenge im Inland zunimmt, während sich die Forderungen gegenüber dem Ausland erhöhen. Der Exportüberschuss steht Norwegen als zusätzlicher Kapitalstock zur Verfügung. Die Ersparnis (gross natinal savings) ist tatsächlich durch die Leistungsbilanz (NX) erhöht, und fällt damit höher als die Investition aus.

2018 betrug das BIP Norwegens 434,75 Mrd. USD. Die Leistungsbilanz hatte daran einen Anteil von 31 Mrd. USD [8]. Hauptexportgüter waren Rohöl, Erdgas und Fische. Importiert wurden hauptsächlich Autos und Maschinen. Haupthandelspartner waren UK, Deutschland und Schweden [14].

Zusammenhang inländische Investitionsnachfrage und ausländisches Ersparnis

Für Norwegen ist der Außenhandel folglich von großer Bedeutung, da er mit zusätzlichem Kapital zu Wohlstand im Landesinneren führt. Gleichzeitig unternimmt Norwegen große Anstrengungen, um sich zukünftig vom Export knapper endlicher Ressourcen unabhängig zu machen. Dafür sind inländische Investitionen in eine breit aufgestellte Wirtschaft notwendig. Außerdem hat Norwegen im Jahr 1996 den Staatlichen Pensionsfond gegründet, der größte Staatsfond der Welt [15]. Unter anderem finden über diesen Kapitaltransfers statt, die sich in der Zahlungsbilanz bemerkbar machen.

Um zu ergründen, wie sich das Einkommen Norwegens wirtschaftlich einsetzen lässt, stellt sich die Frage, nach dem Zusammenhang von inländischer Investitionsnachfrage und ausländisches Ersparnis.

Generell kann es einige Vorteile haben Kapital ins Ausland zu verlagern. Zinsunterschiede, Risikodiversifizierung und die vorausgesehene Entwicklung des nominalen Wechselkurses können zu höherer Sicherheit und mehr Profit führen.

Daher wird für diese Betrachtung zunächst die bekannte Formel S = I + NX um den Wechselkurs (e) ergänzt, von dem Import und Export stark abhängig sind. Bisher wurde Kaufkraftparität vermutet. Um die Handelsbilanz nach der Marshall-Lerner Bedingung bilden zu können, wird der Preis inländischer Güter in Einheiten ausländischer Güter (ε) verwendet. So lässt sich der Nettoexport in Abhängigkeit von Wechselkurs (NX(e)) aus X - IM/ ε bilden [16]. Somit lassen sich Angebots- und Nachfrage Elastizitäten bei Kursänderungen erklären.

Im Falle einer realen Abwertung der norwegischen Krone änderte sich die Handelsbilanz auf drei Wegen: Die Exporte steigen, die Importe sinken und der Preis gemessen in inländischen Gütern würde steigen. Auch im Inland hat die Abwertung dann Folgen. Während ausländische Güter teurer werden, steigt die Nachfrage nach inländischen Gütern. Die inländische Produktion wird angekurbelt und die Handelsbilanz verbessert sich. Eine inländische Investition würde in diesem Fall lohnender als eine Ersparnis im Ausland. Dieser Effekt lässt sich auch umkehren. Somit hängen inländische Investitionsnachfrage und ausländische Ersparnis Norwegens unmittelbar zusammen.

Norwegen hat mit der eigenen Währung mehr Spielraum um Zinsen und Wert der Krone und damit den Wechselkurs zu beeinflussen.

Kapitelfazit

Das Kapitel konnte erfolgreich demonstrieren, dass Investition und Ersparnis miteinander verbunden sind. Die inländische Ersparnis Norwegens wird über die Höhe der inländischen Investition hinaus durch die positive Leistungsbilanz aufgewertet, in der alle Transaktionen mit dem Ausland erfasst werden. Die Nettoexporte sind dabei vom Wechselkurs abhängig. In Norwegen ist der Außenbeitrag ein wichtiger Beitrag zum BIP. Zukünftig sollte Norwegen eine Unabhängigkeit vom Handelsüberschuss sicherstellen.

Gütermarkt offener Volkswirtschaften

Inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion

Im Folgenden wird der Zusammenhang zwischen inländischer Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion für Norwegen untersucht. Diese Ergebnisse werden wiederrum mit den Ergebnissen für Deutschland verglichen. Zum Schluss werden noch Fragen geklärt, welche die Schlussfolgerung betrifft, sowie die Unterscheidung der Strategie zu Deutschland und zuletzt die Einsetzung des Gütermarktmodel in einer offenen Volkwirtschaft.

Inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion und Vergleich zu Deutschland

Um die Aufgabe zu lösen, werde ich zuerst erläutern, wie die einzelnen Komponenten berechnet werden bzw. wie sie zusammengesetzt sind.

Die inländische Nachfrage = DD

Um die inländische Nachfrage zu berechnen, werden Konsum, Investitionen und Staatsausgaben addiert

DD = 𝐶 + 𝐼 + 𝐺 = 𝐶 𝑌 − 𝑇 + 𝐼 𝑌, 𝑟+ 𝐺 [17]

Die Binnennachfrage = AA

Die inländische Nachfrage nach inländischen Gütern (AA) ergibt sich als Differenz von DD und IM ->  AA = DD – IM [17]

Endnachfrage = ZZ

Die Nachfrage nach inländischen Gütern, ZZ, ergibt sich durch Subtraktion der Importnachfrage (IM/𝜀) von der inländischen Nachfrage, DD, und Addition der Exportnachfrage zur Binnennachfrage,

AA -> ZZ = DD - (IM/𝜀) + AA[17]

In der Abbildung wurde die einzelnen Nachfragetypen Norwegens mithilfe Excel berechnet und ein entsprechendes Diagramm angefertigt. Es ist zu erkennen, dass die Graphen DD (inländische Nachfrage), AA (Binnennachfrage) und ZZ (Endnachfrage) quasi parallel verlaufen. Ein gutes Beispiel für den parallel Verlauf ist, das Jahr 1986. Alle drei Graphen haben einen enormen Einsturz, erholen sich jedoch gleichzeitig wieder in den folgenden Jahren. Den höchsten Punkt erreichen die drei Nachfragen zwischen 1986, mit der doppelten Nachfrage als im Jahr 1970. Erwähnenswert ist, dass die Inländische Nachfrage (DD) vom Jahr 1950 bis 1980 keinerlei Veränderung kennzeichnet. Insgesamt sind viele Schwankungen zu erkennen. Es sind drei deutliche Einbrüche zu erkennen. In den Jahren 1974 – 1980, 1986 und 1995. Seit 1995 laufen die Graphen parallel zueinander und es sind keine weiteren Einbrüche zu erkennen jedoch auch keine Anstiege. Die Reihenfolge der Nachfragen ist jedoch dauerhaft gleich. Es gibt keine Überkreuzungen.

Verglichen zu Deutschland, laufen bei beiden Ländern, Deutschland und Norwegen, die Graphen so gut wie parallel. Jedoch sind die Anordnung und somit die dominante Nachfrage unterschiedlich. In Deutschland liegt die Endnachfrage nach inländischen Gütern über der inländischen Nachfrage. Die „schwächste“ Nachfrage ist in Deutschland die Binnennachfrage.  Im Untersuchungsland Norwegen ist die dominante Nachfrage die inländische Nachfrage, gefolgt von der Binnennachfrage und darauf gefolgt von der inländischen Nachfrage. In beiden Ländern ist die dominante Nachfrage die Endnachfrage nach inländischen Gütern. Insgesamt steigt bei beiden Ländern die Nachfrage, jedoch steigt die inländische Nachfrage in Deutschland stark an im Gegensatz zu Norwegen. Vergleicht man in Norwegen das Jahr 1950 und 2016 sind nur geringe Unterschiede festzustellen hinsichtlich der inländischen Nachfrage.

Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass Norwegen mehr inländisch produzierte Güter exportiert als importiert.

Norwegens inländsiche Nachfrage (DD), Binnennachfrage (AA) und Endnachfrage nach inländischen Gütern (ZZ)

Schlussfolgerungen für die außenwirtschaftliche Strategie

Fraglich ist nun, welche Schlussfolgerungen Norwegen bezüglich der außenwirtschaftlichen Strategien ziehen kann. Zuerst ist zu sagen, dass die Nachfrage von den inländischen Gütern abhängt bezüglich Qualität, Notwendigkeit etc.

Die Endnachfrage Norwegens ist über der Binnennachfrage sowie über der inländischen Nachfrage. Norwegen setzt somit einen starken Fokus auf die Binnennachfrage, zeigt somit, dass sich die Nachfrage nicht nur durch den Außenhandel zusammensetzt. Dadurch, dass die Binnennachfrage über der Inländischen Nachfrage liegt, wird der Handelsbilanzüberschuss Norwegens deutlich. Dies wird jedoch ebenfalls durch den negativen Faktor der Importe deutlich. Die Werte zeigen, dass die Exporte über den Importen liegen. Norwegen setzt somit stark auf Exporte im Vergleich zu den Importen.

Erwerbstätigkeit hat eine starke Auswirkung auf die Nachfrage. Allgemein ist zu erkennen, dass die Nachfrage von 1950 bis 2017 steigt. Die Endnachfrage steigt von 0 auf 5. Die inländische Güternachfrage DD bleibt durch den ggf. Nachfrageanstieg im Ausland unverändert. Norwegen sollte weiter den Export von inländischen Gütern vorantreiben, da die ausländische Nachfrage nach in Norwegen hergestellten Gütern größer ist als die inländische Nachfrage. Dank dessen, können weiterhin gute Umsatzzahlen mit den Exporten in Norwegen generiert werden.

Unterschied der norwegischen Strategie von der Deutschlands

Die inländische Nachfrage Deutschlands (DD) ist über der Binnennachfrage Deutschlands (AA) (Abbildung 2).  Beide Faktoren liegen unter der Endnachfrage (ZZ). Deutschland hat einen Exportüberschuss. Deutschland setzt somit stark auf die Binnennachfrage.

Norwegen und Deutschland setzen stark auf Exporte. Jedoch setzt Norwegen mehr auf die Binnennachfrage als Deutschland. Die Nachfrage setzt sich ebenfalls aus der Nachfrage inländischer Konsumenten und Unternehmen zusammen.

Inländische Nachfrage, Binnenachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion Deutschlands

In Deutschland liegen Inländische Nachfrage und Endnachfrage nah beieinander (Abbildung 2). Wohingegen Norwegen einen enormen Abstand zur Endnachfrage hat.

Die Nachfrage steigt linear in Deutschland, verglichen zu Norwegen, wohingegen die Nachfrage seit 1995 keinerlei Veränderungen gekennzeichnet hat. Der Abstand zwischen AA und ZZ/DD wird immer größer. Ebenfalls erweitert sich der Abstand zwischen ZZ und DD.

Ein Anstieg des Einkommens im Inland erhöht sowohl die Nachfrage nach inländischen als auch nach ausländischen Gütern.

Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften

Fraglich ist nun wie das Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften für die Untersuchungen eingesetzt werden kann.

Werden die Staatsausgaben erhöht, erhöht dies die Produktivität was wiederrum die inländische Nachfrage erhöht. Der Anstieg der Nachfrage weitet sich jedoch auch auf die ausländische Nachfrage aus. Wiederrum erhöht die ausländische Nachfrage die inländische Produktion. „Ein Anstieg der ausländischen Nachfrage führt zu einem Überschuss in der Handelsbilanz und zu einem Anstieg der Produktion nur im Inland“[17]. Wird dies erreicht erfüllt Norwegen die: Produktion = Nachfrage.

Der Gütermarktmultiplikator im Vergleich zu Deutschland

In diesem Kapitel wird der Einfluss steigender bzw. fallender Importe auf den Gütermarktmultiplikator der Volkswirtschaft Norwegens untersucht und deren Auswirkungen auf Wirksamkeit der fiskalpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung, mit denen in Deutschland verglichen. Einführend werden alle für meine Ausführungen relevanten Begrifflichkeiten beschrieben sowie an Hand von Grafiken bildlich verdeutlicht. Abschließend werden die theoretischen Überlegungen mittels praktischer Daten überprüft, sodass ein Fazit daraus gezogen werden kann.

Grundlage für meine Überlegungen bietet hierbei die Formel für die gesamtwirtschaftliche Produktion Y bzw. der darin enthaltene Gütermarktmultiplikator. „Der elementare Gütermarktmultiplikator ergibt sich aus der Ableitung des gleichgewichtigen Volkseinkommens auf dem Gütermarkt nach den Staatsausgaben. Er gibt also die Wirkung nachfrageerhöhender Staatsausgaben auf das Volkseinkommen an ohne Berücksichtigung des Geldmarktes und dadurch auch ohne Berücksichtigung der Wirkung auf den Zins.“ [18] Anfangs ist hierbei zu bemerken, dass es sich bei der norwegischen Volkswirtschaft nicht um eine geschlossene, sondern um eine offene Volkswirtschaft handelt. Dies impliziert starke bis weniger starke Handelsverflechtungen mit dem Ausland in Form von Importen und Exporten. Durch eben diese Handelsverflechtungen ist der Theorie zu Folge der Gütermarktmultiplikator in der Regel kleiner, als der, geschlossener Volkswirtschaften. „Der Gütermarktmultiplikator ist ein Kontrapunkt zur neoklassischen Vorstellung, dass die aggregierte Nachfrage unwichtig ist und damit das Saysche Gesetz gilt. Er zeigt die zentrale Rolle der aggregierten Güternachfrage und der autonomen Nachfragekomponenten.“ [19]

Im Rahmen dieser Betrachtung wird eine Kaufparität vorausgesetzt. Dies dient der Vereinfachung sowie der Veranschaulichung, denn somit werden die Bewegungen des Realwechselkurses vernachlässigt. Folglich wird der reale Wechselkurs mit Ɛ=1 dargestellt.

Betrachtet wird nun eingangs die Gleichgewichtsbedingung, welche erfüllt sein muss. „Der Gütermarkt ist im Gleichgewicht, wenn die inländische Produktion X der Nachfrage nach inländischen Gütern entspricht.“ [20]

Y = Z

An Hand der Gleichung der inländischen Produktion (Y) einer Volkswirtschaft können die Effekte der Staatsausgaben (G) und somit der fiskalpolitischen Maßnahmen der jeweiligen Regierungen sowohl auf die inländische Produktion als auch auf die Handelsbilanz berechnet werden.

Y = C + I + G – IM + X

Diese Gleichung wird erweitert um die Parameter c0, c1, d0, d1, d2 und den Realzinssatz r. Angenommen wird hier, dass sich die Importe IM proportional zur inländischen Produktion Y und sich die Exporte X proportional zur ausländischen Produktion verhalten.[21] Auf Grund dieser Überlegung werden die Importe und Exporte in dieser Gleichung dementsprechend mit den Parametern im1 und x1 multipliziert und mit der jeweiligen Produktion ergänzt. Aus der Multiplikation ergeben sich Y und Y*.

Der Fokus dieser Ausführung liegt an dieser Stelle auf den Importen der betrachteten Volkswirtschaft im1. Dieser Parameter stellt die marginale Importneigung dar. „Diese gibt an, in welchem Ausmaß die Importnachfrage eines Landes bei einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um eine marginale Einheit zunimmt.“ [22] „Die Produktion ist gleich dem Multiplikator (der Term in der eckigen Klammer), multipliziert mit den autonomen Ausgaben ( der Term in der runden Klammer, der den Effekt all der variablen beinhaltet, die wir bei der Erklärung der Produktion als gegeben betrachten)“ [23]

Dem Gütermarktmultiplikator zu folge entfällt hierbei ein Teil der zusätzlichen Nachfrage nicht auf inländische Güter, sondern auf ausländische Güter. Entfällt hierbei nicht die gesamte zusätzliche Nachfrage, auf ausländische Güter, liegt der Gütermarktmultiplikator über eins. Unter der Verwendung der Gleichung eben dieses Multiplikators können in der Theorie u. a. die Auswirkungen einer Erhöhung der Staatsausgaben in Form der Veränderung von G beschrieben sowie die Nachfrage, Produktion und Beschäftigung abgeleitet werden [24].

Zur Visualisierung der oben aufgeführten Überlegungen dient die folgende Grafik, welche die Importe als Funktion vom Einkommen bzw. des Bruttoinlandsproduktes von Norwegen darstellt.

Importe als Funktion der Einkommen Norwegens von 1950-2017 in Mio US-$

An Hand der in schwarz eingezeichneten Trendlinie (mit einer negativen Steigung von 0,2634x) ist zu erkennen, dass bei steigendem Einkommen (y-Achse) auch die Importe bzw. die marginale Importneigung der norwegischen Volkswirtschaft (x-Achse) zunimmt. Importe sind alle Waren und Dienstleistungen, die nicht aus dem Inland stammen. Dabei werden die einheimischen Konsumenten, Unternehmen und staatlichen Institutionen betrachtet.

Werden diese Daten mit denen, der Bundesrepublik Deutschland verglichen, fällt auf, dass in Deutschland ein höheres Einkommen vorhanden ist. Die Steigung der Trendlinie liegt bei der Bundesrepublik jedoch weit unter der von Norwegen (bei -0,5878x). In beiden Volkswirtschaften verändert sich die die Einkommenshöhe proportional zu den Importen. Die lineare Funktion ist unabhängig von den Jahren in dem Zeitraum von 1953-2017. Das Einkommen ist über die Jahre immer wieder angestiegen bzw. gefallen. Die Importe haben sich entsprechend dem Multiplikator verändert. Die Importe haben nicht nur eine Auswirkung auf das Einkommen, sondern auch auf die Handelsbilanz.

Einen weiteren wichtigen Aspekt dieser Betrachtung stellen die Staatsausgaben dar. Hierzu zählen Entscheidungen über die Höhe der Steuern sowie die Ausgaben des Staates bspw. in Form von Subventionen, Sozialgeldern usw. All diese Maßnahmen zusammen zählen zur Fiskalpolitik des jeweiligen Staates bzw. stellen die fiskalapolitischen Instrumente und Maßnahmen dar. Maßnahmen des Staates haben eine Wechselwirkung zum Einkommen und folglich auch auf die Importe. Der Vergleich mit der größeren Volkswirtschaft Deutschland zeigt, dass ein Land umso unabhängiger ist je größer es ist. Das größere Land ist somit nicht auf Importe angewiesen und weshalb diese, im Vergleich zu Norwegen, geringer sind. Dies wird im Verhältnis zu dem Einkommen betrachtet. Die fiskalpolitischen Maßnahmen eines Staates haben hierbei auch immer eine Wirkung auf die Produktion, die Nachfrage sowie auf die Beschäftigung einer Volkswirtschaft. Führt der Staat bspw. eine expansive Fiskalpolitik (in Form von Steuersenkungen oder Erhöhung der Staatsausgaben) wird die inländische Produktion angeregt, was parallel zu einer Erhöhung der Beschäftigung und damit verbunden ebenfalls zu einer Steigerung des Einkommens und der Nachfrage führt. Die fiskalpolitischen Maßnahmen eines Landes können hierbei pro- oder antizyklisch angewendet werden. Um nun den Anstieg der Produktion – ausgelöst durch die fiskalpolitischen Maßnahmen des Landes – berechnen zu können, wird die Veränderung der Staatsausgaben ΔG mit dem oben schon beschriebenen Gütermarktmultiplikator multipliziert.

ΔY= []ΔG

Aus einer Erhöhung der Produktion folgt der Anstieg der Importe womit der Einfluss der Importe auf den Gütermarktmultiplikator nachgewiesen werden kann. Das wiederum hat eine Auswirkung auf die Wirksamkeit der fiskalpolitischen Maßnahmen. Die Intensität der Auswirkung ist abhängig von der Größe der Volkswirtschaft sowie, davon, ob es sie um eine geschlossene Wirtschaft handelt, welche keine Handelsbeziehungen nach außen pflegt. „Für Deutschland ist die Wirkung eines Anstiegs von Staatsausgaben auf die Produktion groß und die Wirkung auf die Handelsbilanz klein. Für Norwegen ist die Wirkung eines Anstieges von Staatsausgaben auf die Produktion klein und die Verflechtung der Handelsbilanz ist groß- sie entspricht der Hälfte der Staatsausgabenerhöhungen.“ [25]

Das globale Finanzsystem

Auslandsvermögen und Leistungsbilanz

Der nachfolgende Abschnitt beschäftigt sich mit der Frage ob es einen Zusammenhang zwischen der Leistungsbilanz und dem Netto-Auslandsvermögensstatus gibt und wie stark beide Datengraphen miteinander korrelieren. Dies kann einmal allgemein betrachtet werden, oder wie hier im speziellen für Norwegen. Daran anschließend wird zum besseren Verständnis der Thematik das entstehende Datendiagramm Norwegens noch mit dem der USA verglichen um Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten der Volkswirtschaften in diesem Bereich feststellen zu können.

Die Leistungsbilanz beschreibt den Wert, die Importe und Exporte für ein Land zusammengerechnet ergeben. Sie wird dabei aufgeteilt in die Bereiche Waren, Dienstleistungen sowie Primär- und Sekundäreinkommen. Ist der dieser Wert positiv, also der Wert der Exporte höher als der entsprechende Importwert, spricht man von einem Leistungsbilanzüberschuss. Bei umgekehrter Lage wiederum vom Leistungsbilanzdefizit.[26]

Der Netto-Auslandsvermögensstatus zeigt wie ein Land finanziell zur restlichen Welt steht. Ist dieser Wert positiv ist die Volkswirtschaft ein Gläubiger und wenn der Wert negativ ist, ist die Volkswirtschaft als Schuldner gegenüber allen anderen Volkswirtschaften anzusehen.[27] Im Gegensatz zur Leistungsbilanz müssen die Daten hier nicht kumuliert werden.

Entwicklung Auslandsvermögen und Leistungsbilanz Norwegen
Entwicklung Auslandsvermögen und Leistungsbilanz Norwegen

Das hier abgebildete Diagramm zeigt nun die kumulierte Leistungsbilanz Norwegens zusammen mit dem Netto-Auslandsvermögensstatus. Kumuliert sind die Daten der Leistungsbilanz zwar nicht komplett exakt, da verschiedene Faktoren noch zusätzlich mit hineinspielen und die Daten leicht verändern, aber sie geben ein annähernd genaues Bild über den Gesamtzustand der Leistungsbilanz in der Volkswirtschaft ab. Sie werden auch deswegen kumuliert um die Entwicklung der Bilanz besser verstehen zu können, da die Daten selbst nur die Veränderung gegenüber dem Vorjahr darstellen und mit der Kumulierung die langfristige Entwicklung besser nachvollzogen werden kann.

Wenn man nun beide Graphen per Pearson-Korrelation miteinander verrechnet bekommt man im Fall von Norwegen einen Wert von annähernd 1 heraus, was aufzeigt das beide Graphen sehr stark miteinander korrelieren. Für Norwegen kann dies nun wie folgt erklärt werden.

Man sieht an der Entwicklung das der Verlauf beider Graphen bis circa 1998 relativ konstant um einen Wert von 0 herum verläuft. Dies zeigt, dass bis dahin die Leistungsbilanz ausgeglichen war und Im-/ sowie Exporte, im Wert ähnlich waren. Dies spricht für eine sehr ausgeglichene norwegische Finanz-, sowie Wirtschaftspolitik. Das Netto-Auslandsvermögen ist bis 1998 leicht im negativen Bereich, das heißt, Norwegen als Volkswirtschaft ist bis dahin im Ausland leicht verschuldet. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Daten von 1994 bis einschließlich 1997 dem Wert von 1993 entsprechen, da für diese Jahre keine Zahlen in der IMF-Datenbank vorliegen.

1998 beginnen dann beide Graphen massiv zu steigen und tun dies auch weiter, mit einigen Ausnahmen. Der Grund für beide stark steigenden Graphen, liegt hier begründet im Beginn der Ankäufe von Aktien durch den norwegischen staatlichen Pensionsfonds[28]. In diesen Fonds fließen alle Einnahmen Norwegens aus dem Export von Mineralöl. Ziel des Pensionsfonds ist es Norwegen langfristig unabhängig von den Einnahmen der Erdölförderung zu machen. Der Fond verwendet diese Exporteinnahmen und investiert sie im Ausland in Aktienpakete [15]. Dies sorgt dafür, dass die norwegische Währung und auch die norwegische Wirtschaft stabil bleiben und nicht zu viel Liquidität in das Land importiert wird, was Preissteigerungen und eine stärkere Inflation zu Folge hätte. In der Geschichte Deutschlands und der Welt gibt es einige Beispiele, welche teils gravierenden Auswirkungen einen solche Inflation hätte. Genannt werden kann hier die Inflation in Deutschland beginnend 1914 aber auch die weltweite Inflation der 70er und 80er Jahre [29]. Anderseits ist dies der Grund für den massiven Anstieg der Graphen in dem Diagramm. Nach Angaben einer IFO-Studie hat der norwegische Pensionsfonds in 2019 einen Wert von rund 944 Milliarden €, was ihn zum größten Staatsfonds der Welt macht [30]. Umgerechnet in Dollar zeigt sich, dass er annähernd einhundert Prozent des norwegischen Auslandsvermögens darstellt. Wie weiter oben schon geschrieben, ist die kumulierte Leistungsbilanz in geringem Maße auch von anderen Einflussfaktoren abhängig. Unteranderem auch schwankenden Aktienwerten, die auch hier mit beobachtet werden sollten.

Somit wird auch die durchweg positive und steigende Leistungsbilanz Norwegens seit 1998 erklärt. Die hier dargestellte kumulierte Bilanz zeigt die wertmäßig starken Exporte, die zu großen Teilen aus Öl bestehen.

Auslandsvermögen und Leistungsbilanz der USA

In der zweiten Abbildung werden nun die Werte für die Vereinigten Staaten dargestellt. Hier zeigt sich nun ein gänzlich anderes Bild. Die USA haben eine negative kumulierte Leistungsbilanz in Höhe von rund 11,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2018. Der Netto-Auslandsvermögensstatus ist 2018 mit rund 9,5 Billionen US-Dollar im Minus in einem ähnlichen Bereich. Im Gegensatz zu Norwegen importiert die USA wertmäßig also mehr Waren und Dienstleistungen als das sie diese exportiert. Die Leistungsbilanz ist mit Ausnahme von 1991 seit 1982 durchgehend negativ und bekam in den Jahren ab 1998 noch einmal einen negativen Schub.

Der Graph des Netto-Auslandsvermögens zeigt auch hier, ähnlich wie bei Norwegen, einen an die Leistungsbilanz angepassten Verlauf. Dies zeigt, dass beide Graphen, auch hier ähnlich wie Norwegen, miteinander hoch korrelieren. Da die Vereinigten Staaten nicht in dem Ausmaß wie Norwegen Öl fördern sind in den Verläufen nun auch andere wirtschaftliche Umstände sichtbar. Am auffälligsten ist hierbei der tiefe Einbruch im Jahr 2008. Ausgelöst wurde dies durch die Finanzkrise und dem damit verbundenen Einbruch der Wirtschaftsleistung[31]. Der bis dahin eingesetzte Wandel und sichtbare Anstieg bzw. die Verringerung der volkswirtschaftlichen Schulden zum Ausland wurde faktisch vernichtet und nach einer kurzen Erholungsphase in den Jahren 2009 und 2010 steigt seitdem die Auslandsverschuldung der Vereinigten Staaten immer weiter an.

Eine genauere Betrachtung der einzelnen Komponenten und das Zustandekommen der Auslandsverschuldung erfolgt im nächsten Kapitel.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass sich Norwegen wirtschaftlich in einer sehr starken Position befindet und durch die Verteilung seiner Einnahmen auf die verschiedensten Aktienpakete in unterschiedlichen Ländern, wird diese Position auch weiter gestärkt und möglichst zukunftssicher aufgestellt. Die Vereinigten Staaten wiederum sorgen mit ihrer immer weiter steigenden Verschuldung gegenüber dem Ausland langfristig für noch nicht absehbare Probleme, da die aufgehäuften Schulden einerseits bezahlt werden müssen und diese auch zumeist zinsbelastet sind, was die eigenen finanziellen Möglichkeiten weiter einschränkt.

Direktinvestitionen

Netto-Auslandsvermögen von Norwegen
Netto-Auslandsvermögen von Norwegen

Die Globalisierung schreitet immer weiter voran, mit ihren gesamten Vor- und Nachteilen. Sie beschreibt die weltweite, immer stärker werdende Vernetzung zwischen Nationen, Unternehmen und nicht zuletzt auch den einzelnen Menschen. Diese Verflechtung dringt in alle Bereiche unseres Lebens vor, sei es beim Warenverkehr oder aber in ganz persönliche Bereiche wie Freizeit und Kultur [32]. Auch vor dem Finanzsektor macht die Globalisierung nicht Halt. Das globale Finanzsystem umfasst alle direkten und indirekten Kanäle, über die Kapital durch die Gläubiger den Schuldnern zur Verfügung gestellt wird, zum Beispiel über die Finanzmärkte (direkte Finanzierungsmöglichkeit) oder Finanzintermediäre, wie beispielsweise Banken und Investmentfonds (indirekte Finanzierungsmöglichkeit)[17]. Die Vorteile bzw. auch das Ziel der weltweiten Verflechtung des Finanzmarktes ist es, das Risiko zu streuen und den intertemporalen Tausch zu fördern, das heißt Vermögensrisiken minimieren bzw. vermeiden und Gewinne maximieren[17].

Der Auslandsvermögensstatus wird in der Zahlungsbilanz erfasst und umfasst alle finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten der Inländer gegenüber Ausländern. Es erfolgt in der Regel eine Gliederung in verschiedene inländische Sektoren und in verschiedene Vermögensarten (Gramlich 2020). Abbildung 1 zeigt den Auslandsvermögensstatus Norwegens in den Jahren 1998 bis 2019 aufgegliedert in die Bestandteile Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen und die übrigen Kapitalanlagen auf.

Es ist zu erkennen, dass das Auslandsvermögen besonders bei den Wertpapieranlagen in den letzten 20 Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Daraus kann man ableiten, dass die Anleger zunehmend auf ausländische Wertpapiere gesetzt haben, und somit an der Globalisierung partizipiert haben.

Die übrigen Kapitaleinlagen umfassen Finanz- und Handelskredite, Veränderungen von Bankguthaben oder staatliche Entwicklungshilfekredite[33]. In diesem Bereich zeigt sich ein anderes Bild als bei den anderen beiden Vermögensformen: der Wert liegt im gesamten betrachteten Zeitraum unter null, das heißt Norwegen ist immer mehr Kapital in diesem Bereich zu- als abgeflossen. In der Finanzkrise 2008 gab es außerdem einen sehr starken Einbruch, es ist davon auszugehen, dass die norwegische Wirtschaft viel Hilfe brauchte. Auch danach stieg der Wert nicht wieder auf das Vorkrisenniveau an und ist immer noch deutlich im negativen Bereich.

Die Direktinvestitionen erreichen in den letzten Jahren ihren vorläufigen Höchststand, wenngleich der Wert deutlich unter denen der Wertpapieranlagen liegt. „Unter Direktinvestitionen versteht man dabei grenzüberschreitende Investitionen mit dem Ziel, einen dauerhaften Einfluss auf ein Unternehmen in einem anderen Land auszuüben.“ [34] Das investierende Unternehmen kann Einfluss erlangen, indem es Beteiligungen erwirbt oder durch die Gründung von Tochterunternehmen im Ausland. Beteiligungen werden dann als Direktinvestitionen angesehen, wenn der Kapitalgeber mindestens 10% der Unternehmensanteile bzw. Stimmrechte besitzt, da dann von einer Einflussnahme auf das Unternehmen auszugehen ist [35]. „Als Direktinvestitionen gelten außerdem Kredite zwischen gebietsansässigen und gebietsfremden verbundenen Unternehmen.“[36]

Direktinvestitionen sind kurzfristig nicht reversibel, da sie zum langfristigen Kapitalverkehr zählen. Das bedeutet, dass im Gegensatz zu anderen Arten des Auslandsgeschäftes wie beispielsweise die Lizensierung, ein Ausstieg nicht nur schwieriger, sondern auch um ein Vielfaches kostenintensiver ist [35]. Es wird deutlich, dass Norwegen sein Auslandsvermögen in diesem Bereich in den letzten Jahren gesteigert hat und somit auch die internationale Einflussnahme erhöht hat.

Insgesamt lässt sich somit sagen, dass das Netto-Auslandsvermögen Norwegens in den letzten Jahren anstieg, insbesondere da der starke Anstieg der Wertpapieranlagen die negativen Werte des übrigen Kapitalverkehrs kompensiert.

Nun gilt es zu überprüfen, welche Korrelation zwischen dem Auslandsvermögensstatus der Volkswirtschaft Norwegen und dem Saldo der Vermögenseinkommen besteht. Dies geschieht in Abbildung 2 am Beispiel der Direktinvestitionen. Konnte von der Globalisierung des Finanzmarktes profitiert werden?

Norwegens Vermögen und Einkommen aus Direktinvestitionen im Ausland
Norwegens Vermögen und Einkommen aus Direktinvestitionen im Ausland

Abbildung 2 gibt ein differenziertes Bild wieder. Es wird wieder das Auslandsvermögen in Form von Direktinvestitionen dargestellt und den Einnahmen aus Direktinvestitionen gegenübergestellt. Wie leicht zu erkennen ist, besteht keine direkte Korrelation zwischen dem Verlauf der beiden Kurven. Beziffert beträgt sie -0,25, das bedeutet die Kurven sind sehr schwach negativ korreliert.

Die Einkommen über den Zeitraum der letzten 20 Jahre schwanken sehr stark. Besonders seit der Finanzkrise 2008 scheinen die Einkommen sehr instabil zu sein, innerhalb kürzester Zeit erreichen sie immer wieder Höchst- und Tiefstwerte. Im Jahr 2019 liegt ein positiver Trend vor, jedoch werden immer noch Verluste erzielt.

Währenddessen schwankt das Vermögen in Direktinvestitionen vergleichsweise nur sehr wenig und ist seit 2001 positiv. Besonders in den letzten Jahren ist ein starker Anstieg zu erkennen. Daraus lässt sich ableiten, dass trotz der großen Unsicherheiten, ob positive Einkommen erzielt werden können oder Verluste entstehen, tendenziell eher weiter investiert wird, statt das Risiko zu vermeiden und zu desinvestieren. Da Direktinvestitionen wie oben beschrieben kurzfristig nicht reversibel sind, kann bei Verlust auch nicht kurzfristig ein Ausstieg aus der Beteiligung erfolgen, der Verlust muss ausgehalten werden. Ein weiterer bedeutender Grund liegt in den Ankäufen von ausländischen Aktien durch norwegische staatliche Pensionsfonds, diese werden in Kapitel 4 erläutert.

Vergleicht man die Werte aus Abbildung 2 mit denen aus Deutschland, fällt ein deutlicher Unterschied auf: Zwar unterliegen auch hier die Einkommen aus Direktinvestitionen größeren Schwankungen als das Vermögen aus Direktinvestitionen, jedoch nicht annährend so extrem wie bei den Norwegischen Vergleichswerten. Des Weiteren ist bei beiden deutschen Kurven ein ähnlicher Anstieg zu beobachten, der Trend ist positiv. Seit 2002 wurden außerdem im Gengensatz zu Norwegen durchweg Gewinne erzielt.

Ein signifikanter Unterschied lässt sich außerdem im Krisenjahr 2008 beobachten: während die Direktinvestitionen in Norwegen, genauso wie in vielen anderen Ländern der Welt einbrechen, verlangsamen sie sich in Deutschland nur und schrumpfen nicht [37].

Auch der Vergleich der Renditen aus Direktinvestitionen zeigt einen deutlichen Unterschied: während in Deutschland in den letzten 20 Jahren durchschnittlich 6,3% Rendite erwirtschaftet werden konnte, lag sie in Norwegen gerade mal bei rund 1% [38](Fiedler, Görg und Hornok 2018). Somit ist nicht nur das gesamte Investitionsvolumen in Norwegen – bedingt durch die Größe der Volkswirtschaft – geringer, sondern auch die Gewinne aus dem investierten Geld sind deutlich kleiner. Daraus lässt sich ableiten, dass Deutschland rentabler investiert hat.

Dies könnte unter anderem daran liegen, dass Deutschland durch das höhere Investitionsvolumen ein größeres Portfolio hat, also in unterschiedliche Unternehmen und Branchen investiert hat und somit eventuelle Verluste aus einem Unternehmen durch Gewinne eines anderen ausgleichen kann. Die größten Empfängerländer aus Deutschland waren die USA und Großbritannien, aber auch risikoreichere Länder wie China, Russland oder Indien werden zunehmend in das Portfolio aufgenommen. Somit wird das Portfolio weiter diversifiziert und das Risiko, aber auch die Gewinnchancen weiter gestreut[37].  Deutschland nutzt Direktinvestitionen zunehmend, um Tochtergesellschaften im Ausland zu gründen und diese als Exportplattformen zu benutzen, um z.B. Handelsbeschränkungen zu umgehen oder Handelsabkommen zu nutzen und mehr Länder bedienen zu können[37].

Norwegens Volkseinkommen ist auch in hohem Maße von Exporten der ausländischen verbundenen Unternehmen abhängig, jedoch sind die Tochterunternehmen häufig Teil der Wertschöpfungskette norwegischer Produkte wie z.B. Metallerzeugnisse oder chemische Produkte und somit abhängig vom normalen Exporthandel Norwegens[39]. Falls also die Wirtschaft Norwegens Einbußen erleidet, gilt dies auch für die verbundenen (Zuliefer-) Unternehmen im Ausland.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Norwegen auf Grund der unterschiedlichen Größe der Volkswirtschaften nur sehr schwer mit Deutschland zu vergleichen ist und Norwegen unabhängig der geringen bisher erzielten Renditen weiter an der Globalisierung der Finanzmärkte teilnimmt und vermutlich auch weiterhin teilnehmen wird, immer bestrebt, so gut es geht davon zu profitieren.

Finanzkrisen im globalen Kontext

Auslandsvermögen zu BIP

Netto Auslandsvermögen zum BIP der Vereinigten Staaten
Netto Auslandsvermögen zum BIP der Vereinigten Staaten

Die erste Abbildung zeigt das Auslandsvermögen zum BIP der USA im Jahre 1980 bis 2018. Erkenntlich ist, dass das Auslandsvermögen positiv ist. Dies deutet daraufhin, dass die USA mehr Forderungen als Verbindlichkeiten gehabt hat. In den zuvor genannten Jahren ist die USA ein Kreditor gewesen, sprich es wurde mehr Kapital exportiert als importiert. In den Jahren 1985 bis 1990 liegt das Auslandsvermögen bei null. D. h. die Verbindlichkeiten sind gleich Forderungen. Unter weiterer Betrachtung ist zu entnehmen, dass das Auslandsvermögensstatus in den Jahren 1990 bis 2018 negativ ausgefallen ist. Die USA hatte somit mehr Verbindlichkeiten als Forderungen gegenüber dem Ausland. Resultierend bedeutet dies, die USA ist ein Debtor und eine Schuldnernation. Die USA hat in den Jahren mehr Kapitalzuflüssen vom Ausland erhalten als sie selbst investiert hat, und setzt folglich die Verschuldung voraus. Ferner sind auch die Kapitalinvestitionen betroffen.

In den 80er Jahren wurde in der Wirtschaftspolitik mehr auf der Angebotsseite fokussiert. Grund dafür, ist die Stagflation der 70er Jahren gewesen, die die Wirtschaft geschwächelt hat.

Diese Angebotspolitik führt zu einem Produktivitätswachstum, einer Senkung der Arbeitslosigkeit und Senkung der Inflationsraten[40].

Seit den 90er Jahren hat die USA ein hohes Leistungsbilanzdefizit. Der Ursprung dafür ist vor allem das stärkere Wachstum der Warenimporte im Gegensatz zu den Exporten ab Mitte der 90er Jahre. Darüber hinaus könnten die expansive Geld- und Fiskalpolitik, die von der USA verfolgt worden ist, zu dem Leistungsbilanzdefizit und den Kapitalzuflüsse geführt haben. Die US-Regierung hat Importe mit ihren hohen Budgetdefiziten und mithilfe eines niedrigen Leitzinses von der US-Notenbank, stimuliert. Damit trugen die auch zum Leistungsbilanzdefizit der USA bei [41].

Die US-Politik hat die Finanzmärkte einige Jahre vor der globalen Krise dereguliert. Resultierend konnten Banken immer auf Risiken setzten, um hohe Gewinne zu erzielen. Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 und den fallenden Aktienkursen der neuen Internetunternehmen drohte das Land in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Um das zu verhindern hat die Zentralbank Fed immer mehr Geld gedruckt. Gleichzeitig sind dadurch die Zinsen in diesem Zeitraum gesunken. Die Banken haben es gut gefunden, dass auch Menschen mit einem geringen Einkommen, Kredite aufnehmen und Häuser kaufen konnten, da sie an jedem vergebenen Kredit, Geld verdient haben, obwohl viele Kreditnehmer keine Sicherheiten vorweisen konnten.

Die US-Notenbank hatte den Leitzins nach geräumiger Zeit wieder angehoben. Viele Kreditnehmer konnten ihre Hypotheken nicht mehr zurückzahlen und haben das neue Haus wiederverkauft, aufgrund gestiegener Hypothekenzinsen.

Je mehr Schuldner ihre Häuser verkaufen mussten, desto mehr sind die Immobilienpreise gesunken. In diesem Zusammenhang hat der Verkauf der Immobilie nicht mehr genügend Geld eingebracht, um die Kredite abzubezahlen. Logischerweise haben die Banken ihr verliehenes Geld nicht mehr zurückerhalten. Zu Folge es gab Banken-Crash eins nach dem anderen. Am 15. September 2008 meldete die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an [42].

Schließlich schoss die US-Arbeitslosenquote bis Ende 2009 in der „Großen Rezession“ auf 10%, der schlimmste wirtschaftliche Einbruch der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg[40].

Staatlichen Regulierungen und Interventionen kommen daher eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Finanzsektors zu[40].

Nach der Finanzkrise hatte die USA immer noch ein negatives Netto-Auslandsvermögen und Leistungsbilanzdefizit.

Nun stellt sich die Frage wie lange sich die USA ein solches Defizit leisten konnte. Die ausländischen Ersparnisse haben die Leistungsbilanzdefizite finanziert. Die Verschuldung im Ausland und das Netto-Auslandsvermögen wächst immer mit einem permanent hohen Leistungsbilanzdefizit.

Norwegens Auslandsvermögen im Vergleich zum BIP
Norwegens Auslandsvermögen im Vergleich zum BIP

Die folgende Abbildung 2 zeigt Norwegens Auslandsvermögen zum BIP in den Jahren 1980 bis 2018. In den Jahren 1980 bis 1997 liegen die Verbindlichkeiten stark unter null und die Forderungen leicht über null. Im Jahr 1998 sind die Verbindlichkeiten sehr stark angestiegen und liegen über Null. In den nächsten Jahren sind die Verbindlichkeiten gesunken, dennoch lagen sie über Null, sowohl als auch die Forderungen. In den Jahren 1998 bis 2008 lagen die Verbindlichkeiten über den Forderungen. In den darauffolgenden Jahren sind die Forderungen über den Verbindlichkeiten gewesen. Das Auslandsvermögen hat sich ab 1983 immer positiver entwickelt. Es ist davon auszugehen, dass Norwegen im Gegensatz zu USA mehr Kapital exportiert als importiert hat.

Bemerkenswert hier, ist die Zeit der Finanzkrise. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie USA, Griechenland, Italien und weiteren Länder, die sehr stark von der Krise betroffen gewesen sind, hatte Norwegen hingegen ein solides Wirtschaftswachstum, eine stabile Währung und ein Öl-/ und Gasvorkommen.

Während diese Zeiten hat Norwegen den Status als „sicherer Hafen“ genossen. Bürger aus Krisenländern haben ihr Kapital nach Norwegen transferiert, um einen möglichen Verlust durch das Auseinanderbrechen der Eurozone zu entgehen. Dementsprechend hat dies zu einer Liquiditätsflut beigetragen. Die lokalen Banken haben diese Liquidität genutzt, um neue Kredite auszugeben. Am Profitabelsten ist es für den Immobilienmarkt gewesen.

In den Jahren 2009 bis 2012 haben die hohen ausländischen Kapitalzuflüsse dazu beigetragen, dass die norwegische Krone sich um über 25 Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet hat. Die Notenbank hat die Leitzinse auf einen historischen Tiefstand von 1,5 Prozent gesenkt, um die heimische Industrie zu schützen und einer weiteren Aufwertung der Krone entgegenzuwirken.

In den folgenden Jahren nach der Finanzkrise hat Norwegen einen massiven Wirtschaftsaufschwung erlebt. Gründe dafür, könnte deren Profitierung vom Rohstoffboom und der Eurokrise in den vergangenen Jahren sein. Demzufolge ist die Zahl an Kreditvergaben gestiegen. Gleichzeitig sind die Forderungen gewachsen, was auf einem positiven Auslandsvermögen hindeutet.

Darüber hinaus ist erkenntlich, dass Norwegen höher als die USA verschuldet gewesen ist. Daraus folgend hat sich eine steigende Kreditaufnahme durch den Privatsektor entwickelt. Die private Verschuldung ist rasant gestiegen. Vom frei verfügbaren Einkommen liegt das Verhältnis von Schulden bereits höher als 200 Prozent. Weiterhinaus haben sich die privaten Kredite seit der Jahrtausendwende verdreifacht. Im Jahr 2007, dem Hochpunkt der US-Immobilienblase entsprach der Vergleichswert in den USA grundsätzlich 130 Prozent[43].

Trotz der hohen Verschuldung bleibt Norwegen als Land der Sicherheit und des Wohlstands stehen.

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