Länderdossier Australien

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Gruppenaufgabe 1

Bruttoinlandsprodukt

Abbildung 1: Gross domestic product

Abbildung 1

In dieser Abbildung wird der Verlauf des Bruttoinlandproduktes in den Jahren 1992 bis 2019 im Vergleich zwischen den Ländern Australien, Deutschland und den USA dargestellt. Das Bruttoinlandsprodukt beinhaltet alle im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, soweit diese keine Vorleistungen für andere Güter sind. Es soll zur Messung der volkswirtschaftlichen Leistung in einem bestimmten Zeitraum dienen (Statistisches Bundesamt, 2020).Bei allen drei Ländern sind deutliche Schwankungen über den Zeitraum von 1992 bis 2019 erkennbar. Australien hat im Vergleich der drei Länder den höchsten Verlauf der Bruttoinlandsproduktkurve. Deutschland und die USA sind relativ gleich auf, jedoch ist die Kurve von den USA etwas höher. In Australien beginnt der Wert im Jahr 1992 bei ca. 2500. Danach steigt er bis zum Jahr 1994 auf 5000, was im gesamten Verlauf den Höhepunkt darstellt. Im Jahr 1995 sinkt der Wert auf ca. 2800 ab und steigt bis zum Jahr 1998 auf ca. 4800 an. Bis zum Jahr 2001 sinken die Werte bis auf 2500 ab. Rapide steigt der Wert im Jahr 2002 wieder auf ca. 4000 an. Im Jahr 2003 sinkt der Wert auf 3000 und im Jahr 2004 steigt der Wert auf 4000 an. Bis 2006 sinken die Werte auf 2800 und im Jahr 2007 steigt der Wert auf 4500 an. Die Werte sinken bis 2009 auf 2000. Bis 2012 steigen die Werte auf fast 4000 wieder an. Im Jahr 2013 fällt der Wert auf ca. 2200 ab. Bis zum Jahr 2019 steigen und sinken die Werte abwechselnd mit geringen Schwankungen. Im Jahr 2019 ist der Wert knapp unter 2000.

Produktionslücken

Abbildung 2: Produktionslücken von Australien, Deutschland und den USA im Vergleich

Die Produktionslücke ist die Differenz zwischen Produktionspotenzial und tatsächlicher Produktion (vgl. Wohltmann o.J.).

Abbildung 2

Gibt es negative oder positive Differenzen, wird die Lücke größer. Das bedeutet, dass die Ressourcen nicht ordnungsgemäß verwendet oder jenseits ihrer Kapazität ausgenutzt werden. Die Lücke verkleinert sich, wenn wirtschaftliche Ressourcen effizient im Rahmen ihrer Möglichkeiten verwendet werden, was bedeutet, dass die volle Kapazität ausgeschöpft wird (Vgl. Wikipedia 2019).

Auffällig am Diagramm ist, dass in allen drei Ländern die Produktionslücke im Jahr 2000 größer wird und dass sie in Deutschland und den USA 2009 extrem ins Negative geht. Das ist auf die Weltwirtschaftskrise in dieser Zeit zurückzuführen.

Zeichnet man aber jeweils eine Trendlinie in das Diagramm ein, wird deutlich, dass die Produktionslücke in Australien und den USA durchschnittlich über den gesamten Zeitraum größer wird, da die Trendlinie steigend verläuft, wobei die Produktionslücke in Deutschland im Durchschnitt konstant ist.

Dies bedeutet, dass Deutschland insgesamt seine volle Kapazität ausschöpft und die Ressourcen effizient verwendet. Hingegen sollten Australien und die USA ihre Ressourcen effizienter verwenden, um ihre Produktionslücken zu verkleinern.

Inflation

Abbildung 3: Inflation in Deutschland

Abbildung 3

Inflation ist ein Prozess der Geldentwertung, der über längere Zeit anhält und sich durch erhöhte Preise bemerkbar macht. Dabei wird die Inflation anhand des Anstieges eines Preisindexes gemessen. Der das allgemein Preisniveau am besten widerspiegelt, im Falle der gezeigten Grafik, anhand des Verbraucherindex. (vgl. bdp.de, 2016)

Die Abbildung zeigt die Inflationsrate, also die Veränderung der Inflation im Vergleich zum Vorjahr an. Zwischen 1992 und 2000 ist auffällig, dass die Inflation in Australien deutlich extremer schwankt als die Inflation in den Vergleichsländen Deutschland und den USA. Bis auf wenige Jahre (1997,2009,2015) ist die Inflation in Deutschland immer am geringsten, egal ob zu Zeiten des Euros oder der DM. Während in den USA und Deutschland im Jahr 2009 ihr Minimum erreichen, hat Australien zwar ebenfalls einen niedrigeren Wert, die geringste Veränderung der Inflation findet jedoch im Jahr 1997 statt. Die Inflationsrate in Australien und Deutschland erreichen im Jahr 2016 erneut einen kleinen Tiefpunkt, in USA tritt dieser bereits ein Jahr zuvor ein. 2019 ist die Inflationsrate von Australien mit 1,597% und Deutschland, 1,486% fast identisch, die Inflationsrate der USA ist mit 1,818% etwas höher.

Arbeitslosenquote

Abbildung 4: Arbeitslosenquote in Prozent

Abbildung 4

In den 1990er-Jahren kam eine Neuordnung der Welt wegen des Endes des Kalten Kriegs zustande. Am Anfang war die Arbeitslosigkeit von Australien ziemlich hoch, lag über 10%. Deutschland und die USA hatten damals ähnliche Starte auf dem Arbeitsmarkt und hatten die Werte zwischen 6%-8%. Solche Situation veränderte sich im Laufe der Zeit stark. Aufgrund der deutschen Wiedervereinigung wurde die konjunkturellen Wellenbewegungen ausgemacht. Als Folge verloren zahlreiche Arbeitskräfte in Ostdeutschland ihre Arbeitsplätze und die gesamte Arbeitslosigkeit stieg daher tendenziell bis 2005. Danach verringerte sie sich bis 2019 erheblich infolge der wirtschaftlichen Entwicklung sowohl in West- als auch in Ostdeutschland. Im Gegenteil dazu hatten die USA und Australien ihre Wirtschaftslagen durch schnell entwickelte Technologien und vergrößerte Märkte verbessert. Deswegen entstand in diesen beiden Ländern bis 2007 ein Rückgang der Zahl der Arbeitslosen. Zwischen 2007 und 2009 brachte die Finanzkriese die weltweite Rezession mit und verletzte den globalen Arbeitsmarkt stark. Die Arbeitslosigkeit von den USA und Australien nahm aus diesem Grund wesentlich zu. Insbesondere erreichten die USA sogar im Jahr 2010 noch die Spitze der Arbeitslosigkeit. Nach dieser Finanzkrise ist der amerikanische Arbeitsmarkt schrittweise wieder in Ordnung geworden und die Arbeitslosigkeit sank offensichtlich. Dagegen veränderte sich diese Zahl von Australien ganz leicht und blieb grundsätzlich stabil bei 5-6%.

Total Investment

Abbildung 5: Total Investment

Abbildung 5

Das nebenstehende Diagramm zeigt uns, wie sich der Anteil des australischen gesamten Investments im BIP (GDP) in Form von Prozentzahl im Zeitraum von 1980 bis 2019 entwickelt hat. Wir können sehen, dass die Zahl von 1980 bis 1990 stark geschwankt ist. Danach stieg sie bis 1994 auf 30 Prozent und ist in den folgenden Jahren fast still geblieben. In Bezug auf die Veränderung vom BIP ist eine analoge Kurve ebenfalls zu sehen. Das heißt, wenn das BIP steigt, steigt auch in der Regel der Anteil des Investments im BIP. Das Phänomen könnte sich wie folgend begründen lassen: Das steigende BIP erbringt das höhere Einkommen, das einerseits ins Ersparnis andererseits in die Investition aufgeteilt wird. Wenn die gesamte Torte größer wäre, würde sich jeder Anteil davon automatisch auch vergrößern würde, nämlich die Investition würde wegen des zunehmenden Einkommens auch steigen. Bei unserem Fall ist diese Erklärung für das oben beschriebene Diagramm in Australia auch gut geeignet. Wenn mehr Geld zu Verfügung steht, dann werden gleichfalls mehr Investitionen durchgeführt, und umgekehrt. Ein aussagekräftiges Beispiel findet man zwischen 1991 und 1994: Während das BIP schnell stieg, wurde der Anteil der Investitionen genauso erhöht. Daraus kann man das Fazit ziehen, dass das BIP und das gesamte Investment miteinander positiv zusammenhängen.

Gruppenaufgabe 2

Australiens Wachstum blieb hinter seinem Potenzial

Der Article IV Consultation – Press Release zeigt, dass das Wachstum Australiens sich im zweiten Halbjahr 2018 stark verlangsamte und sich 2019 nur langsam davon erholen konnte. Im Jahresvergleich führt dies zu einem Mehrjahrestief, obwohl der langanhaltende Rückgang der Investitionen im Bereich des Bergbaus langsam wieder etwas nachließ. Jedoch setzte sich die schwache Phase, in der sich der Arbeitsmarkt befand, weiterhin fort und auch die Nachfrage beliebt hinter den Erwartungen zurück. Diese jüngste Verlangsamung des Wachstumes ist auf einen Rückgang im Bereich der privaten Inlandsnachfrage zurückzuführen. Dieser Rückgang konnte jedoch zumindest teilweise durch starke öffentliche Nachfrage und die starken Nettoexporte ausgeglichen werden. Zwar gab es eine Senkung der persönlichen Einkommenssteuer und ebenfalls erholten sich die Immobilienpreise weiterhin, jedoch stoppte dies nicht wie erhofft den Rückgang beziehungsweise die Verlangsamung des Wachstums im Bereich des privaten Verbrauches. Die privaten Investitionen blieben unerwartet ebenfalls sehr verhalten.  

Leistungsbilanz

Der Leistungsbilanzsaldo verbesserte sich nach dem Ausgleich der Handelsbedingungen.

Die Leistungsbilanz erreichte zum ersten Mal seit 44 Jahren einen Überschuss, was auf ein starkes Exportwachstum zurückzuführen ist. Erstmalig seit dem Beobachtungszeitraum übersteigt der Leistungsbilanzsaldo die Exporte von Gütern und Dienstleistungen im Jahr 2019. Das Exportvolumen von Rohstoffen hat seit dem Ende des Bergbaubooms weiter zugenommen, angeführt von LNG. Des Weiteren ist zu beobachten, dass eine Vorhersage der Aussichten ab dem Jahr 2016 deutlich übertroffen wurde und auf dem höchsten Niveau seit 2013 ist mit der Tendenz weiterhin anzusteigen. Metallerze und Mineralien inklusive Eisenerzes haben dabei den höchsten Anteil des Exportvolumens.

Hinzufügend ist zu sagen, dass die Eisenerzpreise Mitte 2019 aufgrund internationaler Versorgungsstörungen ihren Höhepunkt erreichten. Verglichen mit anderen Ländern, findet sich unser Beobachtungsland Australien in dem mittleren Bereich wieder. Dabei liegt der Leistungsbilanzsaldo bei null.

Der Wohnungsmarkt hat sich stabilisiert

Der Immobilienmarkt Australiens erholt sich langsam vom Immobilienboom. Dies bedeutet, dass die Preise für Immobilien langsam wieder sinken. Die hohen Immobilienpreise kamen durch eine zu hohe Bewertung zustande. Die Korrektur der Immobilienpreise im Zeitraum von 2017-2019 und die niedrigen Hypothekenzinsen haben die Erschwinglichkeit von Wohneigentum in Australien nun verbessert. Dennoch ist es für einen Zwei-Verdiener-Haushalt schwer, eine Immobilie zu erwerben, da die Immobilienpreise, auch im Vergleich zu anderen Ländern immer noch sehr hoch sind. Diese sind während des Immobilienbooms 2012-2017 in Australien schneller gestiegen, als das Einkommen der Bevölkerung. Gerade in den Großstädten Sydney und Melbourne ist dies zu beobachten. Hier ist es schwer eine bezahlbare Immobilie zu finden. Auch durch eine Verschuldung der privaten Haushalte in Form von Hypotheken sind diese Immobilien nur für Spitzenverdiener bezahlbar. Anders ist es allerdings in Perth. Hier deutet die Hauspreis-zu-Einkommen-Quote darauf hin, dass die Immobilienpreise wieder einen Stand wie vor dem Boom erreichen könnten, also auch für normal-Verdiener erschwinglich. Dennoch sind die Immobilienpreise Australiens im Vergleich zu anderen Ländern hoch, genau wie die Schuldenquote der Haushalte. Der Zusammenhang ist deutlich: Die Haushalte finanzieren durch Hypotheken ihre Immobilie. Durch den niedrigen Hypothekenzins ist es im Moment eine attraktive Möglichkeit durch eine Hypothek das Eigenheim zu finanzieren.

Geldpolitik

Der Article IV Consultation- Press Release zeigt anhand der bereits vergangenen Jahre und 2019 die Entwicklung der Geldpolitik in Australien auf.

Die Verbraucherpreisinflation blieb bis 2019 weiterhin schwach. Obwohl die Inflationsausrichtung Werte zwischen 2% und 3% vorgibt, liegt die Inflation der handelbaren und nicht handelbaren Güter meistens unter der 2%-Untergrenze.

Das Lohnwachstum hat sich seit 2014 wieder verlangsamt, da der Arbeitsmarkt geschwächt ist. Dies zeigt sich auch in der Arbeitslosenquote, da diese seitdem auch wieder ansteigt.

Der Leitzins ist seit 2012 immer weiter gesunken. Seit Juni 2019 hat die australische Zentralbank den Leitzins dreimal auf 0,75% gesenkt. Dadurch ist der reale Zinssatz auch immer weiter gesunken. Das Ziel dabei ist die Konjunktur anzukurbeln.

Allerdings verschob sich dadurch die Zinsstrukturkurve im vergangenen Jahr erheblich nach unten. 2017 und 2018 lagen diese noch bei 2% bis 2,5% und 2019 lag sie nur noch bei 1%. Der Wechselkurs ist in Folge dessen auch trotz höherer Rohstoffpreise gesunken (International Monetary Fund 2020).

Öffentliche Finanzen

Der fünftwichtigste Punkt stellen die öffentlichen Finanzen mit dem Schwerpunkt auf Infrastruktur und Schuldenreduzierung dar. Australien hat im Vergleich zu Ländern wie z.B. Frankreich, Belgien und Dänemark eine relativ kleine Regierung. Sie sind circa auf einem Level mit Japan und Neuseeland. Positiv ist hervorzuheben, dass die Staatsverschuldung gering ist. Der Durschnitt liegt bei circa 50 % vom Bruttoinlandsprodukt, Australien hat nur eine Staatsverschuldung von circa. 20 %. Eine geringere Staatsverschuldung haben nur die Länder Estland, Schweiz, Neuseeland, Korea und Dänemark. Alle anderen betrachteten Länder haben eine höhere Staatsverschuldung als Australien. Weiterhin betrachtet werden das Finanzsaldo. Das Commonwealth vereinigt sich weiter, während Staaten und Territorien mit kleinen Defiziten auf Kurs bleiben. Dies geschieht, obwohl der fiskalische Impuls kurzfristig stärker geworden ist, im Vergleich zu früheren Prognosen. Das Budget des Commonwealth liegt bei circa 0,7 % des Bruttoinlandproduktes. Hingegen liegt das State Budget bei circa 2,3 % des Bruttoinlandproduktes. Der fiskalische Impuls ist von -1,2 % des Bruttoinlandsproduktes auf knapp über 0 % gestiegen. Die Regierungen erhöhten ihre Infrastrukturinvestitionen in ihren Halbjahresprüfungen in Bezug auf die Budgets für das Geschäftsjahr 2019/20. Australien erhält das Nettovermögen und kann die Schulden stabilisieren. Die Nettoinvestitionen sind leicht gestiegen.

Das australische Bankensystem bleibt stark

Die australischen Banken sind ausreichend kapitalisiert und profitabel, allerdings sind abhängig von der Großhandelsfinanzierung und dabei gibt es eine Schwachstelle.

Die Einnahmen der Bank sind im Vergleich zu einem langsameren Kreditwachstum und zu den erhöhten Sanierungs- und Compliance-Kosten gesunken. Außerdem haben die großen australischen Banken in den vergangenen Jahren folgende Merkmale:

1. Laut Rating von 50 größten globalen Banken hatten sie hohe Kapitalrendite. 

2. Die Banken profitierten, auch wenn das höhere Kapital eingehalten wurde und die Anforderungen liquid waren. Die Rendite von Eigenkapital lag immer zwischen bei 10-15%.

3. Die Dividendenzahlungsraten sind hoch. Im Jahr 2019 war die Dividendenzahlung in Form von Prozentsatz in Nettoeinkommen mehr als 2017.

4. Die Kapitaladäquanzquoten sind weiter gestiegen. Das Tier 1 Kapital nahm in vergangenen Jahren am schnellsten zu.

5.Die Geschäfte von den australischen Banken verließen sich auf die Großhandelsfinanzierung. Die inländischen Einlagen als Sparkassendepositen besaß davon den größten Teil, weiterhin kamen die kurzfristigen Verbindlichkeiten zur zweiten Stelle. Die Banken beschäftigten sich weniger mit Verbriefungsgeschäften.

6. Vor der Finanzkrise wurden die Kredite für Handel mehr nachgefragt als danach. Ab 2008 hat sich das Kreditvergaben mehr auf das Wohngebiet im Vergleich zum Handelsgebiet konzentriert.

Allerdings hat sich das nicht erfolgversprechende Darlehensverhältnis aufgrund höherer Zahlungsrückstände im Wohnungsbau verlangsamt, blieb jedoch im September 2019 bei einem niedrigen Prozentsatz.

Zusammengefasst bleibt das australische Banksystemen noch stark.

Einzelaufgabe 1: Investition, Ersparnis und Leistungsbilanz

Im folgenden Kapitel geht es um die Investitionen und Ersparnisse des Landes Australien, die Rolle der Leistungsbilanz und die Wirkung von ausländischen Ersparnissen auf die inländische Investitionsnachfrage und deren Intensität.Um einen Zusammenhang herstellen zu können, müssen zunächst die einzelnen Begrifflichkeiten näher definiert werden. „Die Leistungsbilanz besteht aus vier Unterbilanzen: der Handelsbilanz, der Dienstleistungsbilanz, der Erwerbs -und Vermögenseinkommen, der Bilanz der laufenden Übertragungen, ist also die zusammenfassende statistische Gegenüberstellung aller Bewegungen von Waren und Dienstleistungen, die in das Ausland geliefert werden bzw. vom Ausland bezogen werden, sowie die Erwerbs- und Vermögenseinkommen und Übertragungen“, (vgl. bpd.de; 2016).

Abbildung 6: Leistungsbilanz, Ersparnis und Investitionen

Abbildung 6

Die obere Grafik zeigt, dass in Australien die Investitionen, in dunkelblau dargestellt, schon seit vielen Jahren deutlich über den Ersparnissen (orange) liegen. Der Anteil der Ersparnisse bewegt sich seit 2001 zwischen 21%-24,1%, wobei das Maximum von 24,1% im Jahr 2008 erreicht wird.  Die Investitionen haben ihr Minimum im Jahr 2002 mit 23,55% und erreichen ihren höchsten Wert, 28,47%, im Jahr 2012. Außerdem zeigt die Leistungsbilanz, der gelbe Graph, durchgehen ein Leistungsbilanzdefizit, die Importe Australiens übersteigen also die Exporte, die das Land tätigt, wobei das Defizit seinen niedrigsten Wert im Jahr 2017 erreicht. Die Schwankungen befinden sich im Rahmen von -2,57% und -6,72% (vgl. wiwiki.net; 2020).  

Das Investitionsvolumen Australiens ist also höher als die Ersparnisse des Landes, dies bedeutet, dass das größere Investitionsvolumen mit der Kreditaufnahme im Ausland finanziert wird. Australien hat also Investitionsmöglichkeiten, die die Finanzierung durch inländische Ersparnisse übersteigen. Das Leistungsbilanzdefizit existiert in Australien schon seit vielen Jahren und ist hauptsächlich auf die Entwicklung der Handelsbilanz zurückzuführen, was in der folgenden Grafik deutlich wird (vgl. Reserve Bank of Australia, 2019).

Abbildung 7: Bestandteile der Leistungsbilanz Australiens

Abbildung 7

Die Handelsbilanz (grüner Graph), schwankt im Laufe der Jahre sehr deutlich, meistens im negativen Bereich. Einen ersten Hochpunkt zeigt die Darstellung im Jahr 2011, mit einem Wert von ca. 14777,8 Millionen US-Dollar. Schaut man sich den Wert der Leistungsbilanz in diesem Jahr an, sieht man, dass er mit -3,08% relativ niedrig ist. Das Steigen der Handelsbilanz in den letzten Jahren erklärt also, warum das Leistungsbilanzdefizit immer geringer wird. Die Änderung der Handelsbilanz hängt zum einen mit dem komparativen Vorteil zusammen, den Australien bei den Exporten von Rohstoffen und Agrarrohstoffen hat. Diese Waren machen einen relativ großen Teil der australischen Exporte aus, weisen jedoch gleichzeitig volatilere (unbeständige) Preise auf, als die Waren und Dienstleistungen die Australien importiert, daher kommt es zu den Schwankungen in der Handelsbilanz (vgl. Reserve Bank of Australia, 2019). Außerdem wird in der oberen Grafik der Saldo der Primäreinkommen dargestellt, der gelbe Graph. Das Primäreinkommen ist ein Bestandteil der Leistungsbilanz und umfasst vor allem die grenzüberschreitend gezahlten Arbeitsentgelte und die erwirtschafteten Einkommen aus Vermögensanlagen, unter anderem Zins- und Dividendenzahlung, ebenfalls grenzüberschreitend (vgl. wiwiwiki.net; 2019).

Wie die meisten Bestandteile der australischen Leistungsbilanz befindet sich auch dieser Graph nur im negativen Bereich, wobei auffällig ist, dass ab dem Jahr 2002 das Primäreinkommen deutlich sinkt, 2011 seinen Tiefpunkt erreicht und dann erneut steigt, jedoch nur bis zum Jahr 2015.

Eine genauere Darstellung des Primäreinkommens zum Bruttonationaleinkommen von 1980-2017 folgt in der nächsten Grafik. Wie schon in Abbildung 7 bei dem Saldo des Primäreinkommen, ist zu erkennen, dass der Beitrag des Primäreinkommen sich durchgehend im negativen Bereich befindet, jedoch mit mehr Schwankungen und dem Erreichen des Tiefpunktes im Jahr 2007.

Der negative Beitrag des Primäreinkommens bedeutet, dass mehr Primäreinkommen von Australien an das Ausland abfließt, als nach Australien aus dem Ausland reinfließt. Hauptursache dafür ist der australische Bergbausektor, der einen hohen Grad an ausländischem Eigentum aufweist. Dies führt dazu, dass ein großer Teil der Einnahmen dieser Unternehmen in Form von Dividenden an ausländische Eigentümer gezahlt wird (vgl. Reserve Bank of Australia, 2019).

Außerdem zeigt die Abbildung 8, dass im Vergleich zu den Staaten USA und China der Beitrag des Primäreinkommen in Australien deutlich geringer ist, vor allem ab dem Jahr 1995.

Abbildung 8: Beitrag der Primäreinkommen zum Bruttonationaleinkommen

Abbildung 8

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die australische Handelsbilanz den größten Einfluss auf die Leistungsbilanz hat. Dadurch dass in den letzten Jahren ein Handelsbilanzüberschuss vorlag, wird auch das Leistungsbilanzdefizit immer geringer und könnte in den folgenden Jahren das erste Mal wieder zu einem Leistungsbilanzüberschuss werden. Jedoch ist es dringend notwendig, dass die Preise der Exportgüter weiterhin stabil bleiben und auch die Importe nicht wesentlich ihre Preise nach oben ändern.

Außerdem ist abzuwarten, wie die derzeitige Pandemie all diese Kennzahlen beeinflussen wird.

Einzelaufgabe 2: Die Nachfragefunktionen

Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen inländischer Nachfrage, Binnennachfrage und nach Endnachfrage inländischer Güterproduktion für Australien im Vergleich zu Deutschland. In der heutigen Zeit der Globalisierung rückt der internationale Handel zwischen den einzelnen Nationen immer mehr in den Vordergrund. Handelsverflechtungen zwischen Staaten werden international intensiv vorangetrieben. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Korrelationen, Unterscheidungen und Konflikte im Vergleich einzelner Volkswirtschaften zu erkennen, zu analysieren und zu bestimmen.

Um einen Zusammenhang zwischen diesen drei unterschiedlichen Nachfragearten der inländischen Güterproduktion herstellen zu können, müssen die einzelnen Begrifflichkeiten näher definiert werden. „Die inländische Güternachfrage beschreibt die Gesamtnachfrage nach in- und ausländischen Gütern im Inland. Folglich entfällt ein Teil der Nachfrage auf Güter aus dem Ausland, die Importe. Unter Gütern werden hier sowohl Waren als auch Dienstleistungen subsumiert“ (wiwiwiki.net; 2019). Grundlegend wird die inländische Nachfrage von Konsum (C), Investitionen (I) und den Staatsausgaben (G) bestimmt. Dabei entsteht die Gleichung D = C + I + G. Man kann die inländische Güternachfrage auch mittels der Binnennachfrage errechnen. Hierzu muss diese mit den Importen des Landes addiert werden.

Die Binnennachfrage (AA) bezeichnet die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern innerhalb eines Wirtschaftsraumes (vgl. bwl-wissen; o. J.). Eine besonders große Einflussgröße ist dabei die Veränderung der Lohnstückkosten des beobachteten Landes. Außerdem muss die Endnachfrage (ZZ) näher erläutert werden. Die Endnachfrage (ZZ) wird auch die „Nachfrage nach inländischen Gütern“ genannt. Diese ist klar von der inländischen Güternachfrage abzugrenzen. Die Summe der Endnachfrage (ZZ) setzt sich aus der Addition von Konsum (C), Investitionen (I) und den Staatsausgaben (G) zusammen wobei man hierbei noch den Export von Sachgütern und Dienstleistungen hinzuzählt (vgl. wirtschaftslexikon24.com o. J.).

Abbildung 9 Vergleich der Nachfragefunktionen

Abbildung 9

Zunächst sollen die Zusammenhänge der drei Nachfragefunktionen zwischen Deutschland und Australien dargestellt werden. Zu aller erst ist festzustellen, dass sich alle drei Werte parallel monoton steigend verhalten. Das bedeutet, dass sich die Importnachfrage und die Exportnachfrage immer in einem nahezu gleichen Verhältnis zueinander verhalten haben. Man kann aus dieser Grafik nicht ablesen, in wie weit die beiden Nachfragen schwanken. Die Binnennachfrage verläuft durchweg nahezu parallel mit der inländischen Nachfrage.

Dies ist zu erklären, da die Binnennachfragefunktion von der inländischen Nachfragefunktion abhängt und sie durch die Subtraktion mit den Importen errechnet wird. In dem Moment, in dem auch die Endnachfrage aufgrund der Importe verändert, verändert sich auch die Binnennachfrage.

Des Weiteren ist aus der Grafik zu schließen, dass keine außergewöhnlich hohen Schwankungen in dem Beobachtungszeitraum stattgefunden haben.

Vergleicht man nun die Kurven der beiden Beobachtungsländern Deutschland und Australien, sieht man sofort, dass Deutschland durchweg höhere Werte bezüglich dieser Beobachtungswerte besitzt. Bei Deutschland schwanken die Werte der drei Funktionen zwischen 2.250 Mrd. Euro und 4.500 Mrd. Euro. Bei Australien liegen diese Zahlen deutlich geringer. In dem Beobachtungsland Australien bewegen sich die Zahlen der drei Funktionen zwischen 400 Mrd. Euro und 1.300 Mrd. Euro. Außerdem ist festzustellen, dass Deutschland im Jahr 2009, aufgrund der weltweiten Finanzkrise einen Rückgang aller drei Nachfragefunktionen zu verzeichnen hat. Bei Australien ist dies nur als ein verlangsamtes Wachstum anzusehen. Wenn man sich nun die letzten 5 Jahre der Zeitreihe vergleichend ansieht ist zu erkennen, dass Deutschland einen verhältnismäßig starken Zuwachs aller Nachfragen hat, besonders jedoch die inländische Nachfrage (DD) und die Endnachfrage (ZZ).

Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die außenwirtschaftliche Strategie Ihres Untersuchungslandes ziehen?

Aus den vorliegenden Nachfragefunktionen lassen sich bezüglich der Außenwirtschaft nur wenig aussagekräftige Daten ableiten. Fakt ist, dass der Anteil der Außenwirtschaft besonders stark im Dienstleistungssegment ist.  Aus der Grafik ist zu schließen, dass es Australien einen Anstieg der Endnachfrage (ZZ) von ca. 800 Mrd. Euro seit Beginn des Beobachtungszeitraumes zu verzeichnen hat. Hinzugefügt mit der Tatsache, dass die inländische Nachfrage (DD) parallel dazu steigt, lässt daraus schließen, dass die Staatsausgaben erhöht wurden, um die heimische Industrie zu stärken.

Ein weiterer Effekt neben der natürlichen Ankurbelung der inländischen Produktion ist es, dass hierbei eine negative Handelsbilanz entsteht. Während einer Rezession, wie sie im Jahr 2009 zu sehen ist, können Länder mit einem hohen Handelsbilanzdefizit darauf spekulieren, dass ihre heimische Wirtschaft durch die ausländische Nachfrage angestoßen wird und der Abfall schnell wieder korrigiert werden kann.

Wie unterscheidet sich diese Strategie von der Deutschlands?

Australien ist ein hoch entwickeltes Land mit geringen Kulturunterschieden zu Deutschland. Die Geschäftsabwicklung mit australischen Partnern ist daher im Allgemeinen unproblematisch. Vergleichend ist festzustellen, dass Deutschland in den drei Nachfragefunktionen deutlich höhere Werte als das Australien hat. Somit kann behauptet werden, dass Deutschland eine deutlich „aggressivere“ außenwirtschaftliche Strategie, als die, Australiens führt.

Wie können Sie das Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften für diese Untersuchung einsetzen?

Das Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften oder auch anders, der offene Gütermarkt bezeichnet die Gesamtanzahl aller Märkte auf denen Dienstleistungen und Waren gehandelt werden. Offene Gütermärkte ermöglichen den Konsumenten von Waren und Dienstleistungen die Wahl zwischen inländischen, aber auch ausländischen Gütern. Hingegen haben die Anbieter dieser Waren und Dienstleistungen die Möglichkeit die Güter im Inland und im Ausland anzubieten. Somit setzt ein offener Gütermarkt den Grundbaustein für die Globalisierung der Weltwirtschaft (vgl. wiwiwiki.; 2019).

Einzelaufgabe 3: Der Gütermarktmultiplikator

In diesem Kapitel geht es darum, den „Einfluss der Importe auf den Gütermarktmultiplikator“ Australiens zu untersuchen und die „Auswirkungen auf die Wirksamkeit fiskalpolitischer Maßnahmen zur Stabilisierung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung mit denen in Deutschland“ (Sauer, 2020) zu vergleichen.

Als erstes ist zu klären, wie der Gütermarktmultiplikator definiert wird und was er aussagt. „Der Multiplikator gibt an, um wie viele Einheiten das Einkommen wächst, wenn autonome Größen (z.B. Investitionen, Staatsausgaben, Exporte) marginal steigen.“ (Wohltmann, 2016)  In dieser Aufgabe wird der Import als autonome Größe herangezogen und dessen Auswirkung auf den Gütermarkt Australiens betrachtet. Demzufolge ist ebenfalls zu klären, wie sich der Importmultiplikator definieren lässt. Der Importmultiplikator ist eine „Messzahl, die (in Analogie zum Exportmultiplikator) die Änderung des Volkseinkommens infolge einer Importänderung um eine Geldeinheit angibt.“ (Weerth, 2018) Hierbei ist zu beachten, dass ein negativer Importmultiplikator eine Erhöhung des Imports impliziert. Zunächst wird die Gleichung für den Gütermarkt benötigt.

Diese lautet wie folgt:

Y=C+I+G-IM+X,

wobei: C=Konsum; I=Investition; G=Staatsausgaben; IM=Importe und X=Exporte darstellen. Aus dieser Gleichung lässt sich der Gütermarktmultiplikator herleiten. Konsum, Investition, Staatsausgaben, Exporte und Importe werden durch die jeweiligen Gleichungen ersetzt. Daraus ergibt sich folgende Formel:

Y=[c0+c1(Y-T)]+(d0+d1Y-d2r)+G-im1Y+x1 Y* (Blanchard & Illing, 2017)

Durch Zusammenfassung aller Terme, die Y enthalten und Auflösung nach der Produktion ergibt sich folgende Gleichung:´ (Blanchard & Illing, 2017)

Y= [1/(1-(c1+d1-im1)]*(c0+d0-c1 T-d2 r+G+x1 Y*)

„Die Produktion ist gleich dem Multiplikator (der Term in der eckigen Klammer).“ (Blanchard & Illing, 2017)

Für die Ausdrücke  und  wird der Faktor eins eingesetzt. Daraus ergibt sich die Gleichung:

Y= 1/(1-im)    im= marginale Importneigung

Um nun den Importmultiplikator berechnen zu können, wird die marginale Importneigung benötigt. Diese „gibt an, in welchem Ausmaß die Importnachfrage eines Landes bei einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um eine marginale Einheit zunimmt.“(Weerth, 2018) Um die marginale Importneigung berechnen zu können, wird die Formel für den Import benötigt: 

Abbildung 10

IM= im*Y

Durch umstellen und einsetzten der entsprechenden Zahlen für Australien errechnet sich die marginale Importquote. Anhand dessen kann nun der Importmultiplikator errechnet werden.  

Abbildung 10: Volkseinkommen und Importmultiplikator

Anhand dieser Grafik wird deutlich, dass das Volkseinkommen in Australien im betrachteten Zeitraum steigt, der Importmultiplikator jedoch sinkt bzw ab den Jahr 1986 negativ wird. Wie oben schon erwähnt, bedeutet ein negativer Importmultiplikator eine Erhöhung des Imports. In nachstehender Grafik wurde der Import Australiens in den Zeitraum 1950 bis 2017 abgebildet.

Abbildung 11: Import

Abbildung 11

In dieser Grafik ist zu erkennen, dass die Importe Australiens steigen. Im Jahr 2001 fallen die Importe leicht ab und der Importmultiplikator steigt in diesem Jahr leicht an.

Demzufolge kann gesagt werden, dass eine Erhöhung des Imports zu einer Verringerung des Gütermarktmultiplikators führt. Anders wäre es, wenn anstatt des Imports der Export betrachtet wird. Hier führt eine Erhöhung ebenfalls zu einer Erhöhung des Gütermarktmultiplikators.

Die Importe haben also direkte Auswirkungen auf den Gütermarktmultiplikator und aufgrund dessen ist es möglich, durch die Betrachtung des Gütermarktmultiplikators Rückschlüsse zur Entwicklung der Importe zu ziehen.

Um nun die Wirksamkeit fiskalpolitischer Maßnahmen betrachten zu können, ist es notwendig zu klären, wie Fiskalpolitik definiert wird. Unter Fiskalpolitik „versteht man alle finanzpolitischen Maßnahmen des Staatssektors im Dienst der Konjunkturpolitik mittels öffentlicher Einnahmen und Ausgaben“ (Minter, 2018). Dabei hat der Staat verschiedene Instrumente, um konjunkturelle Schwankungen auszugleichen. Zum einen besteht die Möglichkeit von Steuererhöhungen bzw. Steuersenkungen, Beschäftigungsförderung bzw. Beschäftigungsabbau oder die Neuverschuldung des Staates. Um nun die Auswirkungen der Fiskalpolitik in Australien betrachten zu können, ist es notwendig die Anzahl der Beschäftigten in Australien zu betrachten. Dies wird in der Abbildung 12 dargestellt.

Abbildung 12: Population und Beschäftigte Australiens

Abbildung 12

In dieser Grafik ist ein Anstieg der Anzahl der Beschäftigten in Australien zu erkennen. Werden zu dieser Abbildung die vorangegangenen Abbildungen und Erkenntnisse hinzugezogen, ist zu erkennen, dass die Importe, die Beschäftigung und das Volkseinkommen in Australien gestiegen sind. „Während zahlreiche andere OECD Länder im Boom die Staatsausgaben steigerten, hat die Regierung des von 1996 bis 2007 […] die Aufschwungphasen genutzt, um die Staatsverschuldung zu verringern.“ (Dieter, 2012) Australien hat in diesem Zeitraum eine vergleichsweise geringe Neuverschuldung aufzuweisen, bei steigender Population und Beschäftigung.

„Australien hat das geschafft, was in der aktuellen Verschuldungsdebatte in Europa als Antagonismus dargestellt wird: Die Wirtschaft wuchs, während gleichzeitig die staatliche Verschuldung verringert wurde.“ (Dieter, 2012) In den Abbildungen 13 und 14 sind die Zahlen Deutschlands dargestellt (Importe, Beschäftigung und Volkseinkommen).

Abbildung 13: Importe, Volkseinkommen und Gütermarktmultiplikator

Abbildung 13

An dieser Grafik ist zusehen, dass Deutschland größere Schwankungen in den Jahren 1950 bis 2017 in Bezug auf den Import und das Volkseinkommen aufweist. Die Anzahl das Beschäftigen in Deutschland weist weniger starke Schwankungen auf, wie in der Abbildung 14 zu erkennen ist. „In den Jahren 2008/2009 wurden in Deutschland zwei große Konjunkturprogramme aufgelegt, um die negativen Folgen der größten Rezession seit 1950 für die deutsche Wirtschaft einzugrenzen.“ (Potrafke,2015)

Abbildung 14: Population und Beschäftigte Deutschland

Abbildung 14

In Bezug auf die Beschäftigung scheinen die fiskalpolitischen Maßnahmen zu greifen, da die Anzahl der Beschäftigten steigt. Dies erfolgt zwar mit gewissen Schwankungen, dennoch ist ein Wachstum zu verzeichnen.

Daraus lässt sich schließen, dass die in Deutschland angewendeten fiskalpolitischen Maßnahmen weniger Erfolg zeigen, wie in Australien.

Denn hier steigen Importe und Anzahl der Beschäftigten und die Staatsverschuldung Australiens ist im Vergleich zu anderen Staaten gering. 

Abschließend ist zu sagen, dass Import einen entscheidenden Einfluss auf den Gütermarktmultiplikator hat. Steigen die Importe einer Volkswirtschaft an, verringert sich der Gütermarktmultiplikator. Ebenfalls sollten aber die Einflüsse von Produktion, Konsum und Export nicht vernachlässigt werden, denn auch die nehmen einen großen Einfluss auf den Gütermarktmultiplikator. Steigen Produktion, Konsum und/oder Export an, steigt auch der Gütermarktmultiplikator. Durch diese Erkenntnis können fiskalpolitische Maßnahmen abgeleitet und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Einzelaufgabe 4: Auslandsvermögen und Leistungsbilanz

In diesem Kapitel wird der Zusammenhang zwischen den kumulierten Saldo der Leistungsbilanz Deutschlands mit dem Nettoauslandsvermögensstatus Australiens untersucht. Es soll geklärt werden, wie stark die Korrelation zwischen diesen Größen ist und wie sich Abweichungen erklären lassen. Diese Ergebnisse werden dann mit denen der USA verglichen. Es wird darauf eingegangen, welche Unterschiede sich diesbezüglich ergeben und wie sich diese erklären lassen. Eine Leistungsbilanz besteht aus vier Elementen (Teilbilanzen)- der Handelsbilanz, der Dienstleistungsbilanz, dem Saldo der Primäreinkommen - oder Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen und dem Saldo der Sekundäreinkommen - oder Bilanz der laufenden Übertragungen, die auf staatliche Entscheidungen und nicht auf Marktentscheidungen zurückgehen (Vgl. Sauer 2020, 15).

Der Saldo der Leistungsbilanz stellt eine wichtige Kennziffer in der Volkswirtschaft dar und dient zur Bewertung der Leistungsfähigkeit dieser. Er ist die Summe der Salden aller Teilbilanzen. Ist der Leistungsbilanzsaldo größer null, liegt ein Leistungsbilanzüberschuss vor. Ist er kleiner null, liegt ein Leistungsbilanzdefizit vor. „Ein Leistungsbilanzdefizit deutet darauf hin, dass das betreffende Land mehr verbraucht als produziert, also Auslandsvermögen abbaut bzw. sich im Ausland verschuldet. Weist die Leistungsbilanz einen Überschuss aus, so bedeutet dies, dass das Land mehr produziert hat, als es selbst an eigenen und fremden Gütern nachfragt. Dieses Land wird Geldvermögen (Auslandsvermögen) bilden und mehr Deviseneinnahmen als -Ausgaben erzielen (bpb 2016).“

„Der Auslandsvermögensstatus erfasst zu einem bestimmten Termin den Bestandfinanzieller Forderungen und Verbindlichkeiten (Direkt- und Portfolioinvestitionen, Kredite und Devisenreserven) einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland. Die Änderungendes Vermögensstatus zwischen zwei Terminen werden hingegen in der Kapitalbilanz erfasst (Sauer 2020, 30).“

„Der Nettoauslandsvermögensstatus - Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten – zeigt an, ob eine Volkswirtschaft Netto-Schuldner oder -Gläubiger gegenüber dem Rest der Welt ist. Die mit den AVS-Beständen korrespondierenden Transaktionen weist die Kapitalbilanz als Teilbilanz der Zahlungsbilanz aus (Wiwiwiki 2019).“ Um den Zusammenhang zwischen den kumulierten Saldo der Leistungsbilanz mit dem Nettoauslandsvermögensstatus besser verdeutlichen zu können, wurden zwei verschiedene Grafiken zur Veranschaulichung erstellt. In Abbildung 15 sind der Nettoauslandsvermögensstatus Australiens und die kumulierten Leistungsbilanzen Deutschlands von 2000 bis 2018 dargestellt.

Abbildung 15: Auslandsvermögen Australien und Leistungsbilanz Deutschland

Abbildung 15

Der Korrelationskoeffizient der beiden Größen liegt bei -0,81. Dies bedeutet, dass ein stark negativer Zusammenhang zwischen den beiden Größen besteht. Ein negativer Zusammenhang liegt immer dann vor, wenn die Werte der einen Größe steigen und die der anderen Größe fallen. Dies ist hier der Fall. In der Grafik ist gut zu erkennen, dass der Graph des Auslandsvermögensstatus eine fallende Tendenz hat, wobei der Graph der kumulierten Leistungsbilanz eine steigende Tendenz aufweist.

Da die kumulierten Leistungsbilanzen Deutschlands seit 2003 über null liegen, hat dieses Land einen Leistungsbilanzüberschuss. Dies bedeutet, dass Deutschland mehr produziert hat, als es selbst an eigenen und fremden Gütern nachfragt. Folglich kann Deutschland Auslandsvermögen bilden und mehr Deviseneinnahmen als -Ausgaben erzielen. Das Gegenteil liegt bei Australien vor. Australien hat sich über den Zeitraum hinweg immer mehr im Ausland verschuldet, was bedeutet, dass Australien mehr verbraucht als es produziert und somit einen Leistungsbilanzdefizit aufweist. So lässt sich der negative Zusammenhang der beiden Graphen erklären.

Abbildung 16: Auslandsvermögen und Leistungsbilanz USA

Abbildung 16

In Abbildung 16 sind der Nettoauslandsvermögensstatus und die kumulierten Leistungsbilanzen der USA von 2000 bis 2018 dargestellt. Der Korrelationskoeffizient der beiden Größen liegt hier bei 0,85. Dies bedeutet, dass ein stark positiver Zusammenhang zwischen den beiden Größen besteht. Von einem positiven Zusammenhang wird immer dann gesprochen, wenn die eine Variable fällt und die andere auch oder beide Variablen steigen. Dies ist hier der Fall. In Abbildung 16 in dem Anhang ist gut zu erkennen, dass der Graph des Auslandsvermögensstatus eine fallende Tendenz hat und der Graph der kumulierten Leistungsbilanz ebenfalls.

Dies ist wie folgt zu erklären: Da die kumulierten Leistungsbilanzen der USA immer unter null liegen, hat dieses Land ein Leistungsbilanzdefizit. Dies bedeutet, dass die USA mehr verbrauchen als sie produzieren. Somit verschulden sie sich im Ausland, was dann im fallenden Graphen des Nettoauslandsvermögensstatus zu sehen ist. Die Situation der USA lässt sich somit mit der von Australien vergleichen. Hier liegen gleiche Verhältnisse vor.

Zu unterscheiden ist allerdings, dass in der ersten Grafik der Nettoauslandsvermögensstatus mit den kumulierten Leistungsbilanzen eines anderen Landes verglichen wurde. Bei diesem Vergleich kann ein negativer, aber auch ein positiver Zusammenhang bestehen. In diesem Fall liegt ein negativer Zusammenhang vor. Vergleicht man jedoch den Nettoauslandsvermögensstatus mit den kumulierten Leistungsbilanzen eines Landes, ist der Zusammenhang immer positiv, weil die beiden Variablen in einer Abhängigkeit zueinanderstehen. Denn wenn ein Leistungsbilanzdefizit vorliegt, folgt immer eine Verschuldung im Ausland. Somit fallen beide Variablen. Liegt ein Leistungsbilanzüberschuss vor, folgt immer ein Aufbau von Auslandsvermögen und somit steigen beide Variablen.

Abschließend ist zu sagen, dass es sich bewährt hat, zuerst die Fachbegriffe zu definieren und Grafiken zur Veranschaulichung zu erstellen. Denn somit ist der Zusammenhang zwischen dem kumulierten Saldo der Leistungsbilanz mit dem Nettoauslandsvermögensstatus gut zum Ausdruck gekommen. Durch die Bestimmung des Korrelationskoeffizienten und den Vergleich mit den Daten der USA konnte die Fragestellung beantwortet werden. Außerdem ist deutlich geworden, dass sich mithilfe der Größen der kumulierten Leistungsbilanzen und des Nettoauslandsvermögensstatus die Leistungsfähigkeit eines Landes gut beurteilen und einschätzen lässt.

Einzelaufgabe 5: Auslandsvermögen und Vermögenseinkommen

Im folgenden Kapitel werden der Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Auslandsvermögensstatus und dem Saldo der Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen des Untersuchungslandes Australien betrachtet. Weiterhin wird die Netto-Rendite von Direktinvestitionen von Australien und Deutschland miteinander verglichen. Der Auslandsvermögensstatus ist der Wert aus der Zusammensetzung von finanziellen Vermögenswerten Gebietsansässiger eines Wirtschaftsgebietes und deren Forderungen gegenüber Gebietsfremden zum einen sowie die Verbindlichkeiten der Gebietsansässigen eines Wirtschaftsgebietes gegenüber Gebietsfremden zum anderen. Das heißt der Auslandsvermögensstatus bildet die finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland ab. Der Auslandsvermögensstatus wird zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst und enthält Daten über Bestände an Direktinvestitionen (Vgl. EU ODP, 2020).

Das Vermögenseinkommen ist das Einkommen einer Volkswirtschaft aus der zeitweisen Überlassung finanzieller Vermögensteile, wie zum Beispiel empfangene Zinsen, Dividenden und ähnliche Ausschüttungen von Unternehmen (Vgl. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 2020)

Direktinvestitionen sind getätigte Investitionen in einer fremden Volkswirtschaft, in der Regel mit der Absicht, ausländische Tochtergesellschaften oder Zweigniederlassungen zu gründen, Unternehmenserwerbe oder Unternehmensbeteiligungen (Vgl. Gramlich, L., P. Guchowski, A. Horsch, K. Schäfer, und G. Waschbusch, 2020).

Es gibt drei Faktoren, durch die Internationale Direktinvestitionen erklärt werden können. Erstens ist die Wirksamkeit des investierten Kapitals daran gebunden, dass der Investor einen organisatorischen bzw. Know-how Vorteil besitzen muss. Zweitens muss die fremde Volkswirtschaft einen örtlichen Vorteil aufweisen. Drittens muss der Nutzen, des aus dem erstens genannten organisatorischen Vorteil, darin liegen, dass dieser über firmeninterne Kontrolle zum Einsatz gebracht wird, anstelle von Markttransaktionen (Vgl. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 2020).

Abbildung 17: Netto-Auslandsvermögen in Form von Direkt- und Portfolioinvestitionen

Abbildung 17

Wie man an der Grafik erkennt entwickeln sich die Werte von 2000 bis 2018 positiv. Zu erkennen ist, dass im Jahr 2000 die Direktinvestitionen mit circa 100.000 Millionen US-Dollar den höchsten Wert im Vergleich zu den Wertpapieranlagen und übrigen Kapitalanlagen ausgemacht hat. Die Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen haben sich bis zum Jahr 2010 parallel zueinander entwickelt und waren ab dem Jahr 2007 sogar nahezu identisch. Ab dem Jahr 2010 sind jedoch die Wertpapieranlagen rasant anstiegen und erreichten 2017 ihren Höchstwert mit ca. 800.000 Millionen US-Dollar. Die Direktinvestitionen blieben mit leichten Steigungen und Schwankungen bis zum Jahr 2018 relativ konstant. Sie erreichten einen Wert von knapp über 500.000 Millionen US-Dollar. Bei den Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen ist der starke Abfall im Jahr 2007 zu 2008 zu erkennen, was durch die Weltfinanzkrise zu erklären ist. Die übrigen Kapitalanlagen machen den kleinsten Teil aus. Sie entwickelten sich geradlinig immer mit einer leichten Steigung und erreichten im Jahr 2018 einen Wert von circa 300.000 Millionen US-Dollar.

Abbildung 18: Vermögen aus Direktinvestitionen im Ausland

Abbildung 18

Wie man an der Grafik erkennen kann, entwickeln sich die Direktinvestitionen und das Einkommen aus der Direktinvestitionen sehr unterschiedlich. Die Direktinvestitionen steigen stetig, mit Ausnahme von kurzfristigen geringen Schwankungen, an. Im Jahr 2000 liegt der Wert bei knapp unter 100.000 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2018 liegt der Wert bei circa 550.000 Millionen US-Dollar. Die Direktinvestitionen sind demnach im Verlauf der Zeit angestiegen und haben sich mehr als verfünffacht. Im Jahr 2007 bis 2008 sind die Werte rasant gefallen, was sich aufgrund der Weltfinanzkrise erklären lässt. Nach dem Jahr 2008 sind sie aber schnell wieder gestiegen. Das Einkommen aus Direktinvestitionen verhält sich hingegen nahezu konstant in den Jahren 2000 bis 2018. Nur im Jahr 2009 fallen die Werte schwach ab, was aber kein erhebliches Ausmaß hat. Die Berechnung der Korrelation des Auslandsvermögensstatus und dem Saldo der Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen von Australien beträgt 0,79.

Das bedeutet es besteht ein starker, positiver linearer Zusammenhang. Demnach entwickeln sich die Werte, mit kleinen Abweichungen, fast parallel zueinander. Der Zusammenhang lässt sich damit erklären, dass der Auslandsvermögensstatus je höher ist, desto höher die Forderungen gegenüber den Verbindlichkeiten im Ausland sind. Die Direktinvestitionen sind ein Bestandteil des Auslandsvermögensstatus. Wenn die Direktinvestitionen sinken, sinkt der Auslandsvermögensstatus und wenn die Direktinvestitionen steigen, steigt der Auslandsvermögensstatus. Der Auslandsvermögensstatus ergibt sich, unter anderem, in Abhängigkeit von den Direktinvestitionen.

Eine Nettorendite ist der Gewinn einer Investition, der sich nach Abzug aller dadurch verursachten Steuern und Kosten ergibt. Die Investition war sinnvoll, wenn die Netto-Rendite im positiven Bereich über null ist. Hingegen hat sich die Investition nicht gelohnt, wenn der Wert der Netto-Rendite unter null, also im negativen Bereich ist (Verivox, 2020).

Abbildung 19: Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen

Abbildung 19

Wie man an der Abbildung erkennt unterscheiden sich die Netto-Rendite von Deutschland und Australien dahingehend, dass Australien in den Jahren 2000 bis 2018 immer eine höhere Netto-Rendite als Deutschland hat. Betrachtet man nur die Entwicklung von Jahr zu Jahr, sind sich die Länder, mit Ausnahme des Jahres 2008, relativ ähnlich. Australien startet im Jahr 2000 mit einer Netto-Rendite von 8 %. Welche im Jahr 2018 auch 8 % ist. Ihren Höhepunkt erreicht sie im Jahr 2008 mit 13 %, was zeigt, dass Australien von der Weltfinanzkrise profitiert hat. Die schnelle Steigung hat aber auch einen starken Abfall auf 7 % direkt im Jahr 2009 zur Folge. Den Tiefpunkt erreicht die Netto-Rendite in Australien im Jahr 2015 mit circa 5 %. Australiens durchschnittliche Netto-Rendite beträgt 8 %.

Deutschlands Netto-Rendite beginnt im Jahr 2000 mit 3 %. Ihren Tiefpunkt erreicht sie im Jahr 2001 mit 1 %. Bis zum Jahr 2007 steigt sie auf knapp über 6 % an. Im Jahr 2008 sinkt die Netto-Rendite von Deutschland, im Gegenzug zu Australien, auf 3 %. Das bedeutet, Deutschland leidet unter der Weltfinanzkrise. Danach steigen die Werte der Netto-Rendite wieder an, bis sie im Jahr 2011 den Höchstwert von circa 7 % erreicht. Vom Jahr 2012 bis 2018 bleiben die Werte relativ konstant bei 5 %. Die durchschnittliche Netto-Rendite von Deutschland beträgt 5 %.

Demnach kann man festhalten, dass die Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen von Australien größer ist, als die von Deutschland. Internationale Direktinvestitionen lohnen sich dementsprechend mehr für Australien im Vergleich zu Deutschland.

Einzelaufgabe 6: Finanzkrisen im globalen Kontext

„Nicht alle Eier in einen Korb legen.“ Das Investitionsmotto von Buffett wird allmählich zu einer Investmentphilosophie, die von Investoren verschiedener Klassen geteilt wird. Wegen der niedrigen Zinssätze ist die rasche Akkumulation von Reichtum durch einen einzigen Investitionskanal nicht nachhaltig. Mit der Vertiefung des Konzepts der globalen Wirtschaftsintegration haben immer mehr Investoren begannen, sich auf die Verteilung und Gestaltung globaler Vermögenszuweisungen zu konzentrieren und ausländische Investitionen zu erhöhen, die nicht nur das Risiko von Investitionen in einer einheitlichen Währung zerstreuen, sondern auch das Risiko von Investitionen in einer einheitlichen Währung erhöhen können.

Abbildung 20: Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zum BIP USA

Abbildung 20

Unter Netto-Auslandsvermögen versteht man den Saldo zwischen Auslandsaktiva und Auslandspassiva. Folgende Besonderheiten sind mir dabei aufgefallen . Seit 1990 ist die Netto-Auslandsvermögen immer negative geworden. Vor 2007 hat die Bilanzsumme von dem Auslandsvermögen allgemein vermehrt, allerdings, gab es eine Ausnahme zwischen 2000 und 2003, damals war nicht nur die Aktiva auch die Passiva plötzlich nach unten gegangen. Nach 2007 hat die Bilanzsumme ständig geschwankt, entstanden ab und zu die Rückgänge, und besonders auffällig ist, dass die Netto-Auslandsvermögen zwischen 2007-2009 wesentlich gesunken war. Danach hat sie in den letzten Jahren beschleunigt verringert, das heißt, ist die Passiva immer mehr größer als die Aktiva, nämlich hat der Staat beim internationalen Handel mehr geschuldet.

Die Besonderheiten sollten auf folgende Ereignisse zurückgeführt werden. Für eine lange Zeit, die USA hat die extreme Expansion der ausländischen yuan Vermögenswerte durch drei Möglichkeiten stimuliert: ermöglicht ausländischen Gläubigern, um U S-Staatsanleihen zu absorbieren, die Unterstützung des Beinahe Zusammenbruch US-Immobilienmarkt mit ausländischen Kapitalzufuhr, Schaffung ausländischer Finanzblasen, und exportieren riesige Mengen von US-Dollar. Das durchschnittliche Verhältnis von Auslandsvermögen zum BIP für Industrieländer hat sich stattdessen seit dem Rückgang des Ölpreises in den Jahren 1985 bis 1986 verbessert. ( Philip R. Lane , Gian Maria Milesi-Ferretti, 2001)

Der plötzliche Rückgang zwischen 2007 und 2009 wird sich meistens auf die globale Finanzkrise von 2007-2009, bzw. Subprime-Krise zurückgeführt. Offensichtlich entstand  die Finanzkrise  im  direkten Zusammenhang  mit  einer zentralen  Innovation  der  Finanzialisierung:  durch die  Transformation  von konventionellen,  durch  einen greif baren Gegenwert gesicherten Hypotheken, in anonymisierte, verbriefte Finanzprodukte. Unser Ansatzpunkt ist allerdings weniger der unmittelbare Ausbruch der Subprime-Krise, sondern vielmehr der Versuch, jene Elemente der Finanzialisierung herauszuarbeiten, welche die Krise ermöglicht und schließlich intensiviert haben. Dies Finanzkriese hat beispielsweise dazu geführt, dass viele der neuen Immobilienbesitzer inzwischen  hoch  verschuldet sind  und ihre Immobilien verloren haben, was die Fragilität des mit der Finanzialisierung einhergehenden Nachfrageschubs verdeutlicht. (Heires M., Nölke A. 2011) Schließlich verursachte den schlimmsten wirtschaftlichen Einbruch der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei verlor der Staat massive Haushalte, und auf diesem Grund waren wesentliche Auslandsinvestition und Auslandsverschulden entfallen.

Jetzt ist es zu schließen. Die globale Finanzkrise von 2008/2009 zerstörte nachhaltig den Mythos der Effizienz und Selbstregulierungsfähigkeit der Finanzmärkte. Die Bedingungen der Unternehmensfinanzierung außerhalb des Finanzsektors verschlechterte sie drastisch. Produktion und Beschäftigung brachen ein. (wiwiwiki.net, 2020)

Die Ergebnisse zeigen noch eine im Allgemeinen positive Beziehung zwischen Netto-ausländischen Vermögenswerten und Bruttoinlandsprodukt. Die NFA sind mit länderspezifischen Merkmalen wie dem Entwicklungsstand, der Größe und der Öffnung für den Handel verbunden. Die Hypothese sieht beispielsweise eine positive Beziehung zwischen dem Entwicklungsstand und dem NFA (Eichengreen, 1991) vor: Da sich ein Land von der Kapitalknappheit bis hin zur Kapitalknappheit bewegt, entwickelt es sich vom Status eines Nettoschuldners zu einem Nettogläubiger .Der Entwicklungsstand könnte auch die Zusammensetzung von NFA beeinflussen. Insbesondere kann das Eigenkapital im Vergleich zum BIP pro Kopf steigen. (Philip R. Lane, Gian Maria Milesi-Ferretti, 2001).

Abbildung 21: Auslandsvermögen netto zu BIP Australien

Abbildung 21

Aus der Abbildung ist folgendes zu erkennen, dass die Netto-Auslandsvermögen von Australien immer negative ist und leicht geschwankt hat. Im Jahr 2007 war die Bilanzsumme stark nach unten gegangen, im Jahr 2008 erreichte den Tiefstand, nach 2008 ist die Aktiva und Passive wieder gestiegen. Allerdings ist aber ein rückgängiger Trend in letzten Jahren zu sehen gewesen.

Übrigens, ist eine Phänomen noch merkwürdig, dass beim Netto-Auslandsvermögen in 2008 eine Höchstpunkt und in 2009 ein Tiefpunkt entstanden. Es reagierte auf die Rezession ein Jahr später als die Aktiva und Passiva sowie die Bilanzsumme. Das heißt, war die Differenz diesen beiden Seiten zwischen 2007 und 2008 im Vergleich zu anderen Jahren verkleinert.

Australien mit seinem stabilen politischen und wirtschaftlichen System galt seit jeher als eines der am wenigsten betroffenen westlichen entwickelten Länder der Welt durch die Finanzkrise. Die starke und stabile Entwicklung der Finanz- und Mineralindustrie macht Australien zu den ersten drei dynamischsten Volkswirtschaften der Welt. Australien mit seinem stabilen politischen und wirtschaftlichen System galt seit jeher als eines der am wenigsten betroffenen westlichen entwickelten Länder der Welt durch die Finanzkrise. Die starke und stabile Entwicklung der Finanz- und Mineralindustrie macht Australien zu den ersten drei dynamischsten Volkswirtschaften der Welt. Insgesamt kann das stetige Wirtschaftswachstum Australiens China s ergänzen. In 2015 war die Wachstumsrate des BIP in Australien etwa 2,5%. (IMF,2019)

Zusammenfassend lässt sich sagen. Das Auslandsvermögen wird schwer von der Konjunktur beeinflusst. Falls der ökonomische Umweltzustand schlecht geht, beispielsweise die Finanzkrise auftritt oder eine Rezession auftaucht, wird dann ein Schock einer Volkswirtschaft ebenso vorkommen, logischerweise verringert das Auslandsvermögen eines Staates selbstverständlich. 

Und zwar könnte noch die Öffnungsniveau eines Landes auch als einen Faktor, die über mehrere Kanäle auf die Summe und auf die Zusammensetzung der externen Verbindlichkeiten beeinflussen. Je höher die die Öffnungsniveau eines Landes ist, desto enger ist das Land mit Außenhandel verbunden. Das heißt, wenn eine internationale Finanzkrise rankommt, wird dieses Land davon mehr beschädigt. Ein offeneres Land kann ein besseres Kreditrisiko darstellen kann und daher mehr Kredite aufnehmen, besitzt es deswegen hohe Passiva auf IIP (The International Investment Position). Auf diesem Grund hat es mehr Zahlungsausfallsrisiko beim internationalen Handel.

Außerdem könnte die wirtschaftliche Größe eines Landes (BIP insgesamt) auch eine große Rolle spielen. Hierbei gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen Auslandsvermögen (bzw. Aktiva, Passiva) und BIP.

Schließlich ist die Finanzkrise eigentlich ein Systemversagen. Der internationale Finanzmarkt, insbesondere der Kapitalmarkt, haben sehr große Risiken. Der Staat soll das Bewusstsein für die Risikoprävention stärken, und das Regulierungssystem einführen und verbessern. Das Öffnungsniveau des Finanzmarktes sollte mit dem Entwicklungsstand des Inlandsmarktes und der Überwachungsfähigkeit der Regierung entsprechen.

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gross domestic product 4

Abbildung 2: Produktionslücken von Australien, Deutschland und den USA im Vergleich 5

Abbildung 3: Inflation in Deutschland 7

Abbildung 4: Arbeitslosenquote in Prozent 8

Abbildung 5: Total Investment 9

Abbildung 6: Leistungsbilanz, Ersparnis und Investitionen 14

Abbildung 7: Bestandteile der Leistungsbilanz Australiens 15

Abbildung 8: Beitrag der Primäreinkommen zum Bruttonationaleinkommen 17

Abbildung 9 Vergleich der Nachfragefunktionen 19

Abbildung 10: Volkseinkommen und Importmultiplikator 24

Abbildung 11: Import 25

Abbildung 12: Population und Beschäftigte Australiens 26

Abbildung 13: Importe, Volkseinkommen und Gütermarktmultiplikator 27

Abbildung 14: Population und Beschäftigte Deutschland 28

Abbildung 15: Auslandsvermögen Australien und Leistungsbilanz Deutschland 30

Abbildung 16: Auslandsvermögen und Leistungsbilanz USA 31

Abbildung 17: Netto-Auslandsvermögen in Form von Direkt- und Portfolioinvestitionen 34

Abbildung 18: Vermögen aus Direktinvestitionen im Ausland 35

Abbildung 19: Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen 36

Abbildung 20: Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zum BIP USA 38

Abbildung 21: Auslandsvermögen netto zu BIP Australien 41