Internationale Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands 2020

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Alle folgenden Aufgaben beziehen sich auf die Entwicklung im Untersuchungsland (hier: Deutschland) im 21. Jahrhundert, also auf den Zeitraum seit 2001 bis heute.

Aufgabe 1: Der offenbarte komparative Vorteil (Gruppenaufgabe)

Fragestellung

Wie hat sich der offenbarte komparative Vorteil (RCA nach Siebert) in den sechs Gütergruppen (HS2), die aktuell den größten Außenhandelsumsatz aufweisen, entwickelt? Was fällt dabei auf? Wie haben sich die wichtigsten vierstelligen Gütergruppen (HS4) innerhalb dieser sechs Gütergruppen entwickelt? Was fällt dabei auf?

Konkrete Vorgehensweise

  1. Zunächst die aktuell sechs umsatzstärksten Gütergruppen nach HS2 ermitteln. Am einfachsten geht das mit den Daten in der ITC Trademap, indem die Daten der Ein- und Ausfuhrumsätze des neuesten Jahres addiert und sortiert wurden. Die Gütergruppen in den Abbildungen nicht nur mit Ziffern, sondern mit ihren aussagekräftigen Titeln aus dem deutschen Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik bezeichnen. (Die Benennung mit den Titeln aus dem deutschen Warenverzeichnis gilt auch für alle folgenden Aufgaben)
    Abbildung 1.1: Die 6 wichtigsten Warengruppen Deutschlands
    Abbildung 1.2: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Warengruppen Deutschlands
  2. Dann die RCA gegenüber dem Rest der Welt seit 2001 berechnen und deren Entwicklung in einem Liniendiagramm darstellen.
  3. Je eine der sechs identifizierten Produktgruppen wird von einem der Gruppenmitglieder anhand eines Liniendiagramms seit 2001 näher betrachten. Dazu werden die jeweils drei umsatzstärksten Unter-Produktgruppen auf der HS4-Ebene untersucht und von diesen drei jeweils die umsatzstärkste auf HS6-Ebene. Das sind die individuellen Beiträge für die Gruppenaufgabe.
    Abbildung 1.7: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse mineralischer Brennstoffe sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse
    Abbildung 1.3: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse der Kernreaktoren, etc. sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse
    Abbildung 1.5: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten pharmazeutischen Erzeugnisse sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse
    Abbildung 1.8: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Erzeugnisse aus der Zusammenstellung verschiedener Waren
    Abbildung 1.4: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten elektrischen Maschinen sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse
    Abbildung 1.6: Offenbarter komparativer Vorteil der umsatzstärksten Zugmaschinen sowie deren umsatzstärksten Erzeugnisse

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Aufgabe 2: Relativer Lohn, Humankapital und komparativer Vorteil

Fragestellung

Untersuchen Sie, ob zwischen folgenden Sachverhalten (zunächst RCA und LSK; anschließend RCA und HCI) Zusammenhänge bestehen und warum.

  • Die Entwicklung des offenbarten komparativen Vorteils (RCA) mit Textilien (HS 61; arbeitsintensive Herstellung) gegenüber dem umsatzstärksten Handelspartner und die relative Entwicklung der Lohnstückkosten (LSK) seit 2001 zwischen Untersuchungsland und Handelspartner.
  • Die Entwicklung des offenbarten komparativen Vorteils (RCA) mit Maschinen (HS 85; technologieintensive Herstellung) gegenüber dem umsatzstärksten Handelspartner und die relative Entwicklung des PWT-Humankapitalindex (HCI) seit 2001 zwischen Untersuchungsland und Handelspartner.

Konkrete Vorgehensweise

  1. Zunächst anhand der ITC Daten identifizieren, mit welchem Partnerland das Untersuchungsland aktuell den größten Umsatz mit Textilien (Produkt-Code 61) bzw. Maschinen (Produkt-Code 85) hat.
  2. Dann sollte zunächst überprüft werden, ob für diese beiden Länder für den Zeitraum von 2001 bis heute Daten für die Entwicklung der Lohnstückkosten bzw. des Humankapialindex vorhanden sind. Falls nicht, dass zweitgrößte Partnerland versuchen, usw.
  3. Die LSK bzw. den HCI auf das Basisjahr 2001 = 100 setzen. Dann für alle Zeitpunkte den Quotienten aus den Jahreswerten des LSK bzw. HCI seit 2001 (Partnerland / Untersuchungsland) berechnen.
  4. Diese Zeitreihe des Lohnstückkostenkoeffizienten den Textil-RCA für die Jahre seit 2001 gegenüberstellen. Zunächst für HS2 und dann für die umsatzstärkste Gütergruppe auf dem HS4-Niveau. Die Gegenüberstellung gelingt am besten im Zwei-Y-Achsen-Diagramm. Dann die Korrelation zwischen LSK-Koeffizient und RCA über die Zeit berechnen. Ebenso mit dem HCI und dem Maschinen-RCA.
  5. Interpretieren
Abbildung 2.1: Offenbarter komparativer Vorteil sowie Lohnstückkosten Deutschlands
Abbildung 2.2: Offenbarter komparativer Vorteil sowie Humankapitalindex Deutschlands

Aufgabe 3: Kapitalintensität und Vorleistungstiefe

Fragestellung

Nimmt der intra-industrielle Handel seit 2001 gemessen am Grubel-Lloyd-Index (GLI) bei Kraftwagen (HS 87), deren Herstellung als kapitalintensiv gilt, ab, wenn die Gütergruppen mit 4 und 6 Stellen für PKW betrachtet werden und warum? Was sagt das über die Rolle von komparativen und absoluten Vorteilen beim Aufbau der Lieferketten in dieser Gütergruppe aus?

Konkrete Vorgehensweise

  1. Zunächst mit der ITC Trade Map die Importe und Exporte Ihres Untersuchungslands seit 2001 auf HS2-Ebene für Kraftwagen (also HS 87) ermitteln.
  2. Anhand dieser Daten den Grubel-Lloyd-Index (GLI) für jedes Jahr berechnen.
  3. Erneut mit der ITC Trade Map die Importe und Exporte von Kraftwagen auf der nächsthöheren, also vierstelligen (HS4) Ebene ermitteln.
  4. Die wichtigste HS 87-Gütergruppe auf HS4 Ebene bestimmen und davon den den Grubel-Lloyd-Index (GLI) für jedes Jahr berechnen.
  5. Schritt 3 und 4 analog auf der nächsthöheren, also sechsstelligen (HS6) Ebene ausführen.
  6. Interpretieren.
Abbildung 3.1: Intra-industrieller Handel Deutschlands gemessen am Grubel-Lloyd-Index

Aufgabe 4: Internationale Tauschbedingungen des Rohstoffhandels

Fragestellung

Wie stark hängen die Terms of Trade des Untersuchungslands mit den IMF-Preisindices für Erdöl, Erdgas und Kohle zusammen und warum?

Konkrete Vorgehensweise

  1. Anhand der OECD-Datenbank die Terms-of-Trade Ihres Untersuchungslands seit 2001 bestimmen.
  2. Anhand des IMF World Economic Outlook die Preisindices für Erdöl, Erdgas und Kohle seit 2001 bestimmen.
  3. Die Korrelation zwischen Terms-of-Trade und dem jeweiligen Preisindex berechnen.
  4. Interpretieren.
Abbildung 4.1: Brennstoffpreisindices sowie reale Austauschverhältnisse Deutschlands

Aufgabe 5: Faktorinhalt und ökologischer Fußabdruck

Fragestellung

Wie stark sind die Zusammenhänge zwischen dem Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck und den, mit den Preisindices bereinigten, Importen und Exporten von Steinkohle (HS 2701), Braunkohle (HS 2702), Erdöl (HS 2709) und Erdgas (HS 2711) und warum?

Konkrete Vorgehensweise

  1. Zunächst mit der ITC Trade Map die Importe und Exporte Ihres Untersuchungslands seit 2001 für jeweils Steinkohle (HS 2701), Braunkohle (HS 2702), Erdöl (HS 2709) und Erdgas (HS 2711) ermitteln.
  2. Dann mit den Daten der Global Footprint Network den Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck Ihres Untersuchungslands seit 2001 ermitteln.
  3. Die Korrelation der jeweiligen Importe + Exporte und dem Kohlenstoff-Anteil am ökologischen Fußabdruck berechnen.
  4. Interpretieren.
Abbildung 5.1: Ein- und Ausfuhren mineraler Brennstoffe sowie ökologischer Fußabdruck Deutschlands