Benutzer:Frankrei2020Makro

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Die makroökonomische Lage Frankreichs (Gruppenaufgabe)

Makroökonomische Basisdaten seit 2000

Makroökonomische Basisdaten Frankreich im Vergleich mit Deutschland und USA
Country Subject Descriptor Units 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
France Gross domestic product, constant prices Percent change 3,924 1,984 1,136 0,823 2,83 1,663 2,449 2,425 0,255 -2,873 1,949 2,193 0,313 0,576 0,956 1,113 1,095 2,26 1,725 1,249 1,263
France Output gap in percent of potential GDP Percent of potential GDP 1,229 0,971 0,083 -0,977 -0,119 -0,195 0,629 1,684 0,987 -2,529 -1,483 -0,263 -0,776 -1,055 -1,024 -0,943 -0,97 -0,057 0,29 0,176 0,067
France Inflation, average consumer prices Percent change 1,815 1,784 1,937 2,172 2,335 1,888 1,892 1,605 3,161 0,103 1,737 2,288 2,215 0,988 0,613 0,088 0,307 1,163 2,102 1,167 1,332
France Unemployment rate Percent of total labor force 9,175 8,458 8,275 8,508 8,825 8,892 8,825 7,983 7,458 9,083 9,267 9,217 9,775 10,308 10,292 10,375 10,058 9,433 9,05 8,62 8,431
Germany Gross domestic product, constant prices Percent change 2,905 1,689 -0,201 -0,708 1,186 0,728 3,815 2,975 0,965 -5,694 4,185 3,913 0,428 0,431 2,218 1,742 2,23 2,465 1,522 0,544 1,247
Germany Output gap in percent of potential GDP Percent of potential GDP 1,301 1,574 0,354 -1,384 -1,312 -1,809 0,419 2,356 2,474 -3,847 -0,978 1,355 0,263 -0,811 -0,342 -0,341 0,145 0,89 1,147 0,437 0,054
Germany Inflation, average consumer prices Percent change 1,402 1,9 1,305 1,094 1,75 1,929 1,785 2,29 2,745 0,246 1,119 2,482 2,15 1,598 0,77 0,68 0,375 1,711 1,927 1,486 1,666
Germany Unemployment rate Percent of total labor force 7,95 7,8 8,6 9,708 10,333 11,008 10,042 8,567 7,383 7,667 6,933 5,858 5,367 5,242 5,008 4,625 4,158 3,75 3,4 3,206 3,273
United States Gross domestic product, constant prices Percent change 4,127 0,999 1,742 2,861 3,799 3,513 2,855 1,876 -0,137 -2,537 2,564 1,551 2,249 1,842 2,526 2,908 1,638 2,37 2,927 2,35 2,089
United States Output gap in percent of potential GDP Percent of potential GDP 2,475 0,156 -0,928 -0,677 0,628 1,748 2,279 1,924 -0,423 -4,793 -3,511 -3,219 -2,309 -1,901 -1,121 0,029 0,001 0,552 1,459 1,783 1,969
United States Inflation, average consumer prices Percent change 3,367 2,817 1,596 2,298 2,668 3,366 3,222 2,871 3,815 -0,32 1,637 3,14 2,073 1,466 1,615 0,119 1,27 2,136 2,435 1,818 2,266
United States Unemployment rate Percent of total labor force 3,967 4,742 5,783 5,992 5,542 5,083 4,608 4,617 5,8 9,283 9,608 8,933 8,075 7,358 6,158 5,275 4,875 4,35 3,892 3,725 3,534

Quelle: IMF, World Economic Outlook Database, October 2019a

Gruppenaufgabe 1

Um zunächst einen Überblick über Frankreichs makroökonomische Situation und dessen Einfluss auf das weltweite ökonomische Geschehen zu erhalten, findet anhand aussagekräftiger Indikatoren ein Vergleich zwischen Frankreich, Deutschland und den USA statt. Hierunter zählen Bruttoinlandsprodukt, Produktionslücke, Inflation und Arbeitslosenquote. Der Betrachtungszeitraum liegt hierbei von 2000 bis 2020 und die Entwicklungen werden vorrangig aus der Sicht Frankreichs interpretiert.

a)      Bruttoinlandsprodukt

BIP, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019a)

Ein wichtiges Maß für die gesamtwirtschaftliche Produktionsaktivität eines Landes ist das BIP (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 52). Mit Hilfe, der in Abb. 1.1 dargestellten Entwicklung, wird die prozentuale Änderung des Preisniveaus der drei o.g. Länder verglichen.

In der Gesamtbetrachtung fällt eine ähnliche Entwicklung zwischen Frankreich und Deutschland, zeitweise auch den USA, mit unterschiedlichen Intensitäten auf.

Zu Beginn des Betrachtungszeitraumes im Jahre 2000 lagen die drei Volkswirtschaften relativ nah beieinander. Zwischen 2008 und 2009 ist ein starker Einbruch der Preise erkennbar, was auf die Folgen der Finanzkrise in den frühen 2000er Jahren zurückzuführen ist. Ab dem Jahr 2009 haben sich die Preise im Verhältnis zum BIP wieder erholt und sind bis zum Betrachtungsende auf einem ähnlichen Niveau wie zu Beginn der Betrachtung geblieben. Der erkennbare Rückgang des Preisniveaus im Jahr 2012 bei den Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich, könnte mit der Europäischen Schuldenkrise in Verbindung stehen, da in den USA zu diesem Zeitraum kein Abfallen des Preisniveaus zu verzeichnen war. 

Somit fällt auf, dass ein sinkendes BIP in Korrelation mit einem sinkenden Preisniveau steht und dass Finanzkrisen einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des BIP haben. Diese wirken sich indirekt auf das allgemeine Preisniveau aus, da eine geringere Produktion zu geringerer Nachfrage führt und diese am Ende ein sinkendes Preisniveau zur Folge hat, weil langfristige Konsumgüter sonst nicht mehr in einem ausreichenden Maße nachgefragt werden.

b)      Produktionslücke

Produktionslücke, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019a)

Für die Beurteilung der konjunkturellen Lage eines Landes dient oft die Methode der Produktionslücke (engl. output gap) als Maßstab. Diese ist definiert als prozentuale Abweichung der betrachteten Produktion vom möglichen Produktionspotenzial. Letzteres ist wiederum ein Schätzwert für die Möglichkeiten von Produktionen, die in einer Volkswirtschaft erzielt werden können und Inflationen oder Deflationen vermeiden (vgl. Schuhmacher 2002, S. 634).

Die Abb. 1.2 zeigt, dass die drei Länder alle samt im positiven Bereich beginnen. Das bedeutet, dass eine positive Produktionslücke vorliegt, welche zum Beispiel eine Gefahr für Inflationen darstellen kann. Hier sind die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten überausgelastet. Zwischen 2002 bis 2005, weisen Deutschland und Frankreich einen negativen Wert auf, um im Jahr 2007 wieder zu den USA aufzuschließen. Diese negative Produktionslücke deutet auf einen Unterauslastung der Produktions-kapazitäten hin. Sehr auffällig ist, dass in dem Zeitraum 2007 bis 2009 bei allen drei Ländern ein drastischer Absturz zu erkennen ist und jedes Land ihren absoluten Tiefpunkt erreicht. Grund hierfür ist die Weltwirtschaftskrise, die ab dem Jahr 2007 begann. Auffällig ist ebenfalls, dass unser Betrachtungsland Frankreich im Vergleich zu den USA und Deutschland diese Krise besser verkraftet hat. Danach stiegen die Werte der drei betrachteten Länder wieder an. Während die Graphen der USA von Deutschland ab 2016 wieder leicht im positiven Bereich liegen, erreicht Frankreich erst 2018 wieder den positiven Bereich.

c)      Inflation

Inflation, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019a)

Im folgenden Abschnitt wird die Entwicklung der Inflationsraten der Französischen Republik, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Vereinigten Staaten unter Zuhilfenahme der Abb. 1.3 analysiert und gegenübergestellt. Theoretischer Ausgangspunkt hierfür stellt die Maßgröße Inflation dar. Bei der Inflation handelt es sich um „einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus“ (Blanchard, Illing 2017, S. 770). Im Großen und Ganzen wird ein ähnlicher Verlauf des Indikators für die drei Volkswirtschaften ersichtlich.

Der Verlauf der Inflationsraten Frankreichs ist von zahlreichen Schwankungen geprägt. Das Maximum befindet sich im Jahr 2008 mit 3,161%; das Minimum wird im Jahr 2009 mit 0,106% verzeichnet. Das Niveau der Inflationsraten liegt Großteils unter dem deutschen sowie dem US-amerikanischen Level. Der prägnanteste Einbruch ereignete sich im Jahr 2008, korrespondierend mit Maximum und Minimum. Ursächlich hierfür ist die Weltfinanzkrise. Die niedrige Inflationsrate impliziert gemäß der modifizierten Phillips-Kurve eine hohe Arbeitslosigkeit, welche in dem darauffolgenden Abschnitt ersichtlich wird. Durch ein hohes Maß an Arbeitslosigkeit tritt eine Reduktion der Kaufkraft der Bevölkerung ein, welche wiederum in einem sinkenden Preisniveau resultiert. Des Weiteren tritt nach kurzer Erholung ein kontinuierliches Sinken bis 2015 ein. In diesem Zeitraum ist Frankreich unter anderem von massiver Jugendarbeitslosigkeit und einem lahmen Wirtschaftswachstum geprägt (vgl. Gersemann 2015).

Deutschland zeigt eine vergleichbare Entwicklung der Inflation auf. Der Graph liegt Großteils über dem französischen Niveau und unter dem US-amerikanischen Level. Der Verlauf weist gleichermaßen ausgeprägte Einbrüche in den Jahren 2009 und 2015 auf. Für die niedrige Inflationsrate im Jahr 2015 ist als einer der Hauptursachen der Verfall des Erdölpreises zu nennen (vgl. Kwasniewski 2015).

Die Inflationsraten der Vereinigten Staaten zeichnen sich aus durch ein Niveau, welches überwiegend über den Inflationswerten Frankreichs und Deutschlands steht. Auch hier befindet sich das Maximum im Jahr 2008 und das Minimum im Jahr 2009. Aufgrund des gleichartigen Verlaufes liegen in den Jahren 2009 und 2015 ebenfalls markante Einbrüche vor. Gründe hierfür wurden bereits aufgezählt.

d)      Arbeitslosenquote

Arbeitslosenquote, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019a)

Bei der Arbeitslosenquote handelt es sich um den „Prozentsatz der Erwerbspersonen, die keine Arbeit haben“. (Miles, Scott, Breedon 2014, S. 645) Hierbei spielen gegeben Strukturen der einzelnen Länder und die Arbeitsmarktpolitik eine entscheidende Rolle, was sich in Abb. 1.4 wiederspiegelt. Hier fällt zunächst auf, dass Deutschland 2005 mit über 10% die höchste Arbeitslosenquote besitzt, welche jedoch seitdem kontinuierlich sinkt und 2019 seinen niedrigsten Stand erreicht. Diese rückläufige Arbeitslosenquote, lässt sich u.a. auf zahlreiche erfolgreich umgesetzte Reformen, wie den Hartz-Reformen, zurückführen (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 40).

Die USA hingegen liegt vor der globalen Finanzkrise 2007-2009 deutlich unter den beiden europäischen Ländern und erholt sich seit 2010 zunehmend, bis sie 2020 wieder etwas das Niveau von vor 20 Jahren erreicht. Ein starker wirtschaftlichen Aufschwung, vor allem im Bereich der Technologien, ermöglicht die Schaffung einer Vielzahl neuer Beschäftigungsstellen und somit zur Senkung der Arbeitslosenquote.

Frankreich besitz im Vergleich zu den USA und Deutschland ein relativ konstantes,  jedoch ebenso hohes Niveau an Arbeitslosigkeit. Wie auch bei den USA führt die Finanzkrise zu einem erneuten Anstieg, der sich jedoch erst ab 2016 etwas erholt. Unter Berücksichtigung der Inflationsentwicklung aus Abb. 1.3 wird deutlich, dass die sinkende Inflation (Stichwort Phillips-Kurve) zu einer Erhöhung der Arbeitslosenquote führt. Eine expansive Fiskalpolitik würde zum Rückgang der Arbeitslosigkeit führen.

Länderinformationen des Internationalen Währungsfonds

Gruppenaufgabe 2

In den folgenden Ausführungen werden die wichtigsten Aussagen der Konsultation der europäischen Abteilung des IMF mit der Französischen Republik über den Artikel IV zusammengefasst. Dieses Dokument umfasst neben der Pressemitteilung, den Mitarbeiterbericht sowie ein Statement des geschäftsführenden Direktors. Obendrein gliedert sich das Dokument in folgende Unterpunkte: Kontext mit gegenwärtiger Entwicklung der Wirtschaft, eine Prognose sowie bestehende und zukünftige Risiken,  Strategien, welche Fiskalpolitik, strukturelle Reformen und den Finanzsektor umfasst und in weitere Kategorien wie Zahlen und Grafiken beziehungsweise Tabellen. Die Veröffentlichung erfolgte am 24. August 2019 in der Reihe „IMF Staff Country Reports“ (vgl. IMF 2019b).

Im Bereich der „Gegenwärtige Entwicklungen“ lässt sich zusammenfassen, dass das Wachstum der französischen Wirtschaft im Jahr 2018 geringfügig um 1,7% gesunken ist, jedoch keine großen Schwankungen aufweist. Ursache hierfür ist ein verlangsamtes Exportwachstum, welches aus innerstaatlichen Gegebenheiten resultiert beispielsweise durch Streiks der sogenannten Gelbwestenbewegung. Der Arbeitsmarkt bleibt stabil, was sich in einer leicht sinkenden Arbeitslosenquote auf 8,7% niederschlägt. Die Inflationsrate zeigt ebenfalls ein moderates Niveau mit einer durchschnittlichen Spanne von 0,5% - 1,4%, jedoch verzeichnet der Verlauf einige Ausreißer aufgrund steigender Ölpreise.

Trotz eines reduzierten Leistungsbilanzdefizits auf 0,6% des Bruttoinlandproduktes und eines gesunkenen Haushaltsdefizits auf 2,5% des Bruttoinlandproduktes weist die Französische Republik eine hohe Staatsverschuldung auf.

Die Unterstützung der jetzigen Regierung unter Staatspräsident Emmanuel Macron ist im Vergleich zum Zeitpunkt des Amtsantritts gesunken. Die Proteste der „Gelbwesten“ deckten große Unzufriedenheit hinsichtlich einzelner Regierungsvorhaben (beispielsweise eine Erhöhung der Treibstoffabgaben) auf.

Der Abschnitt „Ausblick und Risiken“ zeigt eine Tendenz für die kommenden Jahre auf. Hiernach wird erwartet, dass der private Konsum durch die jüngsten Fiskalpolitischen Maßnahmen voraussichtlich zunehmen wird und ein Wachstum von 1,3 bzw. 1,4% zu erwarten ist. Das Investitions- und Exportwachstum sollte kurzfristig verhalten bleiben. Mittelfristig wird jedoch ein allmähliches Ansteigen erwartet. Die Inflation wird in den nächsten Jahren voraussichtlich auf einem Niveau von 1,2 bis 1,4% liegen. Ein schwächer als erwartetes Wachstum in Europa könnten das Exportwachstum von Frankreich belasten.

Die langfristigen Wachstumsaussichten bleiben verhalten. Das Produktionswachstum dürfte sich langfristig dem Niveau von 1,5% annähern. Das Wachstum der Arbeitsproduktivität ist zurückgegangen und wird sich mittelfristig voraussichtlich nur geringfügig erholen. Die Unsicherheit bezüglich der Aussichten ist groß und die Abwärtsrisiken sind gestiegen. Der zunehmende Protektionismus und der Rückzug aus dem Multilateralismus, könnten Unternehmen dazu veranlassen, Investitionen zu verschieben.

Eine Verschärfung der globalen Finanzlage im Zusammenhang mit einem ungeordneten Brexit oder Bedenken hinsichtlich der Verschuldung in einigen Ländern des Euroraums könnte sich auch auf die Wachstumsaussichten Frankreichs auswirken.

Die inländischen Risiken sind gestiegen, was auf einen möglichen Widerstand gegen Reformen zurückzuführen ist, welche durch höhere Finanzierungskosten Auswirkungen auf das Wachstum haben könnte.

Über die wirtschaftlichen Aussichten und Risiken der Behörden bestand weitgehend Einigkeit. Auf nationaler Ebene teilten sie nicht die Ansichten der Mitarbeiter zu Reformrisiken, da sie weiterhin entschlossen waren, ihre Reformagenda fortzusetzen.

Bezüglich der „Finanzpolitik des Landes“ wird erwähnt, dass die Staatsverschuldung 2018 seinen bisherigen Höchststand erreicht hat. Als Grund wird angebracht das, die Regierung die wirtschaftlichen guten Zeiten nicht im vollen Umfang genutzt hat, um die Staatseinnahmen wieder zu erhöhen. Somit sind die Ausgaben deutlich höher als die Einnahmen.

Um die Kaufkraft seiner Bürger zu fördern und als Reaktion auf die Gelbwestenbewegung, kam es 2018 zu einigen substanziellen Steuererleichterungen wie der Senkungen der Körperschaftssteuern, Sozialbeiträge, Wohnraumsteuern und auch der Einkommenssteuern. Jedoch ist durch diese Maßnahmen mit einer weiteren Zunahme des Defizits und der Verschuldung zu rechnen.

Um diesen negativen Aufwärtstrend entgegenzuwirken sind wesentliche strukturelle Änderungen notwendig. Hierfür werden im weiteren Verlauf des Artikels verschiedene Szenarien vorgestellt. Deren Ziel es ist, dass die geplanten Bemühungen die Ausgaben wachstumsfreundlich senken und gleichzeitig die Effizienz erhöht wird, um die ffiskalische Nachhaltigkeit und die Glaubwürdigkeit der Politik zu sichern.

Ein wesentlicher Punkt spielt hierbei die Durchführung fiskalischer Strukturreformen, die nicht nur das Wachstum unterstützen sollen, sondern mittelfristig auch fiskalische Einsparungen erzielen können, wie z.B. die Arbeitslosen- und Rentenreform. Weiterhin sollen die öffentlichen Ausgaben gesenkt werden, um mittelfristig ihre Effizienz zu steigern. Die geplanten fiskalischen Strukturreformen könnten dazu beitragen, die Konsolidierungsbemühungen zu unterstützen und gleichzeitig die Ausgabeneffizienz und -gerechtigkeit zu verbessern und das langfristige Wachstum zu fördern. Denn ein niedrigerer Schuldenstand ermöglicht den Aufbau von Puffern und dies wiederum zur Verbesserung der Gerechtigkeit zwischen den Generationen und zur Vermeidung einer prozyklischen Verschärfung.

Innerhalb der „Struktur Reform“ liegt der Fokus auf der Beurteilung des Wachstums. Es wird erwähnt, dass der Lebensstandard in Frankreich im Vergleich zum europäischen Durchschnitt abnimmt und die Einkommensungleichheit aufgrund ungleicher Bildung deutlich erhöht ist. 

Unternehmen sind nach wie vor durch restriktive Vorschriften auf den Produkt- und Dienstleistungsmärkten belastet, was wahrscheinlich zu der zunehmenden Produktivitätslücke zwischen französischen Unternehmen und den weltweit leistungsstärksten Unternehmen beiträgt.

Die empirische Analyse der Mitarbeiter legt nahe, dass die fortgesetzte Umsetzung von Arbeits- und Produktmarktreformen nicht nur Synergien schaffen, sondern auch die realen und nominalen Starrheiten verringern und die Umverteilung von Arbeit und Kapital erleichtern kann, was zu leichteren Abschwüngen führt.     

In den letzten Jahren hat Frankreich wichtige Schritte zur Bekämpfung der Korruption unternommen, einschließlich der französischen Unternehmen auf globaler Ebene.

Mit Blick auf die Zukunft sollte Frankreich seine Durchsetzungskapazitäten weiter verbessern und sicherstellen, dass die verhängten Sanktionen wirksam, abschreckend sowie verhältnismäßig sind.

Bei Betrachtung des „Finanzsektors“ steht die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Fokus.

In Frankreich sind vier globale systemrelevante Banken und ein globaler Versicherer ansässig und miteinander verflochten. Die Gesamtaktiva des Finanzsystems machen etwa 600 Prozent des BIP aus. Auf der Passivseite sind die Banken im Vergleich zu der Konkurrenz stärker von der Großkundenfinanzierung abhängig, welche zwar zurückgegangen ist, aber immer noch hoch ist.

Der Liquiditätsdeckungsgrad liegt deutlich über 100 Prozent und ist in letzter Zeit angestiegen, obwohl der Nettofinanzierungsgrad um die 100 Prozent schwankt und im Jahr 2018 angestiegen ist.

Eine Stresstestanalyse zur Bewertung des Finanzsektors 2019 zeigt, dass Banken, Unternehmen, und Versicherungen relativ widerstandsfähig gegen simulierte Schocks sind. Insgesamt scheinen die Banken über ausreichende Kapital- und Liquiditätspuffer zu verfügen, um einen negativen Schock standzuhalten.

Die Behörden haben sowohl national wie auch auf EU-Ebene wichtige Fortschritte zur Unterstützung der Finanzstabilität erzielt. Zu den wichtigsten Errungenschaften zählt die Einrichtung des Hohen Rates für Finanzstabilität (HCSF), die genaue Überwachung der strukturellen Risiken, die Bereitschaft zur Bewältigung der Auswirkungen von Brexit und neue Initiativen in den Bereichen digitale Finanzen, Krypto-Assets und Bekämpfung von Cyberrisken.

Durch den zunehmenden Wettbewerb der Fintech-Branche, äußern sich die Behörden mit Blick auf die Zukunft besorgt über die Rentabilität des traditionellen Bankgeschäfts und seine Fähigkeit angemessene Gewinne zu erwirtschaften. Sie begrüßten die spezifische Empfehlung zur AML-CFT, einer wichtigen Priorität für Frankreich.

Bei der „Entwicklungen des Arbeitsmarkts“ fällt auf, dass die Beschäftigung in Frankreich ein Zehnjahreshoch erreicht hat. Ebenfalls ist die Arbeitslosenquote rückläufig und die Zahl, der nicht befristeten Arbeitsverträge hat stark zugenommen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass sich der französische Arbeitsmarkt im Aufschwung befindet und in den kommenden Jahren weiter stabilisieren wird. Durch die gestiegene Nachfrage auf dem internationalen und dem Binnenmarkt wird das zu weiterem Wachstum führen.

In den vergangenen Jahren wurden von der französischen Regierung verschiedenen Reformen hinsichtlich Arbeit, Steuern, Bildung verabschiedet. Jedoch sind immer noch nicht alle Probleme hinsichtlich Chancengleichheit in allen Bevölkerungsschichten ausgeräumt, was die wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs weiter stark beeinträchtigt. Ein weiteres Problem für die Arbeitsmarktentwicklung ist die Brexit-Problematik, welche sich als direktes Nachtbarland zu dem Vereinigten Königreich auftut. Hier werden die Folgen erst in den nächsten Jahren ersichtlich, da Zölle und andere Beeinträchtigungen starke Auswirkungen auf Frankreich haben werden. 

Ebenfalls ist zu erwarten, dass die Reformen auf dem Arbeitsmarkt zu einem langfristigen Wachstum führen können. Diese Entwicklung soll möglichst von den französischen Behörden überwacht werden, um flexibel auf die Änderungen reagieren zu können, damit die Bedingungen in Zukunft ebenfalls so günstig bleiben.

Eine weitere Anforderung an den französischen Staat in den nächsten Jahren ist die Liquiditätsversorgung, damit genügend Gelder zur Verfügung stehen, um die wichtigen Reformen auf dem Arbeitsmarkt anzugehen hinsichtlich Bildung und der allgemeinen Staatsverschuldung.

Somit ist hinsichtlich der allgemeinen Entwicklung auf dem französischen Arbeitsmarkt eine durch die weitreichenden Reformen gestützte Erholung festzustellen.  

Zahlungsbilanz und Auslandsvermögen

Investition, Ersparnis und Leistungsbilanz

Einzelaufgabe 1

Folgende Darlegung thematisiert die Korrelation zwischen staatlichen Ersparnissen und Investitionen ebenso wie deren Ausprägung. Obendrein umfasst dieses Kapitel eine Erklärung, inwiefern eine Abhängigkeit der inländischen Investitionsnachfrage der Französischen Republik von ausländischen Ersparnissen besteht. Vor dem Hintergrund dieses Sachverhaltes wird die Einflussnahme der Leistungsbilanz analysiert. Basis dieser Ausführungen bilden Datensätze des IMF bezogen auf die Leistungsbilanz der Französischen Republik. Der Betrachtungszeitraum erstreckt sich vom Basisjahr 2000 bis 2020. 

Eine Analyse der aufgeführten Problematik ermöglicht das Herleiten von umfassenden Aussagen hinsichtlich nationalökonomischer Prozesse in Verbindung mit der Leistungsbilanz der jeweils betrachteten Volkswirtschaft. Eine Erläuterung des Bestehens einer Wechselbeziehung zwischen Ersparnissen und Investitionen führt zur Illustration von Zusammenhängen dieser Faktoren mit der Leistungs- sowie Kapitalbilanz.

Den Grundstein für diese Abhandlung bildet die Zahlungsbilanz. „Sie stellt eine Auflistung aller finanzieller Transaktionen in einem bestimmten Zeitraum (üblicherweise ein Jahr) zwischen einer Volkswirtschaft (Inland) und ‚der übrigen Welt‘ (Ausland) da und ist daher ein Abbild der außenwirtschaftlichen Verflechtungen eines Landes“ (Bösch 2019, S. 85). Die Zahlungsbilanz setzt sich grundlegend aus zwei Komponenten zusammen: Leistungsbilanz und Kapitalbilanz. Der Fokus im Kontext der hinterfragten Zusammenhänge liegt auf der Leistungsbilanz. Sie umfasst Handelsbilanz, Dienstleistungsbilanz, Primär- und Sekundäreinkommen (vgl. Sauer o.J. a, S. 15). Zusätzlich werden die Faktoren Gesamtinvestition und gesamtwirtschaftliche Volksersparnis einbezogen. Anhand einer selbst erstellten Grafik werden die Ausprägungen der ausgewählten Faktoren sowie bestehende Zusammenhänge analysiert und dargelegt unter Zuhilfenahme der oben aufgeführten theoretischen Grundlagen.

Frankreich: Leistungsbilanz, Ersparnis und Investition, 2000 bis 2020, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019c)

Anhand des Verlaufes des blauen Graphen lässt sich ein negativer Trend für die französische Leistungsbilanz erkennen. Nach einem kurzzeitigen Anstieg auf ein Maximum von 2,893% des Bruttoinlandproduktes nimmt die Ausprägung des Leistungsbilanzsaldos kontinuierlich ab. Im Jahr 2007 weist das Leistungsbilanzsaldo letztmalig einen positiven Zahlenwert von 0,068% auf. Nachfolgend werden bis zum Ende des Untersuchungszeitraumes ausschließlich Werte im negativen Zahlenbereich verzeichnet. Das Minimum besteht im Jahr 2012 in Höhe von -0,965%. Für den restlichen Zeitraum ab dem Jahr 2008 verharrt das Leistungsbilanzsaldo auf einem konstanten Niveau mit marginalen Schwankungen.

Verursacht wird dieses Defizit durch eine negative Handelsbilanz, die ab 2005 mehr Importe als Exporte verzeichnet. Zum Ausgleich des Leistungsbilanzdefizits liegt ein Kapitalbilanzüberschuss vor. Hierbei überwiegt der Kapitalimport (Kapitalzufluss) gegenüber dem Kapitalexport (Kapitalabfluss). Gleichzusetzen ist der Nettokapitalimport mit einer zunehmenden inländischen Verschuldung gegenüber ausländischen Volkswirtschaften.

Der rote Graph bildet den staatlichen Haushaltssaldo ab. Sämtliche Ausprägungen  dieses Kriteriums befinden sich in einem negativen Zahlenbereich. Zu Beginn des begutachteten Zeitraumes zeichnet sich ein negativer Trend ab, welcher in einem Minimum im Jahr 2009 in Höhe von -7,2% des Bruttoinlandsproduktes resultiert. Ab diesem Zeitpunkt wird ein fortwährender Anstieg deutlich. Der Höchstwert befindet sich voraussichtlich im Jahr 2020 mit -2,4%. In generalisierender Betrachtung lässt sich das Haushaltssaldo wie folgt definieren: T – G (vgl. Sauer o.J. a, S. 43). Die Variable T verdeutlicht Staatseinnahmen in Form von Steuereinnahmen; die Variable G repräsentiert die Staatsausgaben. Ein negativer Haushaltssaldo impliziert, dass die Staatsausgaben die Einnahmen des Staates übersteigen (G > T). Im vorliegenden Sachverhalt nimmt das staatliche Haushaltsdefizit im Verlauf des Untersuchungszeitraumes stetig ab. Ursächlich hierfür sind steigende Staatseinnahmen unter anderem durch vermehrte Steuereinnahmen hinsichtlich Mehrwertsteuer, Körperschaftsteuer und Grunderwerbsteuer (vgl. Le Figaro 2020).

Die Gesamtinvestitionen verharren auf einem überwiegend konstanten Level. Das  Minimum der französischen Gesamtinvestitionen befindet sich bereits im Jahr 2003 in Höhe von 21,186%, gefolgt von einem Anstieg auf das Maximum des Graphen im Jahr 2007 mit 24,165%. Im Großen und Ganzen lässt sich ein positiver Trend voraussehen. Diese Gegebenheit beruht auf einer Investitionsinitiative seitens der französischen Regierung. Im Rahmen dieses Programms wird beabsichtigt mehr als 57 Milliarden Euro in die verschiedensten Bereiche zu investieren unter anderem in die Digitalisierung (vgl. Gouvernement français 2017).

Der Graph der volkswirtschaftlichen Ersparnis ähnelt dem Verlauf der Gerade der Gesamtinvestitionen. Bis zu dem Jahr 2008 liegt ihr Niveau knapp über dem Level der Gesamtinvestitionen. Von diesem Zeitpunkt an verbleibt sie wertmäßig stets unter den Ausprägungen der grünen Funktion. Das Maximum der volkswirtschaftlichen Ersparnis wird im Jahr 2001 mit einem Anteil von 25,058% am Bruttoinlandsprodukt erreicht. Ihr Tiefstwert besteht im Jahr 2009 in Höhe von 20,783%. Die volkswirtschaftliche Ersparnis setzt sich zusammen aus der privaten Ersparnis S und der staatlichen Ersparnis T – G (vgl. Sauer o.J a., S. 43).

Zwischen den Ersparnissen und den Investitionen wird mittels Korrelationskoeffizient ein Zusammenhang in Höhe von 0,279 kalkuliert. Hierbei handelt es sich um eine schwach positive Korrelation, welche sich in einem proportionalen Verlauf der beiden ausgewählten Kriterien äußert - Steigende Investitionen gehen einher mit steigenden Ersparnissen. Auf den Sachverhalt angewandt, lässt sich folgende Aussage ableiten. Durch getätigte Investitionen unter anderem in Form von Direktinvestitionen oder Portfolioinvestitionen in ausländische Volkswirtschaften (Kapitalexport) werden zukünftige Einzahlungen (Kapitalimport) erwartet, aus denen wiederrum Rücklagen (Ersparnisse) gebildet werden können.

Zu guter Letzt wird die Abhängigkeit der inländischen Investitionsnachfrage der Französischen Republik mit ausländischen Ersparnissen mithilfe theoretischer Grundlagen der Leistungsbilanz erläutert. Dadurch soll die bedeutende Rolle der Leistungsbilanz hervorgehoben werden.

Die Leistungsbilanz (LB) lässt sich durch folgende Gleichung spezifizieren: LB = S + (T – G) – I (vgl. Sauer o.J. a, S. 42). Sie setzt sich zusammen aus der volkswirtschaftlichen Ersparnis S + (T – G) von der die privaten Investitionen I subtrahiert werden (vgl. Blanchard und Illing 2017, S. 556). Im untersuchten Sachverhalt liegt seitens der Französischen Republik gegenwärtig ein Leistungsbilanzdefizit vor. Laut Blanchard und Illing (2017, S. 556) stehe ein Defizit für ein negatives Vorzeichen der Leistungsbilanz als Folge realisierter Investitionen, die die volkswirtschaftliche Ersparnis übersteigen. Im Rahmen der Kapitalbilanz impliziert diese Gegebenheit, dass die inländische Verschuldung gegenüber dem Ausland steigt. Dies führt zu einer Kreditaufnahme der Französischen Republik in Form eines Kapitalimports.

Wenn Investitionen die staatliche Ersparnis überwiegen, resultiert dies in ein Leistungsbilanzdefizit Frankreichs, jedoch auch in steigende Ersparnisse anderer Volkswirtschaften.

Ein Leistungsbilanzdefizit des Untersuchungslandes, unter anderem verursacht durch eine negative Handelsbilanz, impliziert, dass Handelspartner vermehrt in die Französische Republik exportieren, was zu einem Leistungsbilanzüberschuss (Kapitalbilanzdefizit) beitragen kann, durch welchen Rücklagen/Ersparnisse gebildet werden können.

Je größer die inländische Investitionsnachfrage, desto größer ist das Leistungsbilanzdefizit und desto höher fallen die ausländischen Ersparnisse aus, bei zunehmender Verschuldung Frankreichs.

Summa summarum lässt sich festhalten, dass die Zahlungsbilanz ein zentrales Instrument einer offenen Volkswirtschaft ist. Hinsichtlich Ersparnisse und Investitionen nimmt die Leistungsbilanz mit ihren Bestandteilen eine wichtige Position ein. Anhand ihrer theoretischen Grundlagen lässt sich neben der Abhängigkeit der staatlichen Ersparnis und Gesamtinvestitionen auch die Existenz einer Korrelation zwischen inländischer Investitionsnachfrage und ausländischen Ersparnissen ableiten. Die Beantwortung dieser Fragestellung ermöglicht die Interpretation erhobener Daten und dementsprechend Handlungen seitens der Volkswirtschaft, um die Zahlungsbilanz mit ihren Komponenten zu beeinflussen. Das Modell der Zahlungsbilanz hat sich bewährt. Ohne Aufführung dieses Konzeptes wäre eine Beantwortung nur begrenzt möglich gewesen.

Gütermarkt offener Volkswirtschaften

Inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion

Einzelaufgabe 2

Einleitung

Im folgenden Kapitel soll der Zusammenhang der inländischen Nachfrage, der Binnennachfrage und der Endnachfrage nach der inländischen Güterproduktion seitens des Untersuchungslandes Frankreichs analysiert werden. Die Ergebnisse werden mit jenen Deutschlands verglichen. Hierfür werden zunächst die relevanten Begrifflichkeiten (inländische Nachfrage, Binnennachfrage, Endnachfrage) definiert und deren Entwicklung und Zusammenhang in den Jahren 1992 bis 2019 grafisch dargestellt. Anschließend ergeben sich daraus Schlussfolgerungen hinsichtlich der außenwirtschaftlichen Strategie Frankreichs, welche hier erläutert werden. Des Weiteren sollen Unterschiede zur Strategie Deutschlands aufgezeigt werden. Abschließend für dieses Kapitel ergibt sich die Frage, wie das Gütermarktmodell offener Volkswirtschaften für die Untersuchung eingesetzt werden kann.

Abgrenzung relevanter Begriffe
Binnennachfrage nach inländischer Güterproduktion

Die Binnennachfrage (AA) ergibt sich aus der Differenz der inländischen Nachfrage und der Einfuhr. Sie stellt die inländische Nachfrage nach inländischen Gütern dar. Die Nachfrage beschränkt sich hierbei nur auf im Heimatland produzierte Güter, wobei der Begriff Güter sowohl Waren als auch Dienstleistungen einschließt. Die Binnennachfrage kann zu folgender Formel zusammengefasst werden: AA = DD – IM.

Inländische Nachfrage nach in- und ausländischer Güterproduktion

Die inländische Nachfrage (DD) ergibt sich aus der Summe des Konsums, der Investitionen und Staatsausgaben. Sie ist die inländische Gesamtnachfrage nach in- und ausländischen Gütern.

Die Nachfrage nach diesen Gütern erfolgt hier also nicht nur im In-, sondern auch auf Güter aus dem Ausland, welche in Form von Importen bedient werden kann. Für diesen Handel ist das Bestehen einer offenen Volkswirtschaft von Nöten.

Die Zusammensetzung wird als Formel wie folgt dargestellt: D=C + I + G oder die inländische Nachfrage ergibt sich aus der Binnennachfrage nach inländischen Gütern addiert mit den Importen ausländischer Güter: D= A + IM. Hierbei führen Importe ausländischer Güter zu einer Minderung der Nachfrage nach inländischen Gütern. Im Umkehrschluss bringen sinkende Importzahlen eine gesteigerte Nachfrage nach inländischen Gütern hervor.

Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion

Die Nachfrage nach inländischen Gütern (ZZ) setzt sich zusammen durch die inländische Nachfrage nach in- und ausländischen Gütern (DD), von welcher die Nachfrage des Imports (IM/𝜀) subtrahiert und die Exportnachfrage zur Binnennachfrage (AA) addiert wird. Als Formel wird die Endnachfrage wie folgt dargestellt: 𝑍 ≡ 𝐶+ 𝐼+ 𝐺− 𝑀/𝜀 + 𝑋.  

Frankreich: inländische Nachfrage (DD), Binnennachfrage (AA) und Endnachfrage nach inländische Güterproduktion (ZZ) Quelle: eigene Darstellung (vgl. Europäische Union 2020
Deutschland: inländische Nachfrage (DD), Binnennachfrage (AA) und Endnachfrage nach inländische Güterproduktion (ZZ); Quelle: vgl. Sauer o.J. b
Vergleich außenwirtschaftliche Strategie Deutschland und Frankreich

Im Vergleich der Abb. 3.1 und Abb. 3.2 ist die Ähnlichkeit sehr offensichtlich. Die Inländische Nachfrage, Binnennachfrage und Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion von Deutschland und Frankreich verlaufen in der Zeit von 1992 bis 2017 nahezu identisch. In beiden Ländern steigen alle drei Nachfragegraphen im Zeitverlauf an. Lediglich 2009 wird das ansonsten streng monotone Wachstum beider Länder in den verschiedenen Nachfragegraphen unterbrochen. Darüber hinaus ist anhand der Graphen auch erkennbar, dass Deutschland sich konstant etwa 500 Mrd. Euro über Frankreichs Nachfragen bewegt. Diese Differenz ist in allen drei Nachfragen zu er-kennen. Allerdings ist bei den Graphen ZZ und DD die Tendenz zu erkennen, dass Deutschlands Niveau schneller steigt als das von Frankreich.

Weiterhin ist in beiden Abbildungen zu erkennen, dass die Binnennachfrage einen sehr großen Teil der Endnachfrage ausmacht. Woraus sich ableiten lässt, dass in beiden Ländern ein großer Anteil der nachgefragten Güter im Inland produziert wird.

Dies ist auch im Jahr 2019 noch der Fall, obwohl der Anteil der Binnennachfrage an Endnachfrage im Zeitablauf sinkt. Somit lässt sich Schlussfolgern, dass die inländische Nachfrage nach im Ausland produzierten Gütern in den letzten 25 Jahren gestiegen ist.

Große Unterschiede sind in der Strategie Deutschlands im Vergleich zu Frankreich nicht zu erkennen. Ersichtlich wird aber, dass wie bereits vorhin erwähnt Deutschland auf einem deutlich höheren Nachfrageniveau liegt als Frankreich. Dieser Unterschied ist darauf zurück zu führen, dass Deutschland wirtschaftlich im Allgemeinen besser aufgestellt ist als Frankreich. Darüber hinaus wird aus den Graphen ersichtlich, dass die Differenz zwischen der Endnachfrage nach inländischer Güterproduktion und der Binnennachfrage nach inländischer Güterproduktion im Fall von Deutschland schneller anwächst. Somit steigt der Deutsche Import schneller an als der Französische. 

Die Differenz aus ZZ und AA stellt die Exporte des jeweils untersuchten Landes dar. Hierbei wird ersichtlich, dass im Fall von Deutschland die Exporte ab dem Jahr 2000 immer über den Importen lagen. Somit kommt es im Fall von Deutschland zu einem Exportüberschuss und damit auch zu einem Handelsbilanzüberschuss. In Frankreichs Fall hingegen liegen Export und Import im Verlauf auf einem Niveau, dies führt zu einer ausgeglichenen Handelsbilanz. 

Einsatz des Gütermarktmodells offener Volkswirtschaften

Der Gütermarkt bezeichnet den Markt, auf welchen Güter und Dienstleistungen gehandelt werden. Hierbei treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Mit steigenden inländischen Einkommen steigt auch die inländische Nachfrage. Jedoch steigt die inländische Nachfrage nicht nur nach im Inland produzierten Gütern sondern auch nach im Ausland produzierten Gütern. Somit führt ein steigendes inländischen Einkommen zu einer Erhöhung der Importe und somit auch zu einem Handelsbilanz Defizit. Wenn hingegen das ausländische Einkommen steigt führt dies zu einer erhöhten Nachfrage im Ausland. Auch diese beschränkt sich nicht nur auf im eigenen Inland hergestellte Güter, sondern auch auf Importgüter. Somit steigt der Export des Inlandes, wenn das ausländische Einkommen steigt. Dies führt zu einen Handelsbilanzüberschuss im Inland und einem Handelsbilanzdefizit

Der Gütermarktmultiplikator im Vergleich zu Deutschland

Einzelaufgabe 3

In diesem Abschnitt geht es um die den Einfluss der Importe auf den Gütermarktmultiplikator Frankreichs und wie sich dieser im Vergleich zu Deutschland auf die Wirksamkeit fiskalpolitischer Maßnahmen zur Stabilisierung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung auswirkt.

Um hierfür eine Aussage treffen zu können, ist es vorab notwendig zu klären, wie sich der Gütermarktmultiplikator zusammensetzt und was er aussagt. Somit wird im Folgenden zunächst allgemein auf den Gütermultiplikator eingegangen und im Weiteren speziell auf seine Bedeutung für unser Untersuchungsland Frankreich. Hierbei wird die Analyse durch eine Grafik unterstütz, die die Importentwicklung der letzten 20 Jahre (2000-2020) abbildet. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse findet ein Vergleich mit Deutschland statt, um abschließend ein Fazit ableiten zu können.

Bei Betrachtung des Gütermarktmultiplikators kann man zwischen einer offenen und einer geschlossenen Volkswirtschaft unterscheiden. Bei Frankreich handelt es sich um eine offene Volkswirtschaft, was bedeutet das es außenwirtschaftliche Beziehungen mit anderen Volkswirtschaften unterhält. (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 2018)   Durch den Im- und Export mit verschiedenen Waren ergibt sich für die Nachfrage nach inländischen Gütern (Z) folgendes:

Z =Y ≡ C + I + G + X – IM/Ɛ

Konsum (C), Investitionen (I) und Staatsausgaben (G) beschreiben hierbei die inländische Güternachfrage. Hierzu werden die Exporte (X), also die Nachfrage nach inländischen Gütern aus dem Ausland, addiert und die Importe (I), den Teil der inländischen Nachfrage, der auf ausländische Güter und nicht auf inländische Güter entfällt, subtrahiert. Da ausländische Güter nicht gleich den inländischen Gütern entsprechen, werden die Importe mithilfe des realen Wechselkurses (Ɛ) korrigiert. (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 535) Durch die Annahme, dass Ɛ gleich ist, lässt ich die Gleichgewichtsbedingung auch wie folgt darstellen:

Y=[c0 + c1 (Y - T)] + (d0 + d1Y - d2r) + G - im1Y + x1Y*

Mithilfe des Multiplikators lässt sich die Gesamtauswirkung des ursprünglichen Anstiegs der Nachfrage auf eine Volkswirtschaft zeigen. Für den Gütermultiplikator einer offenen Volkswirtschaft ergibt sich somit:

Gütermultiplikator

 

Wobei c1 für die Konsumneigung, d1 die Investitionsneigung und im1 schließlich für die Importneigung steht. Dabei gilt, „je höher die Grenzneigung zum Konsum, desto größer der Multiplikator.“ (Miles, Breedon, Scott 2014, S. 260)

Um die Auswirkung der Importe auf den Gütermarktmultiplikator zu erkennen, werden die Importe Frankreichs ins Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP) gesetzt. (Hierbei findet allerdings nur eine Betrachtung bis einschließlich 2017 statt, da noch keine neueren Daten zur Verfügung stehen)

Anteil der Importe am BIP in MUSD, Quelle: eigene Darstellung (vgl. GGDC, PWT 9.1 2020)

Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass die Importfunktion eine negative Steigung von m= -0,0206 besitz. Das lässt darauf schließen, dass Frankreich einen hohen Anteil an Importen besitzt, die mit zunehmenden Einkommen steigen.  

Ein weiterer Grund für die erhöhte Nachfrage nach ausländischen Gütern ist die Abhängigkeit der Importe vom realen Wechselkurs.

Daraus lässt sich ableiten, dass je teurer inländische Güter im Vergleich zu ausländischen Gütern sind, desto höher die Nachfrage nach ausländischen Gütern ist und somit die Nachfrage nach Importen steigt. (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 536)

Die wichtigsten Importgüter Frankreichs sind elektrische Maschinen, Bauteile für  Fahrzeuge sowie die Einfuhr von mineralischen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas. (vgl. ITC 2020)

Exportgüter sind hauptsächlich mechanische Geräte, jeglicher Art, KFZ und deren Bauteile sowie Flugzeuge. (vgl. ITC 2020)

Anteil der Importe am BIP in MUSD, Quelle: eigene Darstellung (vgl. GGDC, PWT 9.1 2020)

Im Vergleich fällt auf, dass Deutschland einen wesentlich höheren Anteil an Importen besitzt. Dies wird durch die negative Steigung von m= -0,8685 innerhalb der letzten 17 Jahre deutlich.

Auch das BIP ist merklich höher, was wiederum positiven Einfluss auf die Importmenge hat. Bei einem Blick in die Handelsstatistik ist zu erkennen, dass die wichtigsten Importgütern denen von Frankreich gleichen, also elektrische Maschinen, Bauteile für Fahrzeuge sowie mineralische Brennstoffe werden am meisten importiert. (vgl. ITC 2020)

Im Folgenden wird näher auf die Auswirkung fiskalpolitischer Maßnahmen zur Stabilisierung von Nachfrage, Produktion und Beschäftigung eingegangen. Hierbei kann     zwischen expansiver und kontraktiver Fiskalpolitik unterschieden werden.

Eine Möglichkeit, um die inländische Nachfrage zu erhöhen, liegt in Erhöhung der Staatsausgaben, in Form von Subventionen oder Sozialgeldern. Dadurch kommt es zu einer Steigerung der Produktion, was wiederum dazu führt, dass mehr Beschäftigungsplätze entstehen und die Arbeitslosigkeit sinkt. Aufgrund des dadurch zur Verfügung stehenden Einkommens erhöht sich ebenfalls die Nachfrage, was wiederum zu einer Steigerung der Produktion führt. Hierbei kann sich allerdings auch die inländische Nachfrage nach ausländischen Produkten (also Importen) erhöhen. Somit kommt es zwar zu einer erhöhten Produktion im eigenen Land, jedoch ist hierbei der Effekt geringer als in einer geschlossenen Volkswirtschaft. Zudem ergeben sich höhere negative Effekte im Hinblick auf die Handelsbilanz. Somit wäre die Erhöhung der inländischen Nachfrage für Frankreich und Deutschland keine sehr effektive wirtschaftspolitische Maßnahme. Jedoch sollte das nicht dazu führen, in Krisenzeiten komplett auf Importe und auch auf Exporte zu verzichten. Da die meisten Länder in einer Handelsbeziehung stehen und somit eng miteinander verflochten sind, hätte die Einschränkung von Im- und Exporten negative Folgen auf die Weltwirtschaft. (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 545)

Frankreich weist eine geringere Korrelation zwischen BIP und Importen auf als Deutschland. Daraus lässt sich schließen, dass durch eine expansive Fiskalpolitik die Nachfrage nicht direkt auf Importe entfallen würde, sondern nach im Land produzierten Produkten, was wiederum einen positiven Effekt auf die oben aufgeführten Wechselwirkungen hat. 

Bezugnehmend auf den Gütermarktmultiplikator ergibt sich folgendes. Die Produktion entspricht dem Multiplikator, welcher mit den autonomen Ausgaben, also den Variablen, die als gegeben angesehen werden, multipliziert wird:  

Gütermultiplikator 2

Durch die Erhöhung der Produktion (Y) erhöhen sich ebenfalls (wie in einer geschlossenen Volkswirtschaft) die Konsum- und Investitionsnachfrage, jedoch entfällt aufgrund der wachsenden Möglichkeiten einer offenen Volkswirtschaft ein Teil der Nachfrage ebenfalls auf ausländische Güter.

Da im1 meist kleiner als c1 + d1 ist, ist der Multiplikator größer eins. Bei einer Erhöhung der Staatsausgaben spielt ebenfalls die Größe eines Landes eine entscheidende Rolle. So hat bei größeren Ländern wie Frankreich und Deutschland die Erhöhung einengroßen Einfluss auf die Produktion, aber weniger Wirkung auf die Handelsbilanz. (vgl. Blanchard, Illing 2017, S. 567-569)

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass „je offener die Volkswirtschaft ist, desto kleiner ist die Wirkung der Fiskalpolitik auf die Produktion und desto größer die Wirkung auf die Handelsbilanz.“ (Blanchard, Illing 2017, S. 569)


Das globale Finanzsystem

Auslandsvermögen und Leistungsbilanz

Einzelaufgabe 4

Im folgendem wird das globale Finanzsystem näher betrachtet. Dabei kommt die Frage auf, ob zwischen dem Saldo der Leistungsbilanz und dem Auslandsvermögensstatus ein Zusammenhang existiert. Hierbei betrachten wir nun gezielt die Werte von Frankreich, unserem Untersuchungsland. Aber auch die Zahlen der USA werden betrachtet und verglichen.

Eine Zahlungsbilanz stellt im Wesentlichen alle Transaktionen dar, die im In- und Ausland getätigt werden. Sie beinhaltet den Saldo aller Güter und Dienstleistungen, das primäre sowie sekundäre Einkommensverteilungskonto und die Kapitalbilanz und Finanzierungskonten nach BPM. In Abb. 4.1 werden jedoch nur die Leistungsbilanzen gezeigt, welche ein Teil der Zahlungsbilanzen darstellt. Die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft kann anhand dieser Kennzahl bewertet werden. Hierbei zählen Import und Export von Gütern und Dienstleistungen sowie die Ausgaben und Einnahmen jede einzelne Volkswirtschaft zu den betrachteten Werten.

In dieser Aufgabe jedoch betrachten wir, wie bereits zu Beginn erwähnt, den Saldo der Leistungsbilanzen. Hierbei werden alle separaten Teile (Handelsbilanz, Dienst-leistungsbilanz, Übertragungsbilanz, Bilanz von Erwerb- und Vermögens-einkommen) aufsummiert. (vgl. Statista 2020)

Saldo der Leistungsbilanz - in Prozent des BIP 2000 - 2018; Quelle: eigene Darstellung (vgl. Deutschland in Zahlen 2020)

In Abb. 4.1 werden der Saldo der Leistungsbilanz von unserem Untersuchungsland Frankreich und dem Saldo der USA gegenübergestellt. Hierbei fällt auf, dass im Jahr 2000 noch ein enormer Unterschied zwischen den beiden Ländern vorliegt. Von Beginn der betrachteten Daten bis zum Jahr 2007 zeigt Frankreich stets nur positive Werte auf, was sich jedoch im folgenden Jahr ändert. Bis 2018 bleiben die Daten recht konstant zwischen -0.5 und -1.

Die Zahlen der USA hingegen liegen im betrachteten Zeitraum immer im negativen Bereich, wobei der niedrigste Wert im Jahr 2006 bei -5.7 verzeichnet wurde. Die besten Werte wurden 2013 und 2014 mit -2.1 erzielt.     

Ab dem Jahr 2009 nähern sich der Saldo der Leistungsbilanz von Frankreich sowie der Saldo der USA langsam an.  Beide Länder zeigen Werte auf, welche im negativen Bereich zu finden sind. Frankreichs Zahlen liegen stets über denen der USA.

Hierdurch lässt sich schließen, dass der Leistungsbilanzsaldo von Frankreich im Vergleich mit dem Saldo der USA höher ist. Dies lässt auf einen Leistungsbilanzüberschuss deuten. Dabei werden mehr Güter im Inland hergestellt und somit weniger importiert. Das Nettoauslandsvermögen steigt bei einem Überschuss ebenfalls. Demnach lässt sich ein Leistungsbilanzdefizit in der USA vermuten. Dies würde bedeuten, der Import ist höher als der Export.

Des Weiteren betrachten wir nun wie bereits erwähnt, den Auslandsvermögenstatus. Es werden Umfang und Struktur der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten dargestellt. Somit umfasst es nicht nur Stromgrößen wie die Zahlungsbilanz, sondern Bestandsgrößen. (vgl. Gabler Banklexikon o.J.)

Auslandsvermögensstatus Frankreich und USA 2000 - 2019, Quelle: eigene Darstellung (vgl. eurostat 2020)

Wie man in der Abb. 4.2 erkennen kann, liegt Frankreich im Vergleich zu der USA annährend im oberen Bereich. Die Werte hier sind zwischen 123.556 EUR im Jahr 2001 und -563.960 EUR im Jahr 2019. Man kann jedoch anhand der Grafik erkennen, dass die Zahlenwerte von Jahr zu Jahr sinken.        

Die USA befindet sich nur im negativen Bereich. Hier liegt der geringste Wert bei -10.991.367 EUR, was einen enormen Unterschied zu Frankreich aufzeigt. Vermutlich bedeutet dies, dass die USA unter einer hohen Nettoverschuldung leidet. Frankreich hingegen ist demnach kaum verschuldet. Da die Werte von unserem Untersuchungsland kaum abweichen, sie dabei minimal fallen, lässt sich kaum eine Vermutung aufstellen, wo die Ursachen zu finden sind.

Wenn man nun das Saldo der Leistungsbilanz und den Auslandvermögensstatus vergleicht, fällt eine Verbindung auf. Da die Leistungsbilanz die Veränderungen der Transaktionen wiederspiegelt, konnte man bei Frankreich den Leistungsbilanz-überschuss vermuten. Dieser Überschuss lässt sich hauptsächlich zu Beginn unserer betrachteten Daten deutlich erkennen, jedoch sinkt die Leistungsbilanz von Frankreich langsam.

Ebenfalls fällt auch der Auslandsvermögensstatus. Da es zwar eine Veränderung gibt aber keine außergewöhnlichen Abweichungen in der Grafik vorhanden sind, ist es wie bereits erwähnt, nicht gerade leicht einen Grund dafür festzumachen.

Ein Beispiel für ein negatives Leistungsbilanzdefizit zeigt die USA. Da die Werte ihres Auslandsvermögenstatus durchweg im negativen vorliegen. Auch wenn die Zahlen der Leistungsbilanz ab 2007 steigen, ist das Defizit jedoch noch vorrangig. Ein möglicher Grund könnte in der Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 zu finden sein. Dass die Werte der Leistungsbilanz im Jahr 2009 steigen könnte dem Dienstleistungssektor zu verdanken sein. Dieser könnte möglicherweise einen Überschuss verzeichnen. Wenn jedoch der Güterhandel weitere Defizite aufweist, steigt nur die Leistungsbilanz, nicht der Auslandsvermögensstatus. (vgl. VDMA 2019)

Beide Länder sollten jedoch in der Zukunft versuchen eine positive Leistungsbilanz sowie ein positiven Auslandsvermögenstatus zu erreichen und Staatsschulden zu vermeiden.

Auslandsvermögen und Vermögenseinkommen

Direktinvestitionen

Einzelaufgabe 5

Dieses Kapitel erklärt den Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Auslandsvermögensstatus Frankreichs und dem Saldo der Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen Frankreichs. Als Quelle dienen die Daten der IMF Datenbank. Ein geeignetes Maß, um diesen Zusammenhang zu erklären ist die Korrelation, auf welche wir im folgenden Text noch eingehen werden.

Bestandteile Netto-Auslandsvermögen Frankreichs, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019d)

Der Auslandsvermögensstatus ist definiert als die Differenz aus Forderungen einer Volkswirtschaft gegenüber dem Ausland und den Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland. Es verdeutlicht, wie viel Vermögen ein Land im Ausland und wieviel Ver-mögen das Ausland im eigenen Land besitzt. Die Summe der Nettoauslandsvermögen aller Länder muss stets null ergeben (vgl. Krugman et al 2019, S. 437-438). Zu den Direktinvestitionen zählen grenzüberschreitende Investitionen, mit der Absicht einen dauerhaften Einfluss auf ein ausländisches Unternehmen zu gewinnen. Es muss hierbei eine Beteiligung von mindestens 10% an einer ausländischen Unternehmung vorliegen. Zu den Direktinvestitionen zählt man auch die Gewinnthesaurierung im Ausland (vgl. Bösch 2019, S. 53-54). Neben den Direktinvestitionen sind auch die Wertpapiergeschäfte und die übrigen Kapitalanlagen Bestandteile der Transaktionen in der Kapitalbilanz.

Wertpapiergeschäfte hingegen gehören zu den Kapitalanlagen, bei dem die Ertragserzielung Priorität besitzt und nicht die Kontrolle einer Unternehmung. Hierzu zählen beispielsweise lang- und kurzfristige Schuldverschreibungen und Aktien. Die übrigen Kapitalanlagen bestehen aus allen anderen Kapitaltransaktionen, wie zum Beispiel Finanz- und Handelskrediten (vgl. Bösch 2019, S. 87-88).

Am Anfang des Betrachtungszeitraums im Jahr 1989 weisen die Direktinvestitionen und die übrigen Kapitalanlagen einen positiven Wert auf, wobei hingegen die Wertpapieranlagen im negativen Bereich liegen. Die Netto-Direktinvestitionen weisen im Jahr 1989 einen Wert von 14.981 Millionen US-Dollar auf, belaufen sich zum Ende des Jahres 2018 auf einen Wert von 682.903 Millionen US-Dollar. Hieraus lässt sich ableiten, dass Frankreich, in Form von Direktinvestitionen, deutlich mehr in das Ausland investiert hat, als das Ausland in Frankreich. Während die Direktinvestitionen und die übrigen Kapitalanlagen von 1989 bis 1991 nahezu identisch verlaufen, sinken die Wertpapieranlagen minimal und verlaufen konstant im negativen Bereich. Im Jahr 2000 fallen die übrigen Kapitalanlagen zum ersten Mal in den negativen Bereich auf einen Wert von -33.936 Milliarden US-Dollar. Während die Direktinvestitionen stetig steigen, sinken die übrigen Kapitalanlagen deutlich und fallen 2005 erstmals unter den Wert der Wertpapieranlagen und erreichen im Jahr 2008 einen Negativrekord von -808.196 Millionen US-Dollar. Nahezu im gleichen Zeitraum erreichen die Wertpapieranlagen ihren Höhepunkt und steigen erstmals in den positiven Bereich auf 38.636 Millionen US-Dollar, wobei sie nach dem Jahr 2008 wieder drastisch sinken und 2013 einen Tiefpunkt von -989.264 Millionen US-Dollar erreichen. Die übrigen Kapitalanlagen hingegen, steigen im selbigen Zeitraum wieder stark an und liegen im Jahr 2013 mit einem Wert von -165.255 Millionen US-Dollar nur noch relativ knapp unter dem positiven Bereich.

Die Abb. 4.4 stellt die Netto-Direktinvestitionen und das Einkommen aus Direktinvestitionen im Betrachtungszeitraum von 2000 bis 2018 graphisch dar.

Auslandsvermögen und Vermögenseinkommen aus Direktinvestitionen Frankreichs in MUSD, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019e)

Im Gegensatz zu den Direktinvestitionen, welche der Kapitalbilanz zugeordnet werden, fällt das Einkommen aus Direktinvestitionen unter den Punkt Primäreinkommen in der Leistungsbilanz. Zu dem Punkt Primäreinkommen zählen Vermögenserträge aus der Vergangenheit wie beispielsweise Portfolioinvestitionen, Direktinvestitionen oder auch Dividendenzahlungen (vgl. Bösch 2019, S.86).

Die Netto-Direktinvestitionen und das Einkommen aus Direktinvestitionen verlaufen über den gesamten Betrachtungszeitraum stets im positiven Bereich. Da wir die Direktinvestitionen schon in der Abb. 4.3 und deren folgenden Text beschrieben haben, konzentrieren wir uns hier auf das Einkommen aus Direktinvestitionen. Der Graph liegt stets im positiven Bereich, da das Einkommen von Direktinvestitionen Frankreichs im Ausland über den Betrachtungszeitraum größer ist, als dass der Ausländer in Frankreich. Im Jahr 2000 beträgt der Wert des Einkommen 7.229 Millionen US-Dollar und gelangt zwei Jahre später zu seinem Tiefpunkt von 2.373 Millionen US-Dollar. Danach folgt ein rasanter Anstieg bis zu einem Wert von 35.083 Millionen US-Dollar im Jahr 2006. Bis zu dem Jahr 2018 steigt der Wert trotz minimaler Schwankungen an und erreicht am Ende des Betrachtungszeitraumes einen Wert von 50.672 Millionen US-Dollar.

Um einen Zusammenhang der beiden Graphen zu untersuchen, nutzt man die Korrelation, welche in einem Intervall von -1 bis 1 liegen kann. Erreicht die Korrelation einen Wert von 1, besteht ein sehr ausgeprägter positiver Zusammenhang der beiden Werte. Das hat zur Folge, dass wenn anhand dieses Beispiels die Netto-Direktinvestitionen steigen, ebenso das Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen steigt. Bei einem Wert von -1 würde der zweite Wert sinken, während der erste Wert steigt. Erreicht die Korrelation einen Wert von 0, besteht keinerlei Zusammenhang.

Die Korrelation der Netto-Direktinvestitionen und dem Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen unseres Untersuchungslandes Frankreich beträgt 0,9121. Das weist deutlich darauf hin, dass ein linearer Zusammenhang zwischen diesen beiden Graphen besteht. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass die Netto-Einkommen aus Direkt-investitionen steigen, falls auch die Netto-Direktinvestitionen steigen oder umgekehrt, wie man in Abb. 4.4 erkennen kann.

Netto-Rendite von internationalen Direktinvestitionen, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019e)

Die Abb. 4.5 stellt die Netto-Rendite der Direktinvestitionen im Zeitraum von 2000 bis 2018 graphisch dar und vergleicht gleichzeitig diese von Deutschland mit unserem Untersuchungsland Frankreich. Die Netto-Rendite errechnet sich aus dem Netto-Einkommen aus Direktinvestitionen dividiert durch die Netto-Direktinvestitionen. Die durchschnittliche Netto-Rendite aus Direktinvestitionen von Frankreich beträgt 7,50% und liegt somit knapp unter der von Deutschland, deren Netto-Rendite einen Wert von 8,78% aufweist. Deutschlands Netto-Rendite beträgt zum Start des Betrachtungszeitraums im Jahr 2000 15,69% und sinkt in den Jahren 2002 und 2003 drastisch. Auffällig ist, dass die Netto-Rendite innerhalb von zwei Jahren um fast 30% fällt und ihren Tiefpunkt im Jahr 2002 mit -14,30% erreicht. Im Jahr 2004 folgt aber wiederum ein signifikanter Anstieg auf einen Wert von 27,19%. In den Folgejahren flacht der Graph einen wenig ab und verläuft relativ konstant bis zum Ende des Betrachtungszeitraums 2018, wo die Netto-Rendite einen Wert von 9,56% erreicht. Frankreichs Netto-Rendite hingegen verläuft über den gesamten Zeitraum im positiven Bereich und ist deutlich konstanter. Sie beträgt im Jahr 2000 einen Wert von 3,32% und pendelt sich ab dem Jahr 2004 zwischen 5% und 10% und erreicht Ende des Betrachtungszeitraums einen Wert von 7,42%.

Finanzkrisen im globalen Kontext

Auslandsvermögen zu BIP

Einzelaufgabe 6

In dem folgenden Abschnitt des Dossiers wird auf die Entwicklung der Auslandsaktiva und Auslandspassiva von Frankreich im Vergleich zu Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika eingegangen. Hierbei wird ersichtlich, dass die verschiedenen Finanzkrisen, die während des Betrachtungszeitraumes aufgetreten sind, einen hohen Einfluss auf die Entwicklung der Auslandsaktiva und Auslandspassiva, generell des Vermögens, welches die betrachteten Nationen im Ausland in Form von Guthaben und Schulden angelegt haben. Ebenfalls wird auf die internationale Liquidität eingegangen und wie sich diese im Betrachtungszeitraum im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland entwickelt hat.

Auslandvermögenstatus Frankreich, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019f)

Bei Betrachtung der Abb. 5.1 fällt auf, dass generell vor den Finanzkrisen Anteile an Derivaten an den Auslandsaktiva und Auslandspassiva auf einem Rekordhoch gelegen haben, es ist ersichtlich, dass es einen signifikanten Anstieg der Finanzderivate im Jahr 2008 auf 2009 gab.

Hierbei sind die Finanzderivate um etwa 35% angestiegen, was darauf schließen lässt, dass diese Anlageformen kurz vor Aufkommen von Finanzkrisen sehr beliebt waren.

Ebenfalls war dies der Fall im Jahre 2011, wo es einen signifikanten Anstieg bei den Asset-Shares und Liability-Shares gab, hierbei lässt sich als Ursache ebenfalls eine finanzielle Krisensituation ausmachen, nämlich die europäische Bankenkrise, welche sich zwischen 2011 und 2012 zugetragen hat. So fällt bei der genaueren Betrachtung auf, dass es häufig kurz vor größeren Verwerfungen auf den Finanzmärkten zu einem Anstieg der Volumina an Derivaten kommt und deren Anteil an den Auslandsaktiva und Passiva kurz vor diesen Ereignissen signifikant ansteigt.

Dies war ebenfalls im Jahre 2015 auf 2016 der Fall, als es zu einem Crash auf dem chinesischen Aktienmarkt kam, hier ist ebenfalls zu beobachten, dass der Anteil der Derivate kurz vor diesem Ereignis sprungartig in die Höhe geschnellt ist. Aus diesem Grund wurde das Volumen der Derivate an den Auslandsaktiva und Auslandspassiva in diesem Zeitraum deutlich erhöht.

Somit ist zu erkennen, dass diese Anlageform dem Hedging von Portfolien gegen verschiedenste Risiken an den Kapitalmärkten dient, es sollen so bestimmte Risiken möglichst minimiert werden.

Ich denke, dass gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheiten der Anteil an Derivaten auf einem hohen Niveau liegen wird, da es sich dabei um ein Instrument handelt, welches sich dazu eignet, die Risiken an den Kapitalmärkten abzufedern. Beispielsweise kann ein Marktteilnehmer mittels eines Derivates auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten einen Gewinn erzielen, dies ist beispielsweise über den Kauf von Futures möglich oder über die Käufe von Optionen.

Bei dem Kauf eines Futures wird eine Wette zwischen zwei Markteilnehmern durchgeführt, des einen Gewinn ist des anderen Verlust. So kann beispielsweise auf fallende Kurse im Krisenfall gewettet werden, was dazu führt, dass selbst in einem Rezessionsfall Gewinne erzielt werden können.

Im Weiteren können Optionen gegen die Hingabe eines Entgeltes dazu genutzt werden, um Risiken eines Börsen-Crashs abzufedern, beispielsweise über den Kauf einer Verkaufsoption gegen Hingabe einer Prämie für diese Rückversicherung.

Aus diesem Grund steigen die Anteile von Derivaten an der internationalen Liquidität in wirtschaftlich prekären Situationen sprunghaft an, da die Markteilnehmer ihre Risiken begrenzen wollen oder müssen, beispielsweise bei institutionellen Anlegern, welche eine gewisse Sicherheit für ihre Anlagen gewährleisten müssen.

Betrachtet man die gesamte internationale Liquidität (Abb. 5.2) von Frankreich im Vergleich zu Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die letzten fünfundzwanzig Jahre, fällt auf, dass Frankreich bis in das Jahr 2006 hinter den USA und Deutschland lag, im Jahre 2006 und 2007 lag die internationale Liquidität leicht über der von Deutschland. Im Jahr 2008 sank die Liquidität Frankreichs ab, wohingegen Deutschland etwa auf dem Niveau von 2007 verharrte.

Ab dem Jahr 2018 überstieg die internationale Liquidität wieder die von Deutschland, was sich im Jahr 2019 weiter fortsetzte. Bei dieser Betrachtung fällt auf, dass nach dem Jahre 2008 die internationale Liquidität aller drei betrachteten Volkswirtschaften signifikant angestiegen ist. Das kann darauf hindeuten, dass durch die Weltwirtschaftskrise 2008 die Liquidität kurzfristig auf einem niedrigeren Niveau verharrte, aber ab dem Jahr 2009 anstieg. 

Ebenfalls ist im Jahre 2012 ein Maximum bei der Liquidität erreicht worden. Dies deutet darauf hin, dass im Zuge der europäischen Bankenkrise die Liquidität wieder etwas heruntergefahren wurde, dies fällt bei den USA und Deutschland stärker auf als bei Frankreich, da hier nur ein geringer Rückgang zu verzeichnen ist.

Internationale Liquidität, Quelle: eigene Darstellung (vgl. IMF, World Economic Outlook Database, October 2019g)

Schlussendlich erreichte ab dem Jahre 2018 die internationale Liquidität Frankreichs ein höheres Niveau als die Deutschlands, was darauf hindeutet, dass die Franzosen ihre internationalen Investitionen weiter erhöht haben und Deutschland hingegen seit 2012 stagniert ist und auf etwa dem gleichen Stand verharrt. Somit ist anhand der internationalen Liquidität festzustellen, dass bei Krisen diese häufig heruntergefahren wird, jedoch nach der Krise meist ein höherer Stand erreicht wird als vor den finanziellen Verwerfungen. Ebenfalls fällt auf, dass die Liquidität Frankreichs und der Vereinigten Staaten über den Betrachtungszeitraum angestiegen ist, lediglich in Deutschland gab es vom Anfang bis zum Ende des Betrachtungszeitraumes einen Rückgang der internationalen Liquidität von etwa 43%.

Die Vereinigten Staaten hingegen weisen die höchste Volatilität der betrachteten Volkswirtschaften in Hinsicht auf die internationale Liquidität auf, besonders fällt dies im Jahre 2008 auf, in welchem sich die Liquidität der USA von 66.607,01 Millionen USD in 2008 auf 119718,87 Millionen USD fast verdoppelte, was eine Reaktion auf die Verwerfungen der Finanzkrise 2008 gewesen sein kann.  

Wohingegen Frankreich einen Zuwachs der Liquidität von 42871,85 Millionen USD aufgewiesen hat, was über den Betrachtungszeitraum fast einer Verdreifachung der internationalen Liquidität entspricht.      

Theoretisch ist somit in der Regel zu sagen, dass Finanzkrisen kurzfristig das Niveau der internationalen Liquidität herabsetzen, jedoch diese meist nicht von langer Dauer ist, da sich die Märkte wieder erholen. Im Anschluss steigt das Liquiditätsniveau im Ausland wieder an, dies hat sich bereits über lange Zeiträume bewährt.   

Quellenverzeichnis

Banque de France (2020): Balance des paiements de la France: données récentes Déc 2019, Zugriff am 30. April 2020, https://www.banque-france.fr/statistiques/balance-des-paiements-et-statistiques-bancaires-internationales/la-balance-des-paiements-et-la-position-exterieure/balance-des-paiements-de-la-france-donnees-recentes

Blanchard, Olivier; Illing, Gerhard (2017): Makroökonomie, 7., aktualisierte und erweiterte Auflage, Hallbergmoos: Pearson Studium ein Imprint von Pearson Deutschland (Pearson Studium - Economic VWL)

Bösch, Martin (2019): Globalisierung und Internationales Finanzmanagement: Umfeld, Investition, Finanzierung und Risikomanagement, 1. Auflage, Stuttgart: Schaeffer-Poeschel Verlag

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