US-Dollar

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1-US-Dollar-Note – „Greenback“

Der US-Dollar (USD, Symbol: $) ist die Währungseinheit der Vereinigten Staaten. Der US-Dollar wird auch als amtliches und gesetzliches Zahlungsmittel in einigen anderen Ländern geführt. Dazu zählen die Britischen Jungferninseln, Ecuador, El Salvador, Panama, Mikronesien sowie Palau und Osttimor.

Ein Dollar wird in 100 Cent unterteilt (Symbol: ¢). Aufgrund der Farbgestaltung der Banknoten wird er umgangssprachlich als Greenback bezeichnet. Auch der Begriff Buck ist weit verbreitet. Der Druck der Banknoten erfolgt durch das Bureau of Engraving and Printing. Die Münzprägung obliegt der United States Mint. Der US-Dollar ist frei konvertibel.

Herkunft des „$“-Zeichens

Die Herkunft des weltweit bekannten Zeichens „$“, das für den amerikanischen Dollar steht, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Die wohl am ehesten zutreffende Erklärung basiert auf einer Weiterentwicklung der Buchstaben „P‘s“, dem spanisch-mexikanischen Zeichen für „Peso“ der auch als „Spanischer Dollar“ bekannt war. Diese Erklärung basiert auf der Annahme, dass beim Schreiben das „S“ mit der Zeit über dem „P“ geschrieben wurde und somit ein Zeichen ähnlich dem „$“ entstand. Die Rundungen des „P“ fielen nach und nach komplett weg. Der spanische Dollar war in den USA eine weit verbreitete Währung, bis er im Jahre 1785 durch den US-Dollar ersetzt wurde.[1]

Geschichte des amerikanischen Dollar

Der Ursprung der Einheitswährung der Vereinigten Staaten von Amerika liegt im Jahr 1690, als das Land aus vielen Kolonien bestand. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kolonien als Lieferanten von Rohstoffen, unter anderem für Tabak und Baumwolle, sehr wertvoll. Sie standen unter der Herrschaft der Briten und der „East India Company“. Die 13 Kolonien betrachteten sich aber als souveräne Staaten und erhoben Zoll an ihren Grenzen, was den Handel stark erschwerte. Außerdem wurde die englische Währung nicht akzeptiert, das englische Pfund war verboten. Innerhalb der amerikanischen Kolonien gab es unterschiedliche Währungen für den Handel. Eine der Kolonien, die „Massachusetts Bay Colony“, heute als der amerikanische Bundesstaat Massachusetts mit der Hauptstadt Boston bekannt, war die erste Kolonie die das eigene Papiergeld nutzte, um das Militär zu finanzieren. Die anderen Kolonien folgten diesem Beispiel.[2]

Um die amerikanische Wirtschaft nicht zu stark werden zu lassen, versuchten die Briten durch Restriktionen das Wachstum zu verlangsamen. Im Jahre 1704 wurde das Prägen von Münzen in allen Kolonien verboten. Um weiterhin Handel betreiben zu können, bedienten sich die Kolonisten der spanischen oder niederländischen Zahlungsmittel. In diesem Zusammenhang entstand der Begriff Dollar, abgeleitet von dem europäischen Namen „Taler“. Silbermünzen spanischer Herkunft wurden als „Spanish dollars“ (spanische Dollar) bezeichnet. Schließlich entschieden sich die Kolonisten im Jahre 1775, gegen die Briten einen Krieg zu führen. Der „Continental Congress“ (Kontinentaler Kongress), der die Regierung der Kolonien darstellte, setzte die so genannte „Continental currency“ (Kontinentale Währung) ein, welche die neue offizielle Währung der gesamten 13 Kolonien darstellte. Aufgrund des schwachen Finanzsystems und der hohen Fälschungsrate blieb die neu eingeführte Währung jedoch nicht lange im Umlauf.[3][4][5]

Im Jahre 1781 bat der Continental Congress die damalige erste nationale Bank, die „Bank of North America“ in Philadelphia, um Hilfe. Ziel war es, das Finanzsystem zu stärken. Daraufhin wurde im Jahre 1785 der „Dollar“ als neue Währung der USA eingesetzt und bereits im Jahre 1787 wurden die ersten Münzen emittiert. In dem „Coinage Act“ (Prägungsgesetze) aus dem Jahr 1792 wurde das monetäre System festgelegt. Es wurde die Einführung einer dezimalen Währung beschlossen.

Bei einer Dezimalwährung handelt es sich um eine Währung, deren Hauptwährungseinheit nach Zehnerpotenzen entweder in eine oder in mehrere Untereinheiten unterteilt wird. Hierbei ist die Unterteilung in eine Untereinheit der Normalfall. Der erste Staat, der dieses System dauerhaft einführte, waren im Jahre 1792 die USA. Die Unterteilung erfolgte in 10 Dimes und 100 Cents. 10 Dollar entsprechen einem Eagle. Die Bezeichnung Dime wurde bis heute für das 10-Cent-Stück beibehalten, wobei dieser nicht als Rechnungswährung verwendet wird. Für die Hundertsteleinteilung bei nahezu allen weltweit existierenden Währungen fungiert der Cent als Vorbild.[6] Daraufhin wurden die neuen Münzen aus Gold, Silber und Kupfer eingeführt.

Das gesamte 19. Jahrhundert war in den USA durch ein Auf und Ab des Dollars geprägt. Historische Ereignisse wie der Bau des Eisenbahnnetzes oder der Sezessionskrieg belasteten die Wirtschaft und den Dollar sehr stark. Nach jeder Krise erstarkte er jedoch wieder, unter anderem aufgrund der großen Einwanderungsströme.

Die ersten Dollar-Banknoten aus Papier wurden in den Jahren 1861/1862 in Umlauf gebracht, um den Sezessionskrieg zu finanzieren. Die Scheine wurden aufgrund ihrer Farbe „Greenbacks“ genannt und enthielten auf der Vorderseite Porträts berühmter Amerikaner. Die neuen Scheine waren schwerer zu fälschen und trugen das Siegel des Finanzministeriums.

Im Jahre 1913 wurde die Zentralbank („Federal Reserve Bank“) auf der Grundlage des „Federal Reserve Act“ (engl.: Notenbank Gesetze) gegründet. Der Grund für diese Entscheidung war der Versuch, das Finanzsystem so zu strukturieren, dass es sich den wechselnden Bedürfnissen des Landes anpassen konnte. Der erste Schein der neu gegründeten Zentralbank wurde im Jahre 1914 emittiert. Daraufhin entschied der Aufsichtsrat der Bank, die Größe der Scheine um 30 % zu reduzieren, um die Herstellkosten zu senken.[7][8]

Über die Jahre gewann der Dollar immer mehr an Kraft und internationaler Bedeutung. Bei dem Treffen im Jahre 1944, in New Hampshire (USA), bei dem das Bretton-Woods-System entstand, wurde der Dollar zur Leitwährung gewählt. Bei diesem System handelt es sich um ein Währungssystem, das insgesamt durch Vertreter von 44 Staaten und des Internationalen Währungsfonds entwickelt wurde. Das Ziel des neuen Systems war die Schaffung eines reibungslosen weltweiten und zwischenstaatlichen Handels durch die Etablierung fester Wechselkurse. 27 Jahre nach der Einführung brach im Jahre 1971 das System zusammen.[9][10]

Das Design und die Größe änderten sich bis zum Jahr 1996 nicht. Erst in diesem Jahr wurden neue Sicherheitsmerkmale zum Schutz vor Fälschungen eingeführt. Die Veränderungen finden seitdem in regelmäßigen Abständen statt, um sich den neuen Entwicklungen der Wissenschaft anzupassen.

Goldstandard und Goldverbot

Im Rahmen der offiziellen Goldstandardwährung existierten seit dem „Currency Act“ im Jahre 1900 Golddollars als Kurantmünzen. Seit etwa 1900 waren alle geprägten Silberdollar und deren Untereinheiten bis zum 1-Cent-Stück Scheidemünzen.

1900 wurde die Goldparität pro Dollar auf 1,504632 Gramm festgelegt.

Mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 belief sich der Wert einer Unze Gold nur auf 20,67 US-Dollar, wodurch eine Erhöhung der Geldmenge, um der Krise entgegen zu steuern, nicht durch die Goldvorräte gedeckt gewesen wäre. Die Krise weitete sich weltweit aus und viele Staaten setzten den Goldstandard aus, was zu einer Abwertung des Goldes führte.[11]

Am 5. April 1933 wurde das Verbot des privaten Goldbesitzes, gemäß dem sogenannten „Goldverbot-Erlass“ von Franklin Roosevelt, nach einer Veränderung des Entwurfes vom 9. März 1933 endgültig rechtskräftig. Dies umfasste den Privatbesitz an sämtlichen Goldmünzen, Goldbarren sowie Goldzertifikaten. Die Menschen wurden zur Herausgabe ihres Goldes gegen einen Wert von 20,67 US-Dollar gezwungen. Die Möglichkeit des Eintausches von Münzen und Banknoten in Gold war nicht länger gegeben. [12] Am 31. Januar 1934 wurde die Goldparität pro Dollar auf 0,888671 Gramm festgelegt, was einem Wert von 35 Dollar pro Feinunze entspricht.[11] Dem Abkommen zufolge war ein Tausch von Dollar zu Gold (35 US-Dollar pro Unze) ausschließlich im kommerziellen, zwischenstaatlichen Handel möglich.

Die USA produzierte Dollar über den eigentlichen Wert ihrer Goldreserven hinaus. Die US-Dollar-Vorräte in Europa und Japan überstiegen bereits 1960 die amerikanischen Goldreserven.

Somit gab die Nixon-Regierung am 15. August 1971 bekannt, es müssten außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen werden, um die amerikanische Wirtschaft zu schützen. Diese Maßnahmen beliefen sich auf die Auflösung des Rechts, den Dollar in Gold umzutauschen.

Anschließend musste der Dollar gemessen am Gold innerhalb von drei Jahren so stark an Wert einbüßen, dass er nur noch ein Fünftel seines ursprünglichen Goldwertes besaß.

Erst 1976, über 40 Jahre später, wurde das Verbot des privaten Goldbesitzes wieder aufgehoben. Heutzutage ist der US-Dollar wie sämtliche Währungen ungedeckt.[13]

Wechselkursentwicklung

Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde der US-Dollar zur vorherrschenden Reserve- und Handelswährung der Welt. Trotz Beendigung der Gold-Konvertibilität im Jahr 1971 durch Präsident Richard Nixon und viele politische Umbrüche erhielten sich die USA über viele Jahre diese Vormachtstellung.

Aufgrund eines enormen Defizits in der Außenhandelsbilanz der USA verlor der US-Dollar jedoch in den Jahren 2002 bis 2004 über 50 Prozent an Wert gegenüber dem Euro. Auch verlor er 15 Prozent an Wert im gewichteten Durchschnitt gegenüber allen Währungen von US-Handelspartnern. Nach einer kurzen „Erholungsphase“ setzte sich der Wertverlust seit 2006 fort und verschärfte sich noch mit der Hypothekenkrise Mitte 2007.[14] Bis zum Frühling 2009 stieg der US-Dollar wieder um etwa 13 Prozent an. Seitdem hat die Währung jedoch wieder um etwa 13 Prozent verloren (Stand November 2009).[15]

Durchschnittliche historische Jahres-Wechselkurse zum Euro[16]
Jahr 1 EUR Jahr 1 EUR
1999 1,0658 USD 2004 1,2439 USD
2000 0,9236 USD 2005 1,2441 USD
2001 0,8956 USD 2006 1,2556 USD
2002 0,9456 USD 2007 1,3705 USD
2003 1,1312 USD 2008 1,4708 USD


Nachdem der Euro als Buchgeld im Jahr 1. Januar 1999 eingeführte worden war, konnte er bereits ab vier Tage später zu einem Kurs von 1,1789 Euro in US-Dollar getauscht werden. Daraufhin folgte eine schwere Zeit für den Euro – er büßte innerhalb der nächsten beiden Jahre gegenüber dem US-Dollar stark an Wert ein. Der Höchststand des US-Dollars wurde am 26. Oktober 2000 mit 0,8252 Dollar für einen Euro verbucht. Das Blatt wendete sich im Januar 2001, beginnende Zinssenkungen der FED belasteten den US-Dollar, so dass der Euro auf 0,9545 Dollar anstieg. Seitdem befindet sich der Kurs des US-Dollars mit kleineren Gegenbewegungen in einem stetigen Abwärtstrend. Die katastrophale Politik der Bush-Regierung sowie die 2007 in den USA einsetzende Subprime-Krise führten zu einer weiteren und massiven Abwertung des US-Dollars. Die Zinsen wurden massiv gesenkt und Geld von Investoren und Spekulanten floss ab. Den historischen Tiefststand erreichte der Dollar am 15. Juli 2008 bei einem Kurs von 1,6037 Dollar für einen Euro. Seitdem ist der Dollar-Kurs allerdings bis zum Januar 2009 wieder auf einen Preis von 1,33 Dollar je Euro gestiegen. [17][18][19]

Durchschnittliche historische Jahres-Wechselkurse zum Pfund Sterling [20]
Jahr 1 GBP Jahr 1 GBP Jahr 1 GBP
1995 1,5781 USD 2000 0,5130 USD 2005 1,8182 USD
1996 1,5602 USD 2001 1,4369 USD 2006 1,8400 USD
1997 1,6371 USD 2002 1,4987 USD 2007 2,0009 USD
1998 1,1211 USD 2003 1,1312 USD 2008
1999 1,0658 USD 2004 1,2439 USD 2009


Vorlage:URVzumindest dieser Satz - evtl. auch vorhergehende Inhalte sind aus der aufgeführten Quelle kopiert. Geisslr 09:01, 15. Dez. 2009 (CET)


Durchschnittliche historische Jahres-Wechselkurse Japanischer Yen[21]
Jahr 1 JPY Jahr 1 JPY Jahr 1 JPY
1995 0,0106 USD 2000 0,0093 USD 2005 0,0091 USD
1996 0,0092 USD 2001 0,0082 USD 2006 0,0086 USD
1997 0,0083 USD 2002 0,0080 USD 2007 0,0085 USD
1998 0,0076 USD 2003 0,0086 USD 2008 0,0096 USD
1999 0,0088 USD 2004 0,0092 USD 2009


Der japanische Yen ist die am dritthäufigsten gehandelte Währung in der Welt nach dem Dollar und dem Euro. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Yen im Rahmen des Bretton-Woods-Systems fest an den US-Dollar gekoppelt. Die Währung verlor zum Ende des Zweiten Weltkrieges einen Großteil ihres Wertes und wurde 1949 mit 360 Yen an den US-Dollar gebunden. Ein Dollar besaß damals den Wert von 360 Yen. Seit 1973 kann der Yen frei gehandelt werden. Die japanische Währung hat eine wesentlich schwächere internationale Gewichtung als der Euro und der Dollar. Bis 1971 wurde der Yen unterbewertet, was die USA veranlasste, zu handeln und vom Goldstandard abzurücken. 1971 wurde ein neuer Wechselkurs von 308 Yen gegenüber dem Dollar festgesetzt, doch dieser ließ sich nur schwer halten und 1973 wurden die Hauptwährungen der Welt zu freien Währungen gemacht.[22][23]

Seit 2001 verlor der US-Dollar sowohl gegenüber dem Euro als auch dem Schweizer Franken an Wert. Am 15. Juli 2008 erreichte der US-Dollar einen bisherigen historischen Tiefststand mit einem Euro-Kurs von 1,5990 Dollar. Mit einem Wert von 0,8252 Dollar pro Euro erreichte der US-Dollar seinen historischen Höchststand am 26. Oktober 2000. Die erstmalige Gleichwertigkeit zum Schweizer Franken erreichte der US-Dollar am 14. März 2008. Der bisherige Tiefstand war am 16. März 2008 mit 0,9648 Franken pro Dollar zu verzeichnen.

Internationale Bedeutung des US-Dollars

Seit dem Bretton-Woods-System wurde der US-Dollar als weltweite Leit-, Transaktions- und Reservewährung geführt.[24] Er ist die weltweit meist gehandelte Währung.

In einigen Staaten der Welt gilt der US-Dollar als inoffizielle Neben- oder Zweitwährung. In manchen Staaten ist eine Bezahlung in US-Dollar möglich, ohne ihn in die eigentliche Landeswährung umwechseln zu müssen. Einige Rohstoffe werden in dieser Währungseinheit am Weltmarkt gehandelt. Dazu zählt beispielsweise Erdöl, wobei das dafür verwendete Geld unter dem Begriff Petrodollar bekannt ist.[25]

Die Rolle des US-Dollars als Reservewährung

Während der Euro-Anteil an den weltweiten Währungsreserven deutlich zunahm, sank der Anteil des US-Dollars in den letzten Jahren nur unwesentlich.[26] Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Euro stetig an Bedeutung als weltweite Reservewährung zunehmen, der US-Dollar hingegen an Bedeutung verlieren wird.[27] Weltweit kann der US-Dollar über einen Anteil von mehr als 60 % der gesamten Anlagereserven verfügen, was mehreren Billionen entspricht. Die FED kann über diesen Wert verfügen und ihn in Form von Krediten auf dem Weltmarkt anbieten. Der Zins, der auf diese Kredite gezahlt werden muss, stellt die Seigniorage-Einnahmen der FED dar. Der Bedeutungsverlust des US-Dollars als weltweite Währungsreserve bedeutet somit einen Einnahmerückgang für die US-Notenbank.[28]

Vorlage:Reservewährung

Rolle als Transaktionswährung

Der US-Dollar verzeichnet einen Anteil von über 50 % an internationalen Finanztransaktionen und ist somit die weltweit meistgehandelte Währung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Britische Pfund, die damalige Leitwährung, weitgehend vom US-Dollar an den (Finanz-)Märkten abgelöst. Die US-Dollar-Transaktionen beliefen sich im Jahr 2003 auf einen Anteil von 50 % gegenüber einem Anteil von 25 Prozent in Euro und jeweils 10 % in Pfund Sterling und dem japanischen Yen.

Rolle als gesetzliches Zahlungsmittel

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Staaten mit Währungen, die an den Euro oder den US-Dollar gebunden sind: Vorlage:Farblegende Vorlage:Farblegende Vorlage:Farblegende Vorlage:Farblegende

Auch in einigen Staaten und Regionen außerhalb der USA und deren Außengebiete wird der US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel, als sogenannte (Fremdwährung) geführt. Dazu zählen:

U.S. Dollar Index

Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems wurde im März 1973 der U.S. Dollar Index( USDX), eingeführt und auf einen Wert von 100 gesetzt. Meist wird nur eine Währung gegen eine andere gewichtet. Beim USDX wird der US-Dollar ins Verhältnis zu sechs anderen Währungen gesetzt. Durch den Vergleich zu anderen Währungen soll ein möglichst genaues Bild vom Wert des US-Dollars abgebildet werden. Der Index stellt einen Korb mit folgenden Währungen dar: Euro (57,6 %), japanischer Yen (13,6 %), das britische Pfund (11,9 %), der kanadische Dollar (9,1 %), die schwedische Krone (4,2 %) sowie der Schweizer Franken (3,6 %). Notiert der US-Dollar-Index auf einen Wert von 120, bedeutet dies, dass der US-Dollar 20 % mehr wert ist als im Jahr 1973, als der Index ins Leben gerufen wurde.[29]

Heutzutage wird der USDX in ICE Futures U.S. gelistet.

Der Index ist in den letzten Jahren stark gesunken und liegt momentan bei einem durchschnittlichen Wert 78.115 Punkten.(Stand: November 2009)

Im Vergleich zu 1985, als der USDX einen Höchststand von durchschnittlich 140 Indexpunkten erreichte, stagniert er seit 2007 bei einem Wert zwischen 70 und 80 Indexpunkten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der US-Dollar in den letzten Jahren im Verhältnis zu den anderen Währungen stark an Wert verloren hat.

Durchschnittlicher US-Dollar Index von 1973 bis 2009[30]
Jahr US- Dollar Index
1973 100.2277
1982 115.7585
1991 88.5180
2000 101.5737
2009 78.1149


Münzen

Gebräuchliche Münzen in den Vereinigten Staaten von Amerika
Nennwert Vorderseite Rückseite Porträt Motiv Gewicht Durchmesser Dicke Material Rand
1 Cent
Penny
Vorderseite Penny Rückseite Penny Abraham Lincoln Lincoln Memorial 2,50 g 19,05 mm 1,55 mm 97,5 % Zn
2,5 % Cu
glatt
5 Cents
Nickel
Vorderseite Nickel Rückseite Nickel Thomas Jefferson Monticello 5,00 g 21,21 mm 1,95 mm 75 % Cu
25 % Ni
glatt
10 Cents
Dime
Vorderseite Dime Rückseite Dime Franklin D. Roosevelt Olivenzweig, Fackel, Eichenzweig 2,27 g 17,91 mm 1,35 mm 91,67 % Cu
8,33 % Ni
118 Riffel
25 Cents
Quarter
Quarter George Washington Weißkopfseeadler 5,67 g 24,26 mm 1,75 mm 91,67 % Cu
8,33 % Ni
119 Riffel
50 Cents
Half
Vorderseite Half Rückseite Half John F. Kennedy Siegel des Präsidenten 11,34 g 30,61 mm 2,15 mm 91,67 % Cu
8,33 % Ni
150 Riffel
1 Dollar Vorderseite Dollar Rückseite Dollar Susan B. Anthony Emblem von Apollo 11 8,10 g 26,50 mm 2,00 mm 91,67 % Cu
8,33 % Ni
geriffelt
1 Dollar Vorderseite Dollar Rückseite Dollar Sacajawea fliegender Weißkopfseeadler 8,10 g 26,50 mm 2,00 mm 77 % Cu
12 % Zn
7 % Mn
4 % Ni
glatt
Datei:1894-O-Eagle.jpg
Eagle von 1894

Im Laufe der Zeit wurden weitere Münzen mit anderen Nennwerten geprägt:[31]

  • Half Cent, ½ Cent (1793–1857)
  • Two Cents, 2 Cent (1864–1873)
  • Three Cents, 3 Cent (1851–1889)
  • Twenty Cents, 20 Cent (1875–1878)
  • Quarter Eagle, 2½ Dollar (1796–1929)
  • Three Dollar, 3 Dollar (1854–1889)
  • Half Eagle, 5 Dollar (1795–1929)
  • Eagle, 10 Dollar (1795–1933)
  • Double Eagle, 20 Dollar (1849–1933)

Die 10-Dollar-Goldmünze, die aufgrund ihres Adlermotivs als Eagle (Adler) bezeichnet wurde, sowie die Quarter-, Half- und Double-Eagle-Münzen und auch die 1- und 3-Dollar-Goldmünzen, die in Umlauf waren, wurden im Zuge des Goldverbotes von der Federal Reserve Bank eingezogen. Die noch mit der Jahreszahl 1933 geprägte „Double-Eagle“ im Wert von 20-Gold-Dollar wurde aufgrund des Goldverbot-Erlasses nicht mehr ausgegeben. Eines der etwa 20 nicht eingeschmolzenen Exemplare wurde auf einer Auktion am 30. Juli 2002 im Auktionshaus Sotheby's in New York für den Rekordpreis von insgesamt 6,6 Mio. US-Dollar verkauft, was wohl dem bisher höchst gezahlten Sammlerpreis für eine Münze entspricht.[32]

Historie der Münzen

„Penny“

Im Jahr 1909 von Victor D. Brenner zum 100. Geburtstag von Abraham Lincoln entworfen, dessen Profil auf der Vorderseite der Penny-Münze geprägt wurde. Diese Cent-Münze war das erste in den Umlauf gegebene Geldstück, auf dem das Abbild eines Präsidenten zu sehen war. Im Jahre 2009 wurden, in Anerkennung der Zweihundertjahresfeier sowie zum 100-jährigen Jubiläum der Erstprägung des Lincoln- Profils auf der 1-Cent-Münze, vier verschiedene 1-Cent-Gedenkmünzen in Umlauf gebracht. Die Themen der Prägungen auf der Rückseite des Geldstückes repräsentieren die vier wichtigsten Aspekte aus dem Leben Präsident Lincolns. Diese waren: die Geburt und frühe Kindheit in Kentucky in den Jahren von 1809 bis 1816. Danach folgten die prägenden Jahre in Indiana von 1816 bis 1830. Anschließend kamen die Jahre seines Berufslebens in Illinois von 1830 bis 1861 und zuletzt folgte seine Präsidentschaft in Washington DC in den Jahren von 1861 bis 1865.

Die auf der Rückseite befindlichen Gesichtspunkte setzen sich unter anderem aus der Inschrift der „Vereinigten Staaten von Amerika“, aus der lateinischen Prägeschrift „E Pluribus Unum“ („aus vielen Eines“) sowie dem Wert von einem Cent zusammen. Im Jahr 1792 war die 1-Cent-Münze, mit der Gründung der United States Mint das erste von dieser hergestellte Geldstück, das sich augenscheinlich sehr von der heutigen modernen 1-Cent-Münze unterscheidet. Das Bild auf der ersten Penny-Münze war eine Dame mit wehendem Haar, welche die Freiheit symbolisieren sollte. Bei der neuen 1-Cent-Münze ist auf der Vorderseite ein fliegender Adler und auf der Rückseite ein Kranz abgebildet. Am 21. Februar 1857 wurde es laut Gesetz untersagt, 1-Cent-Münzen aus anderen Ländern zu nutzen, da es einen deutlichen Mangel an inländischen Münzen gab. Allerdings wurde den Menschen in diesem Zuge die Möglichkeit eröffnet, die ausländischen Münzen bei der Bank in inländische US-Silber-Münzen und neue Cents umzutauschen. Von 1959 bis 2008 war die Rückseite des Pennys von einem Porträt Lincolns geprägt, das von Frank Gasparro in Gedenken an den 150. Geburtstag Lincolns entworfen wurde.[33]

„Nickel“

Seit 2006 ist auf der Vorderseite der 5-Cent-Nickel-Münze ein Bildnis von Thomas Jefferson zu sehen. Das Porträt zeigt Jefferson in seiner Position als Vize-Präsident im Alter von 57 Jahren. Dieses Gemälde war Grundlage für die meisten Bilder, die zu Lebzeiten von Jefferson gemacht wurden. Die Inschrift „Liberty“ (Freiheit) wurde nach seiner eigenen Handschrift modelliert. Diese Inschrift trat erstmals 2005 auf der Nickel-Münze in Erscheinung. Das Design der Rückseite des Nickel war im Jahr 2006 schärfer und detailgetreuer denn je. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Kupferstecher der United States Mint ihr Original mit mehr Details (wie zum Beispiel Balkone, Fenster, Türen) versehen haben.[34]

„Dime“

Am 30. Januar 1946 wurde erstmalig der sogenannte Dime (Zehn-Cent-Münze) mit dem Abbild des Präsidenten Franklin D. Roosevelts, in Gedenken an dessen Tod am 12. April 1945, eingeführt. Noch heute befindet sich diese Münze im Umlauf. Ein Grund für die Einführung war, dass sich kurz nach Roosevelts Tod 1945 viele Bürger in schriftlicher Form, mit der Bitte, das Bildnis von Franklin D. Roosevelt auf eine Münze prägen zu lassen, an das Bundesministerium für Finanzen wandten, da sich dieser zu Lebzeiten im Alter von 39 Jahren an einem Forschungsprogramm namens „March of Dime“ für Heilmittel gegen das Polio-Virus beteiligte. Auf der Kehrseite der Münze befindet sich eine Fackel, die für die Freiheit steht, ein Olivenzweig, der Frieden symbolisiert und der Ast einer Eiche, der Stärke und Unabhängigkeit versinnbildlicht. Der Groschen ist von allen Münzen die kleinste und dünnste, die heute noch verwendet wird. Der Klang des Namens „Dime“ war damals schon der gleiche wie heute, jedoch wurde die Schreibweise verändert. Das aktuelle Wort Dime, schrieb sich seinerzeit noch „disme“. Dies beruht auf dem alten lateinischen Begriff „Decimus“, was soviel bedeutet wie Zehntel.[35]

„Quarter Dollar“

Ein Quarter-Dollar, der seit 1796 produziert wird, ist eine Münze, die den Wert von 25 Cent beziehungsweise von einem Viertel eines US-Dollars hat. Auf den ersten im Umlauf befindlichen Geldstücken befand sich auf der Vorderseite der Münze Lady Liberty und auf der Kehrseite der Weißkopfseeadler. Im Jahre 1932 wurde zum 200. Geburtstag George Washingtons, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, ein neuer Quarter mit dessen Abbild eingeführt.

1999 wurde die 50-State-Quarters-Serie gestartet. Seitdem wurden jährlich fünf US-Bundesstaaten mit einem Quarter gewürdigt. Die Reihenfolge der Prägung richtet sich hierbei nach dem Beitritt des jeweiligen Bundesstaates zur USA.[36] 2009 wurde die Serie um die fünf Nebengebiete Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa, die Amerikanische Jungferninseln und die nördlichen Marianen, sowie den District of Columbia erweitert. [37]

„Half-Dollar“

Die Vorderseite dieser 50-Cent-Münze zeigt ein Porträt von John Fitzgerald Kennedy, welcher der jüngste jemals gewählte Präsident war. Die Grundlage für das Porträt auf der Münze bildeten die Präsidentschaftswahlen. Der Bildhauer Roberts entwarf dieses Design unmittelbar nach der Ermordung Kennedys. Grundlage für das Design auf der Rückseite war das Präsidentschafts-Siegel. Es besteht aus dem Abbild eines Wappenadlers mit einem Schild auf der Brust, der einen symbolischen Olivenzweig in der einen und ein Bündel aus 13 Pfeilen in der anderen Kralle hält. Dieser Adler wird von einem Kranz aus 50 Sternen umgeben, wobei diese Sterne sinnbildlich für die 50 Staaten stehen.[38]

„Dollar“

Obwohl die 1-Dollar-Münze mit Unterbrechungen seit 1794 geprägt wurde, gibt es derzeit nur drei 1-Dollar-Münz-Serien in Produktion. Zum einen ist es die „Presidential-Dollar-1-Coin-Serie“ (Präsidentendollar-Serie), die im Jahr 2007 eingesetzt wurde; des Weiteren gibt es die „Sacagawea-Golden-Dollar-Serie“, die erstmals im Jahr 2000 ausgegeben wurde und zuletzt existiert noch die „Native-American-Dollar-1-Coin-Serie“, die erst 2009 in Umlauf kam. Alle drei der 1-Dollar-Münz-Serien sind goldfarbig. Diese kommt durch eine spezielle Mischung aus verschiedenen Metallen zustande, obwohl hier kein Gold enthalten ist. Diese Münzen haben die gleiche „elektromagnetische Signatur“ wie der vorangegangene Susan-B.-Anthony-Dollar (SBA-Dollar), der silberfarben war. Der SBA-Dollar hatte leichte Kanten. Diese Münze wies in Bezug auf Farbe und Größe eine große Ähnlichkeit zum Quarter auf, was oft zu Verwechslungen führte. Da diese Münze eher unpopulär war, blieb der 1-Dollar-Schein das gängigere Zahlungsmittel. 1980 wurde die Prägung dieser Münze eingestellt, jedoch folgten in den Jahren 1981 und 1999 Sonderprägungen. Diese Münze ist heutzutage zwar selten im Umlauf, gilt aber weiterhin als Zahlungsmittel. Durch das Beibehalten der Signatur der SBA-Dollar-Münze sind auch die alten Münzautomaten in der Lage, die neueren Münzen zu erkennen. Somit war die Umstellung auf neue Automaten nicht notwendig.

Im Jahr 2000 wurde erneut versucht, eine 1-Dollar-Münze zu implementieren. Auf dieser Münze ist die Shoshonin Sacagawea abgebildet. Diese goldene Münze, in der traditionell runden Form, ist somit gut von anderen Münzen zu unterscheiden. Die Akzeptanz der Amerikaner gegenüber dieser Münze war jedoch ähnlich wie bei der SBA-Dollar-Münze eher gering.

Daraufhin wurde am 15. Februar 2007 die dritte und somit aktuellste Generation der 1-Dollar-Münzen (der so genannte Präsidentendollar) eingeführt, die auf der Rückseite eine Prägung des Abbildes der Freiheitsstatue trägt. Im Abstand von drei Monaten wurden hierbei immer neue Münzen mit den verschiedenen Porträts der bereits verstorbenen Präsidenten auf der Vorderseite ausgegeben. Die Abfolge der ausgegebenen Münzen ergab sich wie folgt: auf der ersten Münze war das Bildnis von George Washington zu sehen, die zweite Münze, die drei Monate später ausgegeben wurde, besaß eine Prägung des Abbildes von John Adams. Die John-Adams-Münze ist im gängigen Zahlungsmittelverkehr eher selten anzutreffen.[39]

Banknoten

Nennwert Vorderseite Rückseite Porträt
1 Dollar Datei:United States one dollar bill, obverse.jpg Datei:United States one dollar bill, reverse.jpg George Washington
2 Dollar Datei:US $2 obverse.jpg Datei:US $2 reverse.jpg Thomas Jefferson
5 Dollar Datei:US $5 Series 2006 obverse.jpg Datei:US $5 Series 2006 reverse.jpg Abraham Lincoln
10 Dollar Datei:US10dollarbill-Series 2004A.jpg Datei:US $10 Series 2004 reverse.jpg Alexander Hamilton
20 Dollar Datei:US20-front.jpg Datei:US20-back.jpg Andrew Jackson
50 Dollar Datei:Series2004NoteFront 50.jpg Datei:Series2004NoteBack 50.jpg Ulysses S. Grant
100 Dollar Datei:Usdollar100front.jpg Datei:US $100 reverse.jpg Benjamin Franklin
Letztmalig 1945 gedruckt; 1969 zurückgezogen; weiterhin legales Zahlungsmittel[40]
500 Dollar Datei:500-2f.jpg Datei:500-2b.jpg William McKinley
1000 Dollar Datei:1000-2f.jpg Datei:1000-2b.jpg Grover Cleveland
5000 Dollar Datei:5000f.jpg Datei:5000b.jpg James Madison
10.000 Dollar Datei:10000-1f.jpg Datei:10000-1b.jpg Salmon P. Chase
Nicht im Umlauf befindlich, aber trotzdem legales Zahlungsmittel:
100.000 Dollar Datei:US100000dollarsbillobverse.jpg Datei:US100000dollarsbillreverse.jpg Woodrow Wilson
Datei:Dollarnote siegel hq.jpg
Rückseite des Großen Siegels der Vereinigten Staaten auf der Rückseite der Ein-Dollar-Note

Anmerkungen:

  • Auf der Rückseite der Ein-Dollar-Note sind die beiden Seiten des Siegels der Vereinigten Staaten abgebildet.
  • Banknoten mit einem Wert über 100 US-Dollar werden heutzutage nicht mehr ausgegeben, gelten jedoch weiterhin als legales Zahlungsmittel. Die meisten Exemplare, die sich noch im Umlauf befinden, sind im Besitz von Sammlern.[40]
  • Die Note mit dem höchsten Nennwert, die je vom „Bureau of Engraving and Printing“ gedruckt wurde, war ein Gold-Zertifikat von 1934 zu 100.000 US-Dollar. Dieses wurde nur gegen Gold in Höhe des gleichen Wertes ausgegeben. Dieser Schein wurde nur für Transaktionen zwischen Zentralbanken genutzt.[40]

Besonderheiten der Banknoten

Seriennummern der Banknoten

Die Seriennummer eines Dollarscheines ist nach einem für alle Scheine einheitlichen Schema aufgestellt: Sie besteht aus zwei Großbuchstaben, gefolgt von acht Ziffern, abschließend ein weiterer Buchstabe.

Beispiel: DL82674476A

Erläuterungen anhand des Beispiels:

D: Der erste Buchstabe gibt die Serie oder auch Auflage des Scheins an, z. B. das „D“ zeigt an, dass dieser Schein zu einer Serie von 2003 gehört. Bei einer Veränderung des Designs einer Banknote wird eine neue Serie aufgelegt, ganz unabhängig vom Umfang der Veränderung. Beispielsweise kann eine neue Serie aufgrund der Änderung der Unterschrift auf dem Schein gedruckt werden. Eine neue Serie wird etwa alle ein bis zwei Jahre aufgelegt.

L: Der zweite Buchstabe zeigt, von welcher Bank der Schein in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt gibt es zwölf Zentralbanken, der Buchstabe „L“ steht dabei zum Beispiel für Dallas.

82674476: Die Zahlenreihe ist eine fortlaufende Nummer.

A: Dieser Buchstabe zählt immer um einen Buchstaben weiter, sobald die fortlaufende Nummer ihr Ende erreicht hat, und wieder bei 00000001 anfangen muss. Die Buchstaben O und Z werden ausgelassen, wodurch es 24 Kombinationen gibt.

Das Grün der „Greenbacks"

Eine genaue Erklärung, warum die Rückseiten der Banknoten der USA mit grüner Tinte gedruckt wurden, gibt es nicht. Bekannt ist, dass 1929 der grüne Farbstoff in dieser Zeit in großen Mengen vorhanden war und er relativ resistent gegen chemische und physikalische Veränderungen in der Herstellungsweise war. Weiterhin soll die Farbe Grün die Stärke und Stabilität der Regierung zum Ausdruck bringen und Vertrauen in die Währung schaffen. [41]

Sicherheitsmerkmale

Seit dem 5. Juli 1865, besteht eine Kooperation zwischen dem United States Secret Service, dem Federal Reserve System und dem Bureau of Engraving and Printing, um Maßnahmen zu entwickeln, die ein Auftreten von Fälschungen so gering wie möglich halten soll.[42] 1966 begann die Regierung, Sicherheitsmerkmale auf den Banknoten aufzudrucken. Um die Sicherheit der Währung weiterhin zu gewährleisten, wird das Design der Scheine alle sieben bis zehn Jahre verändert.

  • Sicherheitsfaden
Der Sicherheitsfaden ist ein dünner Streifen, der sich durch die Banknote zieht. Dieser ist durch Drucken nicht reproduzierbar. Alle nach 1990 gedruckten Serien (außer die 1-und 2-Dollar-Noten) enthalten dieses Merkmal. Auf diesen Streifen wird der Nennwert der Note gedruckt.[43]
  • Mikroschriften
Diese Aufdrucke erscheinen bei normaler Betrachtung als Linie, durch Zuhilfenahme eines Vergrößerungsglases wird jedoch der jeweilige Nennwert der Note sichtbar. Die Auflösung der meisten Kopierer ist nicht hoch genug um diese Schriften zu erkennen.[43]
Seit 1996 werden zusätzlich die folgenden Sicherheitsmerkmale verwendet.
  • Wasserzeichen
Dieses Zeichen entsteht durch verschiedene Dichtegrade des Papieres. Wird die Banknote gegen das Licht gehalten, wird das Porträt der auf der Banknote abgebildeten Person sichtbar.[43]
  • Optisch veränderliche Tinte
Bei unterschiedlichem Betrachtungswinkel verändert sich die Farbe der Aufschrift.[43]
  • Feine Linienstrukturen
Linienmuster werden auf der Vorderseite hinter dem Porträt und auf der Rückseite um das historische Gebäude herum, aufgedruckt. Diese Linien sind für das Auge sichtbar, werden aber nur schwer von Scannern und Druckern erkannt.[43]
  • Vergrößerte, versetzte Porträts
Die größeren Bilder sind detaillierter und erschweren somit die Fälschung der Banknote. Die jeweiligen Porträts wurden leicht seitlich versetzt, um Raum für das Wasserzeichen und den Sicherheitsfaden zu schaffen. Durch die vergrößerten Bilder wird die Identifikation des Notenwertes für sehbeeinträchtigte Menschen erleichtert.[43]

Weitere Bezeichnungen für den US-Dollar

Eine gängige Bezeichnung für den Dollar lautet buck. Der Begriff stellt möglicherweise die Kurzform des Begriffes bugskin (Wildlederfell) dar, das in der Zeit der amerikanischen Gründerjahre als Zahlungsmittel galt.[44] 100 Dollar werden auch large genannt, 1000 Dollar werden häufig als Grand (bzw. G) bezeichnet. Die 10- und 20-Dollar-Note werden auch als sawbuck und double sawbuck bezeichnet. Wie die Banknoten tragen auch einzelne Münzen entsprechende Spitznamen. 1 Dollar wird auch als single, 2 Dollar als deuce und 5 Dollar als fin oder fiver bezeichnet.

Teilweise werden auch die Namen der Personen, die auf den Vorderseiten der Scheine abgebildet sind, wie beispielsweise George, Tom oder Frank als Spitznamen verwendet. Dead presidents („tote Präsidenten“) ist ebenfalls eine gelegentlich genutzte Umschreibung, ungeachtet der Tatsache, dass Alexander Hamilton, der auf der 10-Dollar-Note abgebildet ist, sowie Benjamin Franklin, dessen Porträt die 100-Dollar-Note prägt, keine Präsidenten waren.[45]

Inschriften

Auf allen seit 1793 geprägten Dollarmünzen findet sich das Wort „LIBERTY“ (Freiheit). Das Motto E Pluribus Unum („aus vielen Eins“) trugen zunächst nur einige Gold- und Silbermünzen. Inzwischen ist es Teil aller Münzen der USA. Mit dem Coinage Act of 1864 wurde das 2-Cent-Stück eingeführt. Es war die erste Münze mit der Inschrift In God We Trust (engl.: Wir vertrauen auf Gott). Nach und nach wurde der Spruch auf den anderen Münzen übernommen und ist seit 1938 auf allen Münzen zu finden. Die Banknoten tragen nur die Inschrift „In God We Trust“. Diese erschien zum ersten Mal 1957 auf einem Silber-Zertifikat zu einem Dollar, nachdem der Spruch 1956 zum Nationalmotto erklärt wurde.[46]

Literatur

  • Anton Zischka: Der Dollar – Glanz und Elend einer Währung, München 1986, ISBN 3-7844-7172-2
  • Europäische Zentralbank: Review of the International Role of the Euro (PDF, 900 KB), Frankfurt 2005
  • Günther Schön: Weltmünzkatalog 20. Jahrhundert, Battenberg Verlag, Augsburg 1993, ISBN 3-89441-096-5
  • Hans Harlandt: Das Geld, Schäuble Verlag Rheinfelden, Berlin 1994, ISBN 3-87718-542-8
  • Krumnow, Gramlich (Hrsg.): Gabler-Bank-Lexikon: Bank- Börse- Finanzierung. 12.Auflage. Gabler, Wiesbaden 1999, ISBN 3-409-46112-4

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commons

Einzelnachweise

  1. „$-Zeichen“ Abgerufen am 27. November 2009
  2. Kross Samuelson: “Documentary History of Banking and currency in the United States,” Band 1, New York 1969, s.19, s.95-100
  3. „History US-Dollar“ Abgerufen am 27. November 2009
  4. Kross Samuelson: “Documentary History of Banking and currency in the United States,” Band 3, New York 1969, s.1754
  5. John Mathew Culbertson:” Money and Banking”, 2 Auflage, New York 1977, ISBN 0-07-014886-4, s.508
  6. „Dezimalwährung“. Abgerufen am 29. November 2009
  7. „Geschichte des US Dollar“. Abgerufen am 29. November 2009
  8. Nathan Lewis: “GOLD – The Once and future money,” 2007, ISBN 978-0-470-04766-8, s. 153-174, s.197
  9. „Bretton-Woods-System“. Abgerufen am 28. November 2009
  10. Gerald M.Meier: “Problems of a World Monetary Order,” Hoboken, New Jersey 1974, ISBN 0-19-501801-X, s.27
  11. 11,0 11,1 „Von Anleihecrash bis Goldverbot“ Wirtschaftswoche vom 3. Februar 2009. Abgerufen am 28. November 2009
  12. „Timeline” Abgerufen am 30. November 2009
  13. „Geld, Gold und der Goldstandard” Abgerufen am 28. November 2009
  14. „Internationale Politikanalyse“ von Jörn Griesse und Christian Kellermann Abgerufen am 2. Dezember 2009 (PDF)
  15. „Auf den Devisenmärkten herrscht prekäre Ruhe“ Artikel von Robert Mayer Abgerufen am 2. Dezember 2009
  16. Quelle: UNECE Statistical Division Database
  17. Madeleine O. Hoshi,The Euro, A Concise Introduction to European Monetary Integration, 2005, S. 59-60
  18. Währungen. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  19. Historische Kursverläufe. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  20. Quelle: PACIFIC Exchange Rate Service
  21. Quelle: IFS-Datenbank
  22. Philipp Hartmann, Currency competition and foreign exchange markets: the dollar, the yen and the euro, 1998, S. 77-131
  23. Währung: Japanischer Yen. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  24. Krumnow/Gramlich: Gabler-Bank-Lexikon: Bank- Börse- Finanzierung. 12.Auflage, 1999, S. 880.
  25. „US-Währung". Abgerufen am 28. November 2009
  26. „Der Mythos Dollar verblasst" Focus vom 15.Januar 2007. Abgerufen am 28. November 2009
  27. „Die Wall Street hat den Dollar verspielt“ Der Tagesspiegel vom 21. September 2008. Abgerufen am 29. November
  28. „Weltwährung auf Abruf – Brandgefährliches Spiel mit dem Dollar“ Spiegel vom 18.September 2006. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  29. „US Index”. Abgerufen am 1. Dezember 2009
  30. „Dollar Index”. Abgerufen am 28. November 2009
  31. „Coin Facts". Abgerufen am 29. November 2009
  32. „Burlington.eu”. Abgerufen am 28. November 2009
  33. „Penny”. Abgerufen am 26. November 2009
  34. „Nickel”. Abgerufen am 26. November 2009
  35. „Dime”. Abgerufen am 26. November 2009
  36. „Quarter”. Abgerufen am 26. November 2009
  37. „United States Mint/ 25-Cent-Münze”. Abgerufen am 26. November 2009
  38. „Half Dollar”. Abgerufen am 26. November 2009
  39. „1 Dollar”. Abgerufen am 26. November 2009
  40. 40,0 40,1 40,2 „Bureau of Engraving and Printing". Abgerufen am 27.November 2009
  41. „Green Ink”. Abgerufen am 25. November 2009
  42. „The USSS and Counterfeiting“. Abgerufen am 28. November 2009
  43. 43,0 43,1 43,2 43,3 43,4 43,5 „Security Features“. Abgerufen am 28. November 2009
  44. „Wortherkunft buck". Abgerufen am 30. November 2009
  45. „Nicknames". Abgerufen am 29. November 2009
  46. „In God We Trust". Abgerufen am 1. Dezember 2009