Benutzer:Südkorea 2020 Makro

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I Gruppenaufgabe – Makroökonomische Lage Südkoreas

Im folgenden Kapitel wird die makroökonomische Lage des Untersuchungslands Südkoreas im Vergleich zu Deutschland und der USA im Zeitraum von 1992 bis 2019, anhand der aktuellen Daten der IMF World Economic Outlook Database analysiert.

Arbeitlosenrate von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019

In Abbildung I.1 wird der Verlauf der Arbeitslosenrate von Deutschland, Südkorea und den USA, bemessen an den Prozent der Gesamtarbeitskräfte, dargestellt. Im Vergleich zu Deutschland und den USA weist Südkorea eine eher weniger schwankende Rate auf und liegt mit seiner Arbeitslosenquote größtenteils unter den Quoten der beiden anderen Länder. Eine Ausnahme bilden die Jahre von 1997 bis 1999. In diesem Zeitraum erreichte Südkorea seinen Höchststand der Arbeitslosenrate mit 6,95 %, aufgrund der sogenannten Asienkrise. Hierbei handelte es sich um einen enormen Einbruch der Finanz- und Wirtschaftsmärkte Asiens. Die Ursachen der Krise waren vor allem die Überbewertung des südkoreanischen Won, eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes und die großen Macht der koreanischen Riesenkonglomerate, den sogenannten Chaebols (Otten 2007). Nach 2000 verlief die Arbeitslosenrate konstant zwischen 3,2 % bis 3,5 %, wobei seit 2013 die Rate kontinuierlich ansteigt. Seit 2018 liegt die Arbeitslosenrate Südkoreas über denen von Deutschland und der USA mit 4 %.

Inflation von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019
Inflation von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019

Anhand von Abbildung I.2 lässt sich, bemessen an der relativen Veränderung, die Entwicklung der Inflation für die Länder Deutschland, Südkorea und USA erkennen.  Unter einer Inflation wird der „anhaltende Prozess der Geldentwertung [verstanden], der sich durch allgemeine Preiserhöhungen bemerkbar macht.“ (Bundeszentrale für politische Bildung 2016) Südkoreas prozentuale Veränderung der Inflationsrate war im Vergleich zu den anderen beiden Nationen zu Beginn der Betrachtung 1992 mit 6,213 % am höchsten und ist im Jahr 2019 mit rund 0,5 % am geringsten. Die stärkste relative Änderung zeigte sich von 1998 auf 1999, hier sank die Inflationsrate von 7,513 % auf 0,813 %. Die Ursache hierfür war die beginnende Asienkrise 1997. Der südkoreanische Won verlor an Wert und die Inflation stieg damit an. Als Reaktion auf die Krise versuchte Südkorea seine Zinssätze zu erhöhen, um somit die weitere Abwertung ihrer Währung zu verhindern. Des Weiteren wurde 1997 ein Finanzhilfeprogramm der IWF bewilligt, was dazu führte, dass sich die südkoreanische Wirtschaft weitestgehend stabilisierte (Der Tagesspiegel 1997). Insgesamt treten bei allen drei Ländern sinkende bzw. geringere prozentuale Veränderungen der Inflationsraten im Zeitverlauf bis 2019 auf.

Produktionslücke von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019
Produktionslücke von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019

In Abbildung I.3 werden im Zeitverlauf von 1992 bis 2019 die Produktionslücken von Deutschland, Südkorea und den USA aufgezeigt, welche anhand der Prozente des Produktionspotentials gemessen werden. Eine Produktionslücke bezeichnet dabei die Differenz zwischen dem Produktionspotential des Landes und der tatsächlichen Produktion, als Maßstab wird hierbei meist Bruttoinlandsprodukt verwendet (Wohltmann o. J.). Sobald eine Volkswirtschaft eine negative Produktionslücke aufweist, bedeutet dies ein konjunkturellen Abschwung, d.h. die Volkswirtshaft ist unterausgelastet (Welt der BWL 2020). Eine Folgereaktion auf die negative Produktionslücke sind beispielsweise sinkende Inflationsraten und BIP sowie steigende Arbeitslosigkeit. Diese Aussagen lassen sich für Südkorea auch in den Abbildungen I.1, I.2 und I.3 belegen. Aufgrund der beginnenden Asienkrise resultierte von 1997 auf 1998 ein enormer Abfall des Produktionspotentials. Dementsprechend stieg während dieser Zeit die Arbeitslosigkeit an und die Inflation und das BIP in Südkorea sank. Den Gegensatz dazu bildet eine positive Produktionslücke, welche ein Indikator für ein gute Konjunktur des Landes ist (Welt der BWL 2020). Seit 2015/2016 haben sowohl Deutschland als auch die USA wieder positive Produktionslücken, währenddessen Südkorea seit 2011 eine anhaltende konjunkturelle Schwächephase aufweist.

Bruttoinlandsprodukt von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019
Bruttoinlandsprodukt von Deutschland, Südkorea und USA, 1992-2019

Anhand von Abbildung I.4 wird die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes für Deutschland, Südkorea und der USA im Zeitraum von 1992 bis 2019 dargestellt. Mit dem Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, wird die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland, in der Regel innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen, dargestellt (Weizsäcker o. J.). Südkorea kann zu den asiatischen Tigerstaaten gezählt werden, welche vor der Asienkrise im Jahr 1997 durch ein enormes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet waren. Mit Beginn der Krise erfolgte ein starker BIP-Rückgang, der seinen Tiefpunkt im Jahr 1998 erreichte. Infolge zahlreicher Hilfsprogramme, insbesondere durch ein 55 Mrd. US-Dollar Hilfspaket des IWF und einer Restrukturierung des Finanz- und Wirtschaftssektors, konnte sich Südkoreas BIP nach der Krise schnell wieder erholen (Der Tagesspiegel 1997).

Insgesamt wiesen alle drei Volkswirtschaften während der Weltwirtschaftskrise zwischen 2008/2009 gleiche Entwicklungen auf, die anhand der vier vorangegangen Abbildungen dargestellt wurden. Einerseits nahm die Inflationsrate und das BIP ab und andererseits erhöhte sich die Arbeitslosenrate in den drei betrachteten Ländern. Des Weiteren rutschte die Produktionslücke in den negativen Bereich, wodurch sich die konjunkturelle Schwächephase in allen drei Ländern erklären lässt. Für das Untersuchungsland Südkorea konnten, auf Grundlage der dargestellten Abbildungen, zudem die Auswirkungen der Asienkrise im Jahr 1997/1998 nachgewiesen werden.

II Gruppenaufgabe – Article IV Executive Board Consultation Südkorea

Inhalt dieses Abschnitts ist die Zusammenfassung der wichtigsten sechs Punkte – Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Wechselkurs, Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanz und Fiskalpolitik – des am 8. Mai 2019 erschienen IMF Article IV Executive Board Consultation für das Untersuchungsland Südkorea (IMF 2019).    

Bruttoinlandsprodukt

Das Wachstum des BIPs Südkoreas ist auf 2,7 % im Jahr 2018 gefallen. Zuvor im Jahre 2017 betrug das BIP-Wachstum noch 3,1 %. Dieses Abschwächen des BIP-Wachstums wurde vor allem ausgelöst durch ein Schrumpfen der Investitionen in Anlageinvestitionen sowie in Bauinvestitionen. Hierbei ist zu sagen, dass die Verlangsamung des Welthandels, vor allem die Verlangsamung des Handels mit Halbleitern, zu dem Schrumpfen der Anlageinvestitionen geführt hat. Der Rückgang der Bauinvestitionen wurde ausgelöst durch einen gesättigten Baumarkt, sowie durch Maßnahmen, welche das Wachstum der Haushaltschulden eindämmen sollten. Gleichzeitig blieb das Wachstum privaten Konsums robust.

Das BIP-Wachstum soll in Zukunft weiter schrumpfen und soll somit im Jahr 2019 nur noch 2,6 % betragen. Dies wird dadurch ausgelöst, dass die externe Nachfrage langsamer zunehmen wird, während vorausgesagt wird, dass die interne Nachfrage durch die Unterstützung der Fiskalpolitik ansteigen wird. Das Schrumpfen der externen Nachfrage liegt an einem Verschlechtern des Tech-Zyklus sowie einer Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums Chinas. Es wird vermutet, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China dazu führen könnte, dass mehr mit Südkorea gehandelt wird. Es wird jedoch auch vermutet, dass dies nur teilweise die verlangsamte Zunahme der Exporte nach China kompensieren kann. Gleichzeitig wird vermutet, dass der Inlandsverbrauch durch die Anreize der Fiskalpolitik, welche für den Haushalt von 2019 beschlossen wurden, ansteigen wird.

Inflation

Punkt 8 des IMF Article IV stellt die jüngsten Entwicklungen der Inflationsrate Südkoreas dar. Insgesamt blieb die Inflation des Landes niedrig, trotz eines vorübergehenden Anstiegs Ende 2018. Die Gesamtinflation (headline inflation) verringerte sich von 2 % im Dezember 2018 auf nur 0,5 % im Februar 2019. Dieser Abschwung kann auf die sinkende Öl- und Lebensmittelpreise zurückgeführt werden. Die Bank of Korea strebt außerdem ein 2-Prozent-Inflationsziel an. Dieses konnte allerdings nur Ende 2018 erreicht werden, vorrangig aufgrund des Anstiegs der Energie- und Lebensmittelpreise. Des Weiteren blickte der Article IV auf die Kerninflation (core inflation) Südkoreas. Diese verzeichnete einen leichten Anstieg auf 1,1 % im Februar 2019. Im Allgemeinen lässt sich erkennen, dass Südkoreas Inflation seit 2012, bis auf einige Perioden, dass 2-Prozent-Inflationsziel der BOK durchgehend unterschreitet.

Gliederungspunkt 21 des Länderberichts gibt einen Ausblick und zeigt mögliche Risiken für die Inflationsrate Südkoreas auf. So wird diese voraussichtlich im Jahr 2019 und 2020 das 2-Prozent-Inflationsziel der BOK nicht erreichen. Zudem werden sich Kern- und Gesamtinflation nur verhalten entwickeln und auf einem niedrigen Niveau verharren. Einerseits aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche des Landes und andererseits durch die Senkung der Ölverbrauchssteuern sowie den Rückgang der Öl- und Lebensmittelpreise auf 1,4 % gegenüber 2018. Nur wenn sich die negative Produktionslücke des Landes verkleinert, wird sich die Inflation mittelfristig an das Inflationsziel der BOK annähern.

Wechselkurs

Südkoreas Wechselkurssystem rund um den südkoreanischen Won ist seit 2009 als ein variables System einzustufen. Im Zeitraum von 1997 bis 2008 galt es jedoch als ein „freischwebendes“ Wechselkurssystem. Diese Einstufung erfolgte, aufgrund der Einstufung als „unabhängig schwebend“ aus dem älteren Klassifizierungssystem.

In den Augen der südkoreanischen Behörden soll der Wechselkurs weiterhin durch den Markt bestimmt werden. Dabei merken sie an, dass die Eingriffe durch die Interventionspolitik auf dem Devisenmarkt nur zur Beseitigung ungeordneter Marktbedingungen diente und dass die Politik für einen flexiblen Wechselkurs zukünftig fortgesetzt werden soll. Die Daten zu der Devisenintervention werden immer ein Quartal nach jedem halben Jahr veröffentlicht.

Aufgrund der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates aus der Entscheidung 144 des Exekutivrats (52/51) festgelegten Verfahrens dem Fonds mitgeteilt wurden, unterhält Südkorea aus Sicherheitsgründen Wechselkursbeschränkungen.

Arbeitslosigkeit

In Südkorea ist der Arbeitsmarkt geschwächt. Die Arbeitsmarktauslastung wird an der regelmäßigen Arbeitslosigkeit der Bevölkerung gemessen. Dabei werden Arbeitnehmer, die außerhalb des Arbeitsmarktes sind, aber die in der Lage wären, eine Beschäftigung aufzunehmen nicht berücksichtigt. Diese Personengruppe sind entmutigte Arbeitnehmer. Daher werden verschiedene Maßnahmen angewendet, um die Arbeitsmarktschwäche zu verringern. Man unterscheidet dabei einerseits in die reguläre Arbeitslosigkeit und andererseits in die reguläre Arbeitslosigkeit, die durch entmutigte Arbeitnehmer erhöht wird, sowie reguläre Arbeitslosigkeit, die durch Personen ergänzt wird, welche aus unbestimmten Gründen als nicht erwerbstätig eingestuft wurden. Die reguläre Arbeitslosigkeit ist dabei mit knapp 4 % in den Jahren von 2001 bis 2017 am niedrigsten. Die reguläre Arbeitslosigkeit, die durch Personen erhöht wird, die aus nicht näher definierten Gründen als inaktiv eingestuft wurden, ist mit über 10 % in den Jahren von 2001 bis 2017 am höchsten. Im Februar 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 3,7 %. Dies stellt kaum eine Veränderung zu den vergangenen Jahren dar. Die Zahl der regulären Arbeitslosen, die durch entmutigte Arbeitnehmer erhöht wird, stieg im Vergleich zu dem Vorjahr um 7,5 % an. Die Zahl der Jugendarbeitslosigkeit lag im Jahr 2018 bei 10,5 %.

Um das Potential und das Wachstum des Arbeitsmarktes in Südkorea zu steigern, bedarf es einige Arbeits- und Gütermarktreformen sowie dem Abbau der Arbeitsmarktdualität. Als Grundlage für die Arbeitsmarktpolitik soll das sogenannte „Flexicurity“ herangezogen werden. Diese Maßnahme umfasst auf der einen Seite mehr Flexibilität oder reguläre Arbeitnehmern und auf der anderen Seite ein stärkeres, integratives Sicherheitsnetz für Arbeitslose. Dementsprechend sollen die Arbeitnehmer besser geschützt werden. Die Behörden wollten außerdem im Vergleich zu 2018, im Jahr 2019 das Arbeitslosengeld um 16,2 % erhöhen sowie die Arbeitsvermittlungsdienste und Berufsausbildungen ausbauen.

Leistungsbilanz

Südkoreas Leistungsbilanzüberschuss im Vergleich zum BIP hat sich etwas verkleinert. So betrug der Leistungsbilanzüberschuss im Jahr 2018 4,7 % des BIP. Im Jahr 2017 hingegen betrug der Leistungsbilanzüberschuss noch 4,9 % des BIP. Zwar wächst absolut der Leistungsbilanzüberschuss Südkoreas (von 75,2 Milliarden USD im Jahr 2017 auf 76,4 Milliarden USD im Jahr 2018), jedoch ist der Anstieg des BIP noch größer, wodurch sich der Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses im Vergleich zum BIP verkleinert. Zur Leistungsbilanz lässt sich sagen, dass die Güterexporte langsamer wuchsen als die Güterimporte. Dazu hat sich das Einkommen aus Investitionen verkleinert. Auf der anderen Seite hat sich Dienstleistungsbilanz erholt (von -36,7 Milliarden USD auf -29,7 Milliarden USD), was an einer teilweisen Erholung der Anzahl der Touristen aus China liegt. Der Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses im Verhältnis zum BIP liegt daran, dass die Sparrate stärker gefallen ist als die Investitionsquote. Für das Jahr 2019 wird geschätzt, dass sich der Leistungsbilanzüberschuss verkleinert (von 76,4 Milliarden USD im Jahr 2018 auf 76 Milliarden USD im Jahr 2019) und dann nur noch 4,6 % des BIP beträgt. Im Jahr 2020 soll der Leistungsbilanzüberschuss im Vergleich dann noch 4,5 % betragen. Also wird offensichtlich vermutet, dass der Leistungsbilanzüberschuss im Verhältnis zum BIP in der näheren Zukunft weiter zurückgehen wird.

Fiskalpolitik

Dem IMF Article IV zufolge führte Südkorea eine straffe und expansive Fiskalpolitik im Jahr 2018. Dabei verbesserte sich im Jahr 2018 der Haushaltsüberschuss auf 2,9 % des BIP und die Nettokreditvergaben generierten einen Überschuss im Vergleich zum Jahr 2017 von 2,7 % des BIP. Der Haushaltsüberschuss resultierte vorwiegend aus der Körperschaftssteuer, den mehr als erwarteten Unternehmensgewinnen sowie Steuern auf Eigentum und Aktienvermögen. Trotz der äußerst positiven fiskalpolitischen Entwicklung wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2019 ein Rückgang des Wachstums auf etwa 2,6 % des BIP stattfindet. Der Grund der Rezession soll eine Verschlechterung der Auslandsnachfrage sein, während die Binnennachfrage voraussichtlich durch die fiskalpolitischen Maßnahmen gesteigert wird.   

Laut den Angaben des Article IV plant Südkorea weiterhin eine expansive Fiskalpolitik, um das potenzielle Wirtschaftswachstum des Landes zu fördern und zu steigern. Südkoreas Schuldenstand beträgt rund 40 % des BIP, damit hat es einen erheblichen Spielraum, um expansivere fiskalpolitische Maßnahmen durchzuführen. Zudem wurde ein substanzieller Nachtragshaushalt eingeführt, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Jugendlichen zu unterstützen sowie die aktive Arbeitsmarktpolitik zu verbessern und das soziale Sicherheitsnetz zu stärken. Des Weitern sieht der nationale fiskalpolitische Managementplan für 2018 bis 2022 eine Erhöhung der Staatsausgaben von rund 7 % pro Jahr vor sowie die Verabschiedung von wachstumsfördernde Struktur- und Steuerreformen.

Investition, Ersparnis und Leistungsbilanz

Im folgenden Kapitel wird anhand des Untersuchungslandes Südkorea, im Untersuchungszeitraum von 2001 bis 2018, die Rolle der Leistungsbilanz verdeutlicht. Des Weitern wird die Wechselbeziehung zwischen den Investitionen und den staatlichen Ersparnissen Südkoreas untersucht sowie deren Stärke beschrieben. Zudem wird der Zusammenhang zwischen der inländischen Investitionsnachfrage Südkoreas und der ausländischer Ersparnis aufgezeigt und näher erläutert. Als Datenbasis für die Leistungs- und Kapitalbilanz sowie den Investitionen und Ersparnissen wurde die Website des IMF genutzt.

Um die gewonnen Ergebnisse und Zusammenhänge zu verstehen, bedarf es zunächst einer theoretischen Erklärung der verwendeten Begriffe: Zahlungs-, Leistungs- und Kapitalbilanz. Unter der Zahlungsbilanz (Balance of Payment) eines Landes werden alle wirtschaftlichen Transaktionen des Inlandes mit dem Ausland innerhalb eines Jahres verstanden (Blanchard und Illing 2014: 534). Die Zahlungsbilanz bildet somit die gesamte außenwirtschaftliche Vernetzung ab und gibt eine Auskunft darüber wie wirtschaftlich erfolgreich das Land ist (Bösch 2019: 85). Dabei gliedert sich die Zahlungsbilanz in drei wesentliche Komponenten: Handels-, Kapital- und Devisenbilanz. Folglich werden sowohl finanzwirtschaftliche Ströme als auch Handelsströme (Export/Import) betrachtet (Blanchard und Illing 2014: 534). Grundlegendes Merkmal der Zahlungsbilanz ist, dass sie immer ausgeglichen sein muss, denn aufgrund des Grundsatzes der doppelten Buchführung werden alle Transaktionen doppelt erfasst und gebucht (Bösch 2019: 88). Die einzelnen Unterbilanzen können jedoch Überschüsse oder Defizite aufweisen.

      

Leistungs-, Kapital-, Vermögensveränderungsbilanz Südkorea, 2001-2018
Leistungs-, Kapital-, Vermögensveränderungsbilanz Südkorea, 2001-2018

Die Leistungsbilanz (Current Account) setzt sich aus den vier Teilen: Handels-, Dienstleistungsbilanz, Saldo der Primäreinkommen (Vermögens-, Erwerbseinkommen) und dem Saldo der Sekundäreinkommen (laufende Übertragungen) zusammen (Sauer 2019b).

Die Kapitalbilanz (Financial Account) eines Landes zeigt hingegen, wie sich die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland verändern (Bösch 2019: 37). Dabei untergliedert sie sich in die drei Bestandteile: Direktinvestitionen, Wertpapiergeschäfte und Finanzderivate sowie den übrigen Kapitalverkehr.

In Abbildung 1.1 wird deutlich, dass Südkorea seit dem Betrachtungsjahr 2001 ein Leistungsbilanzüberschuss aufweist. Ab 2011 stieg die Leistungsbilanz rapide an bis zu ihrem Maximum von 105,12 Milliarden Euro im Jahr 2015. Der Hauptgrund für die positive Leistungsbilanz ist der enorme Exportüberschuss in der Handelsbilanz Südkoreas (siehe Abbildung 1.2). Während die Leistungsbilanz einen Überschuss aufweist, ist die Kapitalbilanz ihr Spiegelbild dazu (Blanchard und Illing 2014: 537). Das bedeutet, dass mit dem Leistungsbilanzüberschuss (Credit) Südkoreas ein Kapitalbilanzdefizit bzw. Nettokapitalexport (Debit) einhergeht, da mehr Kapital aus dem Inland an das Ausland fließt. Durch den Nettokapitalexport erhöhen sich die inländischen Forderungen an das Ausland, die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland nehmen hingegen ab. Irreführend ist in diesem Fall das positive Vorzeichen bei einem Kapitalabfluss, jedoch wird in den meisten offiziellen Statistiken der Nettokapitalexport mit einem Plus versehen (Bösch 2019: 91). Der Saldo der Vermögensveränderungen ist für Südkorea unwesentlich (siehe Abbildung 1.1).

Südkorea Elemente der Leistungsbilanz, 2001-2018
Südkorea Elemente der Leistungsbilanz, 2001-2018

In Abbildung 1.1 wird zudem sichtbar, dass Südkorea bis 2007 auf Kapitalimporte der Ausländer angewiesen war. Die starke Schwankung von einem Kapitalbilanzdefizit im Jahr 2008 zu einem Kapitalbilanzüberschuss im Jahr 2009 wurde durch die Finanzkrise ausgelöst. Des Weiteren verringert sich ab 2015/2016 bis heute sowohl der Leistungsbilanzüberschuss als auch das Kapitalbilanzdefizit Südkoreas (siehe Abbildung 1.1).

Wie bereits erwähnt, löst ein Leistungsbilanzüberschuss gleichzeitig einen Nettokapitalexport aus. Kapital wird in Form von Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen etc. im Ausland angelegt bzw. verliehen, wodurch zusätzliche Zinsen und Dividenden generiert werden (Bösch 2019: 92). Folglich muss sich das Saldo der Primäreinkommen, in diesem Fall das Vermögenseinkommen, erhöhen. Diese Erkenntnis lässt sich auch in Abbildung 1.2 belegen, denn das SPE steigt seit 2000 kontinuierlich an und erreichte 2011 erstmals einen positiven Wert. Dadurch stieg das Nettovermögen in Südkorea an.

Südkorea - Leistungsbilanz, Ersparnis und Investition, 2001-2018
Südkorea - Leistungsbilanz, Ersparnis und Investition, 2001-2018

Anhand von Abbildung 1.3 zeigt sich, dass die inländische Ersparnis (gross national savings) die getätigten Investitionen (total investment) übersteigt, woraus sich der Leistungsbilanzüberschuss Südkoreas ergibt. Dies müsste theoretisch bedeuten, dass mit dem Anstieg der südkoreanischen Sparneigung sowie dem Leistungsbilanzüberschuss auch mehr Investitionen getätigt werden können, aufgrund von Rücklagen und einem höheren Nettovermögen.

Zwischen den Ersparnissen und den Investitionen Südkoreas konnte ein schwacher negativer Korrelationskoeffizient von -0,208 ermittelt werden. Dieser besagt, dass mit steigenden Investitionen ein Rückgang der inländischen Sparquote einhergeht. Demnach kann die Reduktion des Leistungsbilanzüberschusses von 2015 bis 2017 dadurch erklärt werden, dass sich die Investitionsquote Südkoreas im Vergleich zur inländischen Sparneigung leicht erhöht hat bzw. die inländische Sparquote stärker gefallen ist als die Investitionsquote.

Das staatliche Haushaltssaldo Südkoreas, welches die Differenz zwischen allen Einnahmen und Ausgaben des Landes erfasst, verläuft innerhalb des Betrachtungszeitraums von 2001 bis 2018 durchgehend im positiven Bereich. Für Südkorea bedeutet das, dass die Einnahmen, die getätigten Ausgaben übersteigen und damit ein Finanzierungsüberschuss von 2,57 Prozent im Jahr 2018 generiert wurde.

Zuletzt wird der Zusammenhang zwischen der inländischen Investitionsnachfrage Südkoreas und den ausländischen Ersparnissen durch das Leistungsbilanzsaldo beschrieben.

Das Leistungsbilanzsaldo einen Landes ergibt sich aus der Addition von privaten Ersparnissen (S) und staatlichen Ersparnissen (T - G), wobei die privaten Investitionen (I) davon subtrahiert werden (Sauer 2019a). Wie bereits erwähnt, sind bei einem Leistungsbilanzüberschuss die inländischen Ersparnisse größer als die Investitionen (siehe Abbildung 1.3). Daraus resultiert ein Kapitalbilanzdefizit, das durch den Nettokapitalexport ins Ausland in Form von Kreditvergaben ausgelöst wurde. Damit steigen die Forderungen Südkoreas an das Ausland und die bestehenden Verbindlichkeiten des Landes reduzieren sich. Demzufolge wächst die Verschuldung der Ausländer gegenüber Südkorea, so dass die ausländische Ersparnis kontinuierlich abnimmt.

Bezogen auf das Untersuchungsland Südkorea lässt sich sagen, dass mit dem erwirtschafteten Leistungsbilanzüberschuss die Ersparnisse des Auslands weiter sinken, aufgrund der steigenden Forderungen Südkoreas durch die Kreditvergabe. Grundsätzlich gilt, je geringer die inländische Investitionsnachfrage ist, umso größer ist der Überschuss in der Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft und umso mehr verringern sich die ausländischen Ersparnisse infolge der Verschuldung gegenüber dem Überschussland, in diesem Fall Südkorea.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Leistungsbilanz eines Landes ein wichtiger Hebel ist, um Investitionen zu finanzieren. Sie zeigt dabei sowohl Exportüberschusse als auch Defizite auf und gibt Aufschlüsse darüber, wie der Überschuss bzw. Defizit erwirtschaftet wurde. Für das Untersuchungsland Südkorea wurde ein Leistungsbilanzüberschuss festgestellt. Einerseits aufgrund einer erhöhten inländischen Sparneigung und der geringeren inländischen Investitionsnachfrage und andererseits wegen des sehr großen Exportvolumens in der Handelsbilanz Südkoreas. Zugleich impliziert der Leistungsbilanzüberschuss ein Kapitalbilanzdefizit, woraus ein Nettokapitalexport ins Ausland resultiert und Südkorea die Rolle als Kreditgeber für das Ausland eingenommen hat.

Inländische Nachfrage, Binnen- und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion

Die Nachfrage nach inländischen Güter (ZZ) in einer offenen Volkswirtschaft hängt ab,

a. von den inländischen Nachfrage (DD)

b. von der Einfuhr sowie der Ausfuhrnachfrage (X)

man kann sagen, wenn das Einkommen steigt, steigt gleich die Nachfrage nach inländischen Güter.

Unter Endnachfrage versteht man der Verkauf von Produkten an den Endverbraucher (Sauer 2020c). Mit dem Begriff Binnennachfrage (AA) wird die Nachfrage nach Konsum und Investitionsgütern innerhalb eines Binnenmarktes bezeichnet (Sauer 2020c). Alternativ kann der gleichbedeutende Begriff der Inlandsnachfrage verwendet werden. Zusammen mit der Export- bzw. Auslandsnachfrage bildet die Binnennachfrage die Gesamtnachfrage (Sauer 2020c). Die inländische Nachfrage (DD) setzt sich zusammen aus Konsum, Investition und Staatsausgaben (Sauer 2020c):

Deutschland - inländische Nachfrage, Binnen- und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion, 1992 - 2017
Deutschland - inländische Nachfrage, Binnen- und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion, 1992 - 2017

Aus der Grafik kann man die inländische Nachfrage (DD), Binnennachfrage (AA) und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion (ZZ) von Deutschland von Jahr 1992 bis 2018 in Mrd. Euro ablesen, der Grafik zeigt, dass alle Kurven von 1992 bis 2018 monoton gestiegen sind. Das hat zu bedeuten, dass sowohl die Import- als auch Exportnachfrage sich nah bei einander positiv verhalten haben.

Von Jahr 1992 bis 2001 steigen ZZ und DD identisch. Im Jahr 2002 ist DD leicht gesunken. Von Jahr 2003 bis 2008 sind DD und ZZ parallel gestiegen. Vermutlich hat die Finanzkrise im Jahr 2008 auf die ZZ und DD große Schaden verursacht, deshalb sieht man eine Senkung im Jahr 2009. Die AA-Kurve verhält sich nahezu wie die DD-Kurve, das hat zu bedeuten, dass die Binnennachfragefunktion (AA) von der inländische Nachfragefunktion (DD) abhängt. Auf AA hat die Finanzkrise vermutlich ebenfalls leicht negativ ausgewirkt. Ab 2010 sind alle 3 Kurven wieder gestiegen.

Die inländische Nachfrage (DD) steigt mit dem Einkommen und die Einfuhren (M) steigen damit auch. Die Binnennachfrage (AA) ergibt sich als Differenz von DD und M, daher ist AA flacher als DD. Das kann man deutlich im dem Grafik 2.1 sehen.

Südkorea - inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion (in Mrd. Won), 1992-2020
Südkorea - inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion (in Mrd. Won), 1992-2020

Der folgende Grafik zeigt die inländische Nachfrage (DD), Binnennachfrage (AA) und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion (ZZ) von Südkorea von Jahr 1992 bis 2020 in Mrd. WON. Südkoreanische Währung. Wenn man die Grafik allgemein betrachtet, sieht man, dass alle 3 Kurven ständig steigen, eine positive Entwicklung.

Von Jahr 1992 bis 1996 laufen die AA und DD Kurve ständig nach oben, für 2 Jahren sieht man einen Bruch. Die Binnennachfrage (AA) steigt ständig weiter. Die inländische Nachfrage (DD) hat ein steigende Verlauf, außer von Jahr 2004 bis 2006 und von Jahr 2007 bis 2009, liegt einen Bruch vor. Unterschiedlich Gründe können diesen Bruch verursacht haben zum Beispiel die Finanzkrise, Währungskollaps etc. Die Endnachfrage (ZZ) hat am Anfang nämlich, von Jahr 1993 bis 2001 schlechten Verlauf, vor allem von Jahr 1993 bis 1996 und zwischen 1999- 2000. Grund dafür kann sein, dass die inländischer Nachfrage nach in- und ausländische Güterproduktion leicht gestiegen ist.

Wenn man die 3 Kurven (ZZ, AA, DD) von Deutschland und Südkorea vergleicht, kann man folgende mitteilen: beide Länder haben im allgemein ein normalen steigenden Verlauf. Bei Deutschland fällt auf, dass als die ZZ Kurve im Jahr 2009 gesunken ist, ist die DD Kurve ebenfalls gesunken. Im Gegenteil in Südkorea bei einen Rückgang der Kurve ZZ zwischen den Jahren 1993-1995 und 1999-2001, zeigt die Kurve DD einen leichten Anstieg. Es ist noch ablesbar, dass Südkorea eine stärkere Güterexport hat, da sie sowohl eine höhe inländische Nachfrage (DD) als auch ein Höhe Endnachfrage (ZZ) hat.    

Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die außenwirtschaftliche Strategie Ihres Untersuchungslandes ziehen?

Südkorea war vor den sechziger Jahren ein armen Agrarland, jedoch hat die Regierung unterschiedliche Maßnahmen entwickelt bzw. eingesetzt (Reguvis 2013). Sie haben mehr im Bereich Forschung und Entwicklung investiert, sie haben sich auf eine außenorientierte Entwicklungsstrategie gesetzt, vor allem im Technologiebereich (Reguvis 2013). Es wurde mehr auf Export konzentriert.

Im Jahr 2011 hat die südkoreanische Regierung ein Freihandelsabkommen mit der EU geschlossen, im Jahr 2012 mit den USA ist ebenfalls ein Freihandelsabkommen in Kraft getreten (Pascha 2016). Zu den niedrigen Zollkosten hat dieses Abkommen andere Vorteile, vor allem Industriestandard und Zertifikationen werden gegenseitig anerkannt.    

Wie unterscheidet sich diese Strategie von der Deutschlands?

Deutschland verfolgt eine Aufgabenteilung zwischen Staat und Wirtschaft als System der Außenwirtschaftsförderung (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2020). Das hat zu bedeuten, dass verschiedene Behörden wie Auslandhandelskammer, Auslandsvertretungen und die Germany Trade and Invest arbeiten eng mit dem Unternehmen zusammen, damit die inländische Unternehmen bestmöglich unterstützt werden (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2020).

Dabei unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit seinem Angebot zur Exportförderung, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um ausländische Märkte zu erschließen.

Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich an gesuchten Messen und Fachausstellungen, in dem sie ein Teil der Ausstellungskosten übernehmen, um den Außenhandel zu unterstützen, und um die (KMU) zu ermöglichen, an Internationale Messen und Ausstellungen teilzunehmen.

Die Bundesregierung bietet auch gegen ein Entgelt an, Garantien für Investitionen im Ausland zur Absicherung politischer Risiken, es wird allerdings vorausgesetzt, dass das Unternehmen sein Sitz in Deutschland hat und die Investitionen in den gewählten Länder über einen Rechtschutz verfügen.

Als Marketing für die deutsche Wirtschaft, ist die (GTAI) dafür zuständig. Die Gesellschaft hat eine Auslandsnetz aufgebaut, die vor Ort Informationen über die Märkte sammeln, und diese Informationen vor allem an kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung stehen.

Somit kann man sagen, dass die Strategieunterschied zwischen Deutschland und Südkorea bestehen darin, dass Deutschland mehr mit den eigenen Unternehmen im Ausland tätig ist, und dies immer zu Unterstützung bereit ist. Im Gegenteil versucht Südkorea mit ausländischen Unternehmen zu kooperieren, in dem sie das Freihandelsabkommen nutzen, um ihre eigene Wirtschaft zu verstärken.

Deutschland steht im Platz 3 der größten Waren-Exportländer der Welt mit 1.372,4 Mrd. Euro, hingegen steht Südkorea im Platz 7 mit 521,3 Mrd. Euro (Gerginov und Gevestor.de 2016).

Wie können Sie das Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften für dies Untersuchung einsetzen?

Mit dem Begriff Gütermarkt offener Volkswirtschaft versteht man aller Märkte, in dem Waren und Dienstleistungen angeboten werden. In solche Märkte können Konsumenten zwischen inländische und ausländische Waren und Dienstleistungen wählen. Anbieter können auch ihre Waren bzw. Dienstleistungen sowohl in inländischen als im ausländische Märkte anbieten. Da Südkorea erst spät ein Industrie Land geworden ist, hat sie erst Anfang der neuen Jahrtausend ein monotone Kurve ohne große Schwankungen.

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Gütermarktmultiplikator im Vergleich zu Deutschland

Das vorliegende Kapitel setzt sich mit den Multiplikatoren-Südkorea versus Deutschland auseinander. Dabei werden die Einflüsse der Importe auf dem Gütermarktmultiplikator von Südkorea sowie deren Auswirkungen auf Wirksamkeit fiskalpolitischer Maßnahmen zur Stabilisierung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung mit denen in Deutschland verglichen.

Zuerst werden die relevanten Begriffe definiert, dann die Graphik zur besseren Veranschaulichung dargestellt und anhand derer die Zusammenhänge erläutert und begründet. Anschließend wird eine Zusammenfassung aufgezeichnet.

„Der elementare Gütermarktmultiplikator ergibt sich aus der Ableitung des gleichgewichtigen Volkseinkommens auf dem Gütermarkt nach den Staatsausgaben. Er gibt also die Wirkung nachfrageerhöhender Staatsausgaben auf das Volkseinkommen an ohne Berücksichtigung des Geldmarktes und dadurch auch ohne Berücksichtigung der Wirkung auf den Zins.“ (Heertje und Wenzel 1997: 608)

Bei Südkorea liegt eine offene Volkswirtschaft vor, das heißt sie stehen mit anderen Volkswirtschaften ohne Beschränkungen in Verbindung. Durch diese Handelsverflechtungen ist der Gütermarktmultiplikator kleiner als in geschlossenen Volkswirtschaften, die keinen Handel betreiben. „Der Gütermarktmultiplikator ist ein Kontrapunkt zur neoklassischen Vorstellung, dass die aggregierte Nachfrage unwichtig ist und damit das Saysche Gesetz gilt. Er zeigt die zentrale Rolle der aggregierten Güternachfrage und der autonomen Nachfragekomponenten.“ (Heine und Herr 2003: 715)

Vorausgesetzt wird eine Kaufparität zur Vereinfachung und Veranschaulichung. Dadurch werden die Bewegungen des Realenwechselkurses vernachlässigt. Dabei wird der vernachlässigte reale Wechselkurs mit Ɛ=1 dargestellt.

„Der Gütermarkt ist im Gleichgewicht, wenn die inländische Produktion (X) der Nachfrage nach inländischen Gütern (Z) entspricht.“ (Blanchard und Illing 2017: 539)

„Wenn wir annehmen, dass die Zusammenhänge in der Gleichung linear sind, können wir die Effekte der Staatsausgaben, der ausländischen Produktion usw. sowohl auf die Produktion als auch auf die Handelsbilanz berechnen unter Berücksichtigung des Konsums (C), Staatsausgaben (G), Importe(IM), Exporte (X) und Investition (I).“ (Blanchard und Illing 2017: 576)

Diese Gleichung wird erweitert um die Parameter c0, c1, d0, d1, d2 und den Realzinssatz r.

„Die Importe IM verhalten sich proportional zur inländischen Produktion Y. Die Exporte X verhalten sich proportional zur ausländischen Produktion.“ (Blanchard und Illing 2017: 576)

Dementsprechend werden die Importe und Exporte in der Gleichung mit dem Parameter im1 und x1 multipliziert und mit der jeweiligen Produktion ergänzt, dies ergibt Y und Y*.  Der Fokus liegt an der Stelle auf den Importen und im1, dies stellt die marginale Import Neigung da.

„Die Produktion ist gleich dem Multiplikator (der Term in der eckigen Klammer), multipliziert mit den autonomen Ausgaben ( der Term in der runden Klammer, der den Effekt all der variablen beinhaltet, die wir bei der Erklärung der Produktion als gegeben betrachten).“ (Blanchard und Illing 2017: 576)     

Mit der Gleichung wird aufgezeigt, welche Effekte der Multiplikator auf die Produktion hat und eine Analyse der Importe möglich ist. Die negative marginale Import Neigung verdeutlicht, dass ein Teil der zusätzlichen Nachfrage auf die ausländischen Güter fällt. An Hand der oben aufgezeigten Gleichung kann die Nachfrage, Produktion und Beschäftigung abgeleitet werden.

Um das zu veranschaulichen, werden in der folgenden Abbildung die Importe als Funktion der Einkommen von Südkorea angenommen.

Importe als Funktion der Einkommen, Südkorea 1953-2017
Importe als Funktion der Einkommen, Südkorea 1953-2017

Importe sind alle Waren und Dienstleistungen, die nicht aus dem Inland stammen. Dabei werden die einheimischen Konsumenten, Unternehmen und staatlichen Institutionen betrachtet.

In der Graphik sieht man den Graphen mit einer negativen Steigung. Diese negative Steigung verdeutlicht, dass mit steigenden Einkommen die Importe ansteigen.

Bei der Betrachtung von Deutschland und Südkorea fällt auf, dass Deutschland ein höheres Einkommen hat. Bei Südkorea liegt jedoch eine Steigung mit höherem negativem Wert vor. Deutschland hat somit geringere Investitionen aber ein höheres Einkommen. In beiden Volkswirtschaften verändert sich die die Einkommenshöhe proportional zu den Importen. Die Lineare Funktion ist unabhängig von den Jahren in dem Zeitraum von 1953-2017. Das Einkommen ist über die Jahre immer wieder angestiegen bzw. gefallen. Die Importe haben sich entsprechend dem Multiplikator verändert. Die Importe haben nicht nur eine Auswirkung auf das Einkommen, sondern auch auf die Handelsbilanz

„Beim Export (wie beim Import) müssen wir zwischen Waren und Dienstleitungen unterscheiden. Wenn ausländische Unternehmen oder Konsumenten bestimmte Produkte aus Deutschland beziehen, wird dies als Warenhandel in der Handelsbilanz erfasst.“ (Blanchard und Illing 2017: 505)

Ein Bestandteil, der nicht unberücksichtigt bleiben darf, sind die Staatsausgaben. Entscheidungen über die Höhe der Steuern und Ausgaben des Staates ergeben zusammen die Fiskalpolitik. Importe als Funktion der Einkommen lassen Rückschlüsse auf die Fiskalpolitik ziehen. Die Maßnahmen des Staates haben eine Wechselwirkung zum Einkommen und folglich auch auf die Importe. Der Vergleich mit der größeren Volkswirtschaft Deutschland zeigt, dass ein Land umso unabhängiger ist desto größer es ist. Das größere Land ist somit nicht auf Importe angewiesen und somit sind diese geringer im Vergleich zu Süd-Korea. Dies wird im Verhältnis zu dem Einkommen betrachtet.

Führt der Staat eine expansive Staatspolitik, erhöht er entweder die Staatsausgaben oder senkt die Steuern. Die Maßnahmen haben immer eine Auswirkung auf Produktion, Nachfrage und Beschäftigung. Gerät eine Volkswirtschaft aus dem Gleichgewicht gereift der Staat mit Fiskalpolitischen Maßnahmen ein. Fiskalpolitische Maßnahmen erhöhen die Produktion einer Volkswirtschaft, das führt zu mehr Beschäftigung, dadurch steigen die Einkünfte und somit auch die Nachfrage nach Gütern. Im ersten Teil habe ich den Gütermarktmultiplikator hergeleitet, dann wird der Multiplikator mit den Veränderungen der Staatsausgaben multipliziert und daraus ergibt sich der Anstieg der Produktion.

Aus dem Anstieg der Produktion folgt der Anstieg der Importe damit wird der Einfluss der Importe auf den Gütermarktmultiplikator nachgewiesen. Das wiederum hat eine Auswirkung auf die Wirksamkeit der Fiskalpolitischen Maßnahmen. Die Intensität der Auswirkung ist abhängig von der Größe der Volkswirtschaft und ob es sich um eine geschlossene Volkswirtschaft oder eine Handelsverflechtung handelt. „Für Deutschland ist die Wirkung eines Anstiegs von Staatsausgaben auf die Produktion groß und die Wirkung auf die Handelsbilanz klein. Für Südkorea ist die Wirkung eines Anstieges von Staatsausgaben auf die Produktion klein und die Verflechtung der Handelsbilanz ist groß, sie entspricht der Hälfte der Staatsausgabenerhöhungen.“ (Blanchard und Illing 2017: 569)

Auslandsvermögen und Leistungsbilanz

Im Folgenden beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang des Netto-Auslandsvermögensstatus und der kumulierten Leistungsbilanz Südkoreas und vergleichen diese anschließend mit denen der USA.

Der Auslandsvermögensstatus beschreibt die finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Inländern und den Ausländern zum Stichtag. Diese werden mit den jeweiligen Marktpreisen und Wechselkursen bewertet.

Die Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben den Netto-Auslandsvermögensstatus. Er zeigt an, ob ein Land Nettogläubiger oder Nettoschuldner gegenüber dem Rest der Welt ist (Deutsche Bundesbank 2020).

Netto-Auslandsvermögen und kumulierte Leistungsbilanz Südkoreas , 1980-2018
Netto-Auslandsvermögen und kumulierte Leistungsbilanz Südkoreas , 1980-2018

Die Leistungsbilanz, als Teil der Zahlungsbilanz, beschreibt alle Güterexporte und Güterimporte eines Landes mit dem Rest der Welt. Sie lässt sich weiterhin aufteilen in die Handelsbilanz, die Dienstleistungsbilanz und die Übertragungsbilanz. Ist die Leistungsbilanz für eine Periode positiv, dann wurde in der Periode ein Leistungsbilanzüberschuss erzielt, das heißt, es wurde mehr exportiert als importiert. Diese Überschüsse beziehungsweise Defizite werden kumuliert, das heißt von Jahr zu Jahr weiter aufsummiert und bilden somit eine fortlaufende Bilanz, wie bei einem kaufmännischen Unternehmen (Sauer 2019b).

Die Abbildung 4.1 zeigt die kumulierte Leistungsbilanz und das Netto-Auslandsvermögen Südkoreas von 1980 bis 2018. Dabei ist anzumerken, dass erst ab 1994 Daten für das Netto-Auslandsvermögen zur Verfügung stehen. Bei Betrachtung des Diagramms fällt auf, dass sowohl die Leistungsbilanz als auch das Netto-Auslandsvermögen Südkoreas bis circa 2010 rund um Null mit einer leicht negativen Ausprägung verlaufen. Ab 2010 steigen sowohl die Leistungsbilanz als auch der Netto-Auslandsvermögensstatus stark ins Positive.

Zur Ermittlung einer Korrelation wird der Pearson-Korrelationskoeffizient verwendet. Dieser kann zwischen minus eins und eins liegen. Ein Koeffizient von eins beschreibt eine starke Korrelation, während ein negativer Koeffizient eine negative Korrelation erklärt. Ist das Ergebnis nahe Null, so ist kein Zusammenhang erkennbar.

Bei Betrachtung der beiden Graphen und des Pearson-Korrelationskoeffizienten für die gesamte Zeitspanne (rund 0,8784) ist eine starke Korrelation zu erkennen. Diese wird ab 2011 noch stärker (rund 0,9796). Durch die steigende Menge an exportierten Gütern in der Leistungsbilanz steigt auch das Netto-Auslandsvermögen ähnlich stark.

Man kann somit festhalten, dass Südkorea Gläubiger gegenüber dem Rest der Welt ist. Bei Betrachtung des Diagramms der USA aus der Aufgabenstellung fällt auf, dass beide Graphen stark ins Negative gehen. Abgesehen vom Zeitraum 2000 bis 2010 verlaufen sowohl die kumulierte Leistungsbilanz als auch das Netto-Auslandsvermögen parallel. Grund für die Abweichung der Korrelation in diesem Zeitraum ist die sich entwickelnde Finanzkrise aus dem Jahr 2008. Ab 2010 verlaufen beide Graphen wieder parallel (Sauer 2020a).

Die USA ist somit Schuldner gegenüber dem Rest der Welt. Grund hierfür liegt an den hohen Importausgaben der USA, während Südkorea aufgrund des technischen Fortschritts zunehmend an Bedeutung als Exportnation gewinnt. Darüber hinaus hat Südkorea auch große Unternehmen außerhalb der Technologie Branche. Hyundai zum Beispiel ist einer der größten Autohersteller der Welt, auch wenn General Motors nur 0,3 Prozentpunkte dahinter liegt (Quest TechnoMarketing e.K. 2020).

Obwohl die USA noch weitere sehr große internationale Unternehmen im Land haben, ist sowohl ihre Leistungsbilanz als auch ihr Netto-Auslandsvermögensstatus negativ. Walmart als umsatzstärkstes Unternehmen der USA erzielt als Einzelhandelskette ihren Umsatz weitest gehend innerhalb des Landes (Fortune.com 2020).

Die stark negative Entwicklung der Leistungsbilanz und des Netto-Auslandsvermögensstatus der USA hängt damit zusammen, dass die USA auch aufgrund ihrer hohen Einwohnerzahl viel mehr Rohstoffe und Güter, die sie selbst nicht fördern können, importieren müssen. Südkorea muss hingegen eine deutlich geringere Menge importieren, da sie sowohl auf Fläche als auch auf Bevölkerung bezogen ein deutlich kleineres Land sind.

Ein weiterer Faktor ist auch im Sport zu sehen. Während die populärsten Sportarten der USA wie Baseball, Football oder auch Basketball fast ausschließlich im Inland eine hohe Bekanntheit erhalten, werden kaum Sportler im Ausland Gelder generieren. Des Weiteren werden alle sportlichen Events dieser Sportarten ausschließlich im Inland durchgeführt. Somit wirken sich die sportlichen Riesen so gut wie gar nicht auf die Leistungsbilanz oder das Netto-Auslandsvermögen aus.

In Südkorea hingegen sind andere Sportarten sehr populär, allen voran der eSport. Dieser hat sich mittlerweile in der gesamten Welt mehr oder weniger durchgesetzt. Aber nicht nur die Sportarten, sondern auch die Spieler erwirtschaften Geld in der gesamten Welt und darüber hinaus werden so gut wie keine Ressourcen von außerhalb Südkoreas mehr benötigt. Dies kann sich somit nur positiv auf die Leistungsbilanz und das Netto-Auslandsvermögens auswirken.

Ein weiterer Punkt für die Entwicklung der Graphen kann in den jeweiligen Währungen liegen. Da sowohl die USA als auch Südkorea eigenständige Währungen führen und keiner Währungsgemeinschaft angehören, spielt somit auch der Wechselkurs eine sehr hohe Rolle. Wird die eigene Währung aufgewertet, werden die zu exportierenden Güter für die Ausländer teurer. Durch diese Maßnahme sinkt der Export des jeweiligen Landes, und somit auch der Saldo der Leistungsbilanz und das Netto-Auslandsvermögen für die jeweilige Periode. Darüber hinaus wirkt sich auch eine Abwertung anderer Währungen negativ auf die eigene Leistungsbilanz aus, denn so werden die zu exportierenden Güter für die Ausländer auch teurer.

Abschließend lässt sich festhalten, dass sowohl die Leistungsbilanz als auch der Netto-Auslandsvermögensstatus in einem direkten Zusammenhang stehen. Natürlich ergeben sich hin und wieder Abweichungen aufgrund von globalen Großereignissen, wie zum Beispiel die Finanzkrise aus 2008, aber im Großen und Ganzen verlaufen beide Graphen immer parallel. Hierbei ist anzumerken, dass die Summe der Leistungsbilanzen aller Nationen Null ergeben. Das heißt, dass es sowohl Gläubiger als auch Schuldner gegenüber dem Rest der Welt geben muss.

Auffällig ist dabei die Entwicklung Südkoreas, die sich in kürzester Zeit von einem ausgeglichenen Land zu einer Exportnation entwickelt hat. Die USA hingegen als wirtschaftlich stark aufgestelltes Land wird auch in Zukunft eine weiterhin negative Leistungsbilanz aufweisen, da sie deutlich mehr Importieren muss als sie Exportieren kann. Um dies zu finanzieren, wird ein komparativer Vorteil durch den Dienstleistungssektor erzielt, speziell durch IT-Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen (Felbermayr 2018: 2).

Auslandsvermögen und Vermögenseinkommen

Im folgenden Kapitel wird der Zusammenhang der Entwicklung des Auslandsvermögensstatus‘ Südkoreas und dem Saldo der Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen Südkoreas untersucht. Dazu werden Daten des Internationalen Währungsfonds genutzt.

Netto Auslandsvermögen Bestandteile Südkorea, 2000-2019
Netto Auslandsvermögen Bestandteile Südkorea, 2000-2019

Die Abbildung 5.1 zeigt die Netto-Auslandsvermögen in Form von Direkt- und Portfolioinvestitionen sowie übrigen Kapitalanlagen Südkoreas im Zeitraum von 2000-2019. Der Auslandsvermögensstatus gibt die Differenz zwischen den Forderungen einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland und den Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland wieder (Krugman u. a. 2019: 437 f.). Unter Direktinvestitionen fallen Transaktionen mit einem hohen unternehmerischen Engagement. Bei Wertpapieranlagen hingegen steht nicht das unternehmerische Engagement, sondern die Ertragserzielung im Mittelpunkt. Die übrigen Kapitalanlagen beinhalten nun die übrigen unterschiedlichsten Kapitaltransaktionen (Bösch 2019: 87 f.).

Die Netto-Direktinvestitionen betragen am Anfang des Betrachtungszeitraumes im Jahr 2000 -22.240 Millionen USD und im Jahre 2019 +201.593 Millionen USD. Es ist also ein deutlicher Zuwachs der Netto-Direktinvestitionen zu erkennen. Dies bedeutet, dass Südkorea insgesamt mehr in das Ausland an Direktinvestitionen investiert hat als das Ausland an Direktinvestitionen in Südkorea investiert hat. Zwar nehmen die Investitionen aus Direktinvestitionen des Auslands in Südkorea zu (von 43.738 Millionen USD im Jahr 2000 auf 238.553 Millionen USD im Jahre 2019), jedoch wird dies durch die Direktinvestitionen Südkoreas in das Ausland überkompensiert (diese steigen von 21.497 Millionen USD auf 440.147 Millionen USD). Südkorea hat also insgesamt Forderungen gegenüber dem Ausland aus ihren Direktinvestitionen.

Eine sehr ähnliche Entwicklung findet auch bei den Übrigen Kapitalanlagen statt.

Die Netto-Wertpapieranlagen hingegen sind durchgängig negativ. Südkorea investiert zwar auch immer mehr in das Ausland, jedoch investiert das Ausland hier noch mehr in Südkorea. Hier liegt also eine Verschuldung gegenüber dem Ausland vor, wobei sich diese Verschuldung ab 2013 verkleinert.

Wenn man sich die Zahlen dieser drei Auslandsvermögenbestandteile anschaut, fällt auch auf, dass die Zahlen immer größer werden. Sowohl die Investitionen Südkoreas als auch die Investitionen des Auslandes in Südkorea nehmen immer weiter zu. Dies lässt sich zum einen durch die voranschreitende Globalisierung erklären als auch dadurch, dass Länder durch den Handel mit Vermögenswerten die gleiche Durchschnittsrendite erzielen können und gleichzeitig, durch die internationale Diversifizierung, ihr Vermögen einem geringeren Risiko ausgesetzt wird. Da die meisten Menschen risikoavers sind, werden sie also ihre Investitionen streuen und somit auch mehr in das Ausland investieren (Krugman u. a. 2019: 791 ff.).

Dass das Nettoauslandsvermögen in diesem Zeitraum insgesamt zunimmt, liegt an Südkoreas Leistungsbilanzüberschüssen. In einer offenen Volkswirtschaft können diese Leistungsbilanzüberschüsse nämlich durch den Kauf von Auslandsvermögen angespart werden (Krugman u. a. 2019: 439). Die Veränderung des Nettoauslandsvermögens ist also nichts anderes als der Leistungsbilanzsaldo und bei einem Leistungsbilanzüberschuss übersteigen also die neu entstandenen Zahlungsforderungen die neu entstandenen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland (Blanchard und Illing 2014: 536). Somit nimmt das Nettoauslandsvermögen zu.

Vergleicht man dies mit Deutschland, sieht man, dass auch dort ein ähnlicher Trend zu erkennen ist. Auch in Deutschland ist erkennbar, dass das Nettoauslandsvermögen mit den einzelnen Bestandteilen im betrachteten Zeitraum ansteigt und auch in Deutschland kann man dies mit den Leistungsbilanzüberschüssen begründen. Die absoluten Zahlen sind größer aber das Prinzip bleibt gleich.

Vermögen in und Einkommen aus Direktinvestitionen im Ausland, Netto (in Millionen USD), 2000-2019
Vermögen in und Einkommen aus Direktinvestitionen im Ausland, Netto (in Millionen USD), 2000-2019

Die Abbildung 5.2 zeigt nun einmal die Netto-Direktinvestitionen und gleichzeitig den Saldo der Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen. Die Netto-Direktinvestitionen und der Verlauf der zugehörigen Kurve wurden bereits weiter oben im Zusammenhang mit Abbildung 5.1 erläutert.

Die andere Kurve zeigt das Netto-Einkommen aus diesen Direktinvestitionen. Einkommen aus Direktinvestitionen werden in der Leistungsbilanz unter Primäreinkommen erfasst und beinhalten beispielsweise thesaurierte Gewinne aus getätigten Direktinvestitionen (Bösch 2019: 86). Die Kurve zeigt, dass das Netto-Einkommen zu Beginn des Betrachtungszeitraumes zuerst negativ war. Dies bedeutet, dass in dieser Zeit das Einkommen wie beispielsweise thesaurierte Gewinne, die durch Direktinvestitionen Südkoreas im Ausland entstanden sind, geringer waren als das Einkommen, welches durch ausländische Direktinvestitionen in Südkorea generiert wurde. Dies ändert sich ab 2012. Ab da ist das Netto-Einkommen mit Ausnahme von 2016 positiv. Dies bedeutet, dass nun das Einkommen aus Südkoreas getätigten Direktinvestitionen im Ausland das Einkommen aus Ausländischen Direktinvestitionen die in Südkorea getätigt wurden, übersteigt.

Die Korrelation zwischen diesen beiden Kurven also der Netto-Direktinvestitionen Südkoreas und dem Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen Südkoreas beträgt rund 0,7025. Es liegt also ein starker positiver linearer Zusammenhang zwischen den beiden Größen vor. Man kann also sagen, dass das Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen steigt, wenn die Netto-Direktinvestitionen steigen und andersherum. Dies liegt zum einen daran, dass natürlich das Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen steigt, wenn auch Netto mehr Direktinvestitionen getätigt wurden. Wenn das Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen steigt, entsteht auch tendenziell eher ein Leistungsbilanzüberschuss. Dieser Leistungsbilanzüberschuss kann in einer offenen Volkswirtschaft auch in Form von Auslandsvermögen angespart werden (Krugman u. a. 2019: 433). Damit liegen dann wieder mehr Netto-Direktinvestitionen vor. Dies wiederum führt zu einem weiteren Anstieg des Netto-Einkommens aus Direktinvestitionen, welcher tendenziell wieder zu einem Leistungsbilanzüberschuss führt und so weiter.

In Deutschland beträgt die Korrelation zwischen den Netto-Direktinvestitionen und dem Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen im Zeitraum 2000-2018 rund 0,8874. Hier lässt sich also sogar eine noch stärkere Korrelation erkennen. Diese noch stärkere Korrelation lässt sich durch die gleichen Effekte wie bei Südkorea begründen.

Netto-Rendite aus Direktinvestitionen Südkorea
Netto-Rendite aus Direktinvestitionen Südkorea

Als nächstes wird die Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen betrachtet. Die Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen kann man berechnen, indem man das Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen durch die Netto-Direktinvestitionen dividiert.

Abbildung 5.3 zeigt den Verlauf der Netto-Rendite aus Direktinvestitionen Südkoreas im Zeitraum von 2000-2018 und vergleicht diese auch direkt mit den Renditen Deutschlands. Die durchschnittliche Netto-Rendite Südkoreas in diesem Zeitraum beträgt 54,38 %. Dieser hohe Wert entsteht aber vor allem durch die in Abbildung 3 zu erkennenden Ausreißer im Zeitraum von 2008-2010. Die durchschnittliche Netto-Rendite aus Direktinvestitionen ohne diesen Zeitraum beträgt 6,41 %. Betrachtet man Deutschland gibt es hier keine großen Ausreißer. Die durchschnittliche Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen beträgt hier 8,78 %. Lässt man also den Zeitraum von 2008-2010 aus, lassen sich auch hier durchaus ähnliche Netto-Renditen feststellen.

Abschließend lässt sich also sagen, dass in Südkorea in dem betrachteten Zeitraum der Nettoauslandsvermögensstatus gestiegen ist. Dies gilt vor allem auch für die Netto-Direktinvestitionen. Dies lässt sich durch die Leistungsbilanzüberschüsse Südkoreas erklären. Weiterhin ist auch das Netto-Einkommen aus den Direktinvestitionen im Ausland gestiegen. Es besteht eine starke Korrelation des Netto-Einkommens aus Direktinvestitionen im Ausland und den Netto-Direktinvestitionen, welches dadurch erklärbar ist, dass natürlich mehr Einkommen aus Direktinvestitionen generiert werden kann, wenn mehr Direktinvestitionen getätigt wurden. Vergleicht man all dies mit Deutschland lassen sich auch dort sehr ähnliche Beobachtungen feststellen.

Auslandsvermögen zum Bruttoinlandsprodukt

Der Auslandsvermögensstatus gibt die Differenz zwischen den Forderungen einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland und den Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland wieder (Krugman u. a. 2019: 436 ff.).

Wird mehr Kapital ins Ausland aus dem Inland exportiert, wird der Auslandsvermögenstatus größer. In diesem Fall erfolgt das Wachstum von Auslandsaktiva. Wird mehr Kapital ins Inland von außen importiert, bedeutet dies, dass Inland Schulden (Verbindlichkeiten) hat. Hat ein Land mehr Auslandpassiva als Auslandsaktiva wird das gesamte Auslandsvermögen negativ.

Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zum BIP der USA, 1980-2018
Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zum BIP der USA, 1980-2018

l  Welche Besonderheiten fallen Ihnen dabei auf?

1)    Bemerkenswert ist, dass ab 1980 bis 1995 die Forderungen und Verbindlichkeiten fast gleich verlaufen.

2)    Von 1995 bis 2000 erfolgt ein Starker Wachstum von Forderungen und Verbindlichkeiten. Danach folgt die Rezession.

3)    Ab 2003 bis 2007 steigen die beiden Kurven wieder an, danach passiert die Rezession.

4)    Schwache Entwicklung der Kurven ab 2008.

l  Mit welchem wirtschaftlichen Ereignis fallen diese zusammen?

l  Was lässt sich daraus schließen?

Die Jahre 1980 bis 1995 hatte USA keinen Auslandsvermögendefizit, da die USA etwa genau so viel Kapital exportiert hat wie sie importierte. Grund dafür ist die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik der USA. Unternehmen waren von ihren Kosten entlastet und brauchten keine Kredite, besonders aus dem Ausland.

Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zur Leistungsbilanz, 1980 – 2018
Auslandsvermögen der USA, Aktiva und Passiva, zur Leistungsbilanz, 1980 – 2018

Ab dem Jahr 1995 bekommt die USA viel mehr Kapital aus dem Ausland in Form von Kapitalimporten, als sie selbst exportiert. Das bedeutet die negative Entwicklung des Auslandsvermögens und setzt die Verschuldung voraus. 

1998 erfolgt der Börsen-Crash wegen der Asien-Krise, was einen Einfluss auf spätere Wirtschaftsprobleme haben könnte.

Vor 2000 entsteht ein «Dot-com Boom», was auf viel Spekulationen basiert und in eine Blase resultiert. Ab circa 2000 ist die Blase geplatzt, was dazu führte, dass die Auslandsinvestitionen zurückgegangen sind.

Die Jahre 2003 bis 2007 zeigen einen verstärkten Anstieg Forderungen und Verbindlichkeiten. Der Anstieg der Passiva ist stärker. Der Anstieg der Passiva könnte man in dem 1-Prozent Zins der USA sehen, was die Investoren aus dem Ausland dazu treibt Kredite in den USA abzugeben, das ist Kapitalimport. Viele Staaten die Leistungsbilanz-Überschüsse haben wollen ihr Geld in den USA anlegen. Investitionen aus dem Ausland brachten den amerikanischen Banken Kapital. Zum Beispiel hält China amerikanische Staatsanleihen im Wert von mehr als 1,1 Billionen Dollar (Süddeutsche Zeitung 2011).

Die amerikanischen Banken hatten einen Kredit-Überschuss welches sie an privaten Haushalten vergaben und private Haushalte nutzten die Kredite für Investitionen in Immobilien. Problematisch, war dass die Investitionen in Immobilien spekuliert worden, was sich zu einer Immobilienblase entwickelte. Dieser krachte Mitte 2007.

Bis 2009 geht das Auslandsvermögen zurück, weil die USA wenigen Staaten die Kredite vergeben. Das könnte mit der Finanzkrise 2008 zusammenhängen. Die Forderungen gingen zurück, weil viele Unternehmen und Private Haushalte ihre Kredite nach der Krise nicht mehr bezahlen konnten und deswegen konnten die Banken keine neuen Kredite vergeben.

Bemerkenswert ist, dass die USA ihr Leistungsbilanzdefizit finanzieren muss.

Die Leistungsbilanz und Auslandsvermögen hängen zusammen. Wird Leistungsbilanz kleiner, wird auch Auslandsvermögen kleiner. Ab 1980 man sieht an der Abbildung 2 den Leistungsbilanzdefizit.

Nationale Währung

Die USA hat ihre finanziellen Schulden in US-Dollar denominiert. Aber viele Forderungen sind in fremder Währung denominiert. (IMF) Das könnte auch als Erklärung von möglichen Schwankungen sein. Im Jahr 1997 steigt der Dollar. Soll der Kurs von US-Dollar fallen, so steigt die Auslandsaktiva von den USA. Man bekommt mehr Einheiten der Fremdwährung und bessere Wettbewerbsposition in aller Welt. Umgekehrt soll der Anstieg des Dollars negativ für die Verschuldung wirken. Das könnte in Degression von Auslandsvermögen auswirken, weil sich die Verbindlichkeiten in ihrem Wert erhöhen.

Auslandsvermögen Südkoreas, Forderungen und Verbindlichkeiten zum BIP, 1995-2018
Auslandsvermögen Südkoreas, Forderungen und Verbindlichkeiten zum BIP, 1995-2018

Das verlangsamte Wachstum der Forderungen und Verbindlichkeiten auf der Abbildung 6.1 ab dem Jahr 2008 liegt an den wirtschaftlichen Folgen der Weltfinanzkrise.

Eine Abbildung für Südkorea und Beantwortung derselben Fragen für die Volkswirtschaft.

Man sieht das Wachstum von Forderungen und Verbindlichkeiten circa vor dem Jahr 1998. Danach folgt die Rezession. Die Rezession hängt mit der Asienkrise zusammen. Circa in diesem Jahr erfolgt der Absturz der nationalen Währung -Won. Weil viele kurzfristige Kredite in Fremdwährung waren, hatten die einheimischen Banken Liquiditätsprobleme, keine Kreditgeschäfte mehr möglich. Es erfolgt kein Import und Export von Kapital.

An der Grafik von Südkorea sieht man ab 2000 bis 2007 das starke Wachstum von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Regierung hat in diesen Jahren eine Liberalisierung des Marktes angestrebt, was die Kreditwirtschaft fördert. Der Wertverfall des Won im Jahr 1998 erhöhte die Attraktivität koreanischer Produkte auf dem Weltmarkt und ließ die Exporte steigen (Köllner 2003: 110). Zahlreiche Beschränkungen für ausländische Direktinvestitionen wurden abgeschafft (Köllner 2003: 112).

In den Jahren circa 2009-2010 sieht man eine Rezession von Auslandsaktiva und Auslandspassiva. Dies könnte mit der späteren Wirkung der Weltfinanzkrise zusammenhängen. Das hat für kurze Zeit zum Erlegen der Kreditgeschäfte gesorgt. Ab 2011 trotz der erlebten Krise steigen die Forderungen bis das Auslandsvermögen im Jahr 2014 zum ersten Mal positiv wird. Südkorea wird zur Exportnation.

Was fällt Ihnen auf?

Leistungsbilanz und Auslandsvermögen Südkoreas, 2005-2019
Leistungsbilanz und Auslandsvermögen Südkoreas, 2005-2019

Das Netto-Auslandsvermögen entwickelt sich mit der Leistungsbilanz zusammen.

Im Jahr 2018 erlebt Südkorea den größten Wert des Auslandsvermögens und der Leistungsbilanz.

Wie ordnen Sie Ihre Ergebnisse theoretisch ein?

Südkorea wurde im Gegensatz zu den USA nicht so stark von der Weltfinanzkrise betroffen.

Literaturverzeichnis

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