Wiwiwiki.net:Internationale Makroökonomie
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Inhaltsverzeichnis |
Das AS-AD-Modell
- Das Gesamtangebot (AS)
- Die Gesamtnachfrage (AD)
- Gleichgewicht in der kurzen und in der mittleren Frist
- Expansive Geldpolitik im AS-AD-Modell
- Restriktive Fiskalpolitik im AS-AD-Modell
- Ölpreisschocks
Lernziele
Sie lernen
- zwischen der kurzen und der mittleren Frist bei makroökonomischen Anpassungsprozessen zu unterscheiden
- zu erklären, was es bedeutet, dass die mittlere Frist dadurch definiert ist, dass Preisniveau und Preiserwartungen ausgeglichen sind
- zu erklären, warum die Produktion in mittlerer Frist immer zum normalen Niveau zurückkehrt
- das gesamtwirtschaftliche Angebot bei konstanten und variablen Preiserwartungen abzuleiten
- die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von Veränderungen der wirtschaftspolitischen Instrumente M, G und T abzuleiten, wenn die Preiserwartungen konstant bleiben
- das Zusammenwirken von Gesamtangebot und Gesamtnachfrage bei verschiedenen wirtschaftspolitischen Themen zu analysieren
- die Annahmen, auf denen die mittelfristige Analyse des AS-AD-Modells beruht, problemorientiert zu diskutieren
Schlüsselbegriffe (26)
- Gesamtangebot
- Lohnsetzungs-Funktion
- Preissetzungs-Funktion
- normales Produktionsniveau
- tatsächliches Produktionsniveau
- erwartetes Preisniveau
- tatsächliches Preisniveau
- Gesamtnachfrage
- IS-Funktion
- LM-Funktion
- restriktive Geldpolitik
- AS-AD-Gleichgewicht
- kurze Frist
- mittlere Frist
- expansive Geldpolitik
- Anpassungsprozess
- Neutralität des Geldes
- restriktive Fiskalpolitik
- crowding-in
- crowding-out
- Policy-Mix
- Ölpreisschock
- Angebotsschock
- normale Arbeitslosenquote
- Stagflation
- makroökonomischer Schock
Die Phillips-Kurve
- Inflation, erwartete Inflation und Arbeitslosigkeit
- Die Phillips-Kurven
Lernziele
Sie lernen
- zu erläutern, welchen Zusammenhang die Phillips-Kurve untersucht
- zu erläutern, in welchem Zusammenhang die Phillips-Kurve mit der Funktion des Gesamtangebots steht
- zu erläutern, welche Bedeutung die Inflationspersistenz für den Verlauf der Phillips-Kurve hat
- zu erläutern, unter welchen Bedingungen die normale Arbeitslosenquote als inflationsneutrale Arbeitslosenquote interpretiert werden kann
- zu diskutieren, von welchen Faktoren die normale Arbeitslosenquote von Land zu Land abhängen kann
- eigenständig die normale und die erweiterte Phillips-Kurve anhand von konkreten Länderdaten zu bestimmen
- eigenständig Untersuchungen der normalen Arbeitslosenquote und der inflationsneutralen Arbeitslosenquote vorzunehmen
- Faktoren zu bestimmen, die zu Veränderungen der normalen und der inflationsneutralen Arbeitslosenquote führen können
- zu untersuchen, welchen Einfluss sehr niedrige oder sogar negative Inflationsraten auf den Phillips-Kurven-Zusammenhang haben können.
Schlüsselbegriffe (11)
- tatsächliche Inflation
- erwartete Inflation
- Arbeitslosigkeit
- ursprüngliche Phillips-Kurve
- Lohn-Preis-Spirale
- erweiterte Phillips-Kurve
- normale Arbeitslosenquote
- Zielkonflikt zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit
- inflationsneutrale Arbeitslosenquote
- lohnindexierte Phillips-Kurve
- adaptive Inflationserwartung
Geldmengenwachstum, Inflation und Produktion
- Produktion, Arbeitslosigkeit und Inflation
- Die Volkswirtschaft in der mittleren Frist
- Dynamische Analyse
- Erwartungen, Glaubwürdigkeit und nominale Verträge
- Beispiel: Die Disinflation in den Vereinigten Staaten, 1979-1985
Lernziele
Sie lernen
- den Zusammenhang zwischen Produktionswachstum, Arbeitslosigkeit und Inflation durch das Okunsche Gesetz, die Phillips-Kurve und die modifizierte Gesamtnachfrage-Funktion zu beschreiben
- die Annahmen zu diskutieren, die zu dem Ergebnis führen, dass in mittlerer Frist die Arbeitslosenquote stets der normalen Arbeitslosenquote und das Produktionswachstum einer normalen Rate entsprechen
- zu diskutieren, welche Bedeutung und welche Probleme aus der Bestimmung eines Potenzialwachstums der mittleren Frist für die Wahl der geeigneten makroökonomischen Instrumente erwachsen können
- zu untersuchen, ob ein Absenken der Wachstumsrate der nominalen Geldmenge immer einen Anstieg der Arbeitslosenquote zur Folge hat
- zu erläutern, wofür es von Bedeutung ist, ob sich die Inflationserwartungen infolge von inflationsbekämpfenden Maßnahmen der Zentralbank verändern oder nicht
- das Opferverhältnis von Überschussarbeitsarbeitslosigkeit zu Disnflationsrate für bestimmte Disinflations-Perioden Ihres Untersuchungslandes zu berechnen und zu interpretieren
- zu diskutieren, in welchem Umfang die Geschwindigkeit der Veränderungen von Inflation und Inflationserwartungen vom Vorhandensein nominaler Rigiditäten abhängen und welche Bedeutung das für Ihr Untersuchungsland hat.
Schlüsselbegriffe (17)
- Okunsches Gesetz
- aggregierte Nachfragebeziehung
- Quantitätsgleichung
- Produktionswachstum
- Geldmengenwachstum
- Inflation
- dynamische Analyse
- Deflation
- Disinflation
- Überschussarbeitslosigkeit
- Opferverhältnis
- nominales Geldmengenwachstum
- Anpassungspfad
- Lucas-Kritik
- nominale Verträge
- nominale Rigiditäten
- Federal Funds Rate
Technischer Fortschritt, Löhne und Arbeitslosigkeit
- Produktivität und Arbeitslosigkeit in kurzer Frist
- Produktivität und natürliche Arbeitslosenquote
- Technischer Fortschritt und Verteilungseffekte
- Arbeitslosigkeit in Europa
Lernziele
Sie lernen,
- den Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt und Arbeitslosigkeit näher zu untersuchen
- in kurzer Frist
- in mittlerer Frist
- zu begründen, warum sich in kurzer Frist vermutlich keine systematische Beziehung zwischen Produktivitätsveränderungen und Arbeitslosigkeit nachweisen lässt
- zu begründen, warum diese Beziehung in mittlerer Frist vermutlich invers ist, also die Arbeitslosigkeit steigt, wenn die Produktivität zurück bleibt und umgekehrt
- zu untersuchen, welche Bedeutung der technische Fortschritt für den strukturellen Wandel und die Entlohnung auf den Arbeitsmarkt hat
- zu diskutieren, was die Gründe für die relativen und absoluten Reallohnverluste für niedrig qualifizierte Arbeit sein könnten
- kritisch die Annahmen für die Behauptung zu diskutieren, dass die Arbeitslosigkeit in Europa aktuell nahe an ihrer normalen Quote liege
- zu erläutern, was mit dem Begriff der Persistenz in Bezug auf die Arbeitslosenquote gemeint ist und zu untersuchen, ob sich dieses Phänomen auch in Ihrem Untersuchungsland nachweisen lässt
- kritisch zu diskutieren, wie erfolgreiche Strategien zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aussehen könnten.
Schlüsselbegriffe (13)
- technischer Fortschritt
- Produktivität
- Produktivitätszuwachs
- Preissetzungs-Funktion
- Lohnssetzungs-Funktion
- Lohnstückkosten
- normale Arbeitslosenquote
- Verteilungseffekt
- Lohnspreizung
- Angebotsschock
- Persistenz
- Hysterese
- Eurosklerose
Offene Güter- und Finanzmärkte
- Offene Gütermärkte
- Offene Finanzmärkte
- Wechselkurse
- Kaufkraftparität
- Zahlungsbilanz
- Zinsparität
Lernziele
Sie lernen
- zu verstehen, dass und wie die Offenheit von Volkswirtschaften den Einwohner einer (einstmals geschlossenen) Volkswirtschaft neue Möglichkeiten der Wahl zwischen in- und ausländischen Gütern sowie zwischen in- und ausländischen Produktionsfaktoren ermöglicht
- die wirtschaftliche Funktion des Wechselkurs zu definieren und zwischen der Mengen- und Preisnotierung des Wechselkurses zu unterscheiden
- Auf- und Abwertungen einer Währung aus Sicht einer Mengennotierung zu definieren und zwischen nominalen und realem Wechselkurs zu unterscheiden
- die Funktion der nominalen oder realen effektiven Wechselkurse (NEER und REER) zu verstehen und für die eigene Analyse der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes einzusetzen
- das Konzept der Kaufkraftparität kennen und zum Zweck des Kaufkraftvergleichs im Längs- und Querschnitt einzusetzen
- die einzelnen Konten der Zahlungsbilanz kennen und verstehen und diese zum Zweck der Länderanalyse zu verwenden
- das Verhältnis von Leistungsbilanz und Kapitalbilanz zu verstehen und zu analysieren
- das Konzept der Zinsparität kennen und auf die Analyse des Wechselkurses anzuwenden.
Schlüsselbegriffe (45)
- Offenheit des Gütermarktes
- realer Wechselkurs
- Offenheit der Finanzmärkte
- Zinsparität
- Offenheit der Faktormärkte
- Warenhandel
- Handelsbilanz
- Dienstleistungsbilanz
- Außenhandelsquoten
- Außenbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt
- handelbare Güter
- nominaler Wechselkurs
- Mengennotierung
- Preisnotierung
- Aufwertung
- Abwertung
- realer Wechselkurs
- reale Aufwertung
- reale Abwertung
- bilateraler Wechselkurs
- multilateraler Wechselkurs
- Außenwert
- Arbitragepreis
- Kaufkraftparität
- Big-Mac-Index
- Zahlungsbilanz
- Leistungsbilanz
- Saldo der Erwerbs- und Vermögenseinkommen
- Laufende Übertragungen
- Vermögensübertragungen
- Kapitalbilanz
- Direktinvestitionen
- Wertpapiertransaktionen
- Finanzderivate
- Kreditverkehr
- Devisenbilanz
- Währungsreserve
- Statistische Diskrepanz
- Bruttonationaleinkommen
- Außenbeitrag zum Bruttonationaleinkommen
- Zinsarbitrage
- Arbitrage-Bedingung
- ungedeckte Zinsparität
- gedeckte Zinsparität
- Aufwertungserwartung
Der Gütermarkt in der offenen Volkswirtschaft
- Die IS-Funktion in der offenen Volkswirtschaft
- Handelsbilanz und Produktion im Gleichgewicht
- Anstieg von in- und ausländischer Nachfrage
- Abwertung, Handelsbilanz und Produktion
- Die J-Kurve
- Ersparnis, Investition und Leistungsbilanz
Lernziele
Sie lernen
- die Nachfrage nach inländischen Gütern von der inländischen Güternachfrage zu unterscheiden
- zu erötern, welche Auswirkungen die Öffnung der Gütermärkte auf den Gütermarktmultiplikator hat und wie sich ein Anstieg der inländischen Nachfrage einer offenen Volkswirtschaft voraussichtlich auf die Handelsbilanz hat
- zu beurteilen, wovon Vorzeichung und Stärke der Wirkung inländischer (und ausländischer) Nachfrageveränderungen auf die Handelbilanz abhängen
- zu analysieren, welche Koordinationsprobleme bei der Rezessionsüberwindung zwischen offenen Volkswirtschaften entstehen und worin mögliche Lösungsstrategien liegen
- die Marshall-Lerner-Bedingung einzusetzen, um Voraussetzungen und Erfolgschancen von Abwertungsstrategien für die Rezessionsüberwindung offener Volkswirtschaften zu beurteilen
- das J-Kurven-Modell einzusetzen, um die zeitliche Abfolge der Handelsbilanzwirkungen von Abwertungen zu untersuchen
- die Gleichgewichtsbedingung für den Gütermarkt einer offenen Volkswirtschaft zu formulieren und als Analyseinstrument einzusetzen.
Schlüsselbegriffe (23)
- inländische Güternachfrage
- Gesamtnachfrage nach inländischen Gütern
- Nachfrageidentität einer offenen Volkswirtschaft
- Nettoexport
- Importnachfrage
- Importwert
- Importmenge
- inländische Nachfrage nach inländischen Gütern
- ausländische Nachfrage nach inländischen Gütern
- Handelsbilanzausgleich
- Handelsbilanzüberschuss
- Handelsbilanzdefizit
- Gütermarktgleichgewicht einer offenen Volkswirtschaft
- Gütermarktmultiplikator einer offenen Volkswirtschaft
- Fiskalpolitik in einer offenen Volkswirtschaft
- Marshall-Lerner-Bedingung
- J-Kurve
- Ersparnis
- Investition
- Saldo der öffentlichen Haushalte
- Leistungsbilanz
- Nettoauslandsvermögen
- Zinseinkünfte
Produktion, Zinssatz und Wechselkurs
- Das Gleichgewicht auf dem Gütermarkt
- Das Gleichgewicht auf den Finanzmärkten
- Der Gütermarkt und die Finanzmärkte
- Wirtschaftspolitik in einer offenen Volkswirtschaft
- Feste Wechselkurse
- Die Anpassung des realen Wechselkurses in mittlere Frist
- Vollkommenen und unvollkommene Kapitalmobilität
Lernziele
Sie lernen,
- die Anwendungsmöglichkeiten der Zinsparität auf die Analyse der Entwicklung von Wechselkurs und Leistungsbilanz zu nutzen
- wie das gegebene Zinverhältnis von Inland zu Ausland in Verbindung mit dem erwarteten zukünftigen Wechselkurs den aktuellen Wechselkurs beeinflusst und diese Theorie anhang von realen Daten zu überprüfen
- die Auswirkungen einer expansiven (kontraktiven) Fiskalpolitik bzw. einer kontraktiven (expansiven) Geldpolitik unter den Bedingungen eines flexiblen Wechselkurses zu analysieren
- die Vielfalt möglicher Wechselkursregime als ein Kontinuum von vollkommen flexiblen Wechselkursen bis zur Einführung einer gemeinsamen Währung zu begreifen
- die Auswirkungen einer Fixierung der Wechselkurse auf die Handlungsmöglichkeiten der Geld- und Fiskalpolitik zu analysieren.
Schlüsselbegriffe (17)
- Gütermarktgleichgewicht
- Finanzmarktgleichgewicht
- Zinsparitätenbeziehung
- expansive Fiskalpolitik
- kontraktive Geldpolitik
- Mundell-Fleming-Modell
- fester Wechselkurs
- Crawling Peg
- Bandbreite
- Europäisches Währungssystem
- Europäische Währungsunion
- vollkommene Kapitalmobilität
- autonome Geldpolitik
- Fiskalpolitik unter festen Wechselkursen
- Zentralbankbilanz
- Geldbasis
- unvollkommene Kapitalmobilität
Literaturquellen
Lehrbücher
- Olivier Blanchard und Gerhard Illing, Makroökonomie, 4. Aufl., Pearson, München, 2006.
- Paul R. Krugman und Maurice Obstfeld, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, 7. Aufl., Pearson, München, 2006.
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