Faktoreinsatzkombination

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Faktoreinsatzkombination

Definition

Unter dem Begriff Faktoreinsatzkombination versteht man eine Kombination aus Faktoreinsätzen in Form von Produktionsfaktoren (hauptsächlich Arbeit und Kapital), um innerhalb eines Produktionsprozesses eine Leistung zu erstellen. Der Produktionsprozess ist der Vorgang, in dem durch geeignete Kombination und Transformation der Einsatzfaktoren die gewünschten Produkte entstehen.

Alternative Definition

Unter dem Begriff Faktoreinsatzkombination versteht man die im Rahmen einer Leistungserstellung ablaufende Verknüpfung verschiedener Produktionsfaktoren (Faktoreinsatz), die ihrerseits qualitativ oder quantitativ gemessen werden.

Anwendung

Möchte man das Austauschverhältnis der Einsatzfaktoren untersuchen, so bedient man sich der Isoquante. Sie ist der geometrische Ort aller Faktoreinsatzkombinationen, die die gleiche Ausbringungsmenge erzeugen.[1] Die Steigung einer Isoquante zeigt die Grenzrate der Faktorsubstitution an. Die höchste Isoquante, die von der Budgetgeraden (Kostengleichung) gerade noch in einem Punkt berührt wird, stellt das mit dem gegebenen Budget höchste erreichbare Produktionsniveau dar. Der Schnittpunkt ergibt die Faktoreinsatzkombination, die zu dem Output führt, der die minimalen Kosten aufweist. Bei dieser Minimalkostenkombination ist die Grenzproduktivität des Geldes bei allen Faktoren gleich. Das bedeutet, dass die jeweils zuletzt ausgegebene Geldeinheit denselben Produktionszuwachs bewirkt, unabhängig für welchen Faktor sie ausgegeben wird.

Substitutionalität

Produktionsfunktionen

Substitutionale Faktoreinsatzbeziehungen liegen vor, wenn die zum Einsatz gelangenden Produktionsfaktoren in keiner festen Relation zum Output stehen. Eine Substitution ist nur dann ökonomisch sinnvoll, wenn durch die Vermehrung des Einsatzes eines Produktionsfaktors eine Verringerung der Einsatzmenge eines anderen Produktionsafaktors erzielt wird.[2]

Limitationalität

Bei limitationalen Faktoreinsatzbeziehungen ist das Einsatzverhältnis der Produktionsfaktoren technisch fest vorgegeben. Es ist nicht möglich zwischen mehreren Faktoreinsatzkombinationen (Faktorsubstitution) zu wählen.

Lineare Limitationalität

Linear-limitationale Faktoreinsatzkombinationen beschreiben das Einsatzverhältnis der Produktionsfaktoren als limitational und darüber hinaus noch als proportional zusammenhängend hinsichtlich der Input-Outputmengen.


Einzelnachweise

  1. Schwalbach, Joachim: Produktionstheorie, Vahlen Verlag, München, 2004
  2. Ahrens, Bernd: Vorlesung Produktions- und Prozessmanagement, FH Jena, Sommersemester 2008

Literatur

Schwalbach, Joachim: Produktionstheorie, Vahlen Verlag, München, 2004

Samuelson, Paul & Nordhaus, William: Economics, 15. Auflage, Redline Wirtschaft bei Ueberreuter, Frankfurt, 1998

Varian, Hal: Grundzüge der Mikroökonomik, 5. Auflage, Oldenbourg Verlag, München, 2001

Siehe auch

http://de.wikipedia.org/wiki/Limitation

http://de.wikipedia.org/wiki/Produktionsfunktion

Weblinks

http://www.mikrooekonomie.de

http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/faktoreinsatz/faktoreinsatz.htm