Internationale Wirtschaftsbeziehungen Indiens 2020

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Die folgende Untersuchung bezieht sich auf die Entwicklung im Untersuchungsland im 21. Jahrhundert, also auf den Zeitraum seit 2001 bis heute.

Der offenbarte komparative Vorteil

Als Einstieg in das Länderdossier wird sich mit dem offenbarten komparativen Vorteil auseinandergesetzt. In diesem Kapitel gilt es herauszufinden, wie sich der komparative Vorteil der umsatzstärksten Gütergruppen Indiens entwickelt hat. Dabei wird der Zeitraum von 2001 bis 2019 genauer betrachtet.

Abbildung 1.1 Die sechs umsatzstärksten Gütergruppen Indiens nach Außenhandelsumsatz im Jahr 2019, TUSD

Unter dem Begriff offenbarter komparativer Vorteil, oder kurz RCA, versteht man die Tatsache, dass ein Land bei der Produktion von einem Gut geringere Opportunitätskosten hat als andere Länder. Die Opportunitätskosten sind in diesem Fall die potenziellen Güter auf deren Produktion das Land verzichten muss (Krugman u. Obstfeld u. Melitz 2019, 60).

Um den RCA zu berechnen, ermittelt man zunächst die Ein- und Ausfuhrumsätze der wichtigsten Gütergruppen mithilfe der ITC Trade Map Datenbank. In Abbildung 1.1 sind die sechs umsatzstärksten Produktgruppen dargestellt. Diese Gruppen weisen die größten Außenhandelsumsätze auf.

Abbildung 1.2 Offenbarter komparativer Vorteil der sechs umsatzstärksten Warengruppen nach HS2 von 2001 bis 2019

Mit diesen Daten wird nun der komparative Vorteil nach der Berechnungsmethode von Siebert ermittelt. Die Formel dazu lautet: . Wobei G der Warengruppen-Außenhandelskoeffizient und A der Nationale-Außenhandelskoeffizient ist.

Im weiteren Verlauf des Kapitels wird der komparative Vorteil der vier umsatzstärksten Gütergruppen genauer analysiert, indem jeweils die drei umsatzstärksten Produktgruppen aus HS4-Ebene und von denen jeweils die umsatzstärkste Gruppe auf HS6-Ebene untersucht wird. In Abbildung 1.2 wird die Entwicklung des offenbarten komparativen Vorteils der umsatzstärksten Gütergruppen auf HS2-Ebene dargestellt.

Zu erkennen ist, dass nur die Gütergruppe der Zugmaschinen und Krafträder dauerhaft einen stabilen komparativen Vorteil hat. Die anderen Gruppen weisen einen komparativen Nachteil oder nur einen schwachen Vorteil auf. Außerdem stagnieren die Werte über die Jahre hinweg und verändern sich nur schwach. Negative Werte bedeuten komparative Spezialisierungsnachteile.

Abbildung 1.3 Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten mineralischen Brennstoffe, Mineralöle und Erzeugnisse ihrer Destillation, bituminöse Stoffe, Mineralwachse sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse

Die wichtigste Gütergruppe, also die mit den größten Außenhandelsumsatz sind die mineralischen Brennstoffe, Mineralöle, bituminöse Stoffe und Mineralwachse. Auf HS2-Ebene ist im Verlauf des Zeitraums zwischen 2001 bis 2019 kein komparativer Vorteil festzustellen. Die Werte liegen alle im Minusbereich. In Abbildung 1.3 sind die wichtigsten vier- und sechsstelligen Produktgruppen abgebildet. Betrachtet man die Gütergruppen auf HS4-Ebene sind die Erdöle einschließlich Rohöl, Erdöl ausgenommen roher Öle und Steinkohle die wichtigsten Gütergruppen. Wobei nur die Gruppe Erdöl ausgenommen Rohöl einen komparativen Vorteil aufweist. Das heißt bei der Produktion sind die Opportunitätskosten geringer und die eigene Herstellung lohnt sich mehr als bei anderen Ländern. Zusätzlich würde es sich anbieten, diese Gütergruppe vermehrt zu exportieren. In Indien ist das bereits der Fall. Dieser Vorteil besteht ebenso für die der HS6-Ebene angehörigen mittelschweren und Schweröle.

Abbildung 1.4 Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse Perlen, Edelsteine sowie deren Umsatzstärksten Erzeugnisse

Für die Erdöle eingeschlossen Rohöle und Steinkohle, besteht kein komparativer Vorteil. Demzufolge werden diese Güter tendenziell mehr importiert als exportiert. Für diese beiden Produktgruppen sind die Werte der HS6-Ebene nahezu identisch mit denen der HS4-Ebene. Das bedeutet, dass es für diese Gruppen keine weiteren Güter-Spezifikationen und dementsprechend keine weiteren Daten gibt.

Die nächst stärkste Gütergruppe ist die Gruppe der Erzeugnisse echter Perlen oder Zuchtperlen, Edelsteine oder Schmucksteine, Edelmetalle, Edelmetallplattierungen, Fantasieschmuck und Münzen. Die Entwicklung des komparativen Vorteils wird in Abbildung 1.4 dargestellt. Als erstes fällt daran auf, dass alle Güter bis auf Gold und dessen Rohform über die Jahre hinweg stets einen komparativen Vorteil aufweisen. Das Gut Gold jedoch einen komparativen Nachteil. Das ist mit dem Goldhunger in Indien zu begründen. Es wird so viel Gold importiert, dass es seit 2010 sogar mehr als 10% der gesamten Importe ausmachte. Jedoch wurde wenig davon in die Schmuckindustrie gesteckt und wieder exportiert. Mit Zöllen und anderen Zwangsmittel versucht das Land derzeit den indischen Goldhunger zu regulieren (Andreßen 2020).

Indien hat einen großen Spezialisierungsvorteil, wenn es um Diamanten geht. Das beweist der komparative Vorteil. Über 90 Prozent aller heute gehandelten Rohdiamanten werden nach Indien gebracht und wieder exportiert. Das Besondere ist, dass das Schleifen der Diamanten nur in einer Stadt namens Surat passiert (Putz 2015).

Abbildung 1.5 Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse der Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, Apparate und mechanische Geräte, Teile davon sowie deren umsatzstärkste Erzeugnisse

Schmuckwaren zeigen ebenfalls einen komparativen Vorteil auf, weil, die eigene Produktion geringere Opportunitätskosten hat und somit diese Gütergruppe besser für den Export geeignet ist. Für beide Produktgruppen des Gutes Schmuck sind die Werte der HS6-Ebene identisch mit denen der HS4-Ebene. Es sind für diese Gruppen keine weiteren Güter-Spezifikationen vorhanden und somit auch keine weiteren Daten.

Die dritt umsatzstärkste Gütergruppe sind die Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, Apparate und Mechanische Geräte. Nach Abbildung 1.2 befindet sich der RCA-Index nach HS2 die gesamten Jahre im negativen Bereich, wobei eine kleine Steigung zu erkennen ist. Das heißt die Opportunitätskosten werden immer geringer und voraussichtlich wird es sich in den nächsten Jahren für Indien lohnen die Produkte selbst herzustellen.

Die Entwicklung der vier- und sechsstelligen Produktgruppen sind in Abbildung 1.5 dargestellt. Dabei ist zu sehen, dass die Turbo-Strahltriebwerke nach HS4 bis 2017 einen offenbarten komparativen Nachteil haben. Danach nutzen sie ihren Vorteil und produzieren günstiger als andere Länder und exportieren dementsprechend mehr. Zudem ist auffällig, dass diese Gruppe auf HS6-Ebene 2003 und 2004 einen großen Sprung macht und kurzfristig einen hohen komparativen Vorteil hat. Dabei sind die Ein- und Ausfuhren in diesen Jahren sehr gering.

Abbildung 1.6 Offenbarter komparativer Vorteil elektrischer Maschinen, Apparate, Geräte und andere elektronische Waren, Teile davon, Tonaufnahme- oder Tonwiedergabegeräte, etc. sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse

Sowohl die auf HS4-Ebene gehörenden automatischen Datenverarbeitungsmaschinen als auch die auf HS6-Ebene gehörenden tragbaren automatischen Datenverarbeitungs-maschinen haben einen negativen RCA-Index und folglich auch einen komparativen Nachteil. Ein Grund dafür ist, dass Indien noch zu den Schwellenländern gehört und nicht die erforderlichen Kenntnisse und Ressourcen besitzen, selbst solche Datenverarbeitungsmaschinen kostengünstig herzustellen. Für die Armaturen, Dampfkessel und Sammelbehälter schwankt der Wert um null. Und das sowohl auf HS4 als auch auf HS6-Ebene. Demnach wurde von diesen Gütern ungefähr gleich viel importiert und exportiert.

Die letzte Gütergruppe, die genauer analysiert wird sind die Erzeugnisse Elektrischer Maschinen, Apparate, Geräte und andere elektrotechnische Waren, Tonaufnahme- oder Tonwiedergabegeräte. Das dazugehörige Diagramm ist die Abbildung 1.6. Hier ist definitiv ein steigender Trend zu erkennen. Indien ist immer mehr auf dem Weg zum Industrieland. In der Abbildung wird deutlich, dass über die Jahre der RCA-Index dieser Güter immer wieder angestiegen ist. Aktuell befinden sich fast alle Gütergruppen, außer die Transformatoren und die Stromrichter im negativen Bereich. Im Jahr 2017/18 kann man eine Steigung der elektrischen Transformatoren und auch dessen Spezifikation auf HS6 Ebene, sowie für die Fernsprechapparate erkennen. Die Wirtschaftsreformen der neu gebildeten Regierung im Jahr 2014, die das Land im Industriesektor vorantreiben sollen, scheinen sich bezahlt zu machen (Hundt 2018). Auffällig sind auch die Verläufe der Gütergruppen der Schaltungen nach HS4 und HS6 Spezifizierung. Die Produktgruppe nach HS6 Niveau fällt ab 2008 stark in einen komparativen Nachteil, herab auf das Niveau der HS4 Ebene und verläuft danach identisch mit dieser. Hier kann man natürlich die Finanzkrise dafür verantwortlich machen, welche die Wirtschaft negativ beeinträchtigte und einen zukünftigen komparativen Vorteil verhindert hat.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Indiens umsatzstärkste Gütergruppen nur selten einen komparativen Vorteil aufweisen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Indien nur noch die Produkte herstellt, bei denen es einen Vorteil hat. Denn letztendlich bestimmt der Markt, also das Angebot und die Nachfrage, die internationale Produktion und den Handel (Krugman u. Obstfeld u. Melitz 2019, 60).

Kapitalintensität und Vorleistungstiefe

Der Grubel-Lloyd-Index, der das Hauptaugenmerk dieser Aufgabe war, befasst sich mit dem internationalen Handel. Berechnet wird der GLI, indem man zunächst den Quotienten des Betrages des Handelsbilanzsaldos durch den Handelsbilanzumsatz bildet. Anschließend wird dieser Wert von eins subtrahiert und man erhält den GLI, der zwischen null und eins liegt. Für den Extremfall, dass der GLI null beträgt, liegt interindustrieller Handel vor. Für den Extremfall, dass der GLI eins beträgt, liegt intraindustrieller Handel vor (Bleuel 2017). Interindustrieller Handel bezeichnet den internationalen Austausch von Waren verschiedener Produktionssektoren (zum Beispiel Industriegüter gegen Rohstoffe). Intraindustrieller Handel bezeichnet den internationalen Austausch von Waren derselben Produktionssektoren (zum Beispiel Industriegüter gegen Industriegüter) (Stoyanova Pietscher 2001).

Abbildung 3.1 Intra-Industrieller Handel Indiens gemessen am Grubel-Lloyd-Index

Der GLI bei der Gütergruppe HS87 wird in der Abbildung 3.1 (Intra-Industrieller Handel Indiens gemessen am Grubel-Lloyd-Index) für die Jahre 2001 bis 2019 berechnet. Die Basis der Berechnung bilden die in der Grafik aufgelisteten Gütergruppen.

Der GLI für „Zugmaschinen, Kraftwagen, Krafträder, Fahrräder und andere nicht schienengebundene Landfahrzeuge, Teile davon und Zubehör (HS2)“ beträgt im Jahr 2001 0,44 und steigt bis zum Jahr 2019 leicht auf 0,47 an. Obwohl der GLI in dieser Zeitspanne leichten Schwankungen unterliegt, ist er annähernd konstant geblieben. Das bedeutet, dass der intraindustrielle Handel für diese Gütergruppe gleichgeblieben ist. Grund hierfür ist das gleichbleibende Verhältnis zwischen Export und Import dieser Gütergruppe. Es liegt somit intraindustrieller Handel, sowie interindustrieller Handel vor.

Der GLI für „Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705 (HS4)“ beträgt im Jahr 2001 0,79 und steigt mit leichten Schwankungen bis 2017 auf 0,98. In dem Zeitraum bis 2019 sinkt der GLI anschließend leicht auf 0,90 ab. Daraus lässt sich herleiten, dass der intraindustrielle Handel für diese Gütergruppe bis zum Jahr 2017 zunimmt und in den folgenden zwei Jahren leicht absinkt. Der Grund für den Anstieg liegt in einer annähernd gleichen Höhe der Importe und Exporte, wohingegen die Senkung

ab 2017 auf ein stärkeres Wachstum der Importe im Vergleich zu den Exporten zurückzuführen ist. Somit liegt für den Betrachtungszeitraum in Indien primär ein intraindustrieller Handel vor, der in den letzten zwei Jahren allerdings abgeschwächt wurde.

Der GLI für „Andere Teile und Zubehör, für die industrielle Montage, v. Einachsschleppern d. Pos. 8701, KFZ d. Pos. 8703 u. 8704 m. Dieselmot. u. Hubr. 2500 cm³ od. wen. od. m. Kolbenverbrennungsmot. Hubr. 2800 cm³, od. wen. u. KFZ d. Pos. 8705 (HS6)“ beträgt im Jahr 2001 0,88 und sinkt bis 2019 mit leichten Schwankungen auf 0,71. Das bedeutet, dass der intraindustrielle Handel für diese Gütergruppe abnimmt. Ausschlaggebend hierfür ist das stärkere Wachstum bei Importen im Vergleich zu den Exporten. Gesamtüberblickend liegt für diese Gütergruppe primär ein intraindustrieller Handel vor, welcher über den Betrachtungszeitraum allerdings rückgängig ist.

Die Höhe der Schwankungen innerhalb der Gütergruppen vom Jahr 2008 bis 2009 lassen sich durch die Wirtschaftskrise 2007 erklären. Betroffen waren nicht nur die westlichen Industrieländer, sondern auch viele Schwellen- und Entwicklungsländer. Durch die globale Verknüpfung der Volkswirtschaften wirkten sich die Folgen direkt und indirekt auf Indien und deren Handelspartner aus, was einen Rückgang der Importe und Exporte zur Folge hatte (Amann 2008).

Bei der Gütergruppe „Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705 (HS4)“ lässt sich die Produktdifferenzierung gut erkennen. Es wird fast so viel exportiert wie importiert. Bei den exportierten bzw. importierten Waren muss es sich also jeweils um verschiedene Varianten handeln, für die im jeweiligen Land eine Nachfrage besteht, da es sich sonst nicht lohnen würde „Teile und Zubehör für Kraftfahrzeuge der Positionen 8701 bis 8705 (HS4)“ herzustellen und zu exportieren und gleichzeitig die gleiche Gütergruppe auch zu importieren. Dies ist ein Merkmal der Produktdifferenzierung (Markgraf u. Weerth 2018). Die Produktdifferenzierung führt somit zu intraindustriellem Handel zwischen Indien und seinen Handelspartnern.

Der komparative Vorteil besteht, wenn ein Land gegenüber der Konkurrenz fähig ist, ein bestimmtes Gut zu geringen Alternativkosten (Opportunitätskosten) zu produzieren (Krugman u. Obstfeld u. Melitz 2019, 60). Somit liegt bei intraindustriellem Handel (GLI=1) kein komparativer Vorteil der Länder vor. Die Produkte werden demnach nicht eingeführt, weil im Ausland die Opportunitätskosten geringer sind, sondern weil durch die differenzierten Produkte ein größerer Wettbewerb herrscht und dieser somit zu geringeren Preisen führt (van Marrewijk 2020). Hierin liegt der Wohlfahrtsgewinn bei intraindustriellem Handel und auch dass durch eine größere Produktvielfalt (durch Produktdifferenzierung) speziellere Bedürfnisse der Kunden gedeckt werden können (Schlegel 1978).

Bei den untersuchten Gütergruppen auf den Ebenen HS4 und HS6 beläuft sich der GLI auf einen Bereich von 0,7 bis 0,9, da durch die Differenzierung ein größerer Wettbewerb zwischen Indien und seinen Handelspartnern herrscht und dies zu geringeren Preisen und kleinerem komparativen Vorteil führt. Bei der untersuchten Gütergruppe auf HS2-Ebene ist der GLI nahe an 0,5. Somit findet hier das genaue Gegenteil von den eben beschrieben Effekten auf den Ebenen HS4 und HS6 statt. Hier findet dementsprechend keine Differenzierung statt, sondern durch den relativ hohen interindustriellen Handel hat Indien einen komparativen Vorteil gegenüber seinen Handelspartnern, welche die Ergebnisse aus Abbildung 1.2 des ersten Kapitels bestätigen.

Abbildung 3.2 Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse der Zugmaschinen, Kraftwagen, Krafträder, Fahrräder sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse

Der GLI und der komparative Vorteil weisen eine negative Korrelation auf. Je höher der GLI, desto geringer ist der komparative Vorteil und umgekehrt. In der Abbildung 3.2 wird der komparative Vorteil für die Gütergruppe HS87 sowie deren Erzeugnisse berechnet und die negative Korrelation zu dem GLI sichtbar gemacht.

Der komparative Vorteil zeigt sich besonders in der Kraftwagenindustrie in Indien. In der Stadt Pune produzieren internationale und lokale Erstausrüster, darunter Volkswagen, Daimler, General Motors, Fiat, Mahindra & Mahindra und Bajaj-Auto sowie führende Zulieferer wie Robert Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen. Insgesamt sind mehr als 250 deutsche Unternehmen in Pune ansässig. Im Norden des Subkontinents um die National Capital Region sind vorwiegend lokale und japanische Erstausrüster, sowie Zulieferer angesiedelt. Dieses Zentrum im Zweiradbereich ist mit einem Anteil von ungefähr 50 Prozent an der gesamten indischen Personenkraftwagen- (Pkw) und Motorradproduktion besonders stark. Das japanisch-indische Joint Venture Maruti Suzuki dominiert den Pkw-Markt mit einem Gesamtabsatz von 45 Prozent. Der Bundesstaat Tamil Nadu im Südosten des Subkontinents mit den Städten Chennai und Pithampur ist das dritte historisch gewachsene Automobilcluster. Hier sind, neben einer Vielzahl an lokalen und internationalen Erstausrüstern, Daimler und MAN mit Werken angesiedelt (Nazir 2018).

Die GLI-Werte der untersuchten Gütergruppen lassen sich dadurch erklären, dass Indien derzeit ein Schwellenland ist und dementsprechend nicht über die nötigen Produktionsfaktoren verfügt, um untersuchte Gütergruppen komplett selbstständig zu produzieren geschweige denn mehr von diesen zu exportieren als zu importieren. Deshalb liegen die GLI-Werte für diese Gütergruppen zwischen 0,47 und 0,90.

Internationale Tauschbedingungen des Rohstoffhandels

Theoretischer Hintergrund

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den internationalen Tauschverhältnissen, auch als Terms of Trade bezeichnet. Diese können einen starken Einfluss auf den Handel von verschiedenen Rohstoffen der Länder untereinander haben. Doch was versteht man unter den Terms of Trade? Sie beschreiben den Quotienten der Exportgütern und der Importgütern eines Landes und wie das im Verhältnis zueinandersteht. Allgemein gesagt, wird angezeigt wie viele Mengeneinheiten des Importgutes man für eine Mengeneinheit des Exportgutes tauschen kann. Das erklärt auch den Begriff 'reales Austauschverhältnis'. Eine Verbesserung der Terms of Trade bedeutet, dass das Inland nun mehr Importgüter pro Einheit des Exportgutes erhält (Weerth, 2018). Zuerst wurden die Daten, die erforderlich sind, auf den entsprechenden Internetseiten recherchiert, um zu prüfen, ob zwischen den Terms of Trade eines Landes und den Rohstoffpreisen eine Abhängigkeit besteht.

Daten zu den Rohstoffpreisen findet man auf der Internetseite des International Monetary Fund (International Monetary Fund 2020). Diese umfassen verschiedene Handelsgüter wie Kaffee, Kakaobohnen, Rohöl oder Metalle wie Aluminium und gehen in vielen Fällen bis in das Jahr 1980 zurück.

Die Terms of Trade verschiedener Länder finden sich auf den Seiten der OECD (OECD 2020). Hierbei handelt es sich um eine Organisation, deren Ziel es ist, durch Politik das wirtschaftliche und soziale Leben der Menschen weltweit zu verbessern (OECD 2020). Als Zeitraum wurden die Jahre 2001 bis 2019 gewählt, jedoch sind nur Daten bis 2017 verfügbar.

Ergebnisse

Abbildung 4.1 Brennstoffindices (2016=100) & Reale Austauschverhältnisse Indiens

Im ersten Schritt wurde der Zusammenhang zwischen den Terms of Trade und den drei verschiedenen Preisindizien für Indien in den Jahren von 2001 bis 2017 betrachtet. Daraus ergibt sich zunächst das folgende Diagramm:

Auf den ersten Blick erkennt man, dass die drei verschiedenen Brennstoffindizien einen sehr ähnlichen Verlauf aufzeigen und relativ parallel zueinander verlaufen. Als Wichtigstes fällt einem dabei das Jahr 2008 ins Auge. In diesem erkennt man den rasanten Abfall der Preise von allen drei Brennstoffen. Das ist höchstwahrscheinlich der Finanzwirtschaftskrise geschuldet. Die Preise erholten sich und stiegen jedoch relativ schnell wieder an, da Indien eher weniger unter der Krise gelitten hat, da ihr Handel weniger vom Export abhängt im Vergleich mit anderen Ländern und auch ihr Bankensystem nicht so stark in dem internationalen Finanzmarkt verflochten ist. Das passiert bis ca. 2011. Danach bleiben die Preise von Erdöl und Erdgas ein paar Jahre relativ konstant und fallen dann aber wieder ab. Ebenso sinkt der Kohlepreis stetig. In den kommenden Jahren, um 2016 herum, ist nun erkennbar, dass alle drei Brennstoffe wieder im Preis steigen. Das könnte damit zusammenhängen, dass in diesen Jahren zunehmend bilaterale Vereinbarungen in Bereichen wie Energie und Wirtschaft mit zum Beispiel Deutschland getroffen wurden und der Handel mit diesen Brennstoffen gestärkt wurde und die Preise nun wieder anstiegen (Jürgenmeyer und Michael 2020).

Bei den Terms of Trade ist zu erkennen, dass sie sich eher unregelmäßig mit den Preisindizien mitbewegen. Auffallend sind die Jahre 2004 und 2014. Zu diesen Zeiten hat sich jeweils die Regierung Indiens geändert und einen Aufschwung der Wirtschaft war zu verzeichnen (Jürgenmeyer und Michael 2020). Und mit wachsender Wirtschaft stiegen auch die Terms of Trade. Im Diagramm sieht man, dass diese manchmal steigen, wenn die Indizien fallen, wiederum sinken sie auch mit sinkendem Preisindex und das auch umgekehrt in beiden Fällen. Somit ist kein wirklicher Zusammenhang zwischen diesen beiden Indikatoren des Landes Indiens zu erkennen.

Abbildung 4.2 Abhängigkeit von Preisindex des Brennstoffes Erdöl und den Terms of Trade Indiens

Im Folgenden habe ich nun die Abhängigkeit der Preisindizien von den Terms of Trade der einzelnen Brennstoffindizien errechnet und in drei verschiedenen Liniendiagrammen dargestellt.

Das Diagramm zeigt eine sehr schwache Abhängigkeit zwischen dem Erdölpreis und den Terms of Trade Indiens. Der Erdölpreis schwankte etwa zwischen 50 und 250 US$. Die Werte der Terms of Trade allerdings nur bei Werten zwischen 89 und 110. Die angegebene Funktion y=-0,0037777928x + 103,352294739 zeigt, dass die Senkung der Regressionsgeraden ganz leicht negativ ist. Das im Diagramm weiterhin angezeigte R² gibt das Bestimmtheitsmaß an, es ist das Quadrat des Korrelationskoeffizienten r. Eine Abhängigkeit wäre nur dann gegeben, wenn der Korrelationskoeffizient nahe dem Wert eins bzw. dem Wert minus eins liegt. Rechnerisch ergibt sich dieser wie folgt:

Hierbei steht n für die Anzahl der Jahre, x für die Werte des Rohölpreises und y für die Werte der Terms of Trade. Die Variablen x und y stehen jeweils für die Mittelwerte der beiden Datenreihen.

Als Ergebnis erhält man für Indien einen Wert von etwa -0,08.  Dieser Wert indiziert eine schwache Korrelation. Eine Abhängigkeit kann man hier somit nicht verzeichnen.

Abbildung 4.3 Abhängigkeit von Preisindex des Brennstoffes Erdgas und den Terms of Trade Indiens
Abbildung 4.4 Abhängigkeit von Preisindex des Brennstoffes Kohle und den Terms of Trade Indiens

Die Korrelation habe ich auch bei den Preisindizien des Erdgases und der Kohle berechnet.

Dabei bin auf den Wert von etwa -0,1 bei Erdgas und einem ungefähren Wert von +0,1 bei Kohle gekommen, welche auch hier schwache Korrelationen aufzeigen und somit auch hier keine Abhängigkeit zu verzeichnen ist.

Fazit

Als erstes möchte ich erwähnen, dass Indien bekannt ist als Schwellenland. Genau definiert ist dieser Begriff noch nicht, jedoch kann man es den Entwicklungsländern zuordnen. Diese Länder befinden sich typischerweise im Wandlungsprozess und zeigen Merkmale an, wie z.B. ein stetig stark wachsendes Bruttoinlandsprodukt und eine allgemein verbessernde wirtschaftliche Leistung. Was den Unterschied zum Industrieland nun bemerkbar macht, ist das die soziale Entwicklung des Landes der Wirtschaftlichen noch nicht mithalten kann und es somit 'auf der Schwelle' liegt (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2020). Die Entwicklung der Terms of Trade über die Jahre von 2001 bis aktuell bzw. - in meinem Fall 2017- sind Beweis für diesen Wirtschaftswachstum.

Indien verbraucht in den letzten Jahren immer mehr Brennstoffe, doch die Produktion im eigenen Land kommt nicht hinterher. Die Nachfrage steigt bei kleinem Angebot, weshalb die Preise stark steigen, wie in Abbildung 4.1 ab dem Jahr 2016 zu erkennen ist. Der Verbrauch steigt, während die Produktion sinkt. Indiens Regierung steuert jedoch schon mit Gegenmaßnahmen bei und möchte zukünftig mit Vergabe von Förderlizenzen das Angebot an den Rohstoffen, vor allem für den Export, wieder erhöhen. Vor allem Erdöl und Erdgas ist Indiens wichtigstes Exportgut (Alex 2019). Wenn immer mehr vom eigenen Land verbraucht wird und nicht mehr viel zu exportieren übrigbleibt, verschlechtern sich logischerweise auch die Terms of Trade. Das ist in Abbildung 4.1 bisher eben nur ganz schwach zu erkennen. Diese steigen nicht mehr so stark wie vor 2016 und bleiben nun eher konstant, mit einer leichten Steigung. Somit kann man demzufolge nur eine schwache Korrelation zwischen der Preisentwicklung dieser Rohstoffe und den Tauschbedingungen erkennen, weil bei einer so starken Erhöhung der Brennstoffpreise eben noch keine ebenfalls starke Verschlechterung der Terms of Trade zu erkennen ist. Das Gleiche kann man im Jahr 2007 erkennen. Dort ist eine so starke Verbesserung der Terms of Trade zu sehen, die in gleichem Maß den Erhöhungen der Brennstoffpreise entspricht.

Faktorinhalt und ökologischer Fußabdruck

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck und den Ein- und Ausfuhren mineralischer Brennstoffe. Die Brennstoffe auf die genauer eingegangen wird sind „Steinkohle, Steinkohlenbriketts und ähnliche aus Steinkohle gewonnene feste Brennstoffe“; „Braunkohle, auch agglomeriert, ausgenommen Gagat“; „Erdöl und Öl aus bituminösen Mineralien“ und „Erdgas und andere gasförmige Kohlenwasserstoffe“.

Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß dafür, wie viel Fläche von biologisch produktiven Land- und Wasserflächen von einer Person oder Bevölkerung benötigt wird, um alle Ressourcen, die verbraucht werden, zu produzieren und die Abfälle, die daraus entstehen, zu absorbieren. Der ökologische Fußabdruck wird in Global Hektar gemessen, da auch der Handel Global ist und der Fußabdruck die ganze Welt umfasst.  (Global Footprint Network 2020)

Abbildung 5.1 Preisindices bereinigte Ein- und Ausfuhren mineralischer Brennstoffe sowie ökologischer Fußabdruck Indiens

Die mineralischen Brennstoffe zählen in Indien zu den umsatzstärksten Gütergruppen. Das bedeutet es liegen hohe Export- und Importmengen vor. Betrachtet man die einzelnen Stoffe genau, ist zu sehen, dass Steinkohle, Erdöl und Erdgas hauptsächlich importiert werden und nur sehr geringe Mengen exportiert. Bei Braunkohle ist es so, dass die Exportwerte die Werte der Importe übersteigen, demzufolge wird mehr Braunkohle exportiert als importiert. (International Trade Centre 2020)

In der Abbildung 5.1 sind die Preisindices bereinigten Ein- und Ausfuhren der mineralischen Brennstoffe und der Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck Indiens von 2001 bis 2019 dargestellt. In diesem Zusammenhang lässt sich erkennen, dass Erdöl den überwiegenden Teil zu den Ein- und Ausfuhrumsätzen beiträgt. Braunhohle hingegen den geringsten Teil. Zwischen 2014 und 2016 hat eine Abnahme der Ein- und Ausfuhrumsätze von Erdöl stattgefunden. Die Ursache für diesen Rückgang ist die Tatsache, dass es in diesem Zeitraum ein äußerst hohes Angebot an Erdöl gab. Man sprach sogar von einem Überangebot. Dadurch sind die Preise und dementsprechend auch die Umsätze der Ein- und Ausfuhren dieses Brennstoffes gesunken (Johannis Beck 2016).

Um aufgrund dessen kein verfälschtes Ergebnis zu erhalten, bestimmt man die Preisindices bereinigten Ein- und Ausfuhren mit Hilfe der IMF World Economic Outlook Database. Dies ist wichtig, da sich, wie oben erwähnt, die Preise der Güter verändern können und man nicht direkt darauf schließen kann, ob nun mehr oder weniger importiert oder exportiert wurde. Die bereinigten Daten werden berechnet indem man die addierten Importe und Exporte durch den Brennstoffpreisindex dividiert. Mit den bereinigten Daten kann man nun einen unverfälschten Zusammenhang mit dem Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck herstellen.

Wie in der Abbildung 5.1 zu sehen ist, steigt der Kohlenstoff-Anteil am Ökologischen Fußabdruck mit der Zeit. Leider stehen auf der Global Footprint Network nur die Daten bis 2016 zur Verfügung. In Indien gibt es schon seit geraumer Zeit einen sehr hohen CO2 Ausstoß. Um die Erderwärmung zu begrenzen, wurde beschlossen die Kohlenstoff Emission auf 1000 Gigatonnen zu beschränken. Bis 2014 wurden bereits zwei Drittel davon aufgebraucht. Auch nach dem Vertragsabschluss bei der Klimakonferenz in Paris wurde der enorme Ausstoß nicht gestoppt und der Kohlenstoff-Anteil bleibt weiterhin sehr hoch (Joachim Betz 2016).

Der Ökologische Fußabdruck in Indien ist wesentlich größer als die Biokapazität dieses Landes. Also größer als die Fähigkeit des Ökosystems, das zu regenerieren, was der Mensch von diesem verlangt. Das heißt in Indien herrscht ein ökologisches Defizit und das wiederum bedeutet Indien importiert die Biokapazität durch den Handel. Allerdings kann das Defizit nicht durch den Handel kompensiert werden. Es ist also nicht möglich, das ökologische Defizit vollständig auszugleichen (Global Footprint Network 2020).

Um die Stärke eines Zusammenhangs zu bestimmen, berechnet man die Korrelation zwischen den Datensätzen Kohlenstoff und jeweils eines Brennstoffes. Die sich daraus ergebenen Korrelationskoeffizienten messen wie eng beziehungsweise wie stark der lineare Zusammenhang zwischen den zwei Datensätzen ist. Dabei ergeben sich folgende Korrelationskoeffizienten: Zwischen Kohlenstoff und Steinkohle beträgt der Wert 0,93. Zwischen Kohlenstoff und Erdöl liegt der Wert bei 0,98 und zwischen Kohlenstoff und Erdgas bei 0,95. Das bedeutet es besteht eine stark positive Korrelation und damit auch ein signifikanter Zusammenhang. Der Korrelationskoeffizient zwischen Kohlenstoff und Braunkohle liegt hingegen nur bei 0,54. Da redet man von einer Mittleren Korrelation, es liegt demnach nur ein mittel starker Zusammenhang vor.

Der Grund für den starken Zusammenhang ist, dass Erdöl, Erdgas und Kohle in Indien sehr gefragt sind. Erdöl deckt allein 23% der indischen Energienachfrage und die Importquote soll bis 2030 auf 90% ansteigen. Kohle ist ebenfalls einer der wichtigsten Energieträger. Indien zählt zu den dritt größten Kohleproduzenten, dennoch importiert es sehr viel Steinkohle aus anderen Ländern. Das liegt daran, dass der staatliche Anbieter Coal India mit der Produktion hinterherhängt und die Nachfrage nicht mehr decken kann. Die geringen Export Zahlen kommen daher, dass die Kohle aus Indien im Vergleich zu anderen Ländern sehr teuer ist und dafür nicht die erforderliche hochwertige Qualität aufweist (Joachim Betz 2016). Der steigende Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck kommt demnach sowohl durch die Produktion als auch durch den Transport und den Verbrauch dieser Brennstoffe zustande.

Doch man sollte nicht nur den direkten Handel betrachten, sondern auch den indirekten Handel und den damit verbundenen Austausch von Produktionsfaktoren. Die mineralischen Brennstoffe zählen zu dem Produktionsfaktor Energie beziehungsweise zu den Ressourcen aus dem Boden. Man spricht dann von einem Handel mit Faktorinhalt. Das bedeutet, dass alle Import- und Exportwerte nicht nur den reinen Brennstoffen zugeordnet werden können, sondern auch den Gütern für deren Produktion man diese Produktionsfaktoren benötigt.

Den Faktorinhalt benötigt man, um das Heckscher-Ohlin-Theorem zu überprüfen. Die Heckscher-Ohlin Theorie besagt: Es werden bevorzugt die Güter exportiert, bei deren Produktion der Faktor intensiv genutzt wird, bei dem ein Faktorreichtum besteht. Es besteht ein Faktorreichtum, wenn ein Land mit einer Ressource besser ausgestattet ist als mit einer anderen Ressource  (Krugman u. Obstfeld u. Melitz 2019, 167). Indien ist zum Beispiel sehr gut ausgestattet mit Steinkohle, da sie zu den größten Kohleproduzenten der Welt gehören. Dennoch werden die Güter nicht bevorzugt exportiert. Somit lässt sich im Falle Indiens die Heckscher-Ohlin-Theorie widerlegen.

Schlussfolgernd zu diesem Kapitel, lässt sich sagen, dass Indien einen sehr großen ökologischen Fußabdruck auf der Welt hinterlässt und dabei spielen die Importe und Exporte der mineralischen Brennstoffe Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas eine wichtige Rolle. Indien sollte dies bezüglich etwas ändern und nachhaltige Alternativen finden. Obwohl erneuerbare Energie immer mehr an Bedeutung gewinnt, reicht es noch nicht aus, um das ökologische Defizit zu decken. Da Indien zu den Schwellenländern gehört, fehlt es in vielen Regionen an einer ausgebauten Infrastruktur. Zudem fehlt auch das Geld, für den Aufbau erneuerbarer Energiequellen. Es liegt also noch ein weiter Weg vor Indien.

Literaturverzeichnis

Alex, Boris (2019): Indien will Öl- und Gasförderung hochfahren. Online verfügbar unter https://www.gtai.de/gtai-de/trade/branchen/branchenbericht/indien/indien-will-oel-und-gasfoerderung-hochfahren-153758, zuletzt geprüft am 26.06.2020.

Amann, Susanne (2008): Finanzkrise stürzt Schwellenländer ins Desaster. Online verfügbar unter https://www.spiegel.de/wirtschaft/globale-folgen-finanzkrise-stuerzt-schwellenlaender-ins-desaster-a-585366.html, zuletzt geprüft am 26.06.2020.

Andreßen, Sven (2020): Indien und das Gold. Hg. v. Indien aktuell. Online verfügbar unter https://www.indienaktuell.de/wirtschaft/indien-und-das-gold-325372, zuletzt geprüft am 27.06.2020.

Bleuel, Hans-H. (2017): Internationales Management: Grundlagen, Umfeld und Entscheidungen: Kohlhammer Verlag, zuletzt geprüft am 29.06.2020.

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